Alexicious
GALLIFREY STANDS!
Da fällt mir die Doris Knecht Kolumne von neulich wieder ein
Fliegen war früher schöner
Und glamouröser. Es hatte etwas Exklusives, ein Flugzeug besteigen zu dürfen.
Nicht jeder flog. Nicht jeder konnte fliegen. Fliegen war teuer, das konnte man sich nicht oder nicht so oft leisten. Und ein Wagnis: Der Umstand, dass Flugzeuge schwerer sind als Luft, war und blieb bedrohlich.
Wenn man flog, tat man das sozusagen im Sonntagsgewand, schlief davor schlecht, fand: es hat etwas Magisches, in einem großen, metallenen Vogel durch die Luft transportiert zu werden.
Fliegen war früher lustiger. Man durfte zum Beispiel früher in Flugzeugen rauchen; Ihre Autorin, der das damals noch Bedürfnis war, hat es erlebt und getan. (Für die Nichtraucher war es zugegebenermaßen nicht so lustig, sie fanden aber die längste Zeit auch nichts dabei, denn es war normal.) Es gab richtiges Essen mit richtigem Besteck - echtes Metallbesteck, in Klarsichtfolien eingeschweißt, zuweilen so besonders schön designt, dass es einem mitunter versehentlich ins Handgepäck fiel. (Ich habe noch immer irgendwo einen Lufthansa-Kaffeelöffel.)
Und es galt früher als stilvoll, sich in Flugzeugen gediegen zu betrinken, während man heute vor lauter Thrombosen-Angst nichts als Wasser trinkt und noch mehr Wasser.
Dessen Mitnahme trotz Lockerung der Sicherheitsregelungen ein Problem bleibt: Erst kürzlich wurde man wieder (man weiß es ja eh! Man hat es nur, der frühen Stunde geschuldet, kurz vergessen!) vom Security-Check fort und zu einem großen blauen Fass geschickt, in das man mit rotem Schädel sein unschuldig Wasser goss, um hernach vor fremden Leuten Gürtel und Schuhe auszuziehen. Fliegen war früher weniger demütigend, echt.
) abgekotzt...

