Irgendwie ja... Irgendwie ist das wirklich Pech.
Auch die allerallermeisten Risikogruppen können ihr persönliches Risiko mit Impfungen sehr weit absenken - es ist dann immer noch höher als bei mir, aber trotzdem niedrig.
Hier ist ein Punkt, an dem man auch gut eine Parallele zur Grippe ziehen kann - was nicht bedeutet, dass Covid = Grippe ist.
Aber ältere Menschen haben auch ein um Größenordnungen höheres Risiko, an Influenza zu sterben, während es junge Menschen wegstecken. Und trotzdem hätte sich vor drei Jahren noch niemand (kaum jemand) Gedanken gemacht, beim Einkaufen eventuell unbemerkt jemanden mit Influenza (oder eine der etlichen anderen Infektionskrankheiten, die potenziell gefährlich sein aber genausogut symptomlos getragen werden können) infizieren zu können, der daran stirbt.
Die Weiterverbreitung von Infektionen war schon immer ein gesamtgesellschaftliches Risiko, das nicht auf INdividuen runtergebrochen wurde.
Und mitten in einer akuten Grippewelle sind die Inzidenzen inkl. Dunkelziffer und symptomlosen und -armen Infizierten auch sehr hoch.
Und das ist etwas, was mich ein wenig stört. Das Fingerzeigen auf Menschen, die gewisse Dinge tun oder lassen mit der Verbindung "wegen DIR stirbt jetzt die 100jährige Oma Inge!" - ums mal zu polemisieren.
Krankheiten existieren. Und leider, leider haben wir jetzt eine Krankheit mehr dazubekommen, mit der wir uns rumschlagen müssen und wegen der nicht auf einmal das soziale Miteinander auf den Kopf gestellt werden kann.