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Coronavirus / Covid-19

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Die USA z.B. hatten vorher die Staatsverschuldung in die Höhe getrieben - und gehen jetzt trotzdem all in, genauso wie Deutschland. Klar, mit recht großen Unterschieden im Detail ("ideologisch" bzw. parteipolitisch bedingt).

Die Behauptung, dass das "jeder, der was vom Staatshaushalt versteht" so sagt, finde ich etwas sehr weit hergeholt :ugly: Es sei denn du definierst "jeder, der was vom Staatshaushalt versteht" mit derjenigen ökonomischen Denkschule, die was die Staatsverschuldung angeht sehr... konservativ ist und quasi nur in Deutschland und im deutschsprachigen Raum eine so beherrschende Stellung einnimmt (wobei sich auch das in den letzten Jahren langsam zu wandeln scheint).

Die Details sind aber nicht ganz unwichtig. Zumindest, wenn man über der Horizont der eigenen Legislatur hinausblickt. Aber zugegeben, ich habe einen eher konservativen Blick auf die Sache. Ich habe kein Problem mit Staatsschulden - wäre auch dämlich, ohne geht es nicht. Aber ich bin auch nicht der Meinung, daß man blind das Geld rauswerfen kann. Es muß schon einen Sinn haben und jede „sinnlose“ Verschuldung engt den Spielraum ein, den man hat, wenn es mal richtig wichtig wird. Wie jetzt, zum Beispiel.

Wer Schulden anhäuft, ohne daß es „notwendig“ ist, kommt in solchen Situation in schweres Wasser, wie man ja gut an anderen Ländern sehen kann (oder an Allen, die keine Rücklagen gebildet haben). Man darf halt nicht vergessen, daß man den Kram auch wieder zurückzahlen muß.

Also nicht ich, die zukünfigen Generationen. Kann man ignorieren, ist aber eine fragwürdige Einstellung. Für mich persönlich wäre es am Besten, man würde jetzt alles raushauen und dann sollen die sich nach meinem Ableben darum kümmern. Ist aber nicht mein Weg...
 
Ich und jeder, der was vom Staatshaushalt versteht. Wenn wir schon vorher die Staatsverschuldung in die Höhe getrieben hätten, wäre der Spielraum schon jetzt kleiner. Ich finde die aktuellen Maßnahmen richtig und absolut notwendig, aber man darf nicht vergessen, daß wir den nächsten Generationen das auf die Schultern legen! Mir wurscht, ich habe keine Kinder und meine Zeit hier ist begrenzt. Ich kann damit leben...


Genau! Können alle gerne auf die Wirtschaft schimpfen, aber bis sich jemand ein besseres System hat einfallen lassen (und damit meine ich ein nachvollziehbar funktionierendes System, keine Traumfantasien), müssen wir damit arbeiten.
Digga, ich hab nicht drauf geschimpft nur gesagt, dass unser System verbesserungswürdig ist..
Also ruhig bleiben :)
Hab ja nichts anderes gesagt.
 
Die Details sind aber nicht ganz unwichtig. Zumindest, wenn man über der Horizont der eigenen Legislatur hinausblickt. Aber zugegeben, ich habe einen eher konservativen Blick auf die Sache. Ich habe kein Problem mit Staatsschulden - wäre auch dämlich, ohne geht es nicht. Aber ich bin auch nicht der Meinung, daß man blind das Geld rauswerfen kann. Es muß schon einen Sinn haben und jede „sinnlose“ Verschuldung engt den Spielraum ein, den man hat, wenn es mal richtig wichtig wird. Wie jetzt, zum Beispiel.

Wer Schulden anhäuft, ohne daß es „notwendig“ ist, kommt in solchen Situation in schweres Wasser, wie man ja gut an anderen Ländern sehen kann (oder an Allen, die keine Rücklagen gebildet haben). Man darf halt nicht vergessen, daß man den Kram auch wieder zurückzahlen muß.

Also nicht ich, die zukünfigen Generationen. Kann man ignorieren, ist aber eine fragwürdige Einstellung. Für mich persönlich wäre es am Besten, man würde jetzt alles raushauen und dann sollen die sich nach meinem Ableben darum kümmern. Ist aber nicht mein Weg...


Ich denke, hier liegt ein grundsätzliches Missverständnis vor. Kein Staat der Welt wird jemals seine Schulden zurückzahlen. Das ist weder realistisch, noch geplant, noch notwendig, noch im Sinne derjenigen, die diese ganzen Schulden finanzieren.

Ansonsten hast du natürlich vollkommen recht, dass man nicht für irgendwelchen Unsinn Geld zum Fenster rauswerfen sollte. Aber es gibt ja jede Menge sinnvolle Sachen. Infrastruktur, Bildung, soziale Gerechtigkeit, Umwelt- und Klimaschutz - um nur einige zu nennen. Und Investitionen in diese Dinge zahlen sich letztlich aus, ganz besonders natürlich wenn man fürs Schulden machen sogar noch Geld bekommt (10-jährigen deutsche Staatsanleihen liegen aktuell bei -0,5%, 30-jährige bei -0,1%).

Es hält sich leider beständig die Theorie, dass Staaten z.B. in die 2007-2009er Krise durch ihre ausufernden Schulden reingeraten sind. Da gibt es ohne Zweifel auch eine gewisse Korrelation, nur nicht zwangsläufig eine sonderlich starke direkte Kausalität. Spanien z.B. hatte vor der Krise einen - vermeintlich? - extrem soliden Haushalt, die Staatsverschuldung lag bedeutend niedriger als in Deutschland (jeweils im Verhältnis zum BIP). Nach der gängigen Theorie hätte Spanien also überhaupt nicht in eine Krise geraten "dürfen" - Deutschland aber schon und die USA natürlich erst recht. Japan hätte mit seinem Schuldenberg kollabieren müssen, sind sie aber nicht.

Das liegt nicht zuletzt daran, dass man es sich viel zu einfach macht, wenn man eine Volkswirtschaft auf die zwei Kenngrößen "Neuschuldung" und "Staatsverschuldung" reduziert.
 
Digga, ich hab nicht drauf geschimpft nur gesagt, dass unser System verbesserungswürdig ist..
Also ruhig bleiben :)
Hab ja nichts anderes gesagt.

War jetzt auch nicht (nur) gegen deinen Beitrag gerichtet. Daß es verbesserungsfähig ist, sehe ich ja auch so. Es geht mir bloß auf den Geist, daß Viele hier eine Systemwechsel (tm) haben wollen, ohne auch nur einen Anhaltspunkt zu haben, was man statt dessen tun soll.
 
Aber es gibt ja jede Menge sinnvolle Sachen. Infrastruktur, Bildung, soziale Gerechtigkeit, Umwelt- und Klimaschutz - um nur einige zu nennen.

Sowas summiere ich auch unter „sinnvolle Maßnahmen“. Aber daneben gibt es halt auch reichlich Sachen, die halt rein ideologisch motiviert sind, darunter auch Viele die sich gerne das Label „soziale Gerechtigkeit“ geben. Und letztendlich ist es egal, wofür man es ausgibt - sinnvoll oder sinnlos - eine hohe Staatsverschuldung reduziert die Handlungsfähigkeit, wenn es mal zu einer Krise kommt.

Das Staatsschulden (insgesamt) nie zurück gezahlt werden - geschenkt. Es wird immer Staatsschulden geben. Aber gibt nun mal einen Punkt, an denen die Staatsschulden den Staat lähmen, dann kann er nicht mehr reagieren, ohne Pleite zu gehen oder massive Einschnitte vorzunehmen. Und das ist nun mal niemals eine akzeptable Situation. Die USA und Japan stehen schon lange an der Grenze, andere Staaten sind nahe dran.

Das VWL nicht einfach ist, brauchst Du mir nicht zu erklären, ich habe das (u.A.) studiert. Nichtsdestotrotz gibt es Tendenzen, die eher negativ zu beurteilen sind. Und ein hoher Schuldenstand gehört idR dazu. Jedenfalls in Boomzeiten.
 
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"Ende der Pandemie"... vielleicht hat ja der Virus zugehört und haut jetzt ab. :nein:
 
Bitte, es soll ein coronafreies Gebiet gegründet werden, Mauern drum, jeder darf rein, niemand raus. Die DDR der Pandemie, nur dass die alle freiwillig dort frei sein dürfen...
 
Manchmal wünsche ich mir schon, dass diese Art der Versammlung von nem Wasserwerfer sortiert wird.

Ich weiß, dann reden wir über Polizeigewalt aber manchmal wünsche ich es mir halt. Nur so ein paar kleinere bis mittlere Haufen.

Sie demonstrieren für die Freiheit und erstrangig gegen die Masken.

Was ist das bitte für eine verdammte Scheisse ? In den Nachbarländern waren die Menschen über Wochen in ihren kleinen Wohnungen eingesperrt.
Eine Situation, die sich nachhaltig auf die Psyche auswirken kann und bei vielen wird.

Und hier fühlt man sich der Freiheit beraubt, wenn man mit Maske einkaufen gehen muss ?
 
Was heute in Berlin los war, würde ich in irgendwas wie versuchter Totschlag oder sowas ausrichten. Die nutzen ja sicher keine Corona-App und scheißen auch sonst auf jeglichen Abstand und Hygiene wegen Corona. Heißt, du hast nun dich zig Tausenden, die jetzt wieder nach Hause fahren und fröhlich weiter in Kontakt mit anderen kommen. Auch mit Leuten, die sich nicht so denken und trotzdem das billigend in Kauf genommen wird, dass die den Erreger weiterreichen und im schlimmsten Fall daran sterben. Das geht gar nicht und ich bin zutiefst beschämt, was Teile der Menschheit hervorbringt.
 
Ich würde denn ganzen Demonstranten einen Hinflug nach Brasilien schenken.Dort können sie sich austoben wie sie wollen und dann die Rückreise verweigern, dann löst sich das Problem ganz von alleine auf :D
 
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