natürlich supported man den lokalen verein aber ist man wirklich so glücklich, wenn das team jede saison gegen den abstieg spielt oder um einen Platz im Mittelfeld? ignoriert man einfach die oben topteams? will man wirklich nicht dazugehören?
Mir schien es auch nciht so, dass die Liga für Silbex oder Doktor oder Bautinho so spannend war, als ihre Teams unten rumgurkten. Silbex hat sich sogar eher damit abgefunden. Daher frag ich mich, für wen Candle da immer spricht
Sorry für die späte Antwort.
Man gehört ja trotzdem dazu und ist Teil der Liga.
Und natürlich will man, dass sein Verein erfolgreich ist, kein Zweifel. Das habe ich aber auch nie bestritten.
Es ist eher diese tiefe Verbundenheit zum Verein.
Um es mal mit Hamlets Worten zu sagen: Wenn du ein Kind hast, liebst und unterstützt du es auch bei allem, auch wenn es mal keinen Doktortitel hat, Millionen verdient und eine Familie mit 5 Kindern hat.
Es ändert nichts an der Liebe und der Verbundenheit und so ist es auch mit der Spannung und der Leidenschaft meinem Verein gegenüber.
Und da stehen auch andere Dinge für mich darüber. Da spiele ich lieber in der 2 Liga, als ein Topteam der 1. Liga zu sein, als dass mir mein Verein unsympathisch wird oder ich mich nicht mehr mit ihm (wodurch auch immer) identifizieren kann.
Und natürlich sehen das noch viel mehr Leute so. Wir sind 1968 das letzte mal Meister geworden und 2007 das letzte mal Pokalsieger. Und natürlich haben wir eine riesen Historie als Vize-Rekordmeister und mehrfacher Pokalsieger und als DIE Mannschaft über Jahre (Jahrzehnte) im deutschen Fußball.
Dennoch sind wir seit Dekaden der Inbegriff der grauen Maus, Rekordab- und aufsteiger, mal runter bis in die 3. Liga, mal international dabei und immer schlägt die Provinzialität die Professionalität.
Und trotzdem haben wir eine mächtige Fanbase in der Region, mit die besten und treuesten Fans, eine Fankultur, die wirklich einmalig ist und in der ganzen Stadt und darüber hinaus aktiv ist.
Genau das ist der Unterschied zum Erfolgsfan (wirklich nicht böse gemeint), der sein Team immer ganz weit oben sehen will und das auch absolute Priorität hat.
Genau deswegen kann ich die Diskussion rund um Bayern und Dortmund immer nicht verstehen.
Innerhalb weniger Jahre von der fast Insolvenz zum internationalen Topclub und der zweiten Macht in Deutschland und trotzdem wird gemosert und gemault auf so vielen Ebenen, die ich gar nicht alle aufzählen kann.
Für mich persönlich einfach unverständlich.