Mit seiner überragenden Spielintelligenz - in der Bundesliga verfügt allein Bayerns Thiago über einen ähnlichen Feldherrenblick aufs Geschehen - und mit seiner enormen Ballsicherheit verkörpert Messi das Gehirn des FCB. Außerdem ist er in herausragendem Maße „pressingresistent“. Mit anderen Worten: Es ist ihm wurst, ob ihn ein gegnerischer Spieler angreift, wenn er den Ball hat. Während die Gegner es sich überlegen, ob sie es wirklich tun sollen.
Denn den Ball bekommen sie hochwahrscheinlich eh nicht, aber wenn es schlecht ausgeht, noch eine kleine Demütigung gratis. Mit seinem tiefen Körperschwerpunkt und seiner exzellenten Technik kann sich Messi deprimierend schnell auf der Stelle drehen, verwirrende Haken schlagen und seine Kontrahenten auf einem Bierdeckel ausspielen. Messi sei „das verbindende Zahnrad in allen Bereichen“, schrieb ein Analyst auf Spielverlagerung.de, quasi der akademischen Plattform hiesiger Fußballanalyse. Wenn es gelinge, ihn aus dem Spiel zu nehmen, „ist Barcelona massiv geschadet“. Was die Gegenspieler in der Regel vergeblich versuchten, hat einstweilen also ein Rückennerv geschafft.