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Nun zu den bereits angekündigten, negativen Begleiterscheinungen inmitten der Südtribüne. Was war geschehen? Zum Ende des Spiels tauchten in Block 13 zwei unangenehme Transparente der Desperados auf, die einige Personen zudem wohl in ihrem Sichtfeld störten. Es wurde versucht, den Konflikt über Sinn oder Unsinn dieser Aktion körperlich zu lösen. Das eigentlich pikante dabei ist, dass die Banner auch mit Inhalten „glänzten", über deren Geschmacklosigkeit man nicht groß streiten braucht: „Lieber 'ne Gruppe in der Kritik als Lutschertum & Homofick" sowie „Gutmenschen, Schwuchteln und Alerta-Aktivisten, wir haben euch im 20 vs. 100 gezeigt, was Fußball ist" stand dort geschrieben.
Verstanden werden sollten sie wohl als eine Replik auf die links gerichteten Bremer Ultras-Gruppierungen, welche sich – unter anderem – offen und regelmäßig gegen Homophobie, also Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit, einsetzen und die ihrerseits die Desperados bereits mehrfach in die rechte Ecke gerückt haben. Doch mit diesen, für mich beschämenden, Plakaten haben die DES zu Mitteln gegriffen, die jenseits gruppeninterner Kleinkriege sind. Die Südtribüne ist ein bunter Pool der verschiedensten Gruppen unserer Gesellschaft, deren kleinster gemeinsamer Nenner der BVB ist, und als solcher ein äußerst schützenswertes Gut.
Doch so kann bei Außenstehenden der Eindruck wachsen, dass es sich bei diesen Botschaften um einen Grundkonsens der Südtribüne handelt. Auf diese Art und Weise entsteht ein Zerrbild, das keinesfalls der BVB-Anhängerschaft als Ganzes entspricht. Mindestens genauso schlimm ist die Tatsache, dass solche Äußerung fernab vom Ultras-Horizont mehr als nur ein Mittel zur Provokation des Gegners darstellen. Diskriminieren sie doch gleichzeitig auch Teile der eigenen Fanszene. Schließlich ist Homosexualität längst Teil unserer Gesellschaft. Beim Erstellen der Banner wurde darüber aber unverständlicherweise hinweg gesehen. Fakt ist: Homophobie und ähnliches Gedankengut haben in keinem Fußballstadion der Welt etwas verloren!
Waldschrat schrieb:Dortmund als Stadt hat ja mittlerweile was das rechte Gesocks angeht, deutschlandweit so ziemlich mit die Nase vorn, daher würde es mich eh interessieren wie es beim BVB mit solchen Leuten aussieht. Also, gibts da viele von?

Mandos schrieb:Ist das so? Hab ich bisher noch nicht gehört dass es in Dortmund ziemlich rechts zu gehen soll. Das größte Nazitum hat eigentlich Dita an den Tag gelegt der bei Skyrim lieber zu den Nord-Nazis gehalten hat![]()

http://de.nachrichten.yahoo.com/deutlich-mehr-rechte-gewalttaten-nrw-091403621.htmlDer WDR nannte die Stadt bereits eine "Neonazi-Hochburg". Ein Aussteiger sagte dem Sender: "Gerade in Dortmund haben wir uns oft gewundert, wie es sein kann, dass wir solche Dinge tun, wie körperliche Angriffe auf Antifaschisten, ohne dass es Konsequenzen gegeben hat. Dass wir entweder gar nicht festgenommen wurden, es gar nicht zur Anzeige kam oder dass die Anzeige eingestellt wurde."
Die Zahl der Straftaten von Rechtsextremen hat in Nordrhein-Westfalen überdurchschnittlich zugenommen. Das geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Düsseldorfer Landtag hervor, wie der "Spiegel" berichtete. Demnach wurden 2011 in NRW fast 23 Prozent mehr rechtsgerichtete Gewaltdelikte verzeichnet als 2010 - im selben Zeitraum stieg die Zahl rechter Gewalttaten bundesweit nur um drei Prozent.
Vor allem in Dortmund, Wuppertal, Aachen, Siegen und Hamm gibt es dem Bericht zufolge Gruppen gewaltbereiter Neonazis mit hohem Mobilisierungsgrad. Insgesamt wurden laut "Spiegel" im vergangenen Jahr im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW mehr als 3000 Delikte verzeichnet, die dem rechten Spektrum zugerechnet werden. "Ich habe mir nie vorstellen können, dass hier rechte Schlägertrupps auftreten wie früher die SA", sagte der Chef der Grünen-Landtagsfraktion, Reiner Priggen.
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