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Bundesliga 2008/2009 - der Diskussionsthread

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Ich finde es erstaunlich, wie man fast leichtgläubig mit dem Thema Doping im Fußball umgegangen wird. Nicht nur hier sondern generell, hat man ja beim DSF Doppelpass am Sonntag schön gesehen. :nein:
Der Radsport hat doch bewiesen, dass im großen Stile von den Teams gedopt wird und niemand was gesagt hat, und wie schnell man Dopingtests manipulieren kann. Als lapidarer Verfahrensfehler sollte man das nie und nimmer ansehen.
Bei einem verpassten Dopingtest (der hier anscheinend vorliegt) wird automatisch der Getestete als gedopt angesehen.

Warum deswegen Gladbach keinen Einspruch hätte einlegen sollen, verstehe ich auch nicht. Soll das Thema totgeschwiegen oder als Kavaliersdelikt angesehen werden?
 
Meine Güte, wenn ich mich recht innere musste vor wenigen Jahren 1860 mal ein Spiel wiederholen weil die Probe bei einem Spieler nachweislich (!) wegen eines harmlosen Haarwuchsmittels Alarm geschlagen hat.
Das Spiel hat 1860 dann übrigens verloren. Auch lächerlich.

Aber die Regeln gibts nun halt mal und entweder sagt jetzt jemand klipp und klar: "Ok, is Lötzinn, wird abgeschafft" oder sie wird zurecht durchgesetzt. Dann müssen die Spieler halt künftig mal pünktlich zur Probe kommen. Wird denen sicher nicht weh tun.
Dummheit schützt vor Strafe nicht und wir haben hier unstrittig einen Regelverstoß.
Gladbach wäre schön dumm das jetzt nicht zu nutzen. Eigentlich sogar ziemlich bescheuert von den anderen Vereinen diese Möglichkeit noch nicht genutzt zu haben. Aber ich wette wäre ich zu Bayern, Bremen, Stuttgart, Schalke und auch Hoffenheim gegangen und hätte gesagt: "Schau mal hier, da kannst du dir u.U. leicht 2 oder 3 Zusatzpunkte verdienen" hätte keiner lange gefackelt.
 
hyperman schrieb:
Eventer schrieb:
Doktor schrieb:
wie wärs mal mit der was wäre wenn situation: einer der beiden, oder beide, waren wirklich gedopt?

Sind doch negativ getestet worden

.......das ist doch das ding an der sache man ... in den 10 minuten könnte die probe manipuliert worden sein oder unbrauchbar

Jetzt mal ernsthaft, glaubst du da dran? Warum sollte Hoffenheim das machen? Die haben mio. vom Hopp im Rücken, stehen net mit dem Rücken zur Wand und wollen erstmal in der 1. BL bleiben...
 
Sisaya schrieb:
Ich finde es erstaunlich, wie man fast leichtgläubig mit dem Thema Doping im Fußball umgegangen wird.
In Italien gabs doch erwiesenermassen Doping im Fußball. Das wurde ja auch nie an die große Glocke gehängt.
Natürlich gibts Doping im Fußball, und natürlich hätten sich die beiden Spieler an die Regeln halten müssen. Ich habs ja schon mal gesagt: beide bestrafen (1 Jahr fände ich aber sehr hart...), dem Verein noch ne Geldstrafe aufbrummen, und gut ist.
Ein Spiel wegen 10min Verspätung nicht bzw. anders zu werten, wäre für mich ein Witz.
Wenn schon, dann ein Wiederholungsspiel. Zeit haben beide Mannschaften ja genug. ;)
 
In italien ist es noch schlimmer, was das Thema Fußball angeht. Da darf ja nichts negatives drüber geben. Hat man ja schön beim Manipulationsskandal gesehen. :wand:

Ich gehe auch nicht davon aus, daß sie gedopt sind. Aber allein durch den Radsport weiß doch jeder, was alles verschleiert werden kann auch in 10 Minuten. Darum gibts ja diese Regeln. Und nachträglich muß das Spiel in meinen augen 2:0 für Gladbach gewertet werden, da Hoffenheim regeltechnisch einen gedopten Spieler eingesetzt hat. Das gleiche gilt fürs Spiel gegen Stuttgart.
 
Sisaya schrieb:
Und nachträglich muß das Spiel in meinen augen 2:0 für Gladbach gewertet werden, da Hoffenheim regeltechnisch einen gedopten Spieler eingesetzt hat. Das gleiche gilt fürs Spiel gegen Stuttgart.

Das glaube ich jetzt mal nicht...

Regeltechnisch wurde ein Spieler eingesetzt der sich der Kontrolle "widersetzt" hat. NICHTS mit DOPING, die Probe war negativ -> NICHT GEDOPT, bzw. man konnte den beiden Spielern nichts nachweisen...

Natürlich hätten sie gedopt sein können, aber es wurde ihnen nichts nachgewiesen. BMG kann Einspruch erheben weil sich die Spieler der Kontrolle widersetzt haben, wie soll aber Stuttgart da Einspruch erheben? Nachweislich kein Doping, die Spieler sind rechtzeitig zur Kontrolle, also wo bitte hier Einspruch erheben?

Es ist doch ein enormer Unterschied ob jemand wegen Doping gesperrt wird (und da kann man ja jedes Spiel anfechten) oder wegen eines Verfahrensfehlers...
 
Zum Beispiel durch Fremd-Urin, welches sich der Spieler spritzt.

@Hana-Bi: Dadurch, daß sie zuspät kamen, gelten sie automatisch als gedopt.
 
Sisaya schrieb:
Zum Beispiel durch Fremd-Urin, welches sich der Spieler spritzt.

Ja genau der Ersatzspiele Jancker geht nach Spielende in die Kabine und haut sich ne Spritze in die Blase :ugly:
Dann wäre er doch keine 10 min zu spät gekommen. Ich schaff das in 2 min.
Außerdem kann der sich ja auch in der Halbzeit schon so ne Spritze reinhauen. Hat ja sicher nichts bessere zu tun.....
 
Sisaya schrieb:
@Hana-Bi: Dadurch, daß sie zuspät kamen, gelten sie automatisch als gedopt.

Echt? Wäre mir neu. Wenn sie gedopt wären würde man doch 2 Jahre und mehr als Sperre ansetzen. Und da man ihnen nichts nachweisen konnte, wird halt nur die Möglichkeit eines Vergehens bestraft. Wenn du einen Link hättest wo steht, dass man Leute die nachweislich nicht positiv getestet wurden, aber die Kontrolle versäumten als Doper deklariert, wäre ich dir dankbar.

Habe immer gedacht, dass man eine positive A+B Probe braucht um jemanden als Doper zu bestrafen...
 
Klar war es ein Vergehen und muss bestraft werden, da sonst alle sich anderen sonst auch nicht mehr dran halten brauchen. Aber wenn die Probe dann negativ war, ist es doch nicht angemessen eine Sperre von einem Jahr zu verhängen. Das ist nicht verhältnismäßig. :vogel:
 
dweezzu schrieb:
Klar war es ein Vergehen und muss bestraft werden, da sonst alle sich anderen sonst auch nicht mehr dran halten brauchen. Aber wenn die Probe dann negativ war, ist es doch nicht angemessen eine Sperre von einem Jahr zu verhängen. Das ist nicht verhältnismäßig. :vogel:

Das Ergebnis der Probe danach ist komplett belanglos.
 
snej1893 schrieb:
dweezzu schrieb:
Klar war es ein Vergehen und muss bestraft werden, da sonst alle sich anderen sonst auch nicht mehr dran halten brauchen. Aber wenn die Probe dann negativ war, ist es doch nicht angemessen eine Sperre von einem Jahr zu verhängen. Das ist nicht verhältnismäßig. :vogel:

Das Ergebnis der Probe danach ist komplett belanglos.


Warum haben die dann Proben genommen?
 
Dann sollen sie eine gewisse Zeit gesperrt werden und in der Zeit regelmäßig überprüft werden. Das lässt sich doch länger nachweisen oder nicht?

Auf jeden Fall dadurch jetzt direkt "Ein Jahr Sperre!" zu brüllen finde ich falsch.
 
Das Ergebnis der Probe ist danach sicherlich nicht belanglos - sonst hätte man es sich gleich sparen können.
Die beiden Spieler wurden ordnungsgemäss getestet und wenn sie sich nicht einen genialen Trick in diesen 10 minuten überlegt haben, sind beide auch dopingfrei.
Ich finde ein Jahr sperre auch nicht verhältnismässig, bezweifle aber auch das es soweit kommen wird.
 
Hamlet schrieb:
snej1893 schrieb:
dweezzu schrieb:
Klar war es ein Vergehen und muss bestraft werden, da sonst alle sich anderen sonst auch nicht mehr dran halten brauchen. Aber wenn die Probe dann negativ war, ist es doch nicht angemessen eine Sperre von einem Jahr zu verhängen. Das ist nicht verhältnismäßig. :vogel:

Das Ergebnis der Probe danach ist komplett belanglos.


Warum haben die dann Proben genommen?

Der Form halber. Und sicherlich wäre der Test, sofern er denn positiv ausgefallen wäre, auch nicht belanglos, allerdings kann man in diesen 10 Minuten Maßnahmen ergreifen, um mehr oder minder zu garantieren, dass der Test negativ ausfällt, zumal sich Rangnick mit seinen Aussagen ja auch leicht in Widersprüche verstrickt ("schwebendes Verfahren, kein Kommentar" -> "es gab eine Mannschaftssitzung" -> "es gab keine Mannschaftssitzung, die Spieler haben sich nur neue Trikots angezogen" -> "Wir haben Fehler gemacht" -> "Das macht doch jeder so") und den Verstoss gab es nur "in der Wahrnehmung des Dopingbeauftragten".

Bei einem bulgarischen Gewichtheber würde diese Geschichte sicherlich nicht als Kavaliersdelikt bezeichnet werden. Die Regeln gelten für den Fussball, der Fussball hat sich letzten Sommer diesen unterworfen und die Abläufe sind seitdem deutlich strikter. Diese Regeln wurden verletzt.
 
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