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Bundesliga 2008/2009 - der Diskussionsthread

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Doping-DoppelmoralVerkehrte Fußball-Welt

Es ist schon verblüffend: Plötzlich steht nicht mehr Hoffenheim, das gegen die Dopingregeln verstoßen hat, in der Kritik der 17 Mitbewerber, sondern Borussia Mönchengladbach, das diese Dopingregeln anwendet. Das zeugt davon, was die Köpfe der Liga vom Anti-Doping-Kampf halten. Nichts.

Die Gutsherren der Liga (Völler, Beiersdorfer) werfen den Borussia-Verantwortlichen jetzt mangelnde Solidarität vor. Der direkte Abstiegs-Konkurrent Cottbus natürlich auch. Das ist heuchlerisch und verdreht die Tatsachen.

Natürlich glaubt niemand, dass die beiden ins Rampenlicht geratenen Spieler in den zehn Minuten ein Dopingvergehen zu vertuschen versuchten. Aber der Fußball hat nun einmal, wenngleich widerwillig, die Anti-Doping-Regeln unterschrieben. Also müssen sie auch gelten. Auf dem Platz gelten Regeln schließlich auch. Oder hätte sich jemals ein Spieler nach einer ungerechtfertigten Roten Karte für den Gegenspieler "aus Solidarität" auch sperren lassen?

Borussia ist seit 2003 eine GmbH, und da steht die Geschäftsführung in der Haftung. Hätte der Verein die ihm zustehenden Rechtsmittel nicht eingelegt, hätte er fahrlässig, vielleicht sogar strafbar gehandelt zum Nachteil des Vereins.

Noch ist völlig offen, ob Gladbach zwei Punkte mehr erhält. Aber es zu versuchen, darf dem Klub niemand vorwerfen. Man stelle sich vor, die Geschäftsführung würde durch Unterlassung des Einspruchs einen Abstieg herbeiführen, der Millionen kostet. Dann würde die Solidarität der Gutsherren lange auf sich warten lassen.

Wenn einer Solidarität vermissen lässt, dann ist es Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick. Erst hat er den Vorfall, der eklatant gegen die Vorschriften verstößt, zu einer Bagatelle herunter zu reden versucht. Jetzt behauptet er, der DFB toleriere quasi systematisch Verstöße gegen die Doping-Bestimmungen.

Da will einer versuchen, den Fehler seines Vereins zur praktizierten Regel in der Liga umzudeuten. Angeblich bestätigen ihn einige Trainer. So viel zur Solidarität im Kampf gegen Doping.

Aber Borussia Mönchengladbach steht am Pranger. Verkehrte Welt.
quelle: n-tv.de

dem hab ich nichts mehr hinzuzufügen.
 
Perfekt! Dede feiert heute Comeback
[24.02.] "Keiner kann sich vorstellen, wie glücklich ich bin, dass ich wieder mit der Mannschaft trainieren darf. Ich sehe nach meinem Kreuzbandriss endlich wieder Licht am Ende des Tunnels", sagte Dede am Montag Nachmittag. Heute Vormittag fiel die Entscheidung: Der Brasilianer feiert heute Abend im Testspiel bei Fortuna Düsseldorf sein Comeback nach halbjähriger Verletzungspause. Anstoß ist um 18.30 Uhr im Paul-Janes-Stadion in Düsseldorf-Flingern.
 
Doktor schrieb:
Doping-DoppelmoralVerkehrte Fußball-Welt

Es ist schon verblüffend: Plötzlich steht nicht mehr Hoffenheim, das gegen die Dopingregeln verstoßen hat, in der Kritik der 17 Mitbewerber, sondern Borussia Mönchengladbach, das diese Dopingregeln anwendet. Das zeugt davon, was die Köpfe der Liga vom Anti-Doping-Kampf halten. Nichts.

Die Gutsherren der Liga (Völler, Beiersdorfer) werfen den Borussia-Verantwortlichen jetzt mangelnde Solidarität vor. Der direkte Abstiegs-Konkurrent Cottbus natürlich auch. Das ist heuchlerisch und verdreht die Tatsachen.

Natürlich glaubt niemand, dass die beiden ins Rampenlicht geratenen Spieler in den zehn Minuten ein Dopingvergehen zu vertuschen versuchten. Aber der Fußball hat nun einmal, wenngleich widerwillig, die Anti-Doping-Regeln unterschrieben. Also müssen sie auch gelten. Auf dem Platz gelten Regeln schließlich auch. Oder hätte sich jemals ein Spieler nach einer ungerechtfertigten Roten Karte für den Gegenspieler "aus Solidarität" auch sperren lassen?

Borussia ist seit 2003 eine GmbH, und da steht die Geschäftsführung in der Haftung. Hätte der Verein die ihm zustehenden Rechtsmittel nicht eingelegt, hätte er fahrlässig, vielleicht sogar strafbar gehandelt zum Nachteil des Vereins.

Noch ist völlig offen, ob Gladbach zwei Punkte mehr erhält. Aber es zu versuchen, darf dem Klub niemand vorwerfen. Man stelle sich vor, die Geschäftsführung würde durch Unterlassung des Einspruchs einen Abstieg herbeiführen, der Millionen kostet. Dann würde die Solidarität der Gutsherren lange auf sich warten lassen.

Wenn einer Solidarität vermissen lässt, dann ist es Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick. Erst hat er den Vorfall, der eklatant gegen die Vorschriften verstößt, zu einer Bagatelle herunter zu reden versucht. Jetzt behauptet er, der DFB toleriere quasi systematisch Verstöße gegen die Doping-Bestimmungen.

Da will einer versuchen, den Fehler seines Vereins zur praktizierten Regel in der Liga umzudeuten. Angeblich bestätigen ihn einige Trainer. So viel zur Solidarität im Kampf gegen Doping.

Aber Borussia Mönchengladbach steht am Pranger. Verkehrte Welt.
quelle: n-tv.de

dem hab ich nichts mehr hinzuzufügen.

Also das Spiel endete ja 1:1, und die beiden Hoffenheimer Spieler sind 10 Minuten zu spät zur Dopingkontrolle erschienen. Dafür sollten und werden sie wohl bestraft werden. Aber WARUM sollte Gladbach dann das Spiel als SIEG Gewertet bekommen ????????????
Hätten sie gewonnen wenn die Spieler Pünktlich gewesen wären ?? NEIN, und außerdem stehen die Gladbacher schon die ganze Saison im Abstiegskampf, und sind folgendesen SELBST an ihrer Situation schuld. Ich finde es das letzte, das die Gladbacher jetzt auf diesem Weg an zusätzliche 2 Punkte kommen wollen, welche sie sportlich nicht erspielt haben. Dies ist auch nur meine Meinung des falles, auch wen ich damit ziemlich allein stehe, aber ich stehe zu dieser Meinung. Und den Gladbachern wünsche ich von ganzem Herzen den Abstieg, und das sie nie mehr wieder Aufsteigen.
Und nein, ich bin kein Hoffenheim-Fan :nein:
 
Aber ziemlich Anti-Gladbach :D
10Minuten zu spät = postive Dopingbewertung.
Und wenn der Gegner gedopt war, dann kann man das dann eigentlich nur als Sieg für die Gladbacher werten.
 
Marcello schrieb:
Aber ziemlich Anti-Gladbach :D
10Minuten zu spät = postive Dopingbewertung.
Und wenn der Gegner gedopt war, dann kann man das dann eigentlich nur als Sieg für die Gladbacher werten.

Der Test war Negativ, und laut dem Deutschen Gesetzt ist jemand so lange Unschuldig bis das Gegenteil bewiesen ist.

Cool, ich nähere mich der 100.
 
Gedopt waren sie ja eben nicht... nur zu spät. Wenn die beiden dafür dann eine Strafe bekommen ist es okay, aber wieso zum Geier sollte Gladbach davon profitieren? Die haben es in 90 Minuten nicht geschafft einen Sieg herauszuspielen, warum sollten sie einen bekommen weil zwei Hoffenheimer zu spät beim Pinkeln waren?
 
Ob der Test negativ war spielt doch keine Rolle, weil die eben in der Zeit hätten betrügen können.
Also spielt es auch keine Rolle, dass das Ergebnis negativ war.
Im Endeffekt heisst das Ergebnis: Doping.
 
Immer diese Erbsenzählerei :ugly:

Ich blicke da nicht mehr durch. Meinetwegen können sie die Hoffenheimer sperren, wenn die Regeln halt so sind dann ist das halt so. Aber das Gladbach daraus sportlich einen Nutzen zieht will mir nicht in den Kopf. Ich fand Effenbergs Kommentar auf Premiere dazu passend. Sinngemäß: Nach dem verlorenen CL Finale gegen Manchester United sind die Bayern Spieler eine halbe Stunde zu spät zur Dopingprobe gegangen, die Manchester Spieler sogar noch später. Man stelle sich vor was mit dieser neuerlichen Regelauslegung damals losgewesen wäre. :ugly:
 
Art Vandelay schrieb:
Gedopt waren sie ja eben nicht... nur zu spät. Wenn die beiden dafür dann eine Strafe bekommen ist es okay, aber wieso zum Geier sollte Gladbach davon profitieren? Die haben es in 90 Minuten nicht geschafft einen Sieg herauszuspielen, warum sollten sie einen bekommen weil zwei Hoffenheimer zu spät beim Pinkeln waren?

Danke, Tausend Dank :huldig::huldig::huldig::huldig:
Endlich jemand der es genaus so sieht :hurra::hurra:
 
Und das deutsche Gesetz zählt da auch nicht, sondern eher die Regeln der WADA.

Zumal sich hier wohl auch keiner auf "innocent until proven guilty" berufen würde, wenns hier eben nicht um 2 Fussballer vom knuffigen Dorfklub, den man ja quasi lieben muss, sondern eben um Lance Armstrong, andere Radfahrer oder bulgarische Gewichtheber gehen würde.

Art Vandelay schrieb:
Immer diese Erbsenzählerei :ugly:

Ich blicke da nicht mehr durch. Meinetwegen können sie die Hoffenheimer sperren, wenn die Regeln halt so sind dann ist das halt so. Aber das Gladbach daraus sportlich einen Nutzen zieht will mir nicht in den Kopf. Ich fand Effenbergs Kommentar auf Premiere dazu passend. Sinngemäß: Nach dem verlorenen CL Finale gegen Manchester United sind die Bayern Spieler eine halbe Stunde zu spät zur Dopingprobe gegangen, die Manchester Spieler sogar noch später. Man stelle sich vor was mit dieser neuerlichen Regelauslegung damals losgewesen wäre. :ugly:

MG hat da in meinen Augen rein pro forma vorsorglich und zur Fristbewahrung Protest eingelegt. MG hat soweit ich weiß noch keinerlei Vorwürfe erhoben oder irgendwelche Forderung gestellt, die haben einzig und allein zur Fristbewahrung Protest eingelegt, um sich alle Möglichkeiten offen zu lassen. Alles andere wäre grob fahrlässig.

Jetzt stell dir mal folgendes Szenario vor ... es kommt raus, dass Ibertsberger wirklich gedopt war und MG hat die Frist verpaßt und kann deswegen nix mehr machen.

Und die Reaktionen der anderen BL-Vereine sind für mich sowieso so ne Sache. Mir kommt es irgendwie vor, als ob die nur so schreien, weil MG da gegen irgendein ungeschriebenes Gesetz verstossen hat und das Thema Doping nicht ernstgenommen und evtl. sogar totgeschwiegen wird, um das saubere Image des Sports zu bewahren. Guck dir doch nur die Vorwürfe an die ÖR während der Tour an ... "und für sowas schmeißt ihr unsere GEZ-Gebühren raus!" ... wenn es hier wirklich nen Dopingfall geben würde, dann müßte das gleiche konsequenterweise auch für den Fussball gelten und dann wars das erstmal mit den grossen TV-Geldern für die Sportschau, Länderspiele etc.
 
@Marcello

Das stimmt einfach nicht.
Den beiden Spieler wird vorgeworfen das sie zu spät gekommen sind, weil sie damit klar gegen die Regeln verstossen haben. Die beiden gelten deswegen nicht als gedopt.
Selbst wenn sie sich bewusst gegen den Dopingtest widersetzt hätten würden sie nicht automatisch als gedopt gelten.
Ma ist gedopt wenn der Test das in der A und B probe aussagt.
Aus purer vermutung sicherlich nicht...
 
Natürlich gelten die Beiden deswegen als gedopt. Schau einfach mal ins Regelwerk ;)

Doping zieht standartmäßig eine zweijährige Sperre nach sich. In besonderen Fällen kann diese Sperre um die Hälfte verringert werden. Besondere Fälle sind zum Beispiel die Kronzeugenregelung oder eben nicht schwerwiegende Fälle wie diese Verspätung.
 
Da bin ich mir jetzt gar nicht mal mehr so sicher mit meiner vorherigen Aussage. Beim Radsport würde sich das Team bei sowas sofort vom Radfahrer trennen. Laut dem Interview mit dem Richter gestern beim DSF werden die Spieler wegen dem Zuspätkommen und nicht wegen Dopings an sich bestraft.

Aber bei der NADA kann man sich das ganze ja auch durchlesen. www.nada-bonn.de
Im Detail kann das aber sicherlich nur ein Gericht entscheiden, da es zum einen heißt:

11.2.1 Ein Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen während oder in Verbindung
mit einem bestimmten Wettkampf führt zur Disqualifikation und Annullierung gem.
Ziff. 9.6. Entsprechendes gilt grundsätzlich für alle Wettkampfergebnisse, die in dem
Zeitraum von der Entnahme einer positiven Probe oder der Begehung eines anderen
Verstoßes gegen Anti-Doping-Bestimmungen bis zum Beginn einer Suspendierung
oder Sperre erzielt wurden.

11.2.2 Darüber hinaus ist der Athlet grundsätzlich ebenfalls für alle Wettkämpfe der
Wettkampfveranstaltung, in deren Rahmen der Athlet gegen Anti-Doping-Bestim-
mungen verstoßen hat, zu disqualifizieren und die Ergebnisse zu annullieren.

11.2.3 Hat der Athlet keinen schuldhaften Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen
begangen, werden die Wettkampfergebnisse aus den nachfolgenden Wettkämpfen
nicht annulliert, es sei denn, es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass die in diesen
Wettkämpfen erzielten Ergebnisse von dem Verstoß gegen Anti-Doping-Bestim-
mungen beeinflusst worden sind.

und weiter bei Mannschaften
ARTIKEL 12: KONSEQUENZEN FÜR MANNSCHAFTEN

Liegen bei mehr als einem Mitglied einer Mannschaft die Voraussetzungen für eine vorläufi-
ge Suspendierung gem. Art. 9.5 bzw. für eine Disqualifikation gem. Art. 9.6 vor, kann die
Mannschaft disqualifiziert werden oder gegen sie andere disziplinarische Maßnahmen ver-
hängt werden, soweit die Regelwerke des entsprechenden nationalen Sportfachverbandes
eine solche Maßnahme vorsehen. Für die Anordnung der Maßnahme ist der jeweilige natio-
nale Sportfachverband zuständig.


Nachtrag: Interview mit Richter Dirk-Reiner Martens auf Welt.de

Und in einem anderen Artikel auf Welt.de heißt es:
[...]und verspäteten sich um zehn Minuten. Dies gleicht einer positiven Dopingprobe, obwohl die Testergebnisse negativ ausfielen – der Urin hätte manipuliert werden können.
Quelle: http://www.welt.de/sport/fussball/article3259154/Dopingfall-Hoffenheim-spaltet-deutschen-Fussball.html

Weiß eigentlich jemand, wie das Spiel bei den Italienern gewertet worden ist?
 
Okay da war ich wohl wirklich auf dem falschen Dampfer.
Aber wenn ich mir die ganzen Regeln jetzt so durchlese verstehe ich auch warum soviele bekannte Sportler sich darüber beschweren.
 
Auch einige Tour de France Fahrer gehen oft nicht unmittebar nach dem Rennen zur Dopingkontrolle. Da gabs mal ein Bericht im Fernsehen, der hat das gezeigt.
Und ich versteh des trotzdem nicht, was des bringen soll, wenn er direkt nach Spielende dort hingeht. Man kann doch trotzdem betrügen. Der kann sich doch auch vor dem Spiel oder von mir aus in der Halbzeitpause Fremdurin spritzen.
Vielleicht sollt man auch mal etwas tolerant sein. Dann hat jeder gedopt, der 20sek. zuspät kommt, oder was?
Von Toleranz hat wohl noch nie Jemand was gehört.


Edit: Da fällt mir grad ein wie man auch Betrügen kann, wenn man unmittelbar nach Spielende zur Dopingkontrolle geht. Die Spieler müssen doch in so einen Raum gehen wo sie dann in einen Becher pinkeln. In dem Raum sind sie soviel ich weiß alleine.
Also nimmt der Spieler nach Schlusspfiff oder 10 sek. davor noch einen Schluck Wasser. Aber in der Flasche ist kein Wasser sondern Fremdurin. Also lässt er die Pisse solange im Mund bis er in dem Raum zur Kontrolle geht. Dann tut er anstatt da rein zupinkeln eben das Pipi aus dem Mund nehmen :ugly::ugly::ugly::ugly::ugly::ugly::ugly::ugly::ugly::ugly::ugly:
 
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