Whedons Skript war wohl auch gar nicht so sehr das Problem. Zu Beginn der Produktionsphase hatte Whedon noch ein Drehbuch ohne Ripley verfasst, aber das Studio wollte nur grünes Licht geben, wenn Weaver wieder mit an Bord ist. Entsprechend wurde sich irgendetwas aus den Fingern gesaugt. Whedon hat in dem Fall wohl eher aus der Not eine Tugend gemacht.
Zusätzlich kam hinzu, dass Jeunet einfach nicht die richtige Wahl für den Regieposten war. Der Mann hat zwar einen eindeutigen Stil, der durchaus zu gefallen weiß, aber die Größe der Produktion dürfte ihm etwas schwer gefallen sein. Vermutlich hat er sich auch stärker von den Produzenten beeinflussen lassen, als gut für den Film war, war schließlich sein erster Hollywood-Film. Da ticken die Uhren halt ganz anders. Zu guter Letzt hat Jeunet auch das Skript einfach nicht so umgesetzt, wie Whedon es sich selbst vorgestellt hat. Am Ende haben da zu viele Mängel ineinander gegriffen, als dass da ein gescheiter und ein zum Alien-Franchise passender Film hätte bei rumkommen können.
Bin mit Blomkamps Wahl zwar immer noch nicht glücklich, aber ich bin offen für eine neue Fortsetzung. Außerdem hat der meine Vision und schrubbt nicht einfach eine Auftragsarbeit ab, das ist schon einmal viel Wert. Gerne kann man auch ein nicht allzu stark auf den Mainstream zugeschnittenes Werk produzieren lassen. Dass Blomkamp auch mit kleineren Budgets ordentlich abliefern kann, hat er ja gezeigt. Wobei seine Vision, die man aus den Bildern herauslesen kann, vermutlich schon ordentlich Geld verschlingen dürfte. Mal gucken was da auf uns zukommt.