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Aktien & andere Anlagen (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

  • Ich habe heute große Teile meines Depots veräußert - übrigens nicht aufgrund der allgemein Lage an der Börse, sondern weil sich uns eine andere sehr gute Investitionsmöglichkeit in unsere Firma geboten hat - leider kann man so etwas nicht immer timen, sondern muss manchmal eine günstige Gelegenheit einfach am Schopfe packen.

    Hätte ich vor 6 Monaten mehr für meine Papiere bekommen? Ja. Ich freue mich dennoch über ein sattes Plus von 35% in etwas mehr als zwei Jahren, denn das Depot habe ich ab Anfang 2020 aufgebaut. Ich konnte jeden einzelnen Wert tatsächlich mit einem fetten Plus verkaufen - und da die Marktsituation gerade so unsicher ist, fühle ich mich ehrlich gesagt wohler, etwas Geld aus der Börse zu nehmen und stattdessen in mein Unternehmen zu investieren. Meine Sparpläne laufen aber natürlich weiter, sodass sich mein Depot auch wieder füllen wird.
     
    Was würde das bedeuten? das die Spreads nicht mehr so hoch sind? Das würde auch bedeuten, Im Falle Deutschlands, dass die Renditen und somit die Zinsen hierzulande steigen. Warum hat man das dann nicht von anfang an so gemacht?

    Bedeuten würde das, dass die Nachfrage an italienischen Staatsanleihen am Markt steigt, was den Kurs erhöht, was wiederum die Rendite senkt.

    Und das kaufen macht man schon seit Ewigkeiten. Nur das verkaufen bisher nicht (man wollte ja die Wirtschaft anschieben und nicht abwürgen). Aber jetzt will man zu Ende Juni den Kauf einstellen. Das könnte man jetzt kreativ auslegen, in dem man sagt wir stellen stattdessen die Nettokäufe ein :D Also X Milliarden kaufen und die gleiche Summe verkaufen heißt Nettokauf = 0.


    Wenn man mich fragt wird jetzt mal wieder ein paar Wochen oder Monate die "Der Euro ist bald tot" Sau durchs Dorf getrieben. Dann wird sich alles normalisieren und das wars dann. In einem, zwei, fünf oder 10 Jahren geht es dann wieder von vorne los. Was btw. nicht bedeuten soll, dass die Eurozone keine Probleme hat.
     
    Was würde das bedeuten? das die Spreads nicht mehr so hoch sind? Das würde auch bedeuten, Im Falle Deutschlands, dass die Renditen und somit die Zinsen hierzulande steigen. Warum hat man das dann nicht von anfang an so gemacht?

    Zuerst wäre das von Dir beschriebene Szenario wohl die Folge, ja. Aber denken wir das mal ein wenig weiter. Wenn die EZB immer nur Anleihen zwischen den Mitgliedstaaten hin- und herschiebt, um die Zinsen auf einem ähnlichen Niveau zu halten, wie lange kann sie das Spiel treiben? Wenn Investoren von den südlichen Euroländern immer höhere Zinsen verlangen, wird der Durchschnittszins in der Eurozone immer weiter angehoben. Klar gibt es zwischen den Mitgliedstaaten womöglich nicht mehr sooo große Unterschiede, aber das bedeutet, dass die Zinsen dann überall hoch sind. Falls es so überhaupt funktioniert. Bin da skeptisch.
     
    Ich habe heute große Teile meines Depots veräußert - übrigens nicht aufgrund der allgemein Lage an der Börse, sondern weil sich uns eine andere sehr gute Investitionsmöglichkeit in unsere Firma geboten hat - leider kann man so etwas nicht immer timen, sondern muss manchmal eine günstige Gelegenheit einfach am Schopfe packen.

    Ob ein Investment in eine einzige Firma sicherer als in ein breites Aktiendepot ist, sei mal dahingestellt (Es sei denn du arbeitest bei Apple)
     
    https://www.spiegel.de/wirtschaft/u...an-a-8cd22774-6537-4734-8b29-690c478e5352-amp

    Was genau heißt das? kann mir das jenand einfach erklären. Wird die ezb die zinsen weiterhin anheben wie angekündigt oder ist das auch wieder abgeblasen, weil da etwas steht mit „Voraussetzung für Preisstabilität“. Sprich, erst das dann Anhebung Zinsen.

    Ich seh schon den Euro/USD kurs. irgenwas mit 80 cent werden wir haben. Irre Zeiten in denen wir leben

    Die EZB wird bei der gallopierenden Inflation nicht länger die Zinsen unten lassen können. Die USA macht ja bereits grössere Sprünge als geplant.

    In dem Artikel geht es halt wieder darum den Südeuropäern billigere Anleihen zu geben, finanziert von der EZB.

    Wobei ein schwacher Euro ja für Deutschland als Exportland das beste ist. Die Importe Produkte/Rohstoffe werden zwar teurer aber Deutschland zb. hat ja sowieso einen schon irren Exportüberhang.
     
    Für solche Fälle kann man ein Depot doch auch beleihen anstatt alles zu verkaufen? Wäre vielleicht auch eine Möglichkeit gewesen. Wenn es dann natürlich nochmal für längere Zeit runterkracht wirds ungemütlich.
     
    Richtig spaßig wird es wenn die FED die Situation (wieder) falsch einschätzt und sie am Ende so weit überschießen, dass sie ne Deflation verursachen :D. Gerade weil es derzeit angesichts der hohen Inflation so unmöglich erscheint. Aber man muss sich das mal überlegen. Die Amerikaner sind bei ihrem Konsumverhalten traditionell viel abhängiger von ihrem Vermögen als wir. Wenn man sich weniger reich fühlt, gibt man auch deutlich weniger aus (die Verbraucherklima Indizes zeigen die Tendenz schon). Und nach einem Verlust von über 11 Billionen USD an den Kapitalmärkten kann man davon ausgehen, dass die US Bürger sich verdammt viel weniger reich als vorher fühlen. Und ein Haus können sie sich bei Kreditraten von teils 6%+ auch nicht mehr leisten. Geschweige denn eine der vorher so beliebten Umfinanzierungen ihrer bestehenden Immobilien durchführen. Und immer mehr US Firmen kündigen Stellenabbau an. Und da die Inflation hauptsächlich angebotsbedingt ist, könnte das Gummiband zurück schnappen, sobald dieser Engpass beseitigt ist.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Die Geldmenge ist so exponentiell gestiegen in den letzten 14 Jahren. So niedrige Zinsen gab es noch nie. Und dann die ganzen Corona-Hilfen und Anleihenkäufe. Die Weltwirtschaft und Produktion ist so geschwächt durch Corona und Krieg, da kann ich mir keine Deflation vorstellen.

    Es ist einfach so, macht man jetzt nichts bekommen wir noch viel höhere Inflation, erhöht man würgt man die Wirtschaft noch mehr ab.
    Aber Zentralbanken sind (eigentlich) nur für die Preisstabilität verantwortlich und haben mit der Wirtschaft und Politik ursprünglich nichts zu tun.
    Aber das ganze kannste sowieso knicken, wird schon ewig nicht mehr eingehalten.
     
    Das gilt aber nur für EZB (welche das geradezu grotesk über Bord geworfen hat :D) . Die Fed hat neben dem Ziel der Preisstabilität auch das Ziel für Vollbeschäftigung zu sorgen und insofern der Wirtschaft zu helfen.
    Und die Geldmenge ist irrelevant solange sie nicht direkt in den Wirtschaftskreislauf geht und dort die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erhöht. Darum lagen Professor Sinn & Co. ja auch ständig falsch mit ihren Inflationsprognosen in den letzten 20 Jahren.
     
    Nachdem es gestern nach der FED-Sitzung an den Märkten ordentlich nach oben ging, sehen die Futures aktuell so aus:

    2022-06-16_09h49_12.png


    Wie gewonnen, so zeronnen könnte man sagen. Für mich bestätigt das nur den aktuellen Trend, dass jeder kurze Anstieg zum Ausstieg genutzt wird.
     
    Nachdem es gestern nach der FED-Sitzung an den Märkten ordentlich nach oben ging, sehen die Futures aktuell so aus:

    Anhang anzeigen 151835

    Wie gewonnen, so zeronnen könnte man sagen. Für mich bestätigt das nur den aktuellen Trend, dass jeder kurze Anstieg zum Ausstieg genutzt wird.

    Warum sollten steigende Zinsen auch die Aktienmärkte stabilisieren? War eigentlich mit Ansage, dass die Kurse fallen oder auf der Stelle bleiben werden.
    Die Märkte haben in den letzten Wochen ja schon fast 20% korrigiert. Es ist sicher nicht unmöglich, dass es nochmal 20-30% runter geht, aber die Chance, dass es bei positiven News nach oben geht, ist auch da. Mit kleinen Beträgen kann man sicher schon in einige Werte langfristig investieren. Wenn sich in ein paar Wochen eine Richtung zeigen sollte, kann man entsprechend reagieren und weitere Teilkäufe vornehmen. Entweder billiger, oder in steigende Kurse höher. Für langfristige Anlagen sind die Kurse gar nicht so schlecht.
     
    Da sieht man aber derzeit auch ein wenig den Vorteil, den man als Stockpicker hat. Dort gibt es mittlerweile Qualitätsunternehmen zu sehr attraktiven Bewertungen, bei denen man problemlos langfristig einsteigen könnte. In den großen MSCI World ETFs merkt man davon aber noch nicht viel. Als reiner ETF Anleger würde ich aktuell noch nicht mal annähernd abseits des Sparplans zukaufen. Bei Einzelaktien wäre das aber theoretisch schon möglich.
     
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