Im Saarland ist es so, dass in den Gemeinschaftsschulen aka Oberschulen die Kids bis Klasse 8 mitgenommen werden (nicht bis zum Abschluss).
Positiv: Hintergrund ist wohl sowas wie der Inklusions-Gedanke, das gemeinsame Lernen an den selben Unterrichtsinhalte, so sehr differenziert, dass jeder den Inhalt auf seinem Niveau versteht. Ein individuelleres Lernen, orientiert an den eigenen Stärken. Extrembeispiel: Die einen Kids lernen was Photosynthese ist, während das Kind mit einem Förderbedarf im Bereich geistige Entwicklung lernt, dass Blätter verschiedene Farben haben können (grün = alles super, braun = ohje, es geht ihm nicht gut), dazu noch 4 weitere Differenzierungsstufen. In der Praxis kaum umsetzbar. Kann aber ganz cool sein und vielen Kindern helfen, von und mit anderen Kindern zu lernen. Der eine oder andere macht auch einen Sprung, schafft es aus seinen schlechteren Noten raus.
Negativ: Das kann leider vielen Eltern vermitteln, dass alles paletti ist, alles supi... bis dann kurz vor Schluss das böse Erwachen kommt. Man verschleppt die Defizite, wendet die Vogel-Strauß-Taktik an, die Kids lernen nicht zu Lernen (wozu denn? Es geht eh weiter) und alles ist klasse, die Statistiken sind hervorragend.
Ein Abschluss mit dem gezeigtem Zeugnis wird aber sicher nirgends möglich sein.