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Der "gute Laune"-Thread (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich persönlich hab nix zu verschenken und mag wie jeder andere auch Abzüge eher weniger aber für Pflege etc. würde ich fette Abgaben akzeptieren. Auch Hausnummern der Katagorie 200 Euro den Monat wenn man damit den ganzen Apparat mal auf Vordermann bringen würde.

Ich finde, das ist immer eine sehr schwierige Diskussion. Grundsätzlich bin ich absolut bei dir, ich sehe es genauso.

Ich habe aber die Pflege in dem Altenheim meines Großvaters mitbekommen. Wir mussten die gefühlt jedes Mal, wenn wir zu Besuch waren, animieren irgendwas zu machen. Quasi nichts, was abgesprochen war, wurde pünktlich eingehalten. Bedeutet: Auch bei Pflege muss ein Stück weit das Leistungsprinzip gelten und nicht jeder hat dort dicke Gehälter verdient. Aber grundsätzlich muss das Gehaltskonzept dort einfach überdacht werden, bessere Arbeitszeiten und gute Verdienstmöglichkeiten.
 
Irgendwann wird es aber dekadent.
Er freut sich über ein satten Batzen Geld und das zu recht. Mehr geht immer irgendwie und irgendwo. Die Frage ist ob man dort dann auch glücklicher wäre. Schätze die Jobs so ein, dass man fetter verdient aber auch schnell fehlt, wenn die Zahlen nicht da sind.

War eher eine grundsätzliche Aussage, ich kenne die Stellenlage im Bereich Software-Vertrieb ganz gut und man findet dort für 20k Jahresbonus sicher keinen Key Account Manager. Hat wirklich nichts mit dekadent zu tun, sondern mit dem Markt.
 
Für Krankenhausmitarbeiter*innen und Pflegedienste wird geklatscht und bei BMW, Mercedes, usw. gibt's vierstellige Bohnuszahlungen. Das sagt doch schon alles. Dann kommt die Autoindustrie und fordert noch Subventionen vom Staat, um die Verkäufe anzukurbeln, das ist so lächerlich und armselig. Die Antwort hätte sofort lauten müssen: Wenn Sie möchten können wir auch mal für sie klatschen.

Aber zur guten Laune: Nach 2 Tagen mit heftigen Symptomen geht es mir heute deutlich besser (ich hoffe das bleibt so).
 
Ich habe aber die Pflege in dem Altenheim meines Großvaters mitbekommen. Wir mussten die gefühlt jedes Mal, wenn wir zu Besuch waren, animieren irgendwas zu machen.

Wenn ich sowas schon lese... :wand:
Warum muss man die "animieren"? Weil die einfach deutlich mehr zu tun haben als sie überhaupt machen können. Arbeit für 10 Leute wird von 4 gemacht. Und dann kommen die faulen Schweine nicht mal hinterher... Sauerei.

Nimm doch mal deinen Großvater für ein paar Wochen nach Hause und erledige das selbst... aber besten noch neben deinen tollen Job. Ist bestimmt ein Kinderspiel... oder muss man dich dann auch "animieren" was zu machen weil du eigentlich andere Dinge machen musst?
 
Ich finde, das ist immer eine sehr schwierige Diskussion. Grundsätzlich bin ich absolut bei dir, ich sehe es genauso.

Ich habe aber die Pflege in dem Altenheim meines Großvaters mitbekommen. Wir mussten die gefühlt jedes Mal, wenn wir zu Besuch waren, animieren irgendwas zu machen. Quasi nichts, was abgesprochen war, wurde pünktlich eingehalten. Bedeutet: Auch bei Pflege muss ein Stück weit das Leistungsprinzip gelten und nicht jeder hat dort dicke Gehälter verdient. Aber grundsätzlich muss das Gehaltskonzept dort einfach überdacht werden, bessere Arbeitszeiten und gute Verdienstmöglichkeiten.

Ist klar aber mehr Geld, mehr (und besseres) Personal und man kann auch mehr Leistung einfordern. Wenn der Job eine größere Beliebtheit hat, entsteht auch ein Wettbewerb und die Leute müssen sich anstrengen. Jetzt wird es oft so sein dass man denkt, können froh sein, dass ich überhaupt was mache für den Hungerlohn und das ist in manchen Fällen nicht mal ganz unverständlich.
Mach was für die Pflegekräfte und fordere dann ein. Außerdem mehr Leute gleich mehr Leistung. Eine Person für x Pflegebedürftige etc. darf es einfach nicht gehen.
 
Wenn ich sowas schon lese... :wand:
Warum muss man die "animieren"? Weil die einfach deutlich mehr zu tun haben als sie überhaupt machen können. Arbeit für 10 Leute wird von 4 gemacht. Und dann kommen die faulen Schweine nicht mal hinterher... Sauerei.

Nimm doch mal deinen Großvater für ein paar Wochen nach Hause und erledige das selbst... aber besten noch neben deinen tollen Job. Ist bestimmt ein Kinderspiel... oder muss man dich dann auch "animieren" was zu machen weil du eigentlich andere Dinge machen musst?

Bisschen grenzwertig, ich werte das mal als "aus der Emotion geschrieben". Ich versichere dir, das waren keine Sachen, die Interpretationsspielraum zugelassen haben :) Wir haben übrigens sehr lange zuhause gepflegt, da brauchst du mir nichts erzählen, ab einem bestimmten Status der Demenz nicht mehr möglich.

Edit: Ich habe übrigens nie geschrieben, dass ich einen tollen Job habe :D Ich habe geschrieben, wie der Jobmarkt aussieht und das viele Berufe sehr gut bezahlt werden. Ich arbeite nicht im Vertrieb.
 
Ich versichere dir, das waren keine Sachen, die Interpretationsspielraum zugelassen haben

Aber dann überleg doch mal woran das liegt? An den beschissenen Zuständen in den Pflegeheimen. Da ist klar dass nix funktioniert... es ist weder Geld noch Personal da um vernünftig arbeiten zu können. Klar verspricht man Dinge die man evtl. nicht halten kann... einfach weil man es halten möchte aber dann doch an der Realität scheitert.
Bei dir liest sich das so als würde das Personal den ganzen Tag Kaffee trinken und nix machen... so dass man die "animieren" muss auch mal den faulen Hintern zu bewegen. Und das ist einfach zu 98% nicht der Fall.

Und ja... meine Oma haben wir auch zuhause geplfegt... Jahrelang mit Demenz und Parkinson... ich kenn das. Hab ich auch schon durch.
 
Aber dann überleg doch mal woran das liegt? An den beschissenen Zuständen in den Pflegeheimen. Da ist klar dass nix funktioniert... es ist weder Geld noch Personal da um vernünftig arbeiten zu können. Klar verspricht man Dinge die man evtl. nicht halten kann... einfach weil man es halten möchte aber dann doch an der Realität scheitert.
Bei dir liest sich das so als würde das Personal den ganzen Tag Kaffee trinken und nix machen... so dass man die "animieren" muss auch mal den faulen Hintern zu bewegen. Und das ist einfach zu 98% nicht der Fall.

Und ja... meine Oma haben wir auch zuhause geplfegt... Jahrelang mit Demenz und Parkinson... ich kenn das. Hab ich auch schon durch.

Nein. Du liest das heraus. Dennoch: Wenn tagelang nicht einmal die Kleidung gewechselt wird, obwohl sich eine Person nicht helfen kann und durch die Pflegestufe sogar deutlich mehr bezahlt wird als Standard, ist hier das keine Leistung, wo mich das überhaupt interessiert.

Auch die Leute, die im Pflegeheim wohnen, haben Rechte. Das darf NIEMALS auf ihrem Rücken ausgetragen werden. Und sry, dann würde ich die Leute da auch 50x animieren, wenn solch grundlegende Sachen nicht klappen.
 
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Ja, und das wird uns noch mächtig auf die Füße fallen. Das Thema ist schon soooo alt, und alle möglichen Politiker reden immer mächtig verständnisvoll daher. Es passiert aber nix. Ich erinnere mich da noch an den Wahlkampf von Merkel, als sie von einem jungen Krankenpfleger angesprochen wurde. Danach ist nix passiert... trotz der üblichen großen Versprechen.

Die Lage ist jetzt schon beschissen... die einzige Lösung der Politik ist immer Niedriglohn-"Fachkräfte" aus dem Ausland zu holen. Nur haben die mittlerweile auch keinen Bock mehr die Scheiß-Arbeit für wenig Kohle in Deutschland zu machen. Dann ist das gejammer groß wenn es schlicht gar keine Plätze mehr in Altenheimen gibt... im Krankenhaus man nicht mehr anständig behandelt wird oder man keine Therapeuten mehr findet. Gerade letztes ist jetzt schon quasi unmöglich... Wartezeiten von 1-2 Jahren sind die Regel. Wer wirklich Hilfe braucht bekommt diese schlicht nicht. Als Therapeuten-Ersatz landen die Leute dann bei mir im Büro... ich hab Leute die kommen zu mir schon seit 3 Jahren alle 2 Wochen zur "Überbrückung der Wartezeit auf einen Therapieplatz". Nur: Ich und meine Kollegen sind auch komplett zugeschissen und haben keinen Bock mehr die Ersatztherapeuten für ein Affengehalt zu spielen. Wir sind auch ununterbrochen auf der Suche nach Sozialpädagogen... und bei meinem Träger eigentlich auch kein Problem. Bezahlt "gut", bietet viele Sozial-Leistungen usw. usw. Vor Jahren noch ein Traumjob in dem Bereich... jetzt findet man kaum noch Leute weil keiner mehr Bock drauf hat.

Aber Hauptsache die Wirtschaft brummt und man fährt Monstergehälter ein.

Wann? Das frage ich mich wirklich. Denn wie du sagst, ist das Thema schon alt und taucht auch immer mal wieder verstärkt in den Medien auf. Und scheinbar passiert nichts.
Aber warum passiert denn nichts? Was muss denn passieren, dass sich was ändert?

Über das Thema habe ich mich schon oft in der Runde mit Freunden unterhalten, die sowohl aus Pädagogen und Pflegern im KH besteht, aber auch gegensätzlich dazu Leute in der Privatwirtschaft und dazwischen im öffentlichen Dienst. Die aus den Pflegeberufen sagen vor allem, sie brauchen mehr Geld, da sie unterbezahlt sind im Vergleich zu anderen Berufen. Auf die Frage, wieviel mehr Geld sie denn für angemessen sehen, gibt es nie eine Antwort. Stimmen aus der Privatwirtschaft sagen dann, die Menschen in den Pflegeberufen sind vergleichsweise leicht ersetzbar und wenn wir hier keine Kräfte finden, kommen eben Arbeiter aus Nachbarländern und machen´s für weniger Geld. Wieviel Wahrheit darin steckt oder in der Zukunft stecken könnte, sei natürlich dahingestellt. Das Thema des Gehalts weicht dann fast immer dem Thema, dass es zu wenig Beschäftigte in den Bereichen gibt und das das Problem sei nicht das Geld, sondenr die hohe Belastung der Beschäftigten. Aber wie will man mehr junge Menschen in die Berufe kriegen? Attraktiver machen durch ein höheres Gehalt und weniger Belastung? Aber sind wir dann nicht wieder bei der Ersetzbarkeit?

Und genau da komm ich zurück zu deiner Aussage. Das Thema ist soooo alt, es ändert sich nichts- wann fällt es uns auf die Füße?


Eine Sache noch dazu, bei der ich mir bewusst bin, dass sie falsch verstanden werden kann- ich hoffe, das passiert nicht:
Warum starten denn Menschen in den Beruf, wenn man doch schon so lange weiß, dass sie nicht gut genug bezahlt werden und die Belastung zu hoch ist? Natürlich kann der Beruf der Traumberuf und Leidenschaft sein, aber wenn man doch weiß, dass es so hart ist, warum tut man sich das an?
 
Versteh ich.

Aber vielleicht geht es beim Beruf nicht jedem um Sinn oder man bewertet das anders. Die Menschheit mit Software, Essen, sauberen Toiletten, Netflix-Inhalten, Videospielen zu versorgen, ist vielleicht auch Sinn.
 
Das ist aber ein Innendienst Job, oder? Wieso ich das frage, natürlich Glückwunsch zur Erhöhung und auch Glückwunsch zum Bonus, der natürlich super ist. Für Key Account Management im Software Bereich aber für einen Jahresbonus zu wenig. Das ist im Softeware-Vertrieb im Key Account ein Wert fürs Quartal.
Dafür komm ich locker mit 40 Stunden zurecht, muss keine Angst um den Job haben, wenns mal nicht gut läuft, hab keine Konkurrenz zu meinem Kolleg*innen, sondern Teamgeist.
Und auch sonst hat das wenig Eigenschaften eines typischen Vertriebsjobs, auch die Gewichtung des Gehalts liegt mehr auf dem Festanteil (das heißt mit Absicht auch nicht Provision, sondern Bonus)

Und klar, ich bekomm Headhunter Angebote, bei denen mit nem sechsstelligen Gehalt gelockt wird (bin ich auch inkl Bonus weit von entfernt). Aber ich lehne dankend ab, weil ich weiß mit welchem Hit auf die Work Life Balance, die momentan ausgezeichnet ist, das kommen würde.
Das seh ich bei einigen Ex Kollegen, die sich vom Geld und dem Audi A6 als Dienstwagen haben locken lassen.
Das ist mir mehr Gehalt nicht wert, nicht mal im Ansatz.

Prinzipiell fahr ich auch zu Vorort Terminen, aber das war schon vor Corona wenig (vllt 10mal pro Jahr) und seit über 2 Jahren war ich nicht mehr vor Ort.
Geht alles per Teams und das gedenke ich auch weitgehend so zu halten.
 
Zuletzt bearbeitet:
War eher eine grundsätzliche Aussage, ich kenne die Stellenlage im Bereich Software-Vertrieb ganz gut und man findet dort für 20k Jahresbonus sicher keinen Key Account Manager. Hat wirklich nichts mit dekadent zu tun, sondern mit dem Markt.
Jap, bei uns findet man auch nicht die typischen Vertriebler, die sich vom Geld locken lassen.
Und das ist auch gut und gewünscht so.
 
Dafür komm ich locker mit 40 Stunden zurecht, muss meinen Angst um den Job haben, wenns mal nicht gut läuft, hab keine Konkurrenz zu meinem Kolleg*innen, sondern Teamgeist.
Und auch sonst hat das wenig Eigenschaften eines typischen Vertriebsjobs, auch die Gewichtung des Gehalts liegt mehr auf dem Festanteil (das heißt mit Absicht auch nicht Provision, sondern Bonus)

Und klar, ich bekomm Headhunter Angebote, bei denen mit nem sechsstelligen Gehalt gelockt wird (bin ich auch inkl Bonus weit von entfernt). Aber ich lehne dankend ab, weil ich weiß mit welchem Hit auf die Work Life Balance, die momentan ausgezeichnet ist, das kommen würde.
Das seh ich bei einigen Ex Kollegen, die sich vom Geld und dem Audi A6 als Dienstwagen haben locken lassen.
Das ist mir mehr Gehalt nicht wert, nicht mal im Ansatz.

Nochmal sry, das kam etwas unglücklich herüber. Ich wollte sicher nicht den Bonus schlecht reden, das wäre auch höchst unverschämt.

Bin eher auf den Begriff Software Vertrieb angesprungen, wo Gehälter über 100k mit deiner Berufserfahrung - wie du ja auch sagst - absolut möglich sind.
 
Nochmal sry, das kam etwas unglücklich herüber. Ich wollte sicher nicht den Bonus schlecht reden, das wäre auch höchst unverschämt.

Bin eher auf den Begriff Software Vertrieb angesprungen, wo Gehälter über 100k mit deiner Berufserfahrung - wie du ja auch sagst - absolut möglich sind.
Habs nicht böse genommen :)

Muss auch zugeben, mit steigender Erfahrung und dem Senior vor dem Titel kamen die beeindruckenden Headhunter Angebote. 80k fix plus 80k variabel hab ich da zb mal gesagt bekommen.

Da kam ich auch ab und an ins grübeln und hab Gespräche mit denen geführt.
Aber da hört man schon zwischen den Zeilen raus, welche Einstellung zur Arbeit, Zielstrebigkeit auf Kosten des Privatlebens da zu erwarten sind.
Und Erfahrungsberichte der Ex Kollegen haben dann ihr übriges getan, dass ich diese Angebote jetzt richtig einordnen kann.
Da lehne ich dankend ab.
Mit meinem 13 Gehältern hab ich die 55k brutto locker überschritten, inkl Bonus kanns also um die 80k sein, das ist imo genug Geld, um bequem leben zu können (meine Frau bringt auch knapp 45k brutto dazu).
Vor allem, weil ich jeden Tag um halb 5 den Laptop zuklappen kann und keinen Gedanken mehr an Arbeit verschwenden muss.
 
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