SirHorst
Ahoy!
Oder japan
War aber auch zu erwarten. Andere werkeln schon ein Jahr daran überhaupt methodisch ein gutes Studiendesign auf die Beine zu stellen und dann kommt so eine spontane feldforschung. Das war schon sehr ambitioniert/optimistisch.Naja, weil es nichts an der Tatsache ändert, dass die Dunkelziffer beim 11-20 fachen liegt. Das ist ja auch schon aus anderen Studien so bekannt bzw. wird so geschätzt. Von der Heinsberg-Studie hat man sich eine Konkretisierung des doch recht großen Intervalls erhofft sowie eine Verringerung der statistischen Unsicherheit. Dass es die jetzt nicht gibt, ändert ja nichts an den bisherigen, auf anderen Studien beruhenden Schätzung der hohen Dunkelziffer, damit hohen Durchseuchung der Bevölkerung und daher einem gewichtigen Schutz vor einem Wiederanlaufen einer exponentiellen Infektionsrate.
Daher: Ja, die haben Mist gebaut bzw. die Studie war methodisch unsauber. Das ist im Wissenschaftsbetrieb aber erst mal nicht außergewöhnlich. Ein Großteil des naturwissenschaftlichen Diskurses besteht aus dem Aufzeigen von Mängeln und Lücken in den Ergebnissen Anderer, die durch eigene Erkenntnisse gefüllt werden und so weiter. Auch grobe Schnitzer gibt es regelmäßig.
Es "ändert sich also nicht alles", sondern der Erkenntnisstand bleibt nur auf dem Niveau von vorher.

