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- Was die Staffel nun auch besser gemacht hat, als die zweite, sind die Nebencharaktere. Robin in Kombination mit Dustin und vorallem Steve ist fantastisch. Die Enthüllung, dass Sie lesbisch ist, gehört für mich zu einem der stärksten Momente der Serie. Der ganze Dialog war einfach so toll geschrieben und gespielt. Steve's Reaktion hat sein übliches getan, um die Szene so "wholesome" zu gestallten.
- Alexei, der russische Wissenschaftler, war auch einer meiner Underdog-Favoriten, was sicherlich an seiner Dynamik mit Murray liegt. Wie sie es schaffen, einen Charakter, der nur in einer fremden Sprache spricht, so toll zu charakterisieren, zeigt nur, wie gut die Duffer Brüder und der Schauspieler in ihrem Job sind.
- Der russische Terminator hat nicht wirklich funktioniert, aber hey. Geschenkt.
- Die größte Überraschung war aber Billy. Nachdem sein Charakter in der letzten Staffel ziemlich hinter seinen Möglichkeiten stand, konnte er hier endlich etwas aufblühen. Dacre Montgomery hat die Rolle fantastisch gespielt und sein Schlüsselmoment in der letzten Episode mit El hat bei mir sehr gut funktioniert, auch wenn es praktisch fast 1:1 der Twist von Batman v Superman war, nur eben ... nicht scheiße.
- Nancy und Jonathan hatten diese Staffel deutlich weniger zu tun, trotzdem mochte ich auch diesen Storystrang, auch wenn ich The Hawkins Post fast schon diabolisch überzeichnet fand. Die haben aber auch ALLE ihr Schicksal verdient.
- Die Scoop-Troop aka Dustin, Robin, Steve und
(Am)Erica gehörte definitiv zum besten, aber auch zum heikelsten Teil der Staffel. Die Dynamik ist grandios. Die russische Untergrundanlage war mir aber etwas zu viel. Es passt perfekt zu den 80ern, aber dass ist teilweise so abstrus und absurd gewesen, dass ich mir auch jetzt noch nicht sicher bin, ob ich es liebe oder hasse. Joyce und Hoppers Undercover-Mission ebenso.
- Speaking of... Hopper war diese Staffel etwas schwierig. Die haben ihn echt zu nem Arschloch sondergleichen mutieren lassen. Das fand ich teils etwas verwirrend, aber es ist wohl nicht so einfach, eine adoptierte Tochter großzuziehen, die die meiste Zeit ihres Lebens im Labor verbracht hat und telekinetische Kräfte besitzt. Zumindest hab ich mir das sagen lassen.
- Joyce war Joyce. MAGNETS!
- Regietechnisch war die Staffel astrein. Die Produktionsqualität ist ebenfalls der absolute Wahnsinn. Die letzte Folge alleine, als das Monster von Feuerwerkskörpern bombadiert wurde, sah das so phänomenal aus. Generell war die Farbgebung durchgehend exzellent. Der Soundtrack ebenfalls. Richtig gut.
- Die Szene mit Dustin und Suzi ... Ich habe viel Kritik gehört, dass das Lied ""zu lang"" sei oder ""für den Tod von Hopper und Billy verantwortlich war"", aber ... okay, letzteres stimmt, trotzdem war die Szene toll und jeder, der was anderes behauptet, liegt falsch.
- Hoppers Brief hat mich zerstört und als Eleven angefangen hat zu weinen, war ich schon lange gebrochen, aber als dann auch noch Peter Gabriel's Cover von Heroes gespielt wurde ... so viele emotionale Messerstiche ... da konnte man mir auch nicht mehr helfen.
Es war einfach fantastisch. Es war manchmal etwas überzeichnet, aber ganz ehrlich? Ich habe in dieser Staffel realisiert, dass mir der Plot von Stranger Things unglaublich egal ist. Die Charaktere sind die treibende Kraft für mich. Sollen die doch eine ganze Staffel lang im Weltraum gegen den Mindflayer kämpfen. Mir egal, ich guck's trotzdem.