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Und plötzlich bist du alt oder “früher war alles besser“

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Also ich habe noch Kontakt zu alten Lehrern und die meinen auch, dass sie heute wesentlich mehr Aggression, Übergriffe, Respektlosigkeit usw. Ausgesetz sind
Sehe ich auch so. Keine Ahnung wie es woanders war, kann da nur für mich sprechen, aber wir haben in der Schule nicht getraut auf der Bank zu sitzen, den Lehrer zu ignorieren, mit Papier Kugeln durch die Gegend zu werfen oder sowas. Wir hatten immer Respekt vor dem da vorne was automatisch dazu führte das wir uns benommen haben. Will ja nicht sagen das es heute bei andren anders ist aber ich denke die Hemmschwelle ist heute kleiner doch mal die Grenzen auszutesten
 
Ich sag mir immer früher war früher und heute ist heute. Ich mach mir mein Leben so das es passt. Was mir auffällt heutzutage ist, das keiner mehr Zeit hat. Alles muss schnell schnell gehen. Keine Zeit mehr. Ich versuche immer mein Umfeld zu entschleunigen. Was selten klappt :)
Und der mediale Konsum Overkill, also Input von : Twitter, Facebook, Instagram, Netflix etc. Ich finde das macht die Leute kaputt.
Ich hatte dieses Jahr mal 6 Monate kein Whatsapp, Facebook, Twitter, Instagram etc. Das war einfach geil. Jeder konnte mich erreichen. Aber nur anrufen oder Sms. Das waren die ruhigsten 6 Monate meines Smartphone Lebens :) Ich hab das Iphone morgens um 8 angemacht und Abends um 18 Uhr aus. Akku war bei 80 %:ugly:. Der Alltag war um einiges angenehmer. Weil ich vieles nicht wusste oder mir einfach am Arsch vorbei ging. Trotz alledem hab ich am sozialen Leben (Saufen, Party, Family) teilgenommen. Ich merkte aber in dieser Zeit wie alle nur am Smartphone hängen:vogel:
 
Ich hatte dieses Jahr mal 6 Monate kein Whatsapp, Facebook, Twitter, Instagram etc. Das war einfach geil. Jeder konnte mich erreichen. Aber nur anrufen oder Sms.

Ist bei mir immer so, ich meide den Social-Media-BS wo ich kann und bin froh, was für ein Haufen Unsinn an mir vorbei geht. Nur WhatsApp nutze ich, aber im Prinzip nicht anders als SMS. Die einzige Gruppe ist lautlos gestellt, weil da nur "lustige" Bilder und Vids und irgendwelche Kalauer gepostet werden.
 
Sehe ich auch so. Keine Ahnung wie es woanders war, kann da nur für mich sprechen, aber wir haben in der Schule nicht getraut auf der Bank zu sitzen, den Lehrer zu ignorieren, mit Papier Kugeln durch die Gegend zu werfen oder sowas. Wir hatten immer Respekt vor dem da vorne was automatisch dazu führte das wir uns benommen haben. Will ja nicht sagen das es heute bei andren anders ist aber ich denke die Hemmschwelle ist heute kleiner doch mal die Grenzen auszutesten

Klar waren wir auch mal scheisse und vorlaut, haben Bücher verbrannt oder das Klassenbuch geklaut, aber niemals gegen Lehrer respektlos oder körperlich geworden. Das wäre niemals gegangen
 
:lol: wollte ich grad sagen. Am besten berichten hier noch Realschüler oder Gymnasiasten über ihre Erfahrungen. Ich war auf einer Gesamtschule, hab mich dort zum Abitur durchgekämpft zwischen all den assis und da war vor 20 Jahren schon Land unter. Lehrer die mit Sachen beschmissen und zum heulen gebracht wurden, ein Schüler hat in ner Schlägerei seine Fingerkuppe verloren und was ich von den Leuten höre die von der Hauptschule zu unserer Abitur Klasse hinzu gestoßen sind war es bei uns noch himmlisch.

Guckt euch doch bitte die Geschichte der Menschheit an. Als hätte es assis, proleten und gewalttätige Menschen erst ab den späten 2000ern gegeben.
 
also bei uns haben Lehrer früher auch schon mal aufs maul bekommen, und im Gegenzug hat der schüler halt mal den schlüsselbund gegen kopf geschmissen bekommen, es war ein geben und nehmen, nicht immer harmonisch aber ausgeglichen
 
Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.


Zitat von Sokrates. * um 469 vChr, † 399 vChr
 
Schon lustig, wie alle wieder wissen, wie Schule heute läuft, nur weil sie früher eventuell mal selbst in der Schule waren.

Wer hier behauptet, es wäre früher genauso schlimm gewesen, den würde ich gerne mal als Lehrkraft für ein Jahr an einer Schule meiner Wahl zwangsverpflichten.
 
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Wenn ich mir überlege, wie meine Schulzeit damals verlief und dann schaue, wie es bei meinem Sohn heute in der Schule abgeht... Dazu ist meine Schwiegermutter ja auch noch Sekretärin der Schule und berichtet ab und an...

Ich würde schon sagen, dass die heutige Schulzeit anders ist. Respekt vor Erwachsenen und Autorität ist allgemein nicht mehr so gegeben. Aber gut, die ganze Gesellschaft hat sich geändert, wie kann man von der Schule erwarten, eine Insel der Glückseligkeit zu sein?

Was ich damals feststellen konnte war aber auf jeden Fall, dass je höher die Schulform, desto besser das Verhalten der Schüler. Das wird heute sicher auch anders sein, wo erstmal jeder Idiot auf Gymi geht. :D
 
Vielleicht definieren wir den Begriff Respekt auch einfach unterschiedlich. Mein Großvater, der im Dritten Reich aufgewachsen ist, kann noch von regelmäßiger Prügel durch Lehrer und Pfarrer berichten. Und wenn er nach Hause kam, hat der eigene Vater, der dann bereits informiert war, ihn nochmals verdroschen. Auch meinem Vater wurde noch vom Lehrer auf die Finger geknüppelt.

Gerade, wenn man sich als Kind im Machtgefüge solcher "Respektspersonen" befindet, lernt man schnell, nicht aufzumucken. Ich würde das aber Angst nennen, nicht Respekt.
 
Vielleicht definieren wir den Begriff Respekt auch einfach unterschiedlich. Mein Großvater, der im Dritten Reich aufgewachsen ist, kann noch von regelmäßiger Prügel durch Lehrer und Pfarrer berichten. Und wenn er nach Hause kam, hat der eigene Vater, der dann bereits informiert war, ihn nochmals verdroschen. Auch meinem Vater wurde noch vom Lehrer auf die Finger geknüppelt.

Gerade, wenn man sich als Kind im Machtgefüge solcher "Respektspersonen" befindet, lernt man schnell, nicht aufzumucken. Ich würde das aber Angst nennen, nicht Respekt.

Na ja, ich bin zwar schon älter, aber drittes Reich hab ich nicht miterlebt. Prügelstrafe und so waren zu meiner Schulzeit auch schon verboten. :D

Ich weiss nicht, ob wir damals "Angst" vor unseren Lehrern haben mussten. Eher nicht. Aber es waren Erwachsene, die uns einfach "übergeordnet" waren. Wenn der Lehrer die Klasse betrat, ist die Klasse geschlossen aufgestanden und hat gegrüsst. Und wir durften uns erst hinsetzen, wenn der Lehrer es gesagt hat. Bei Stundenende genauso. Wenn es mal lauter in der Klasse wurde hat der Lehrer mit seinem Buch auf den Tisch geschlagen und dann war aber Ruhe. Danach hättest du eine Stecknadel fallen hören können. Du wolltest als Schüler unbedingt vermeiden, mal einen Klassenbucheintrag zu bekommen, das war sowas wie ein Stigmata. Vom Ärger mit den Eltern ganz zu schweigen...

Ich würde sagen, wir hatten nicht unbedingt Angst vor den Lehrern, aber wir hatten allgemein mehr Angst vor den Konsequenzen unseres Handelns. Es wurde uns schon ab der 7. Klasse eingebäut, dass wir Gas geben sollen wegen Ausbildungsplätzen (ja, die waren damals nämlich Mangelware). Wir haben auch nicht gammelnd vor dem Edeka mit Bier gesessen. Das haben wir noch nach der Schule in der Kneipe am Bahnhof gemacht, wo wir keinen gestört haben. :D Und wir haben noch gelernt, andere Personen zu siezen. :D

Um nochmals den Bogen zu spannen... keine Ahnung, ob das früher alles besser war. Die heutigen Generationen müssen sich aber erst noch beweisen, ob sie es besser können.
 
„Nur Wenige besitzen die pädagogische Abstraktionsfähigkeit, "anders" nicht mit "schlimmer" zu verwechseln. Das ist der Generationenkonflikt. Es gibt ihn vielleicht schon immer, seit Menschen denken können. Und die Welt ist immer noch nicht untergegangen.“

https://www.lehrerfreund.de/schule/1s/lehrer-schueler-immer-schlimmer/4176

Nur wenige besitzen die Fähigkeit nicht wie Blinde von der Farbe zu reden und trotzdem tun es viele. Die Welt geht dadurch nicht unter, wird aber auch nicht besser.

Hier wird eine Studie herausgesucht, die rein zufällig die eigene Meinung vertritt. Es gibt genügend andere Studien, die das Gegenteil belegen.

Ich nenne nur mal ein konkretes Beispiel, was so früher technisch einfach nicht möglich war. Hänseln, oder aktueller ausgedrückt "Mobbing" war früher sicherlich auch ein Thema, aber durch Soziale Medien und whatsapp ist nun nicht einmal mehr der private Bereich ein Rückzugsraum, das verschlimmert die Situation für die Betroffenen ungemein. Pornographie und Gewaltvideos waren nicht so leicht zugänglich. Es kursierten keine Nacktbilder von Siebtklässlerinnen in Gruppen und Klassenchats. Ich glaube jeder halbwegs empathische Mensch kann sich vorstellen, was das mit den betroffenen Personen macht. Dafür brauche ich keine Studie aus dem Internet ziehen.

Wer sich mit dem Thema Niveau beschäftigen will, der kann ja mal vergleichen, wie sich die Prüfungsaufgaben in den letzten 20 Jahren entwickelt haben (ich habe mich im Fach Mathematik damit beschäftigt). Das kann völlig wertfrei geschehen und ganz ohne Studie aus dem Internet.

Schläge/Prügel sind kein Erziehungsmittel, sie sind zurecht eine Straftat. Angst ist ein ganz schlechter Begleiter im Bereich Bildung, denn Bildung funktioniert nur über Beziehung zu den Schülern. Das ist meine tiefste Überzeugung. Im Übrigen stehen meine Schüler/innen zur Begrüßung auch heute noch auf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und dennoch sinkt die Jugendkriminalität und auch eine Brutaslisierung dieser ist nicht erkennbar.

http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/gangsterlaeufer/203562/zahlen-und-fakten

Aber gut, bei dem Thema kommen wir nicht zusammen. Für mich (basierend auf Studien und dem Betrachten sämtlichster Generationen) ist es eindeutig ein psychologischer Faktor, zu denken, früher wäre doch alles besser gewesen, der mit nichts zu belegen ist.
Außer eben mit der Theorie des „früher war alles besser“.
 
Schöne Studie, hat aber mit meinen Aussagen nichts zu tun.

Im Übrigen habe ich erst kürzlich eine Studie gelesen, die aufzeigt, dass die Gewalttaten mit Messern sehr stark zugenommen haben. Das belegt mal wieder meine These: Zu jeder Meinung gibt es eine passende Studie. :grins:

Außerdem gibt es auch aus meiner Sicht genügend Dinge die heute besser sind als früher, einige Bereiche haben sich aber auch verschlechtert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und dennoch sinkt die Jugendkriminalität und auch eine Brutaslisierung dieser ist nicht erkennbar.

http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/gangsterlaeufer/203562/zahlen-und-fakten

Aber gut, bei dem Thema kommen wir nicht zusammen. Für mich (basierend auf Studien und dem Betrachten sämtlichster Generationen) ist es eindeutig ein psychologischer Faktor, zu denken, früher wäre doch alles besser gewesen, der mit nichts zu belegen ist.
Außer eben mit der Theorie des „früher war alles besser“.
https://www.zeit.de/gesellschaft/ze...iminalitaet-gewalt-anstieg-straftaten-schulen

LKA:
Kriminalität an Schulen nimmt zu

In vielen Bundesländern – darunter Niedersachsen – haben Straftaten an Schulen zugenommen. Das zeigen erste Zahlen der Landeskriminalämter. Die Gründe sind noch unklar.

21. April 2018, 12:40 Uhr
Quelle: ZEIT ONLNE, dpa, ttw

Dafür nimmt die Kriminalität an Schulen in Teilen unseres Landes zu. Oder aber es werden vermehrt Taten angezeigt.
 
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