Ich versteh gar nicht, wie Du dieses Wort so negativ aufladen kannst. Mag ja sein, dass in der Erziehungstheorie irgendwas dazu steht, aber so wie ich das sehen würde, gehe ich mit meinen Handlungen auf die Bedürfnisse des Kindes ein. So und was genau ist damit jetzt falsch? Sorry ich kann dieser strikten Argumentation nicht folgen. Dass Kinder Bedürfnisse haben ist doch ganz klar. Und wenn es ein ewiges Bettgehritual ist oder das im Elternbett schlafen, dann ist das halt so.
Unser "Bettgehritual dauert übrigens auch ca. ne Stunde und bindet beide Eltern. Das ist für alle OK so und ich will es nicht mehr anders haben. Der Kleine schläft wesentlich besser ein und auch in der Nacht wacht er weniger oft auf.
Absolut und es hat nichts mit dem zutun was ich vorher so gesagt habe.
Ich habe wirklich null gegen so Rituale und was du eventuell überlesen hast ist das Prinzip das sowas dann hardcore durchgezogen wird, wenn jemand verabredet ist und jemanden besuchen kommt.
Dann muss das nicht die Person machen die es sonst immer eine Stunde macht, mit der man verabredet ist. Dann kann das auch die Mutter machen, aber ich habe es halt aus eigener Erfahrung schon mitbekommen. Das meine ich mit Bedürfnissorientiert, man MUSS nicht immer dem Kind alles erlauben, ganz im Gegenteil.
Du sagst ja:
"Dass Kinder Bedürfnisse haben ist doch ganz klar."
Bin da ganz bei dir, ich meine auch nicht sowas wie Kind hat Durst und bekommt nichts weil die Bedürfnisse nichts zählen. Sowas ist Quatsch, aber ich greife mein Beispiel nochmal auf das ein paar Postings vorher von mir genannt wurde.
Wir waren mal in der Familie jemanden besuchen mit Kindern.
Es war vorher klar das wir essen bestellen und auch wo und was.
Jetzt haben die Kinder gesagt von da wollen die nichts, wollten beim besten Imbiss der Stadt bestellen. Gyros aus der Hausmetzgerei von
Spieß die machen ihren Salat selbst, und sogar sein Schnitzel welches man will kann man direkt an der Theke auswählen. Richtig Premium.
So Kinder wollten von dort nichts sondern Cheeseburger...
Auf uns wurde dann eingeredet dort und dort zu bestellen, bis ich dann gesagt habe meinetwegen will da keine Diskussion los schlagen. Die Leute kennen meine Meinung zu dieser hardcore Bedürfnis Sache, und die Bedenken hatte ich auch geäußert vorher.
So wurde dann bestellt...
Dann kam sofort der Satz wo ich dann in so einer Situation mit der Vorgeschichte und auch schon der Vorahnung das kalte kotzen bekomme.
"Ich mag gar keine Cheeseburger"
Da könnt ihr alle halten von mir was ihr wollt aber sowas geht einfach nicht. Dann wundern sich Eltern wieso die keine Freunde mehr haben oder einen Freundeskreis der zu 90% geschrumpft ist.
Der Käse war das Problem und das er nicht von McDonald's(der Burger nicht der Käse) war. Das kommt dann davon wenn man irgendwo bestellt wo es; Mexikanisches, Asiatisches, Pizza und Burger gibt.
So Käse runter und trotzdem war das nichts. Sie wollten es nicht, weil sie generell keinen Käse auf nem Bürger mögen. WAS ja kein Problem ist aber wenn man es doch bitte weiß, wieso gibt man dem Bedürfnis nach und lässt es das Kind bestellen und wechselt sogar den Lieferdienst?
Aussage Eltern:" Es muss sich ja ausleben und die Erfahrung machen"
Nein müssen die Kinder nicht! Nicht zig mal hintereinander wenn man es vorallem weiß. (Ansonsten wenn man das probiert und nicht mag ist mal gar kein Problem, nur wenn ich weiss, mein Kind mag keine Currywurst dann bekommt es halt auch keine und man bestellt extra woanders.)
Nach wie vor könnt ihr da von mir halten was ihr wollt aber wenn nur einer von euch das selbe macht, dann habt ihr einfach nicht mehr alle, und solltet mal gründlich drüber nachdenken was ihr da verzapft. Was soll denn da bitte bei rauskommen?
So ich hab dann am Ende mein Mega geiles vom Asiatischen, Mexikanischen, Pizza und Burger frittiertes Schnitzel(...) den Kindern überlassen. Dafür durfte ich dann das mit den Händen zerpflückte essen futtern.
Und wie gesagt können Eltern ja machen wie sie wollen und ich kann lachen, aber wenn ich dann bzw meine Familie für so unnötige Sachen leide, habe ich sehr sehr wenig Verständnis.
Verstehe auch überhaupt nicht das hier so ein Gegenwind herrscht, wie gesagt soll jeder machen wie er will aber sowas ist doch schön laut gesundem Menschenverstand Quark.
Wie gesagt sind alles eigene Erfahrungen, aber die letzten Jahre viele solche Eltern gesehen und zwar live im eigenen Kreis der Freunde.
Auch ne kurze Story...
Bedürfnissorientierung par excellence, wenn man irgendwo auf Befehl des Kindes einkaufen geht weil es weiß dort gibt an es der Kasse ne quängel Abteilung. Und die Eltern dann extra über die Straße gehen statt dort zukaufen wo sie eh schon vor dem Laden stehen und sonst immer hingehen.
Tja bevor ich 10 weitere Situationen aufzähle, sowas ist damit gemeint.
Nicht das Kind hat Durst und ich verweigere sowas, dass ist Quatsch.
Bin immer noch der Meinung, man muss nicht jedem Bedürfnis nachgeben.