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Gast
Nach dem unvermeidlichen Finale und einem ersten Durchatmen, muss ich hier jetzt noch einmal meine Begeisterung niederschreiben. Um es gleich vorweg zu nehmen: Es ist das beste Uncharted. Und es ist eines der besten Spiele, das ich seit Jahren gespielt habe.
Ich habe 19,5 Stunden gebraucht, habe vieles abgesucht, letztlich 80/109 Schätze und ca. 80% der anderen optionalen Sachen gefunden. Ich habe auf "Schwer" gespielt, was meiner Meinung nach der optimale Schwierigkeitsgrad ist, um die Gefechte ausreichend spannend zu gestalten.
Es ist kein Uncharted, wie man es vorher kannte. Es ist weniger pompös, weniger brachial, weniger Hollywood-Action. Es ist mehr erwachsen, mehr fokussierter, mehr "The Last of Us". Man merkt an jeder Ecke, dass die TLoU-Macher um Druckmann/Straley die Fäden in der Hand hatten. Die Story ist menschlicher, die Momente zwischen der Action sind pointierter, reifer und emotionaler. Unter alledem steckt natürlich immer noch eine hervorragende und die vielleicht passendste Piraten-Abenteuer-Geschichte mit allerlei Rätseln und Schatzsucherei. Aber Naughty Dog ist es gelungen, Themen zu behandeln, die weit darüber hinausgehen. Die vor allem das eigentliche Abenteuer hinterfragen, den Charakter Nathan perfektionieren und ihre gesamte Handlung auf ein perfekt gewähltes Ende hin steuern lassen. Garniert wird das Ganze noch mit jeder Menge Fan-Service, überall findet man Erinnerungen an die Teile 1-3 und ständig wird in Gesprächen oder Monologen auf die vorherigen Abenteuer angespielt.
Gleichzeitig macht es mich unendlich traurig. Nicht nur, weil ich ein hervorragendes Spiel beendet habe und ich nur selten aufgrund dessen wirklich emotional danach traurig da sitze. Sondern auch und vor allem, weil Naughy Dog sich und uns allen mehr als deutlich gemacht haben, dass sie mit Uncharted abgeschlossen haben. Dabei will man nach UC4, diesem Meisterwerk, doch gerade so unbedingt mehr davon. Aber vielleicht ist es genau dieses Gefühl, das dieses Spiel erst so besonders macht: Zu wissen, dass etwas Vergleichbares im Abenteuer-Bereich lange nicht mehr erscheinen wird.
Alles andere, was dieses Spiel ausmacht (auch vereinzelt im negativen Sinne) verfasse ich in etwas längeren Stichpunkten:
Pro:
+ Atemberaubende Grafik
Die Grafik auf technischer Seite ist mit Abstand Referenz. Punkt. Da gibt es meiner Meinung nach nichts zu diskutieren. Die Charaktermodelle sind teilweise fotorealistisch, Licht-, Wetter- und Rauch-Effekte lassen einen die Kinnlade runterklappen, dazu gibt es dutzende Details auf Objekten, in Gefechten und bei der Physik. Ich bin kein Technik-Experte, für einen fachkompetenten Eindruck möge man sich den Artikel von Digital Foundry durchlesen. Die wiederum fassen es so zusammen, wie ich es nicht besser formulieren könnte: "Uncharted 4 delivers the best image quality we've seen in a console game to date."
+ Meisterhaftes Art-Design
Das Art-Design muss man unbedingt differenziert von der grafischen Technik hervorheben. Die Art-Designer haben sich mit UC4 selbst übertroffen. Was hier an malerischen Kulissen geboten wird, reicht für hunderte Postkarten. Ob die schottische Flora & Fauna, die Steppen von Madagaskar, die Karibik-Inseln oder das Highlight der riesigen Piraten-Insel mit seinen Siedlungen. Nie haben Art-Design und fantastische Technik ein derartig atemberaubendes Bild auf den Fernseher gezaubert.
+ Erstklassiger Soundtrack
Ich war im Vorfeld etwas enttäuscht, weil man sich im vierten Teil gegen Greg Edmonson entschieden hatte, der ganz hervorragende Melodien in den Vorgängern komponiert hatte. Gepaart mit den neuen Ausrichtungen im vierten Teil kann ich die Entscheidung seitens der Entwickler nun aber nachvollziehen. Die Grundthematik ist ernster, bodenständiger und düsterer. Henry Jackman hat mich positiv überrascht, er hat bestehende Leitmotive wunderbar um seine eigenen Ideen ergänzt und trifft an allen Stellen, sei es in dramatischen Kämpfen oder bei ruhigen emotionalen Stellen stets den richtigen Ton. Schade, dass der Soundtrack nicht der Special Edition beilag.
+ Story und Charaktere
Zur Story will ich gar nicht mehr sagen außer dem, was ich zu Beginn bereits geschrieben habe. Außerdem soll und will ich nichts spoilern, gerade das Ende nicht. Deshalb halte ich es kurz und sage: Es ist auf seine Art und Weise perfekt - sowohl die zwischenmenschliche Geschichte als auch die Piraten-Story.
Im Fokus stehen dieses Mal vor allem die Charaktere, die mit inneren Konflikten zu kämpfen haben und irgendwie versuchen, miteinander auszukommen. Das Highlight ist natürlich die Brüder-Geschichte um Nathan und Sam, die toll in Rückblenden, lustigen Gesprächen und dramatischen Höhepunkten erzählt wird.
+ Ausgereiftere Gameplay- & Kampf-Mechaniken
Beim Gameplay hat Naughty Dog in allen Belangen einen Schritt nach vorne gemacht. Das Klettern ist noch ein Stück weit intuitiver, die Schussgefechte intensiver und zielsicherer, und die neuen Elemente mit dem Greifhaken und den Rutschpartien sorgen für jede Menge epische Momente.
Die Gefechte sind gefühlt weniger geworden, dafür haben sie umso mehr Wirkung. Keine Schlauch-Gefechte mehr, keine unendlichen Gegner-Wellen mehr - dafür mehr Arena-ähnliche Gebiete mit allerlei Möglichkeiten, wie man es angehen möchte. Man kann sich über diverse verschiedene Wege anschleichen, sich im hohen Gras verstecken, Stealth oder explosives Geschütz wählen - oder das perfekte Nahkampf-System ausnutzen.
+ Deutsche Lokalisierung
Ich spiele die UC-Teile gerne auf Deutsch, da sie mit die besten Synchros in Videospielen haben. Und auch in UC4 wurde ich nicht enttäuscht. Erstklassige Sprecher, treffen meist den richtigen Ton und es sind auch wieder alle "Original"-Sprecher mit an Bord.
+ Bessere Sammel-Gegenstände mit dem Tagebuch
Schön, dass es neben den Schätzen endlich mehr und vor allem brauchbares zu sammeln gibt. Die Nebengeschichten oder kleinen Witze, die darüber und später im Tagebuch entstehen, geben dem ganzen Spiel viel mehr Tiefe - und außerdem mehr das Gefühl einer Schatzsuche. Denn, und nun komme ich zu den negativen Aspekten, die...
Contra:
- Schätze
...sind leider auch im vierten Teil verschwendetes Potenzial. Ja, sie liegen meist zumindest nicht mehr in völlig beliebigen Ecken, aber a) werden sie nach wie vor nur als bloße Lichtpunkte dargestellt (was Immersion raubt) und b) sind sie weiterhin nur eine bloße Zahl in der Statistik. Es gibt erneut keine Hintergrund-Informationen oder Kommentare von den Charakteren zu dem, was man so alles findet. Schade.
- Antagonisten
Ja, auch in Uncharted 4 schafft es Naughty Dog nicht, wirklich nachhaltig im Gedächtnis bleibende Antagonisten zu zeichnen. Sie sind sicher die "besten" innerhalb der Reihe, aber unterm Strich fallen sie auch in UC4 klar gegenüber den anderen Hauptcharakteren ab. Zudem vermisst man bei einem Antagonisten zum Ende hin eine Erklärung über seinen Werdegang.
Neutral:
o KI
Über die KI kann man wohl in beide Richtungen argumentieren. Einerseits hat sich die Gegner-KI dahingehend gefühlt stark verbessert, dass sie mobiler ist und noch aggressiver flankiert. Andererseits hat sie auch unter Aussetzern zu leiden, wenn sie beispielsweise glaubt, mich gesehen zu haben, dann aber nur stehen bleibt und nicht meine Richtung absucht. Oder aber, wenn sie auch gerne mal Leichen oder mich in gefühlt zwei Metern Entfernung glaubt, nicht gesehen zu haben.
o Chloe fehlt
Ich hoffe, das ist kein allzu großer Spoiler. Aber dafür, dass der vierte Teil auf so vielen Ebenen mit den Charakteren und allem anderen abschließt, fand ich es etwas schade, dass Chloe mehr oder weniger vergessen wurde. Carter wird zumindest einmal während eines Dialogs erwähnt, aber Chloe findet in UC4 nicht mehr statt (oder ich habe etwas übersehen?). Nun konzentriert sich die Story aber unter anderem auch auf Elena und Nathan - von daher ein neutraler Punkt, den man so oder so sehen kann.
o Gameplay-Dschungel
So natürlich alles wirkt, so unnatürlich sind viele Steine insbesondere im Dschungel. Ich rede jetzt nicht von den Texturen, sondern rein von den Gegebenheiten der Steine, die man erklimmen kann. Hier musste Naughty Dog wohl oder übel die Steine so "gerade" hacken, damit der Spieler daran hangeln und klettern kann. Hier ist aber in Zukunft sicher noch Luft nach oben, Klettern auch ohne allzu offensichtliche Steinplatten und Kanten zu ermöglichen.
o Einfache Rätsel
Es gibt wieder diverse Rätsel, die UC-typisch aber relativ einfach sind. Das mag dem einen zu wenig sein, ich habe mich damit aber angenehm abgefunden, weil ich in einem Uncharted nicht eine halbe Stunde an einem Rätsel hängen (höhö) will.
So man denn will, wird man Kritikpunkte finden. Und nicht jeder wird von A Thief's End so begeistert sein wie ich. Manch einer hatte sich vielleicht ein UC der Marke 1-3 erhofft. Oder mehr Bombast-Action, dafür weniger Ruhephasen. Und man kann immer noch mehr wollen (auch wenn in diesem Teil mit Jeep-Passagen, Greifhaken und offeneren Levels bereits viel Neues geboten wird). Für mich persönlich ist es ein nahezu perfekter Abschluss. Und deshalb in Zahlen ausgedrückt auch schlicht und einfach eine 10/10.
Anbei noch ein kleiner Spoiler-Talk darüber, wie und ob es weitergehen könnte (also nur lesen, wenn man das Spiel ebenfalls durch hat):
http://www.konsolentreff.de/themen/a-thiefs-future-spoiler-talk-zum-abschluss.26596/
Ich habe 19,5 Stunden gebraucht, habe vieles abgesucht, letztlich 80/109 Schätze und ca. 80% der anderen optionalen Sachen gefunden. Ich habe auf "Schwer" gespielt, was meiner Meinung nach der optimale Schwierigkeitsgrad ist, um die Gefechte ausreichend spannend zu gestalten.
Es ist kein Uncharted, wie man es vorher kannte. Es ist weniger pompös, weniger brachial, weniger Hollywood-Action. Es ist mehr erwachsen, mehr fokussierter, mehr "The Last of Us". Man merkt an jeder Ecke, dass die TLoU-Macher um Druckmann/Straley die Fäden in der Hand hatten. Die Story ist menschlicher, die Momente zwischen der Action sind pointierter, reifer und emotionaler. Unter alledem steckt natürlich immer noch eine hervorragende und die vielleicht passendste Piraten-Abenteuer-Geschichte mit allerlei Rätseln und Schatzsucherei. Aber Naughty Dog ist es gelungen, Themen zu behandeln, die weit darüber hinausgehen. Die vor allem das eigentliche Abenteuer hinterfragen, den Charakter Nathan perfektionieren und ihre gesamte Handlung auf ein perfekt gewähltes Ende hin steuern lassen. Garniert wird das Ganze noch mit jeder Menge Fan-Service, überall findet man Erinnerungen an die Teile 1-3 und ständig wird in Gesprächen oder Monologen auf die vorherigen Abenteuer angespielt.
Gleichzeitig macht es mich unendlich traurig. Nicht nur, weil ich ein hervorragendes Spiel beendet habe und ich nur selten aufgrund dessen wirklich emotional danach traurig da sitze. Sondern auch und vor allem, weil Naughy Dog sich und uns allen mehr als deutlich gemacht haben, dass sie mit Uncharted abgeschlossen haben. Dabei will man nach UC4, diesem Meisterwerk, doch gerade so unbedingt mehr davon. Aber vielleicht ist es genau dieses Gefühl, das dieses Spiel erst so besonders macht: Zu wissen, dass etwas Vergleichbares im Abenteuer-Bereich lange nicht mehr erscheinen wird.
Alles andere, was dieses Spiel ausmacht (auch vereinzelt im negativen Sinne) verfasse ich in etwas längeren Stichpunkten:
Pro:
+ Atemberaubende Grafik
Die Grafik auf technischer Seite ist mit Abstand Referenz. Punkt. Da gibt es meiner Meinung nach nichts zu diskutieren. Die Charaktermodelle sind teilweise fotorealistisch, Licht-, Wetter- und Rauch-Effekte lassen einen die Kinnlade runterklappen, dazu gibt es dutzende Details auf Objekten, in Gefechten und bei der Physik. Ich bin kein Technik-Experte, für einen fachkompetenten Eindruck möge man sich den Artikel von Digital Foundry durchlesen. Die wiederum fassen es so zusammen, wie ich es nicht besser formulieren könnte: "Uncharted 4 delivers the best image quality we've seen in a console game to date."
+ Meisterhaftes Art-Design
Das Art-Design muss man unbedingt differenziert von der grafischen Technik hervorheben. Die Art-Designer haben sich mit UC4 selbst übertroffen. Was hier an malerischen Kulissen geboten wird, reicht für hunderte Postkarten. Ob die schottische Flora & Fauna, die Steppen von Madagaskar, die Karibik-Inseln oder das Highlight der riesigen Piraten-Insel mit seinen Siedlungen. Nie haben Art-Design und fantastische Technik ein derartig atemberaubendes Bild auf den Fernseher gezaubert.
+ Erstklassiger Soundtrack
Ich war im Vorfeld etwas enttäuscht, weil man sich im vierten Teil gegen Greg Edmonson entschieden hatte, der ganz hervorragende Melodien in den Vorgängern komponiert hatte. Gepaart mit den neuen Ausrichtungen im vierten Teil kann ich die Entscheidung seitens der Entwickler nun aber nachvollziehen. Die Grundthematik ist ernster, bodenständiger und düsterer. Henry Jackman hat mich positiv überrascht, er hat bestehende Leitmotive wunderbar um seine eigenen Ideen ergänzt und trifft an allen Stellen, sei es in dramatischen Kämpfen oder bei ruhigen emotionalen Stellen stets den richtigen Ton. Schade, dass der Soundtrack nicht der Special Edition beilag.
+ Story und Charaktere
Zur Story will ich gar nicht mehr sagen außer dem, was ich zu Beginn bereits geschrieben habe. Außerdem soll und will ich nichts spoilern, gerade das Ende nicht. Deshalb halte ich es kurz und sage: Es ist auf seine Art und Weise perfekt - sowohl die zwischenmenschliche Geschichte als auch die Piraten-Story.
Im Fokus stehen dieses Mal vor allem die Charaktere, die mit inneren Konflikten zu kämpfen haben und irgendwie versuchen, miteinander auszukommen. Das Highlight ist natürlich die Brüder-Geschichte um Nathan und Sam, die toll in Rückblenden, lustigen Gesprächen und dramatischen Höhepunkten erzählt wird.
+ Ausgereiftere Gameplay- & Kampf-Mechaniken
Beim Gameplay hat Naughty Dog in allen Belangen einen Schritt nach vorne gemacht. Das Klettern ist noch ein Stück weit intuitiver, die Schussgefechte intensiver und zielsicherer, und die neuen Elemente mit dem Greifhaken und den Rutschpartien sorgen für jede Menge epische Momente.
Die Gefechte sind gefühlt weniger geworden, dafür haben sie umso mehr Wirkung. Keine Schlauch-Gefechte mehr, keine unendlichen Gegner-Wellen mehr - dafür mehr Arena-ähnliche Gebiete mit allerlei Möglichkeiten, wie man es angehen möchte. Man kann sich über diverse verschiedene Wege anschleichen, sich im hohen Gras verstecken, Stealth oder explosives Geschütz wählen - oder das perfekte Nahkampf-System ausnutzen.
+ Deutsche Lokalisierung
Ich spiele die UC-Teile gerne auf Deutsch, da sie mit die besten Synchros in Videospielen haben. Und auch in UC4 wurde ich nicht enttäuscht. Erstklassige Sprecher, treffen meist den richtigen Ton und es sind auch wieder alle "Original"-Sprecher mit an Bord.
+ Bessere Sammel-Gegenstände mit dem Tagebuch
Schön, dass es neben den Schätzen endlich mehr und vor allem brauchbares zu sammeln gibt. Die Nebengeschichten oder kleinen Witze, die darüber und später im Tagebuch entstehen, geben dem ganzen Spiel viel mehr Tiefe - und außerdem mehr das Gefühl einer Schatzsuche. Denn, und nun komme ich zu den negativen Aspekten, die...
Contra:
- Schätze
...sind leider auch im vierten Teil verschwendetes Potenzial. Ja, sie liegen meist zumindest nicht mehr in völlig beliebigen Ecken, aber a) werden sie nach wie vor nur als bloße Lichtpunkte dargestellt (was Immersion raubt) und b) sind sie weiterhin nur eine bloße Zahl in der Statistik. Es gibt erneut keine Hintergrund-Informationen oder Kommentare von den Charakteren zu dem, was man so alles findet. Schade.
- Antagonisten
Ja, auch in Uncharted 4 schafft es Naughty Dog nicht, wirklich nachhaltig im Gedächtnis bleibende Antagonisten zu zeichnen. Sie sind sicher die "besten" innerhalb der Reihe, aber unterm Strich fallen sie auch in UC4 klar gegenüber den anderen Hauptcharakteren ab. Zudem vermisst man bei einem Antagonisten zum Ende hin eine Erklärung über seinen Werdegang.
Neutral:
o KI
Über die KI kann man wohl in beide Richtungen argumentieren. Einerseits hat sich die Gegner-KI dahingehend gefühlt stark verbessert, dass sie mobiler ist und noch aggressiver flankiert. Andererseits hat sie auch unter Aussetzern zu leiden, wenn sie beispielsweise glaubt, mich gesehen zu haben, dann aber nur stehen bleibt und nicht meine Richtung absucht. Oder aber, wenn sie auch gerne mal Leichen oder mich in gefühlt zwei Metern Entfernung glaubt, nicht gesehen zu haben.
o Chloe fehlt
Ich hoffe, das ist kein allzu großer Spoiler. Aber dafür, dass der vierte Teil auf so vielen Ebenen mit den Charakteren und allem anderen abschließt, fand ich es etwas schade, dass Chloe mehr oder weniger vergessen wurde. Carter wird zumindest einmal während eines Dialogs erwähnt, aber Chloe findet in UC4 nicht mehr statt (oder ich habe etwas übersehen?). Nun konzentriert sich die Story aber unter anderem auch auf Elena und Nathan - von daher ein neutraler Punkt, den man so oder so sehen kann.
o Gameplay-Dschungel
So natürlich alles wirkt, so unnatürlich sind viele Steine insbesondere im Dschungel. Ich rede jetzt nicht von den Texturen, sondern rein von den Gegebenheiten der Steine, die man erklimmen kann. Hier musste Naughty Dog wohl oder übel die Steine so "gerade" hacken, damit der Spieler daran hangeln und klettern kann. Hier ist aber in Zukunft sicher noch Luft nach oben, Klettern auch ohne allzu offensichtliche Steinplatten und Kanten zu ermöglichen.
o Einfache Rätsel
Es gibt wieder diverse Rätsel, die UC-typisch aber relativ einfach sind. Das mag dem einen zu wenig sein, ich habe mich damit aber angenehm abgefunden, weil ich in einem Uncharted nicht eine halbe Stunde an einem Rätsel hängen (höhö) will.
So man denn will, wird man Kritikpunkte finden. Und nicht jeder wird von A Thief's End so begeistert sein wie ich. Manch einer hatte sich vielleicht ein UC der Marke 1-3 erhofft. Oder mehr Bombast-Action, dafür weniger Ruhephasen. Und man kann immer noch mehr wollen (auch wenn in diesem Teil mit Jeep-Passagen, Greifhaken und offeneren Levels bereits viel Neues geboten wird). Für mich persönlich ist es ein nahezu perfekter Abschluss. Und deshalb in Zahlen ausgedrückt auch schlicht und einfach eine 10/10.
Anbei noch ein kleiner Spoiler-Talk darüber, wie und ob es weitergehen könnte (also nur lesen, wenn man das Spiel ebenfalls durch hat):
http://www.konsolentreff.de/themen/a-thiefs-future-spoiler-talk-zum-abschluss.26596/



Beide Elternteile tragen keine und dann bringen die sowas raus.