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    Uncharted 4

    System: PS4

    Entwickler: Naughty Dog

    Release: 10 Mai 2016

    Metacritic: 93 %

    Uncharted 4 auf Amazon.de

PS4 Uncharted 4 - Wertungs Umfrage

Dieses Thema im Forum "Uncharted 4" wurde erstellt von ASH, 8. Mai 2016.

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Eure Wertung ?

  1. 12/10 - einfach genial

    42,2%
  2. 10/10 - super

    25,3%
  3. 09/10 - sehr gut

    20,5%
  4. 08/10 - gut

    7,2%
  5. 07/10 - befriedigend

    2,4%
  6. 06/10 - ganz ok

    0 Stimme(n)
    0,0%
  7. 05/10 - habe mit mehr erhofft

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    0,0%
  8. 04/10 - mies

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    0,0%
  9. 03/10 - noch mieser

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    0,0%
  10. 02/10 - katastrophal

    1,2%
  11. 01/10 - habe keine PS4 und platze vor Neid

    1,2%
  1. Fox

    Fox Did you miss me? Content Team

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    Nach dem unvermeidlichen Finale und einem ersten Durchatmen, muss ich hier jetzt noch einmal meine Begeisterung niederschreiben. Um es gleich vorweg zu nehmen: Es ist das beste Uncharted. Und es ist eines der besten Spiele, das ich seit Jahren gespielt habe.

    Ich habe 19,5 Stunden gebraucht, habe vieles abgesucht, letztlich 80/109 Schätze und ca. 80% der anderen optionalen Sachen gefunden. Ich habe auf "Schwer" gespielt, was meiner Meinung nach der optimale Schwierigkeitsgrad ist, um die Gefechte ausreichend spannend zu gestalten.

    Es ist kein Uncharted, wie man es vorher kannte. Es ist weniger pompös, weniger brachial, weniger Hollywood-Action. Es ist mehr erwachsen, mehr fokussierter, mehr "The Last of Us". Man merkt an jeder Ecke, dass die TLoU-Macher um Druckmann/Straley die Fäden in der Hand hatten. Die Story ist menschlicher, die Momente zwischen der Action sind pointierter, reifer und emotionaler. Unter alledem steckt natürlich immer noch eine hervorragende und die vielleicht passendste Piraten-Abenteuer-Geschichte mit allerlei Rätseln und Schatzsucherei. Aber Naughty Dog ist es gelungen, Themen zu behandeln, die weit darüber hinausgehen. Die vor allem das eigentliche Abenteuer hinterfragen, den Charakter Nathan perfektionieren und ihre gesamte Handlung auf ein perfekt gewähltes Ende hin steuern lassen. Garniert wird das Ganze noch mit jeder Menge Fan-Service, überall findet man Erinnerungen an die Teile 1-3 und ständig wird in Gesprächen oder Monologen auf die vorherigen Abenteuer angespielt.

    Gleichzeitig macht es mich unendlich traurig. Nicht nur, weil ich ein hervorragendes Spiel beendet habe und ich nur selten aufgrund dessen wirklich emotional danach traurig da sitze. Sondern auch und vor allem, weil Naughy Dog sich und uns allen mehr als deutlich gemacht haben, dass sie mit Uncharted abgeschlossen haben. Dabei will man nach UC4, diesem Meisterwerk, doch gerade so unbedingt mehr davon. Aber vielleicht ist es genau dieses Gefühl, das dieses Spiel erst so besonders macht: Zu wissen, dass etwas Vergleichbares im Abenteuer-Bereich lange nicht mehr erscheinen wird.

    Alles andere, was dieses Spiel ausmacht (auch vereinzelt im negativen Sinne) verfasse ich in etwas längeren Stichpunkten:

    Pro:
    + Atemberaubende Grafik

    Die Grafik auf technischer Seite ist mit Abstand Referenz. Punkt. Da gibt es meiner Meinung nach nichts zu diskutieren. Die Charaktermodelle sind teilweise fotorealistisch, Licht-, Wetter- und Rauch-Effekte lassen einen die Kinnlade runterklappen, dazu gibt es dutzende Details auf Objekten, in Gefechten und bei der Physik. Ich bin kein Technik-Experte, für einen fachkompetenten Eindruck möge man sich den Artikel von Digital Foundry durchlesen. Die wiederum fassen es so zusammen, wie ich es nicht besser formulieren könnte: "Uncharted 4 delivers the best image quality we've seen in a console game to date."

    + Meisterhaftes Art-Design
    Das Art-Design muss man unbedingt differenziert von der grafischen Technik hervorheben. Die Art-Designer haben sich mit UC4 selbst übertroffen. Was hier an malerischen Kulissen geboten wird, reicht für hunderte Postkarten. Ob die schottische Flora & Fauna, die Steppen von Madagaskar, die Karibik-Inseln oder das Highlight der riesigen Piraten-Insel mit seinen Siedlungen. Nie haben Art-Design und fantastische Technik ein derartig atemberaubendes Bild auf den Fernseher gezaubert.

    + Erstklassiger Soundtrack
    Ich war im Vorfeld etwas enttäuscht, weil man sich im vierten Teil gegen Greg Edmonson entschieden hatte, der ganz hervorragende Melodien in den Vorgängern komponiert hatte. Gepaart mit den neuen Ausrichtungen im vierten Teil kann ich die Entscheidung seitens der Entwickler nun aber nachvollziehen. Die Grundthematik ist ernster, bodenständiger und düsterer. Henry Jackman hat mich positiv überrascht, er hat bestehende Leitmotive wunderbar um seine eigenen Ideen ergänzt und trifft an allen Stellen, sei es in dramatischen Kämpfen oder bei ruhigen emotionalen Stellen stets den richtigen Ton. Schade, dass der Soundtrack nicht der Special Edition beilag.

    + Story und Charaktere
    Zur Story will ich gar nicht mehr sagen außer dem, was ich zu Beginn bereits geschrieben habe. Außerdem soll und will ich nichts spoilern, gerade das Ende nicht. Deshalb halte ich es kurz und sage: Es ist auf seine Art und Weise perfekt - sowohl die zwischenmenschliche Geschichte als auch die Piraten-Story.
    Im Fokus stehen dieses Mal vor allem die Charaktere, die mit inneren Konflikten zu kämpfen haben und irgendwie versuchen, miteinander auszukommen. Das Highlight ist natürlich die Brüder-Geschichte um Nathan und Sam, die toll in Rückblenden, lustigen Gesprächen und dramatischen Höhepunkten erzählt wird.

    + Ausgereiftere Gameplay- & Kampf-Mechaniken

    Beim Gameplay hat Naughty Dog in allen Belangen einen Schritt nach vorne gemacht. Das Klettern ist noch ein Stück weit intuitiver, die Schussgefechte intensiver und zielsicherer, und die neuen Elemente mit dem Greifhaken und den Rutschpartien sorgen für jede Menge epische Momente.
    Die Gefechte sind gefühlt weniger geworden, dafür haben sie umso mehr Wirkung. Keine Schlauch-Gefechte mehr, keine unendlichen Gegner-Wellen mehr - dafür mehr Arena-ähnliche Gebiete mit allerlei Möglichkeiten, wie man es angehen möchte. Man kann sich über diverse verschiedene Wege anschleichen, sich im hohen Gras verstecken, Stealth oder explosives Geschütz wählen - oder das perfekte Nahkampf-System ausnutzen.

    + Deutsche Lokalisierung
    Ich spiele die UC-Teile gerne auf Deutsch, da sie mit die besten Synchros in Videospielen haben. Und auch in UC4 wurde ich nicht enttäuscht. Erstklassige Sprecher, treffen meist den richtigen Ton und es sind auch wieder alle "Original"-Sprecher mit an Bord.

    + Bessere Sammel-Gegenstände mit dem Tagebuch
    Schön, dass es neben den Schätzen endlich mehr und vor allem brauchbares zu sammeln gibt. Die Nebengeschichten oder kleinen Witze, die darüber und später im Tagebuch entstehen, geben dem ganzen Spiel viel mehr Tiefe - und außerdem mehr das Gefühl einer Schatzsuche. Denn, und nun komme ich zu den negativen Aspekten, die...


    Contra:
    - Schätze
    ...sind leider auch im vierten Teil verschwendetes Potenzial. Ja, sie liegen meist zumindest nicht mehr in völlig beliebigen Ecken, aber a) werden sie nach wie vor nur als bloße Lichtpunkte dargestellt (was Immersion raubt) und b) sind sie weiterhin nur eine bloße Zahl in der Statistik. Es gibt erneut keine Hintergrund-Informationen oder Kommentare von den Charakteren zu dem, was man so alles findet. Schade.

    - Antagonisten

    Ja, auch in Uncharted 4 schafft es Naughty Dog nicht, wirklich nachhaltig im Gedächtnis bleibende Antagonisten zu zeichnen. Sie sind sicher die "besten" innerhalb der Reihe, aber unterm Strich fallen sie auch in UC4 klar gegenüber den anderen Hauptcharakteren ab. Zudem vermisst man bei einem Antagonisten zum Ende hin eine Erklärung über seinen Werdegang.


    Neutral:
    o KI

    Über die KI kann man wohl in beide Richtungen argumentieren. Einerseits hat sich die Gegner-KI dahingehend gefühlt stark verbessert, dass sie mobiler ist und noch aggressiver flankiert. Andererseits hat sie auch unter Aussetzern zu leiden, wenn sie beispielsweise glaubt, mich gesehen zu haben, dann aber nur stehen bleibt und nicht meine Richtung absucht. Oder aber, wenn sie auch gerne mal Leichen oder mich in gefühlt zwei Metern Entfernung glaubt, nicht gesehen zu haben.

    o Chloe fehlt
    Ich hoffe, das ist kein allzu großer Spoiler. Aber dafür, dass der vierte Teil auf so vielen Ebenen mit den Charakteren und allem anderen abschließt, fand ich es etwas schade, dass Chloe mehr oder weniger vergessen wurde. Carter wird zumindest einmal während eines Dialogs erwähnt, aber Chloe findet in UC4 nicht mehr statt (oder ich habe etwas übersehen?). Nun konzentriert sich die Story aber unter anderem auch auf Elena und Nathan - von daher ein neutraler Punkt, den man so oder so sehen kann.

    o Gameplay-Dschungel

    So natürlich alles wirkt, so unnatürlich sind viele Steine insbesondere im Dschungel. Ich rede jetzt nicht von den Texturen, sondern rein von den Gegebenheiten der Steine, die man erklimmen kann. Hier musste Naughty Dog wohl oder übel die Steine so "gerade" hacken, damit der Spieler daran hangeln und klettern kann. Hier ist aber in Zukunft sicher noch Luft nach oben, Klettern auch ohne allzu offensichtliche Steinplatten und Kanten zu ermöglichen.

    o Einfache Rätsel
    Es gibt wieder diverse Rätsel, die UC-typisch aber relativ einfach sind. Das mag dem einen zu wenig sein, ich habe mich damit aber angenehm abgefunden, weil ich in einem Uncharted nicht eine halbe Stunde an einem Rätsel hängen (höhö) will.


    So man denn will, wird man Kritikpunkte finden. Und nicht jeder wird von A Thief's End so begeistert sein wie ich. Manch einer hatte sich vielleicht ein UC der Marke 1-3 erhofft. Oder mehr Bombast-Action, dafür weniger Ruhephasen. Und man kann immer noch mehr wollen (auch wenn in diesem Teil mit Jeep-Passagen, Greifhaken und offeneren Levels bereits viel Neues geboten wird). Für mich persönlich ist es ein nahezu perfekter Abschluss. Und deshalb in Zahlen ausgedrückt auch schlicht und einfach eine 10/10.

    Anbei noch ein kleiner Spoiler-Talk darüber, wie und ob es weitergehen könnte (also nur lesen, wenn man das Spiel ebenfalls durch hat):
    http://www.konsolentreff.de/themen/a-thiefs-future-spoiler-talk-zum-abschluss.26596/
     
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  2. flexx

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    Das mit den Rätseln ist mir auch aufgefallen. Da hätte man aus meiner Sicht mehr Gas geben können.
     
  3. Trayal

    Trayal ¯\_(ツ)_/¯

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    Chloe hatte eine Erwähnung ganz am Anfang, am Dachboden, als man Nathans alte Sachen durchstöbern konnte. Da erwähnt er bei einem Item über Chloe etwas von in Richtung "vielleicht im nächsten Leben".
     
  4. Fox

    Fox Did you miss me? Content Team

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    Ah, gut, hatte ich verdrängt. Trotzdem ist Chloe meiner Meinung nach doch ein recht wichtiger Charakter gewesen, der im Gegensatz zu einem 0815-Charakter wie Carter mehr verdient hätte als eine beiläufige und kurze Dialog-Zeile. Aber ist für mich auch nur eine Kleinigkeit.
     
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  5. eape

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    Bin jetzt auch durch. Sehr geiles Abenteuer. Hat mich prima unterhalten. Am meisten umgeworfen hat mich das geile Art Design und die wunderschönen Setpieces. Gab viele Momente zum Staunen. An einigen Punkten habe ich aber mehr erwartet. Nachdem man anfangs sehr viele Rätsel und Klettereinlagen hatte, hätte ich gehofft, dass sich diese Abschnitte entwickeln, aber Rätsel gab es später dann keine mehr so wirklich und die Klettereinlagen sind sehr redundant. Dafür gibt es wiederum viele Überraschungen. Story ist etwas deeper, wenn auch weit von The Last of Us entfernt, und das Spiel hat ungeahnte Erkundungsreize und tolle Shootouts. Wobei mir die Encounter letztendlich bei The Last of Us auch besser gefallen haben. Ist jedenfalls von vorne bis hinten ein sehr gutes Game. 9/10
     
  6. dynosys

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    Story ist für mich auf gleichem hohen Niveau wie TLoU. Gerade das Zusammespiel der Brüder oder vor allem später zwischen Nate und Elena, auch wenn es nur subtil ist wie z.B. Blicke, ist wieder ganz großes Kino.
     
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  7. eape

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    Für mich nicht ansatzweise. Ich fand die Beziehung zwischen Joel und Ellie sehr spannend. Mit jedem Dialog wurde sie interessanter und mündete dann in einem perfekten Finale. Das waren sehr tiefe Charaktere. Klar, die Figuren von Uncharted haben auch eine gewisse Tiefe, aber da ist nicht so viel Bewegung in der Beziehung. Es gibt auch relativ viel Leerlauf. Bei TLoU gab es mehr Details auch während des Gameplays, die die Beziehung definierten. Uncharted 4 konzentriert sich da stark auf die Cutscenes.

    Besonders gut hat mir gefallen, wie die Obsession der Piraten, der Suche nach Schätzen und Abenteuern, in allen Ebenen zu finden ist. Sehr clever inszeniert, wie die Story parallel auf mehreren Gleisen verläuft. Das ist mein persönliches Highlight. :)
     
  8. dynosys

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    Zwischen Nate und Elena gab es bis jetzt einige Momente auch abseits der Seqenzen, wo einer den anderen kommentiert. Da sind Sachen dabei, da geht einem das Herz auf. So empfinde ich das jedesfalls.

    Der Piratenplot finde ich ebenfalls sehr gelungen und spannend.
     
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  9. dynosys

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    Bin durch :heul:

    [​IMG]

    Zum Ende

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    Geniales Stück Software...Danke Naughty Dog.
     
  10. Bart Wux

    Bart Wux

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    Das war für mich auch der größte Wehrmutstropfen, schade, ein toller Charakter. Charlie hätt ich auch gern gesehen. Ansonsten ein nahezu perfektes Spiel und ich kann ehrlich gesagt die Kritik, dass es sich zum Ende hinziehen würde, kein bisschen nachvollziehen. Auch nehmen die Gefechte nie wirklich überhand und
    den kompletten Verzicht auf jegliche Art von übernatürlichen Kram fand ich auch toll.
    Superbes Teil und ja, darüber wird man noch in etlichen Jahren sprechen. Neben The Witcher 3 bisher klar Game of the Generation.

    Ach ja, Nadine

    hätte man vielleicht etwas mehr Screentime geben können. Ich hatte das Gefühl, am Ende wussten sie einfach nicht, wie sie ihre Story beenden sollten.
     
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  11. dynosys

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    Um Chloe und Charlie war es mir jetzt eigentlich nicht so schade. Klar ich mochte beide, aber das war für mich einfach ein Abschluss zu den Anfängen mit Teil 1. Darum auch das Foto mit Nate, Elena und Sully. Passt schon. Hätte es aber natürlich auch nicht verkehrt gefunden wenn beide nen kleinen Auftritt gehabt hätten.

    Und ja, das zum Schluss keine Piratengeister oder so eingebaut wurden, war sehr gut.

    Achja, am Ende hatte ich 24:55:24 auf der Uhr.
     
  12. Zhadow

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    So, bin durch und kann mich den meisten Meinungen hier nur anschliessen. Grandioser Abschluss einer wegweisenden Reihe. Es ist einfach beängstigend wie viel besser Naughty Dog als die Konkurrenz ist, egal ob in Sachen Technik, Storytelling oder Charaktere. Für mich ist es der beste Teil der Reihe und zusammen mit Witcher 3 das bisher beste Spiel in dieser Generation. Wird wohl "Spiel des Jahres 2016" werden, da ich mir nicht vorstellen kann, dass Uncharted 4 noch getoppt wird. Und falls doch.... um so besser für uns Zocker. :D

    Positiv
    • Tolle Story und Charaktere
    • gute Balance zwischen Action und Erkunden (LoU Einfluss unverkennbar)
    • Sinnvolle und gut eingebundene neue Gameplay Elemente
    • beste Shoot'em Up Einlagen der Reihe
    • Abwechslungsreiche Settings und spektakuläre Set-Pieces
    • Referenz-Grafik
    • grandioses Art-Design
    • Toller Soundtrack
    • Perfekter Abschluss der Reihe
    • Keine übernatürlichen Elemente
    Negativ
    • nur wenige und zu einfache Rätsel
    • 08/15 Antagonisten
    • Schwacher Schlusskampf
    • nervige explodierende Mumien
    12 von 10 Piratenkapitäne ;)
     
  13. dynosys

    dynosys

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    So, nachdem ich jetzt einige Tage durch bin, konnte ich meine Gedanken etwas sammeln und würde noch gerne ein wenig zu diesem Spiel und zur Serie sagen. Ich bin kein großer Schreiber und analysiere Dinge auch nicht gerne. Daher braucht man auch nicht viel erwarten, auch was den Schreibstil angeht :D. Dazu ist alles natürlich rein Subjektiv und spiegelt allein meine persönliche Meinung wieder.

    Uncharted war für mich immer ein Spiel dem ich eine besonderen Platz in meinem Zockerherzen gegeben habe. Schon im ersten Teil faszinierte mich wie einfache Charaktere mir auf Anhieb sympathisch waren. Die Optik war immer nice zu seiner Zeit und das Gameplay erfüllte seinen Zweck. Ich vermisste nie mehr Tiefe oder Anspruch darin. Dafür habe ich andere Spiele. In Uncharted wollte ich per einfachem Tastendruck klettern, dies genügte mir. Rätsel bei denen ich nicht Minutenlang überlegen muss und die Shootouts fand ich auch nie sonderlich störend. Ich meine ich spielte die Reihe ziemlich oft auf dem höchsten SG durch und natürlich wird es irgendwann haarig wenn die Gegnerwellen nicht aufhören wollen. Aber als Kritikpunkt empfand ich es eigentlich nie.

    Zur Optik. Uncharted hatte schon immer wundervolle Gebiete wo man einfach nur inne hält und es genießt.
    Die Reihe ist also kurz gesagt, sympathische Charaktere, simples und wenig anspruchsvolles Gameplay, wunderschöne Setpieces. Was fehlt da noch? Achja, die Story.. Als großer Fan von tiefgründigen und wendungsreichen Geschichten, möchte man meinen das ich hier mehr erwarten sollte, aber auch der Plot war für mich jedes mal eher Mittel zum Zweck. Meine persönlichen Schwerpunkte der Serie waren stets die Charaktere und wie sie mit jedem Teil mehr wuchsen. Ja klar, die Inszenierung und die Action erreichten immer höhere Level, aber gerade deswegen war Teil 1 bis jetzt mein Liebling. Für mich waren hier die Charaktere immer im Vordergrund. Leider hat sich dies bei den Fortsetzungen ja etwas verschoben. Nach TLoU war ich also sehr neugierig und gespannt ob Teil 4 hier wieder andere Prioritäten setzt oder noch besser, jede Aspekte die die Spiele mit sich bringen, gleichmäßig verteilt.

    Nach knapp 25 Stunden habe ich das vorerst letzte Kapitel von Uncharted abgeschlossen. Wurden mein persönliche Erwartungen erfüllt? Klar, das machten meine Post in den UC-Threads ja schon deutlich :D. Allerdings sollte ich etwas mehr zu schreiben, das haben sich ND verdient :)

    Achtung Spoiler!

    Punkt 1 - Shootouts und Gameplay allgemein

    Wie ich mitbekommen habe, soll UC4 jetzt deutlich weniger Kämpfe haben als die Vorgänger. Nun das erste Drittel sagt wohl nichts anderes, aber wenn man mal im Hauptmenü sich anschaut wie viele "Begegnungen" die einzelnen Kapitel mit sich bringen, sieht man das es so wenig gar nicht sind. Ich denke man gewinnt diesen Eindruck von wenigen Shootouts, weil die Kapitel dieses mal länger sind als jemals zuvor und es auch mehr Freiraum gibt.

    Und das sich manch einer beschwert das man in UC4 zu viel "rumschlendert" und "sinnlose" Gegenstände aufhebt, kann ich nicht teilen. Spielerisch zu wenig...es wird mit The Order (was ich übrigends mochte) verglichen. Hmm, ist immer wieder interessant zu sehen wie der eine und der andere auf gewisse Spielelemente reagieren. Für mich waren die ruhigen Momente mit ein Highlight und ich habe sie richtig ausgekostet was man ja auch an meiner Spielzeit sehen kann. Wer möchte kann durchrushen, ohne sich von der wunderbaren Umgebung ablenken zu lassen bzw. sie zu erkunden. Und das einem ab und an vom Spiel aufgezwungen wird, sich einen Gegenstand mal näher anzuschauen, kommt doch echt sehr überschaubar vor. Aber nunja, irgendwas findet man wohl immer wo man kritisieren kann. Finde ich zwar schade, aber passiert mir bei anderen Spielen auch hin und wieder. Bei UC sind und waren manche Kritipunkte nur schon immer etwas seltsam...

    Naja, weiter gehts im Text.

    Die Shootouts selbst sind dieses mal durchdachter. Keine zig Gegnerwellen mehr, dazu kann man manche Begegnungen auch alternativ ohne Waffengewalt angehen. Leider habe ich hier die Möglichkeit vermisst, Gegner abzulenken. Habe dann immer Granaten oder Dynamit in irgendeine Richtung geworfen damit die Gegner sich anders verteilen. Mal klappte dies, mal nicht. War natürlich kein Ersatz zu einem Ziegelstein oder ne Flasche ;)

    Am meisten ging ich so vor das ich den ersten Teil der Arena mit heimlich ausschalten gesäubert habe und als dann die Gegnerzahl überschaubar war, ich meinen geliebten Kletterhaken rausholte und mir wie Spidey den Rest vorgenommen habe . Natürlich wurde auch hin und wieder rohe Waffengewalt angewendet. Dank der wuchtigen Waffen war das auch ganz angenehm :grins:

    Punkt 2 - Optik

    Echt jetzt, reichen da meine Beiträge im Uncharted "Aye Aye"-Porn Thread nicht aus? :D

    Na gut, die Grafik selbst bietet größtenteils atemberaubende Augenblicke welche man so noch nie auf irgendeiner Konsole bestaunen durfte. Hier und da gibt es aber auch nicht so schöne Stellen. Manche Texturen waren sehr hässlich. In manchen Gebieten haben mir (bessere) Beleuchtungseffekte gefehlt. Das Wasser und die Brandung (Kapitel 8 am Anfang ) fand ich auch nicht so toll. Fützen und kleinere Wasserbecken dafür schon.

    Ein anderer Vergleich. Weiß nicht mehr welches Kapitel es war, ich meine die zwei kleine Inseln wo man mit Sam erkundet. Musste sofort an Black Flag denken und wie mich der Strand direkt am Anfang damals umgehauen hat. War hier leider nicht der Fall. Bei BF war er viel detaillierter und lebendiger, meine ich zumindest, ist zu lange her. Bei UC4 wirkte er mir etwas zu steril und leblos.

    Das Artdesign in UC4 war da aber wohl das beste überhaupt in einem Spiel. WAHNSINN! Wie oft blieb ich Minutenlang stehen und konnte meinen Blick nicht abwenden von dem was Naughty Dog da geschaffen hat...

    Punkt 3 - Story

    Gut, wie am Anfang erwähnt ist die Story in UC für mich immer nur Mittel zum Zweck. Dieses mal aber hat mich der Plot um die Piraten richtig gepackt. Ich wollte immer mehr darüber wissen und bis zum Ende blieb es spannend. Und danke das es keine übernatürlichen Gegner zum Ende gegeben hat! Auch wenn sie mich in den Vorgänger nicht wirklich gestört haben, aber hier war es einfach besser so.

    Ich würde gerne noch mehr zur Story selbst schreiben, aber ich merke gerade das ich es echt nicht gewohnt bin so viel zu schreiben :D. Von daher komme ich jetzt zu meinem persönlich wichtigsten Punkt der Reihe:

    Punkt 4 - Charaktere

    Nate, Elena, Sully, Sam, Nadine, Adler....wo fange ich an.

    Ich denke bei Nates Gegenspielern, die sind schnell abgehandelt . Radine...äh Nadine war ein interessanter Charakter von der ich gerne noch mehr erfahre hätte, ihr Abgang am Ende war bissl abrupt. Adler fand ich einen sehr passenden Bösewicht. Für manche wohl zu gewöhnlich, aber fand ich ganz gut so. Seine Beweggründe und seine Besessenheit bezüglich dem Schatz, kamen gut rüber. Und ein Schwertkampf in einem Piratenabenteuer darf auch nicht fehlen. Klasse Kullise und spannender Fight.

    Sully, ja muss man einfach lieben. Als er das erste mal auftaucht im Spiel war ich sehr glücklich. Ein UC ohne Sully geht nicht. Schön das er mit Sam am Ende noch manches erlebt, nachdem Nate sich wichtigeren Dingen widmet, so ist Sully nicht ganz allein, obwohl sie sich ja alle öfter mal besuchen, was ich toll finde:)

    Sam. Neuer Charakter aber die Geschichte der zwei Brüder fand ich total überzeugend und glaubhaft. Highlight war für mich u.a. das Kapitel wo beide in das Haus einbrechen auf der Suche nach dem Tagebuch der Mutter.

    Nate und Elena. Ja gehören seit Teil 1 zusammen. Hatte nicht nur ein mal Angst das am Ende des Spiels einer der beiden allein ist. Danke Naughty Dog das ihr so einen Mist nicht verzapft habt. A Thiefs End...Nate macht jetzt auf legal und hat endlich eine Familie gegründet. So MUSS das sein!

    Mit den Charakteren hat sich Naughty Dog wieder selbst übertroffen. Allein der Umgang von Nate und Elena in Kapitel 4 war so authentisch, so gut geschrieben wie ich es (ausgenommen TLoU) in keinem anderen Spiel erlebt habe. Das war ganz großes Kino. Dann die Szene wo Elena Nate überraschend besucht und erwischt. Ihre Reaktion, seine Erklärungsversuche....zu gut. Ich dachte ich schaue da realen Personen zu.

    Dann kommen noch die ganzen Details wenn man wieder selber am spielen und mit Nate und Elena unterwegs ist. Die Kommentare, Gesten, Blicke. Ich war so tief versunken in der Geschichte der beiden und dafür möchte ich Naughty Dog danken. Ich hatte schon ab Teil 1 immer das Gefühl guten Freunden zuzuschauen, aber das wurde mit UC 4 auf ein ganz neues Level gehoben. Und hier möchte ich nochmal die für mich sehr guten deutschen Sprecher hervorheben, vor allem Nate und Elena klingen in Teil 4 verdammt gut und passen perfekt. Würde ich nie anders spielen wollen.

    Der Epilog ist dann nochmal die Kirsche auf der Sahnetorte. Absolutes Brett. Eines der besten Enden in meiner Zockerlaufbahn und das erneut nach dem genialen Ende von TLoU.

    Naughy Dog sind in ihrer eigenen Liga angekommen. Nichts gegen den Witcher oder den Soulsspielen, schätze ich ja auch sehr. Das ist einfach meine persönliche Meinung bzw. Vorliebe.

    Fazit

    Wie man also nach dem ganzen Geschreibsel (hey ich hab mir echt Mühe gegeben) feststellen kann, wurden meine Erwartungen mehr als erfüllt. UC4 ist ein ganz besonderes Spiel geworden und wohl auch das letzte auf das ich mich richtig gefreut habe. Mit Teil 4 hat sich die Uncharted Reihe erst Recht ihren besonderen Platz neben Silent Hill und Metal Gear verdient. Ich bin froh das es diese Spiele gibt. Leider wird mir jetzt beim schreiben dieser Worte erst bewusst das ich wohl nie mehr ein (neues) Spiel eine der genannten Reihen spielen werde...das macht mich nun traurig. Aber so ist es halt, es gibt wichtigeres und leider auch traurigeres im Leben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Mai 2016
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  14. MachtAG

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    Bin jetzt auch durch und irgendwie traurig das es jetzt zu Ende ist. Vllt. kommt ja noch was mit Sam und Sully.

    Der Epilog hat mir nicht gefallen. Will keinen alten Nate mit Tocher sehen:motz:
     
  15. dynosys

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    Was hättest denn dann sehen wollen?
     
  16. MachtAG

    MachtAG

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    Gar nichts am besten. Brauch so ein Happy End Dreck nicht. Zumal ich die Dialoge auch nicht sonderlich gut fand.


    Manchmal ist weniger mehr. Lass die Beiden ins Taxi einsteigen und Tada fertig.

    Warum hat die Tochter eine Brille:? Beide Elternteile tragen keine und dann bringen die sowas raus.

    Hat einfach nicht gepasst nach dem Elena und er den Laden gekauft haben, das sie dann ne Tochter haben die auch schon älter ist.
     
  17. AryloN

    AryloN

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    Vielleicht haben die Kontaktlinsen... meine Güte :ugly:
     
  18. dynosys

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    Ey Machti,

    [​IMG]

    :D

    Zu Uncharted gehört IMO ein Happy End. Und würde das Spiel da enden wo beide ins Taxi einsteigen, wäre ich sehr enttäuscht gewesen. Nach so vielen Jahren gehört da ein längerer Abschluss dazu, wo man sieht was die Charaktere einige Jahre später noch treiben.

    Cassie trägt eine Brille...gibt es im Gaf schon einen Thread wo man dem auf den Grund geht? Ich hoffe doch!

    Und wie gesagt spielt der Epilog einige Jahre (13 oder 14?) später, dürfen sie dann keine Kinder haben?

    Das Nate am Ende die Fackel an seine Tochter weiter gibt, so deute ich dies, war sehr schön. Wie sie den ganzen Kram im Schrank findet und die beiden sie erwischen und Nate alles erzählt. Ach, da geht mir gerade wieder das Herz auf :)
     
  19. Bart Wux

    Bart Wux

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    Cassie trägt ne Brille, weil die immer noch in PS one Grafik zockt.
     
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  20. MachtAG

    MachtAG

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    Äh glaub ich kaum, schon mal Kontaktlinsen getragen, Nate hat definitiv keine, der wäre in der Wüste mit Kintaklinsen ziemlich aufgeschmissen. Und auch so kannst du die Dinger nicht ohne Ende tragen.
    Weiß schon was du meist, aber das Ende gefällt mir halt nicht. Das ist irgendwie billig, hätte lieber ein Ende mit mehr Action gewollt. Kein Plan, wo sie grade was neues ausheben, von mir aus auch mit einer Tochter/Sohn.

    Das Ende war Hollywood Mäßig schnarch Langweilig. Wenn ihr damit zufrieden seid, schon, ich bin es jedenfalls nicht.
     
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