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Organspende rettet leben

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Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Wenn man einer Organspende zustimmt, nimmt man dann den Angehörigen nicht auch die Möglichkeit bei seinem Tod anwesend zu sein?
Man stirbt ja dann letztendlich auf dem OP-Tisch bei der Entnahme der Organe.

Wenn es nach Weasels "Berichten" geht, sind die Angehörigen bei der Entnahme der Organe dabei.... :? :O_o:

Die Frage, ob bei der Entnahme Schmerzen empfunden werden, ist hoch umstritten. Es gibt Berichte von Körpern, die sich (möglicherweise vor Schmerz) heftig verkrampft haben. Es gibt Angehörige, die wegen der ganzen Sache nun in psychologischer Behandlung sind, vor allem, wenn es keinen Ausweis gab, sie sich dann für die Entnahme entschieden haben und nun glauben, ihrem Angehörigen schlimme Dinge angetan zu haben.
 
Hö? Wo habe ich das geschrieben? Dir ist doch hoffentlich bewusst, dass Organentnahmen nicht von Maschinen durchgeführt werden. Es sind also Menschen anwesend bei der OP, und von diesen stammen die Berichte.
 
Hö? Wo habe ich das geschrieben? Dir ist doch hoffentlich bewusst, dass Organentnahmen nicht von Maschinen durchgeführt werden. Es sind also Menschen anwesend bei der OP, und von diesen stammen die Berichte.

Das heißt Ärzte oder Schwestern sind dann zu den Angehörigen gegangen und haben gesagt.... was meinen Sie wie der Körper Ihres Liebsten noch bei der Entnahme gezuckt und gekrampft hatte...? (weil Du geschrieben hattest: Angehörige sind in psychischer Behandlung deswegen)

@Weasel1988 Ich werfe dir doch nichts vor. Deine Entscheidung in aller Ehren. Nur sollte man halt auch alle Berichte die man so liest (egal ob dafür oder dagegen) nicht unreflektiert lassen. Wie oft müssen Angehörige entscheiden, die Maschinen abzustellen (beim Hirntot). Nach Theorie der "Gegner" wäre ein Abschalten der Maschinen beim Hirntot quasi Mord (weil das Argument ja ist... man ist gar nicht richtig tot)
 
Nach Theorie der "Gegner" wäre ein Abschalten der Maschinen beim Hirntot quasi Mord (weil das Argument ja ist... man ist gar nicht richtig tot)

Naja, Nazis sind auch hirntot und man darf sie trotzdem nicht straffrei ausweiden, also etwas Substanz ist da schon dran :D

Aber Scherz beiseite, das Argument ist doch Käse. Wenn ich das Interview in WZ lese, wird mir ganz anders. Hirntote sind sind lebende Körper, aber keine Menschen mehr. Der Mensch ist da bereits gegangen.

Äh ja, Ärzte informieren die Angehörigen über den Verlauf von Operationen, wenn sie es denn wollen.

Wenn sie es so machen, daß die Angehörigen danach ein Trauma haben, sollte man ihnen aber sofort die Approbation entziehen oder ihnen Redeverbot erteilen :vogel:
 
Naja, Nazis sind auch hirntot und man darf sie trotzdem nicht straffrei ausweiden, also etwas Substanz ist da schon dran :D

Aber Scherz beiseite, das Argument ist doch Käse. Wenn ich das Interview in WZ lese, wird mir ganz anders. Hirntote sind sind lebende Körper, aber keine Menschen mehr. Der Mensch ist da bereits gegangen.



Wenn sie es so machen, daß die Angehörigen danach ein Trauma haben, sollte man ihnen aber sofort die Approbation entziehen oder ihnen Redeverbot erteilen :vogel:
watt?
 
das ist mir schon klar, aber zum einen ist der arzt und kein seelsorger und zum anderen kann man ein "trauma" wohl nicht nur bekommen, wenn der arzt möglichst unsensibel und blutig erklärt, was da grade abgelaufen ist....
 
Na, das war aber doch das Argument hier! Das die Angehörigen wegen der Organentnahme (!) ein schreckliches Trauma erleiden würden (tot ist der Patient da ja schon), da das Ganze ja so schrecklich ist und der Arzt es ihnen hinterher so erklären würde. Dann lieber Menschen sterben lassen, die dringend auf solche Organe warten. Und das ist eben Blödsinn (außer der Arzt macht wirklich da eine Erklärung mit Ausdruckstanz und Ausschmückungen).
 
aber das hat doch nichts mit der aussage des arztes zu tun. wenn ein angehöriger weiß, dass organe eines hirntoten entnommen werden dürfen weil er es so will und hinterher auf nachfrage beim arzt hört, dass die entnahme nicht ganz ohne komplikationen verlief weil der körper noch gezuckt hat und dem angehörigen dadurch bewusst wird, dass möglicherweise noch schmerzen empfunden werden können, dann kann das schon narben hinterlassen...
zumal einfach jeder davon ausgeht, dass man davon nix mehr mitbekommt und zumindest DAS scheint umstritten zu sein...
 
Eigentlich bezieht sich das umstritten hauptsächlich auf einige Wenige, die mit der Schulmedizin generell auf dem Kriegsfuß stehen. Ausgehend von diesem Kriterium wäre demnach auch umstritten, dass es Krebs gibt, dass Impfungen Sinn machen, dass Menschen an AIDS erkranken können und dass Menschen nur auf Grund von gekochter Nahrung nicht mindestens 120 Jahre alt werden.
 
Eben, daß ist nicht wirklich umstritten. Wo kein Hirn, da keine Schmerzen! Daß ein hirntoter Körper noch zuckt, wenn er stimuliert wird, sollte ja jedem halbwegs gebildeten Menschen klar sein. Wenn aber niemand mehr zu Hause ist, spürt das auch keiner mehr. Btw. was denn für "Komplikationen"? Die schlimmste Komplikation wäre doch, daß das Organ bei der Entnahme beschädigt wurde oder von vorneherein unbrauchbar war. Und beides wäre dem "Patienten" egal. Und sollte es den Angehörigen auch sein.

Woher da ein Trauma herkommen soll, ist mir echt schleierhaft. Live und in Farbe sollten sich das die trauernden Angehörigen natürlich nicht anschauen, genausowenig wie eine Obduktion ihrer Lieben. Nee, da werden wieder imho Probleme konstruiert, die eigentlich nicht da sind.
 
da ich kein fachmann bin, maße ich mir nicht an zu wissen, ob man noch schmerz empfindet oder nicht. ihr habt ne frage gestellt und ich hab euch erklärt wie es gemeint ist. dass es einem betroffenen angehörigen echt scheißegal ist, warum der körper noch zuckt, dürfte auf der hand liegen. rationale erklärung hin oder her...
 
Natürlich sieht ein Angehöriger das mit anderen Augen. Man stößt auch im Netz auf so Geschichten von Müttern, die der festen Überzeugung sind dass ihr totes Kind noch Schmerzen empfunden hat usw. Diese Menschen sind in einer emotionalen Extremsituation, verletzt, trauernd und nicht selten verständlicherweise durch den Wind.

Sie sind aber idR auch keine Mediziner und gehen bewusst nicht rational an die Sache ran. Trotzdem sollte man dann aus einem Reflex eines toten Körpers keine Horrorgeschichte machen die anderen Menschen noch mehr Unsicherheit verschafft. Bzw. sollte man deren höchst emotionalisierten Aussagen nicht als Argumentation gegen die Forschung und Schulmedizin nehmen.

Es hilft weder Angehörigen dass sie sich selbst einreden dass der Verstorbene noch Schmerzen gehabt hat und im schlimmsten Fall sterben andere Menschen denen geholfen werden kann weil potentielle Spender aufgrund von Verschwörungstheorien auf Organspende verzichten.
 
Ohne jetzt da irgendwie Partei ergreifen zu wollen, aber ganz so eindeutig scheint die ganze Sache auch nicht zu sein und es scheinen wohl auch nicht nur irgendwelche Spinner zu sein die an dem Konzept dem Hirntods zweifeln:
http://www.bpb.de/apuz/33311/wie-tot-sind-hirntote-alte-frage-neue-antworten?p=all
Gerade das hier gibt einem schon zu denken:
Die von der Bundesärztekammer vorgeschriebene Diagnostik erfasst nur Teilbereiche des Gehirns: Bei Patienten, für die keine apparative Diagnostik vorgeschrieben ist, müssen nur Hirnstammfunktionen untersucht werden. Die Funktionen des Kortex sowie des Klein- und Mittelhirns werden dabei nicht untersucht. Denn ein Koma ist kein hinreichendes Symptom zur Diagnose einer Schädigung des Kortex; auch Störungen des retikulären aktivierenden Systems (RAS) im Hirnstamm können ein Koma verursachen.[16] In Zweifelsfällen kann zusätzlich apparative Diagnostik eingesetzt werden, beispielsweise wenn die Ursache der Gehirnschädigung nicht bekannt oder die klinische Untersuchung nicht vollständig möglich ist. Dazu kommen verschiedene Verfahren infrage, die entweder den Blutfluss im Gehirn oder die elektrische Hirnaktivität messen wie ein EEG.

Die klinische und die apparative Hirntoddiagnostik führen häufig zu unterschiedlichen Ergebnissen;[17] nach einer Studie der Universitätsklinik Newark sogar in elf Prozent der Fälle.[18] Denn zum einen sind die Methoden unterschiedlich empfindlich, zum anderen können klinisch nur Hirnstammfunktionen erfasst werden, während einige apparative Diagnosemethoden das ganze Gehirn untersuchen können. Die American Academy of Neurology hat 2010 der von ihr selbst 1995 vorgeschriebenen Hirntoddiagnostik eine fehlende wissenschaftliche Fundierung bescheinigt: Es gebe weder ausreichende wissenschaftliche Nachweise für die richtige Beobachtungszeit, um die Unumkehrbarkeit des Hirntodes festzustellen, noch für die Zuverlässigkeit der verschiedenen Atemstillstandstests und der verschiedenen apparativen Verfahren. Weitere Forschung sei notwendig.[19]
http://www.bpb.de/apuz/33311/wie-tot-sind-hirntote-alte-frage-neue-antworten?p=all#footnode19-19
Wie häufig Fehldiagnosen des Todes sind, ist unbekannt; sie werden selbstverständlich nicht in Fachzeitschriften publiziert. Allerdings wurden einige Fälle von "Hirntod-Mimikry" hochrangig publiziert. Deren Ursachen waren Pestizidvergiftung, eine Baclofen-Überdosis (Wirkstoff zur Muskelentspannung) beziehungsweise ein fulminantes Guillain-Barré-Syndrom (neurologische Erkrankung mit vollständiger Lähmung).[25] Letzteres ist vor allem bei vorangehender Kopfverletzung mit dem Hirntod zu verwechseln, weil diese irrtümlicherweise für die Ursache der hirntodartigen Symptome gehalten werden kann.[26] In diesen Fällen hatten die Ärzte die lebenserhaltenden Maßnahmen fortgesetzt, obwohl die klinische Diagnostik für den Hirntod sprach. Alle beschriebenen Patienten wurden wieder gesund. Die Autoren dieser Studien warnen vor Fehldiagnosen des Hirntodes in ähnlichen Fällen.
 
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