Ich finde, dass ihr Heimweh alle falsch definiert - zumindest für meine Sicht der Dinge. Urlaub oder zeitlich begrenzte Aufenthalte an einem anderen Ort können natürlich die Sehnsucht zur Heimat stärken bzw. erst erwecken, aber für mich ist das noch mal was ganz anderes.
Ich bin ein Kind des Ruhrpottes und bin 2007 wegen des Jobs nach Berlin gezogen. Dann bis 2009 in Berlin geblieben und dann wieder wegen des Jobs in eine neue Stadt (München halt) wo ich niemanden kenne und neu angefangen.
Ich will mich nicht beschweren, denn ich habe es ja freiwillig gemacht und auch definitiv nie bereut. Aber wenn man die Heimat erst mal permanent verlässt, versteht man, was Heimweh wirklich bedeutet.
Ich bin glücklich in München, mag die Stadt, die Leute, mein neues zu Hause.
Aber wie sagt man so schön im Pott: "Heimat is da wode weg kommst, wa?"
Mir fehlen manchmal die Momente, wo ich zu meinen alten Freunden, mit denen ich aufgewachsen bin und mit denen ich über Entfernung auch noch immer fest verbunden bin, spontan rüber fahren kann. Dass mal jemand spontan rumkommen kann. Und vor allem auch meine Familie. Ich sehe meine Mum max. 2-3 Mal im Jahr. Wir können uns nicht "mal eben" spontan sehen. Auch die Orte, an denen ich aufgewachsen bin, die Geschäfte in meiner Heimat, die ich so charmant finde, etc.
Und vor allem: Mal ne GUTE Currywurst essen, wenn man Bock drauf hat - so was gibt es hier in München nämlich gar nicht!