Inzwischen 21 Stunden The Witcher.
Hab gestern den Golem in den Sümpfen besiegt. Was war das für ein atmosphärischer Kampf im Gewittersturm gegen den zähen Golem
Allgemein führt mir das Spiel grade gnadenlos die Defizite von Skyrim vor Augen. Wie hier die Story erzählt und die Authentizität der Welt vermittelt wird, ist schon super.
Klar, Skyrim ist immer noch ein Meisterwerk, allein schon der Entdeckungs-Aspekt ist unvergleichlich.
Aber als Gesamtpaket steht The Witcher im Moment ein gutes Stück darüber. Auch wenn man keine echte offene Welt hat, wirken die Quests, die x verschiedene Ausgänge und Verläufe nehmen können, je nach getroffenen Entscheidungen, einfach authentisch und echt. Die Detektivarbeit in Vizima z.B. ist imo ein Paradebeispiel für die tollen verzweigenden Quests mit etlichen Beteiligten und immer interessanten Verläufen.
Auch das Kampfsystem ist trotz Klick-System super. Die Schwerthiebe wirken wuchtig, man muss immer auf der Hut sein und seine Taktik je nach Gegner anpassen.
Und das Alchemie-System lässt das Gegenstück aus Skyrim aber uralt aussehen... So muss das sein, da wird man auch gern zum Kräutersammler.
Daneben hat man endlich mal eine Stadt, die auch wirkt wie eine große, funktionierende Stadt und kein Dorf mit 20 Häusern, die in vier "Stadtteile" aufgeteilt sind wie bei Skyrim...
Mängel sind natürlich auch da, wie das grauenhaft unübersichtliche Inventar oder die teilweise unpoliert wirkende Optik (die im Ganzen gesehen trotzdem hübsch ist) mit geschätzt zehn verschiedenen Gesichtern für die NPCs.
Dass Sex unverblümt in einem Spiel thematisiert wird ist ja auch vollkommen ok und begrüßenswert, aber grade die Karten, die man bekommt, nachdem man eine flachgelegt hat, wirken doch unfreiwillig komisch mit den billigen Posen direkt aus der Phantasie einer 15jährigen männlichen Nerd-Jungfrau
Aber das Gesamtpaket ist imo ein Traum, da brauch ich überhaupt keine riesige offene Welt mehr
