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no0bY schrieb:Steffko schrieb:Du hast ja generell schon Recht damit, dass sich "Leistung lohnen muss". Nur verlieren Vertreter dieses Arguments imo teilweise die Welt da draußen aus den Augen. Es herrscht eine unglaubliche Ungerechtigkeit. Manager, die Millionen verdienen, Putzfrauen, die nen 1000€er nach Hause bringen. Für den Manager lohnt sich die Leistung, er verdient nen Arsch voll Kohle - nur was bringt das der Putzfrau?
Und jetzt überleg aber mal, wer mehr Energie und Ausdauer in seine Bildung gesteckt hat, wer von den beiden regelmäßige, wer unregelmäßige Arbeitszeiten hat und wer wohl mehr Verantwortung tragen muss und mehr Stress ausgesetzt ist.
Mandos schrieb:Ist mir zu müßig drauf einzugehen, da man bei solchen Diskussionen ohnehin nicht auf einen Nenner kommt. Für mich schreit das gesamte Wahlprogramm der Linken durchweg nur nach "Bauernfänger" und nichts anderem. Letzten Endes sind es auch die Linken die mich immer wieder zur Wahlurne treiben - egal wen ich wähle nur nicht diese Partei. Ich würde sterben bei dem Gedanken dass durch mein Nichtwählen, Stimmen für die Linken mehr wiegen.
Bei allem was die da machen wollen und fordern erinnere ich mich an die Geschichten meiner Verwandten aus der DDR damals. Warum Leistung bringen wenn eh jeder gleich gestellt ist? Jeder hat Arbeit, verdient das Gleiche. Dass dadurch komplett Innovationen bzw. absolute Fachkräfte letzten Endes komplett aus unserem Land verschwinden ist dann auch egal. Dann hast du keine "Reichen" mehr von denen du nehmen kannst und Steuern bekommst und dann ist der Ofen ganz aus. Immerhin leben wir in einer immer globaleren Welt. Die Generation nach mir ist jetzt schon viel offener was das Ausland und dorthin ziehen angeht. Glaubt hier auch nur einer dass die alle in Dtl. bleiben, wenn sie zwar das gleiche brutto verdienen wie bisher aber 30% mehr raus bekommen? Dass Firmen die sich ohnehin immer leichter tun ihren Sitz zu verlagern und günstige Arbeitskräfte zu nutzen nicht weg gehen? Und dann bleiben nur die kleineren Familienbetriebe die diese Möglichkeit nicht haben und dann an irgendwelchen Mindestlöhnen und Sanktionen zu Grunde gehen. Und damit wieder Arbeitsplätze flöten gehen. Aber das dürfte der Linke ja auch wieder in die Karten spielen, da man dadurch auch wieder potentielle neue Wähler bekommt. Denn wenn es einem scheiße geht greift man nach jedem Strohhalm. Und dann glaubt man eben einem Gysi bzw. will ihm glauben und hinterfragt nicht mehr.
no0bY schrieb:Flips360 schrieb:no0bY schrieb:Wir haben in Deutschland ein Bildungssystem, bei dem jeder die Möglichkeit hat, sich so zu bilden wie er möchte.
Schön wärs, aber das entspricht nicht der Realität.
Wieso? Auf den Hosenboden setzen und lernen ist unabhängig vom Ursprungs-Milieu. Wer sich hinter etwas klemmt, schafft das auch. Alles andere sind nur ausreden.
Flips360 schrieb:no0bY schrieb:Flips360 schrieb:no0bY schrieb:Wir haben in Deutschland ein Bildungssystem, bei dem jeder die Möglichkeit hat, sich so zu bilden wie er möchte.
Schön wärs, aber das entspricht nicht der Realität.
Wieso? Auf den Hosenboden setzen und lernen ist unabhängig vom Ursprungs-Milieu. Wer sich hinter etwas klemmt, schafft das auch. Alles andere sind nur ausreden.
Es fängt schon mal damit an, dass Kinder schon mit 10 Jahren (!) in Leistungsgruppen eingeteilt werden. Da gibts einige die da halt noch nicht soweit sind, wie es von ihnen erwartet wird. Und später dann von Realschule auf Gymnasium zu wechseln ist zwar theoretisch möglich, aber das passiert fast nie, höchstens, wenn derjenige eine wirklich exzellente Mittlere Reife hat. Vom Gymnasium runter auf die Realschule gehts dann allerdings sehr schnell.
Für mich ist unser Schulsystem eins der schlechtesten, die man haben kann. Da sollten wir mal nach Schweden oder Finnland schauen.
eape schrieb:Und ein Studium ist schwer zu stemmen, wenn die Eltern einen nicht finanziell unterstützen können. BAföG ist schön und gut, aber es ist schon schwer ohne Bürgschaft eine Wohnung zu bekommen, es ist relativ wenig und wenn man dann mehr Semester als die Regelstudienzeit braucht, ist man am Arsch. Und das passiert schnell, wenn man nebenbei arbeiten muss. Mal ganz abgesehen davon, dass es kein Problem ist sich mit Geld Bildung zu erkaufen. Wenn man Geld hat, schert man sich nicht um NCs, studiert was man will, kriegt die Noten, die man will und hat wenn schon nicht über die Eltern über die Uni gleich beste Vermittlungen zu gut bezahlten Jobs. Von Chancengleichheit kann man bei unserem Bildungssystem nicht sprechen.
Mandos schrieb:Bei allem was die da machen wollen und fordern erinnere ich mich an die Geschichten meiner Verwandten aus der DDR damals. Warum Leistung bringen wenn eh jeder gleich gestellt ist? Jeder hat Arbeit, verdient das Gleiche.
Dass dadurch komplett Innovationen bzw. absolute Fachkräfte letzten Endes komplett aus unserem Land verschwinden ist dann auch egal. Dann hast du keine "Reichen" mehr von denen du nehmen kannst und Steuern bekommst und dann ist der Ofen ganz aus. Immerhin leben wir in einer immer globaleren Welt. Die Generation nach mir ist jetzt schon viel offener was das Ausland und dorthin ziehen angeht. Glaubt hier auch nur einer dass die alle in Dtl. bleiben, wenn sie zwar das gleiche brutto verdienen wie bisher aber 30% mehr raus bekommen? Dass Firmen die sich ohnehin immer leichter tun ihren Sitz zu verlagern und günstige Arbeitskräfte zu nutzen nicht weg gehen? Und dann bleiben nur die kleineren Familienbetriebe die diese Möglichkeit nicht haben und dann an irgendwelchen Mindestlöhnen und Sanktionen zu Grunde gehen. Und damit wieder Arbeitsplätze flöten gehen. Aber das dürfte der Linke ja auch wieder in die Karten spielen, da man dadurch auch wieder potentielle neue Wähler bekommt. Denn wenn es einem scheiße geht greift man nach jedem Strohhalm. Und dann glaubt man eben einem Gysi bzw. will ihm glauben und hinterfragt nicht mehr.
no0bY schrieb:Klar ist es einfacher wenn man Geld hat. Einfacher, komfortabler....
Aber deswegen lernt es sich nicht einfacher. Zudem gibt es ja auch Sonderformen wie das Duale Studium, wo man komplett unabhängig vom Geld ist. Und wenn ich mir die Stundenpläne vieler Studenten in meinem Freundeskreis anschaue, hätten die selbst mit nem Halbzeitjob noch mehr Freizeit als manch normaler Arbeitnehmer.
Wie man aber die Noten bekommt, die man möchte, nur weil man Geld hat, verstehe ich jetzt nicht. War ich etwa gerade auf der Hochschule, bei der alle die gleiche Klausur bekommen und nicht wie üblich, dass es eine Klausur für Reiche und eine für Arme gibt?
Man kann sich Titel mit Geld erkaufen, aber keine Bildung. Bildung bekommt man nur durchs Lernen. Und lernen kann jeder! Ob Reich oder Arm.
Boarder schrieb:Die Linke sieht sich als rechtlicher Nachfolger der SED:
http://m.welt.de/article.do?id=politik/article3649188/Die-Linke-Wir-sind-Rechtsnachfolgerin-der-SED
Wer erzählt hier Bullshit?
3. Was sagt DIE LINKE zur DDR?
Die Gründung der Deutschen Demokratischen Republik war der legitime Versuch, nach dem alliierten Sieg über Nazi-Deutschland ein Wiedererstarken sozialer Antriebskräfte des Nationalsozialismus zu verhindern - Stichworte hierfür sind die Bodenreform und die Zerschlagung des Großkapitals - und einen sozialistischen Staat auf deutschem Boden aufzubauen. Dieser Versuch ist gescheitert. Dazu führten nicht nur die äußeren Bedingungen wie Blockkonfrontation und Kalter Krieg. Misslingen musste dieser Versuch vor allem aus inneren Gründen: wegen eines eklatanten Mangels an Demokratie und Missachtung elementarer Bürgerrechte, wegen des grundsätzlichen Misstrauens des Staatsapparates gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern und, schließlich, wegen der mangelhaften Fähigkeit des Wirtschaftssystems, den Konsumbedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden.
Wegen der deutlichen politischen, programmatischen und personellen Unterschiede wird zuweilen der Begriff „Nachfolgepartei“ verwendet.
Azreal schrieb:Ich muss nur noch mal kurz sagen, dass ich hier teilweise wirklich entsetzt bin. Was hier erstens: Leute für eine hohe Übereinstimmung mit der NPD haben. Und zweitens: Dass hier auch noch so viele son Unsinss schreiben wie "wenn die nicht so extrem wären" oder "stimme in vielen Punkten mit denen überein" (Zitate sinngemäß aus dem Kopf). Die NPD wird nicht umsonst vom Verfassungsschutz beobachtet und es wird nicht umsonst ein Verbot dieser "Partei" parteiübergreifend gewünscht.... Alter, ich habe sonst echt das Gefühl, dass hier eigentlich ziemlich intelligente Menschen rumlaufen, aber was hier einige Leute (gibt auch sehr viele gute Kommentare, so ist das nicht, aber trotzdem) von sich geben.... da läuft es mir echt kalt den Rücken runter...
Urgs schrieb:[vid]http://www.youtube.com/watch?v=4ZvhIyIK8OQ[/vid]
Gut gemacht!
Was hab ich mit der NPD zu tun?SirHorst schrieb:Azreal schrieb:Ich muss nur noch mal kurz sagen, dass ich hier teilweise wirklich entsetzt bin. Was hier erstens: Leute für eine hohe Übereinstimmung mit der NPD haben. Und zweitens: Dass hier auch noch so viele son Unsinss schreiben wie "wenn die nicht so extrem wären" oder "stimme in vielen Punkten mit denen überein" (Zitate sinngemäß aus dem Kopf). Die NPD wird nicht umsonst vom Verfassungsschutz beobachtet und es wird nicht umsonst ein Verbot dieser "Partei" parteiübergreifend gewünscht.... Alter, ich habe sonst echt das Gefühl, dass hier eigentlich ziemlich intelligente Menschen rumlaufen, aber was hier einige Leute (gibt auch sehr viele gute Kommentare, so ist das nicht, aber trotzdem) von sich geben.... da läuft es mir echt kalt den Rücken runter...
Im Prinzip haben wir ja nur einen NPD wähler und einen Hamlet, das ist schon noch verkraftbar.
no0bY schrieb:SirHorst schrieb:no0bY schrieb:Steffko schrieb:Du hast ja generell schon Recht damit, dass sich "Leistung lohnen muss". Nur verlieren Vertreter dieses Arguments imo teilweise die Welt da draußen aus den Augen. Es herrscht eine unglaubliche Ungerechtigkeit. Manager, die Millionen verdienen, Putzfrauen, die nen 1000€er nach Hause bringen. Für den Manager lohnt sich die Leistung, er verdient nen Arsch voll Kohle - nur was bringt das der Putzfrau?
Und jetzt überleg aber mal, wer mehr Energie und Ausdauer in seine Bildung gesteckt hat, wer von den beiden regelmäßige, wer unregelmäßige Arbeitszeiten hat und wer wohl mehr Verantwortung tragen muss und mehr Stress ausgesetzt ist.
Also haben Polizisten, Krankenpfleger, Feuerwehrleute etc. weniger Verantwortung und weniger Ausdauer bewiesen?
Sie haben einfach einen anderen Weg gewählt. Mir gehts nicht darum dass die unteren Einkommen so recht sind, nein, die dürfen ruhig mehr verdienen, fände ich richtig und gut. Aber ich kann einfach das Beispiel nicht mehr hören. Wir haben in Deutschland ein Bildungssystem, bei dem jeder die Möglichkeit hat, sich so zu bilden wie er möchte. Und wer halt in der Jugend lieber mit seinen Leuten rumhängt und nichts lernt, ja der verdient am Ende einfach weniger als einer, der bis Mitte - Ende 20 durchgepowert hat und ein erfolgreiches Studium absolviert hat. Finde ich richtig und gerecht.
Hamlet schrieb:Was hab ich mit der NPD zu tun?SirHorst schrieb:Azreal schrieb:Ich muss nur noch mal kurz sagen, dass ich hier teilweise wirklich entsetzt bin. Was hier erstens: Leute für eine hohe Übereinstimmung mit der NPD haben. Und zweitens: Dass hier auch noch so viele son Unsinss schreiben wie "wenn die nicht so extrem wären" oder "stimme in vielen Punkten mit denen überein" (Zitate sinngemäß aus dem Kopf). Die NPD wird nicht umsonst vom Verfassungsschutz beobachtet und es wird nicht umsonst ein Verbot dieser "Partei" parteiübergreifend gewünscht.... Alter, ich habe sonst echt das Gefühl, dass hier eigentlich ziemlich intelligente Menschen rumlaufen, aber was hier einige Leute (gibt auch sehr viele gute Kommentare, so ist das nicht, aber trotzdem) von sich geben.... da läuft es mir echt kalt den Rücken runter...
Im Prinzip haben wir ja nur einen NPD wähler und einen Hamlet, das ist schon noch verkraftbar.
Und zu Azreal kann ich nur sagen: bei dir gibt's wohl keine Meinungsfreiheit. Ist ja noch viel schlimmer.
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