Auch wenn es etwas schwer ist jetzt den Quereinstieg in den Thread zu schaffen, gerade weil man sich thematisch inzwischen schon von Pontius nach Pilatus gehangelt hat, ich versuche es dennoch.
Anfangen muss ich mit einem Lob an Christian. Was er bis dato hier geschrieben hat hatte stets Hand und Fuß. Daumen nach oben.
Das war in diesem Thread aber ganz klar eine der wenigen positiven Ausnahmen.
Ansonsten waren da viele Beiträge dabei die mir die Nackenhaare aufstellen ließen.
Ich will und kann gar nicht auf den ganzen Mist der teilweise verzapft wurde (in Richtung SirHorst schiel

) da ich den Thread jetzt mal komplett gelesen habe und nichts zum zitieren markiert habe. Und das ganze nochmal durcharbeiten? Nein danke.
Zum einen: Vegetarismus ist für mich keine Frage der Anatomie des Menschen sondern der Moral. Deswegen habe ich die Diskussion darüber ob der Mensch nun ein Fleisch, Pflanzen- oder Allesfresser ist auch nicht so recht verstanden.
Für mich ist es gar unbestritten dass der Mensch, schaut man sich die Menschheitsgeschichte mal so an, stets Fleisch gegessen hat. Aber deswegen kann ich in unserer heutigen modernen Zeit mir nicht Gedanken machen um zu dem Entschluss zu kommen "hey,
ich entscheide mich bewusst dazu kein Fleisch zu essen"?
Frei nach dem Motto "Was der Bauer nicht kennt frisst er nicht" bzw. "Was der Bauer schon immer gefressen hat frisst er auch weiter".
Denn Fakt ist: Selbst wenn es so sein sollte der menschliche Organismus auf Fleischverzehr eingstellt ist, fehlt dem Körper
nichts wenn man Tiere komplett von seinem Speiseplan streicht.
Dafür bin ich der lebende Beweis, ich ernähre mich seit über 22 Jahren vegetarisch und hatte noch nie Beschwerden, Mangelerscheinungen oder Krankheiten die sich auf Fleischverzicht zurückführen ließen. Ich würde sogar sagen im Gegenteil, ich bin kerngesund und topfit, ich kann mich da wahrlich nicht beklagen.
Passend dazu auch das blabla von wegen der Mensch ist die Überspezies weil er denken kann und einen eigenen Willen hat und so weiter und so fort.
Aber wenn der Mensch schon immer Fleisch gefressen hat dann ist das natürlich in Stein gemeißelt. Dann darf man das nicht hinterfragen. Dann spielt der eigene Wille und der Verstand auf einmal keine Rolle mehr.
Dann darf man nicht mehr hinterfragen ob es in unserer Zeit und in unseren Industrienationen in denen wir hier alle leben, in denen Lebensmittel im Überfluss vorhanden sind, nötig ist Tiere zu mästen und zu töten einzig um unsere Gier nach Fleisch zu befriedigen.
Für mich persönlich ist es eine gar abartige Vorstellung das Tiere einzig für meinen Luxus (ich kann nicht mal sagen "leibliches Wohl", denn das ist auch ohne Fleischverzehr gegeben) leben und sterben sollen.
Wie gesagt, deswegen kann ich auch das ganze Gefasel von "der Mensch hat schon immer Fleisch gegessen" nicht mehr hören.
Es ist ja wohl ein meilenweiter Unterschied ob früher ein Jäger mit Pfeil und Bogen einen Hirsch elregt hat um sich und seine Familie/Dorf ernähren zu können oder ob wir heutzutage eine industrielle, lebensverachtende Maschinerie betreiben die mit dem eigentlichen Gedanken des Nahrungsverzehrs, nämlich unsere eigene Existenz wahren zu können, aber rein garnichts mehr zu tun hat.
Ach ja, ich habe von SirHorst gelesen Menschenaffen wären Fleischfresser.
Informier dich mal.
Naja, das reicht erstmal. Auch wenn ich wahrscheinlich noch auf so vieles eingehen wollte. Aber, oh Mann ist der Thread schon lang.