Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Vegetarier oder nicht, das ist hier die Frage!

Vegetarier oder was?

  • Ja, ich bin vegetarier!

    Stimmen: 13 5,4%
  • Ich bin sogar Veganer!

    Stimmen: 0 0,0%
  • Ich bin Situationsvegetarier, gewisse Fleischsorten esse ich nicht (zb weil Tier XY zu knuffig ist)

    Stimmen: 14 5,8%
  • Ich war mal vegetarier

    Stimmen: 4 1,7%
  • Ich glaub ich werde vegetarier

    Stimmen: 3 1,2%
  • Das käme für mich niemals in Frage, ich brauche Fleisch.

    Stimmen: 123 50,8%
  • Ich würde am liebsten nur Fleisch essen.

    Stimmen: 39 16,1%
  • Nein aber ich kann gut auf fleisch verzichten.

    Stimmen: 38 15,7%
  • Ich weiss nicht so genau.

    Stimmen: 1 0,4%
  • Etwas völlig anderes, ich bin was besonderes.

    Stimmen: 7 2,9%

  • Umfrageteilnehmer
    242

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Doch will ich. Und dann geh ich einfach wieder raus. :D

@Ox: Ich freu mich auf erfrischende Kommentare dazu. :dhoch:
 
Glod schrieb:
@ Mingo

Halt dich doch einfach raus, wenn du nix Konstruktives beizusteuern hast.

Nur weil du mit jedem deiner Beiträge halbe Romane schreibst musst du dir nicht einbilden, dass dein Beitrag zu diesem Thread besonders konstruktiv wäre.
Das einzige was du geschafft hast, ist eine Grundstimmung zu erzeugen die in etwa lautet "jeder der Fleisch isst tritt für die Erhaltung eines mühsam erschaffenen Lebensstandards ein".

Besonders fundiert wird deine Argumentation aber nicht, auch wenn das deine unglaublich langatmigen Redeschwalle suggerieren sollen.
Dass hier Utopien gegen Utopien errichtet werden, habe ich schon einmal geschrieben.

Scheinbar bodenständig wirkende Argumente, wie die Verwendung von Schlachtabfällen für eine weite Produktpalette unseres alltäglichen Lebens, werden nicht im Ansatz mit Belegen und Beweisen gefüttert. Ich hab schon an anderer Stelle deutlich gemacht, dass ich dein Argument, das derzeit existierende Ausmaß an Schlachtungen müsse in jedem Fall aufrecht erhalten werden, wenn schon nicht zum Fressen, dann doch für "Zigaretten und Munition", in keinster Weise nachvollziehen kann.

Ich hätte da gerne mal einen Beleg, dass jegliche Schlachtabfälle in irgendeiner Form unentbehrliche Ressourcen für die Herstellung unentbehrlicher Produkte darstellen.

Ich hab schon verstanden, dass du anscheinend einen persönlichen Kampf gegen jegliche Ideologien führst und dich da nur allzu gerne hinein steigerst.
Aber ich wiederhole mich: das macht dein Geschreibsel nicht zwangsläufig konstruktiver als mein Verweis darauf, dass hier auf den letzten Seiten ziemlich viel Bullshit verschriftlicht wurde.
Ganz im Gegenteil.

Und nimm es mir nicht übel. Aber den Mund lasse ich mir von dir schon lange nicht verbieten, nur weil ich nicht auf den Zug der Glod'schen Diskussionskultur aufzuspringen bereit bin.
 
BAZONG schrieb:
Dass es auch in der pharmazeutischen Industrie viel doppelten Mist gibt, den man nicht braucht, sollte aber auch klar sein.

Klar gibt es den. Das steht außer Frage. Aber das wird eben auch alles genutzt. Es macht keinen Unterschied, ob ich 2 Mio Erkältungspatienten mit 5 verschiedenen Präparaten versorge, die sich in der Zusammensetzung fast nix nehmen, oder ob ich das mit einem Präparat mache. Am Ende versorge ich 2 Mio Patienten damit.

Kein Mensch hat hier sofort von der Steinzeit als erstrebenswert geschrieben

Nö. Aber du tust die ganze Zeit nur so, als wäre Fleisch das Einzige, wo es zurück zu stecken gälte. Aber mittlerweile sollte ja klar sein, dass weniger Fleisch das geringste Problem wäre. Erkläre doch bitte mal, welche Produkte du als nebensächlich einstufen würdest, so dass wir gut auf sie verzichten können. Nehmen wir mal an, dass das für die Ernährung und die Klamotten schon geregelt ist. Was noch? Worauf könnten die Menschen bei uns deiner Meinung nach gut verzichten?
 
Wie Mngo schon sagte, die Diskussion ist mittlerweile vollkommen sinnlos.

Für mich endete ist sie spätestens, als Glod ernsthaft mit "Vielleich empfinden auch Pflanzen schmerzen, usw." anfing. Glod, in 99,99% der Fälle gehe ich absolut mit dir d'accord, aber DAS ist doch Bullshit hoch 10.

Bei der nächsten Religionsdebatte werde ich dich daran erinnern dass es einen Gott gibt. Immerhin hat die Wissenschaft ja noch nicht das Gegenteil bewiesen... :ulgy:


Blackacidevil138 schrieb:
Ich finds geil wie penetrant Vegetarier sein können, wenn sie Menschen (und ihre gewohnten Essgewohnheiten) verändern wollen.

Ihr wisst schon das es in der Natur liegt Fleisch zu essen?

Und dazu kann ich auch nur :fp: - en.

Nur abschließend:
• Weder Bazong noch ich sind Vegetarier.
• Ja, es liegt in der Natur des Menschen. Es stammt aus einer Zeit, in der es halt keine Begrifflichkeit für Ethik gab. Der Grundtenor hier drinnen warauch nicht dass man überhaupt kein Fleisch mehr essen soll, sondern nicht so eine Gigantonomie dabei an den Tag legen soll.

Aber Argumente scheinen an dir (u.a.) ja diesbezüglich eh regelrecht ab zu prallen; deswegen vergebene Liebesmüh'.
 
Mein Ziel ist hiermit erreicht. Ich habe einen unendlichen Thread erschaffen da Bazong und Glod in einer diskussion aufeinander getroffen sind.

Schade das TPD kein Vegetarier ist, seine Begeisterungskurve könnte dem ganzen den letzten schliff verleihen :D
 
Glod schrieb:
Klar gibt es den. Das steht außer Frage. Aber das wird eben auch alles genutzt. Es macht keinen Unterschied, ob ich 2 Mio Erkältungspatienten mit 5 verschiedenen Präparaten versorge, die sich in der Zusammensetzung fast nix nehmen, oder ob ich das mit einem Präparat mache. Am Ende versorge ich 2 Mio Patienten damit.

Das setzt natürlich vorraus, dass jeder Patient das kriegt, was er auch tatsächlich braucht. Ist das so ? ;)
Ich denke nicht.
Was das alles mit der Einschränkung des Fleischkonsums zu tun hat (= mein Anliegen), ist mir jedoch schleierhaft.

Nö. Aber du tust die ganze Zeit nur so, als wäre Fleisch das Einzige, wo es zurück zu stecken gälte. Aber mittlerweile sollte ja klar sein, dass weniger Fleisch das geringste Problem wäre. Erkläre doch bitte mal, welche Produkte du als nebensächlich einstufen würdest, so dass wir gut auf sie verzichten können. Nehmen wir mal an, dass das für die Ernährung und die Klamotten schon geregelt ist. Was noch? Worauf könnten die Menschen bei uns deiner Meinung nach gut verzichten?

Och....das sind sehr viele Dinge. All die Versicherungen für nichts und wieder nichts, die nur einen riesigen Wasserkopf versorgen und im Erlebensfall nix einbringen (ich habe auch zuviel davon).
Fuffzig verschiedene Waschmittel.
Hunderte von Arznei-Präparaten (hatten wir schon).
Millionen Kosmetikprodukte.
Diverse unsinnige Fahrten mit dem PKW (a la Kippen holen in 500 Meter Entfernung usw.).
Stets das neueste Handy oder stets den neuesten PC (Stichwort Elektroschrott, der exportiert wird in die Dritte Welt, wo er enormen Schaden anrichtet).
uvm.

Kurz: Die enorme Wegwerfmentalität hierzulande.

Blackacidevil138 schrieb:
Ihr wisst schon das es in der Natur liegt Fleisch zu essen?

Hab ich bereits beantwortet, dass man das ja an unserem ausgeprägten Raubtiergebiß sehen kann und dass in der Natur die Fleischfresser ihre Beute ja auch kochen/grillen/schwenken, um sie zu genießen. Wer hat noch keinen Löwen in der Savanne beim Barbecue gesehen ? :grins:
 
Mingo schrieb:
Nur weil du mit jedem deiner Beiträge halbe Romane schreibst musst du dir nicht einbilden, dass dein Beitrag zu diesem Thread besonders konstruktiv wäre.

Ich behalte meine Argumente nicht für mich, sondern formuliere sie aus. Jeder darf sie gern nehmen und mit Gegenargumenten zerpflücken. Das nennt man diskutieren.

Das einzige was du geschafft hast, ist eine Grundstimmung zu erzeugen die in etwa lautet "jeder der Fleisch isst tritt für die Erhaltung eines mühsam erschaffenen Lebensstandards ein".

Wo habe ich das bitte getan? Zeig mir die betreffenden Passagen (die Romane stehen ja im Forum). Es sieht vielmehr so aus, dass du meine Beiträge entweder nicht liest oder nicht verstehst.

Besonders fundiert wird deine Argumentation aber nicht, auch wenn das deine unglaublich langatmigen Redeschwalle suggerieren sollen.

Dann zeig mir doch die Fehler in meiner Argumentation und belege sie mit Gegenargumenten. Mein Nick ist Glod und nicht God. Ich kann mich nicht entsinnen, dass meine Worte die unverrückbare Weisheit darstellen.

Scheinbar bodenständig wirkende Argumente, wie die Verwendung von Schlachtabfällen für eine weite Produktpalette unseres alltäglichen Lebens, werden nicht im Ansatz mit Belegen und Beweisen gefüttert.

Schlachtabfälle sind all die Bestandteile, die nicht zum menschlichen Verzehr geeignet sind und deswegen auch nicht in der Fleischtheke landen. Dazu zählen die Haut, große Teile der Knochen, Innereien, für die keine kulinarische Verwendung besteht, Federn etc. pp. Daraus werden dann eben Lederwaren, Füllungen für Kissen usw. gwonnen. Der ganze Rest wird geschreddert und zu einem Brei verarbeitet, aus dem dann die unterschiedlichsten Dinge gewonnen werden.
Schon wenn man ab und an mal die Sendung mit der Maus gesehen hat, sollte man über einige dieser Dinge Bescheid wissen.

Ich hab schon an anderer Stelle deutlich gemacht, dass ich dein Argument, das derzeit existierende Ausmaß an Schlachtungen müsse in jedem Fall aufrecht erhalten werden, wenn schon nicht zum Fressen, dann doch für "Zigaretten und Munition", in keinster Weise nachvollziehen kann.

Bullshit. Das habe ich nie gesagt. Ich habe gesagt, dass bei einem Umstieg auf pflanzliche Rohstoffe das Liefervolumen an die Industrie bestehen bleiben muss und das genau das mit einem gravierenden Flächenproblem und anderen Aspekten verbunden ist, die man nicht so einfach wegdiskutieren kann. Ich seh schon - du liest toll mit.

Ich hätte da gerne mal einen Beleg, dass jegliche Schlachtabfälle in irgendeiner Form unentbehrliche Ressourcen für die Herstellung unentbehrlicher Produkte darstellen.

Schierfette...schon mal gehört? Nur so als Beispiel. Oder Gelatine. Auch schon mal gehört? Und ich habe mit keinem Wort geschrieben, dass sich das Zeug nur aus Schlachtabfällen gewinnen lässt. Ich bin bei meinen Ausführungen vielmehr von der Annahme ausgegangen, dass JEDWEDES Produkt tierischer Natur von einem pflanzlichen Produkt ersetzt werden kann. Nur stelle ich dann eben die Frage, wie da die Versorgung aussehen soll, wenn das ganze Zeug plötzlich auf Feldern wachsen soll.
 
SirHorst schrieb:
Mein Ziel ist hiermit erreicht. Ich habe einen unendlichen Thread erschaffen da Bazong und Glod in einer diskussion aufeinander getroffen sind.

Schade das TPD kein Vegetarier ist, seine Begeisterungskurve könnte dem ganzen den letzten schliff verleihen :D

:lol: Das habe ich mir die Tage auch schon gedacht, Glod und Bazong in einer Diskussion, das ist schon fast legendär. Aber ich hab noch nicht mal die Muse, mir das alles durchzulesen, hab schon vor einigen Seiten aufgegeben. :D
 
BAZONG schrieb:
Hab ich bereits beantwortet, dass man das ja an unserem ausgeprägten Raubtiergebiß sehen kann und dass in der Natur die Fleischfresser ihre Beute ja auch kochen/grillen/schwenken, um sie zu genießen. Wer hat noch keinen Löwen in der Savanne beim Barbecue gesehen ? :grins:

Gerade an unserem Gebiß ist es doch ersichtlich. Wir haben 4 (wenn auch mittlerweile verkümmerte) Reißzähne. Und rohes Fleisch können theoretisch auch essen und verdauen. Jedoch schmeckt es verarbeitet schlicht und einfach besser.
 
Rentner schrieb:
Gerade an unserem Gebiß ist es doch ersichtlich. Wir haben 4 (wenn auch mittlerweile verkümmerte) Reißzähne. Und rohes Fleisch können theoretisch auch essen und verdauen. Jedoch schmeckt es verarbeitet schlicht und einfach besser.

Warum die wohl verkümmert sind ???
Hey, Rind/Lamm/Schwein/Ziege/Huhn essen ja auch Tiermehl aus Artgenossen, ergo ist Kannibalismus unter Rindern und Schweinen natürlich. Oder Kühe, die Fische essen. Oder Fische, die Kühe essen. Oder Hühner, die Hühner essen. Pferde, die Rinder essen usw.
Heureka, bin ich gut ? :lol:
 
BAZONG schrieb:
Rentner schrieb:
Gerade an unserem Gebiß ist es doch ersichtlich. Wir haben 4 (wenn auch mittlerweile verkümmerte) Reißzähne. Und rohes Fleisch können theoretisch auch essen und verdauen. Jedoch schmeckt es verarbeitet schlicht und einfach besser.

Warum die wohl verkümmert sind ???

Weil sie nicht mehr notwendig waren da der Mensch gelernt hat Fleisch zu verarbeiten. Daher war der Evolutionsdruck nicht mehr in dieser Richtung da, "freundlicheres" Aussehen hat ab dann mehr Vorteile bei Sozialkontakten gebracht.

Hey, Rind/Lamm/Schwein/Ziege/Huhn essen ja auch Tiermehl aus Artgenossen, ergo ist Kannibalismus unter Rindern und Schweinen natürlich. Oder Kühe, die Fische essen. Oder Fische, die Kühe essen. Oder Hühner, die Hühner essen. Pferde, die Rinder essen usw.
Heureka, bin ich gut ? :lol:

Mach dich nicht lächerlich, wenn dir jemand Menschenfleisch vorsetzen würde und dir verschweigen würde was es ist würdest du es auch essen (Vorrausgesetzt du isst Fleisch).
 
BAZONG schrieb:
Das setzt natürlich vorraus, dass jeder Patient das kriegt, was er auch tatsächlich braucht. Ist das so ? ;)

Willst du kranken Leuten erklären, was sie wirklich brauchen?

Was das alles mit der Einschränkung des Fleischkonsums zu tun hat (= mein Anliegen), ist mir jedoch schleierhaft.

Gar nichts und ich schreibe es gern zum 500. Mal in der Hoffnung, dass du es vielleicht dieses Mal liest: Das Fleisch ist die Hülle des Tieres. Die Rohstoffe, die dann in Medikamenten etc. landen, kommen aus DEM INNEREN des Tieres. Das Tier ist also so oder so tot. Wenn du heute zu Bäcker gehst und dir da ein Stück Kuchen holst, welches vielleicht nur eine Löffelspitze Gelatine enthält, dann ist dafür ein Tier gestorben (so der Bäcker keine pflanzliche Gelatine verwendet hat, was unwahrscheinlich sein dürfte). Da nützt es dir einen Dreck, dass du den ganzen Tag kein Fleich angerührt hast. Das eine kleine Stück Kuchen hatte den selben Effekt: Tier => tot. Und wenn du dir morgen wieder ein Stück Kuchen holst, dann stehen die Chancen ca. 50/50, dass die Gelatine darin von einem anderen Tier stammt und wieder ist für deinen kleinen Genuss ein Tier gestorben (ja, ich weiß - natürlich isst du nie Kuchen).

Och....das sind sehr viele Dinge. All die Versicherungen für nichts und wieder nichts, die nur einen riesigen Wasserkopf versorgen und im Erlebensfall nix einbringen (ich habe auch zuviel davon).

Was genau haben Versicherungen mit dem Thema des Threads zu tun?

Fuffzig verschiedene Waschmittel.

Dann nehmen wir eben alle nur ein Waschmittel. Unterm Strich bleibt es aber die gleiche Menge Waschmittel, die benutzt wird. Und wenn da tierische Stoffe drin sind, dann sinkt die Menge an verbrauchten tierischen Produkten um exakt 0.0.

Millionen Kosmetikprodukte.

Siehe Waschmittel.
Du hast vollkommen Recht, dass wir in einem totalen Überangebot ersticken. Und das wird immer schlimmer. Der Mensch kann zwischen 7 Produkten eine vernünftige Entscheidung treffen. Wir laufen im Supermarkt an 20 verschiedenen Honigsorten vorbei. Völliger Schwachsinn.
Das Problem ist nur: Wenn wir die Vielfalt zusammenstreichen, ändern wir trotzdem nix am Verbrauch. Und wenn wir ergo den Verbrauch einschränken wollen, damit weniger Tiere leiden müssen, müssen wir lernen, auf viele Dinge des täglichen Lebens komplett zu verzichten, oder horrende Preise dafür zu bezahlen. Das mag sich hier im Forum gut in Erwägung ziehen lassen, aber erklär mal einem, der von Hartz IV leben muss, warum Leim plötzlich doppelt so teuer ist.
 
Glod schrieb:
Nur stelle ich dann eben die Frage, wie da die Versorgung aussehen soll, wenn das ganze Zeug plötzlich auf Feldern wachsen soll.

Genau das meine ich mit Utopie.
Das sich die Menschheit "plötzlich" einem anderen Lebensstil zuwenden könnte, ist Utopie. Eine Utopie zum Einsturz zu bringen ist nicht wirklich eine große Glanzleistung und (imo) weit weg von einer konstruktiven Diskussion.

Wenn ich nun einzelne Argumente von dir sezieren würde, dann würde ich mich damit in diese saudämliche (haha) Diskussion einklinken und mich auf deine Argumentationsstruktur einlassen, im dümmsten Fall sogar als Verfechter der Utopie "Fleischlose Welt" einstehen.

Deshalb versuche ich jetzt inzwischen das dritte oder vierte Mal intervenierend dazwischen zu gehen, denn so toll du (und meinetwegen auch BAZONG) deinen Kampf der Utopien auch findest, unterm Strich bleibt bei diesem Schlagabtausch nicht viel Ertrag. Hier werden, allen voran von dir, vollkommen hanebüchene, realitätsfremde Geschütze aufgefahren. Kapier das doch endlich.
 
Dann streich das "plötzlich" und ersetze es durch "allmählich". Es ändert nicht das Geringste. Wir haben eine Menge X an tierischen Rohstoffen, die von der Industrie benötigt wird. Exakt diese Menge X müssen wir gegebenenfalls durch pflanzliche Stoffe ersetzen. Ob das jetzt von einem Tag auf den anderen geschieht oder über einen Zeitraum von 20 Jahren ändert nada an den damit verbundenen Problemen. Denn die Menge X benötigt dann eine Fläche Y, wo sie angebaut werden kann. Und diese Fläche werden wir weder morgen noch in 20 Jahren haben, denn Land wächst nicht nach.

Es ist im Übrigen toll, dass du mir weiterhin hanebüchene Argumente vorwirfst, ohne das zu belegen. Und du wirfst mir einen schlechten Diskussionstil vor?
 
Glod schrieb:
Willst du kranken Leuten erklären, was sie wirklich brauchen?

Ich nicht, aber ich bezweifle, dass immer der Patient und sein tatsächlicher Bedarf im Vordergrund steht ;)

Gar nichts und ich schreibe es gern zum 500. Mal in der Hoffnung, dass du es vielleicht dieses Mal liest: Das Fleisch ist die Hülle des Tieres. Die Rohstoffe, die dann in Medikamenten etc. landen, kommen aus DEM INNEREN des Tieres. Das Tier ist also so oder so tot. Wenn du heute zu Bäcker gehst und dir da ein Stück Kuchen holst, welches vielleicht nur eine Löffelspitze Gelatine enthält, dann ist dafür ein Tier gestorben (so der Bäcker keine pflanzliche Gelatine verwendet hat, was unwahrscheinlich sein dürfte). Da nützt es dir einen Dreck, dass du den ganzen Tag kein Fleich angerührt hast. Das eine kleine Stück Kuchen hatte den selben Effekt: Tier => tot.

Wie schon tausendmal erwähnt, macht eine Person sicher den Kohl nicht fett. Aber ein generelles geändertes Verbraucherverhalten, nicht nur auf Fleischkonsum bezogen, würde hier enorme Auswirkungen haben. Liest Du überhaupt, was ich schreibe ? Ich gehe nicht nur von mir als einem von 84 Millionen aus.

Was genau haben Versicherungen mit dem Thema des Threads zu tun?

Ähm...DU warst es, der gefragt hat. Schon vergessen ? Eine Versicherung ist ein Produkt. Bei mir jedenfalls.

Dann nehmen wir eben alle nur ein Waschmittel. Unterm Strich bleibt es aber die gleiche Menge Waschmittel, die benutzt wird. Und wenn da tierische Produkte drin sind, dann sinkt die Menge an verbrauchten tierischen Produkten um exakt 0.0.

Nö. Weichspüler braucht man nicht. Diverse Duftstoffe könnte man sich sparen. Sonstige Zutaten/Mittel ebenfalls. Einsparpotenzial gibt es massenhaft. Und dennoch könnte man waschen.

Siehe Waschmittel.
Du hast vollkommen Recht, dass wir in einem totalen Überangebot ersticken. Und das wird immer schlimmer. Der Mensch kann zwischen 7 Produkten eine vernünftige Entscheidung treffen. Wir laufen im Supermarkt an 20 verschiedenen Honigsorten vorbei. Völliger Schwachsinn.
Das Problem ist nur: Wenn wir die Vielfalt zusammenstreichen, ändern wir trotzdem nix am Verbrauch. Und wenn wir ergo den Verbrauch einschränken wollen, damit weniger Tiere leiden müssen, müssen wir lernen, auf viele Dinge des täglichen Lebens komplett zu verzichten, oder horrende Preise dafür zu bezahlen. Das mag sich hier im Forum gut in Erwägung ziehen lassen, aber erklär mal einem, der von Hartz IV leben muss, warum Leim plötzlich doppelt so teuer ist.

Hier gilt dasselbe wie beim Waschmittel. Einsparungen kann man immer vornehmen.
Im Verbrauch sowie in der Vielfalt. Und das, OHNE dass die Lebensqualität abnimmt (Du schreibst es ja selbst, dass es ein Überangebot gibt).
Man muß sich nur vor Augen führen, WAS alles in den Müll wandert. Fleisch- und Gemüseberge, Getreide wird zum Heizen verwendet, Müllexport in alle Welt ist die Folge.
Biodiesel ist noch so ein Unding. Oder Tiermehl aus überschüssigen Tierleichen, dass zum Heizen verwendet wird. Pervertierter geht es doch nimmer :vogel:


Interessant: "Hühnerwahnsinn" http://www.youtube.com/watch?v=j9HzAQwQpS0
 
Boah, einmal noch; weil es mir so unter den Nägeln brennt:

Stellvertretend nehme ich hier einfach ein Posting von Glod als Ausgangspunkt:

Glod schrieb:
Dann streich das "plötzlich" und ersetze es durch "allmählich". Es ändert nicht das Geringste. Wir haben eine Menge X an tierischen Rohstoffen, die von der Industrie benötigt wird. Exakt diese Menge X müssen wir gegebenenfalls durch pflanzliche Stoffe ersetzen. Ob das jetzt von einem Tag auf den anderen geschieht oder über einen Zeitraum von 20 Jahren ändert nada an den damit verbundenen Problemen. Denn die Menge X benötigt dann eine Fläche Y, wo sie angebaut werden kann. Und diese Fläche werden wir weder morgen noch in 20 Jahren haben, denn Land wächst nicht nach.

• Weder du, noch ich noch sonst jemand in dieser Diskussionsrunde hat sich vermutlich eingehend damit beschäftigt, zu wieviel % Tierabfälle weiterführend verarbeitet werden.

• Niemand hier weiß, ob und welche pflanzliche Alternativen es gibt. Vielleicht kostet die Herstellung aus den tierischen Restabfällen sogar etwas mehr als eine pflanzliche Alternative; nur man erspart sich die Kosten für das Entsorgen der Abfälle.

• Lush hier exemplarisch zu verwenden, dass pflanzliche Alternativen exorbitant teuer wären ist kompletter Schwachsinn. Lush ist nicht teuer, weil es hohe Herstellkosten gibt, sondern weil das Unternehmen willkürlich Preise festsetzt. Sie haben kaum Konkurrenz, und es wird trotzdem gekauft. Dumm wären sie, weniger zu verlangen. Wenn es da noch 10 Lush-Konkurrenten gäbe, würde das Zeug gerade mal einen Bruchteil kosten.

• Ich bezweifle, dass man bei verstärkten einsatz von pflanzlichen Alternativen mehr Anbauflächen benötigen würde. Grundlage meiner These ist, dass für die Tierfütterung bereits enorme Flächen benötigt werden und es ein enormes Ungleichgewicht gibt, was die Menge an Futter betrifft, die man investieren muss um entsprechenden "Fleisch-Output" zu bekommen.
Wenn man 16kg Futter in 1kg Fleisch investieren muss, dann ist zumindest für mich klar, dass man mit der Fläche von 16.000kg Futtermittel (Äquivalent zu einem Tier mit 1.000kg) ziemlich viel Anfangen kann; vielleicht sogar weit mehr als mit tierischen Produkten.

Edit: Und nochmal, Grundtenor hier war nicht "entweder / oder", sondern ein sinnvollerer und vorallem respektvollerer Umgang mit der "Ressource Tier".
 
BAZONG schrieb:
Ich nicht, aber ich bezweifle, dass immer der Patient und sein tatsächlicher Bedarf im Vordergrund steht ;)

Das Ärzte gern mit Sachen wie Antibiotika um sich werfen, ist bekannt. Aber auch das ändert sich mittlerweile aufgrund der Konsequenzen. Nicht zuletzt sind die begrenzten Budgets der Ärzte auch eine Deckelung dafür, dass nicht jeder Patient mit 5 Präparaten gegen Magendrücken nach Hause geht.

Wie schon tausendmal erwähnt, macht eine Person sicher den Kohl nicht fett. Aber ein generelles geändertes Verbraucherverhalten, nicht nur auf Fleischkonsum bezogen, würde hier enorme Auswirkungen haben. Liest Du überhaupt, was ich schreibe ? Ich gehe nicht nur von mir als einem von 84 Millionen aus.

Ich gehe in dieser Diskussion grundsätzlich von allen Menschen aus und wiederhole die Aussage: Wenn alle an einem Tag auf Fleisch verzichten, gleichzeitig an diesem Tag aber Seife, irgendwas mit Gelatine und irgendein anderes Produkt verwenden, was auf tierischen Rohstoffen basiert, dann ändert sich gar nix, außer dass wir Berge von Fleisch haben, die ungenutzt zum Himmel stinken. Versteh das doch bitte endlich. Das Fleisch ist nur ein Teil des Tieres und nur ein Grund, warum es im Schlachthof landet.

Ähm...DU warst es, der gefragt hat. Schon vergessen ? Eine Versicherung ist ein Produkt. Bei mir jedenfalls.

Okay, ich präzisiere: Was haben Versicherungen mit tierischen Rohstoffen zu tun? Verarschst du mich hier?

Nö. Weichspüler braucht man nicht. Diverse Duftstoffe könnte man sich sparen. Sonstige Zutaten/Mittel ebenfalls.

Also teilweise zurück in Richtung Ludwig XIV. oder wie soll ich das verstehen?

Man muß sich nur vor Augen führen, WAS alles in den Müll wandert. Fleisch- und Gemüseberge, Getreide wird zum Heizen verwendet, Müllexport in alle Welt ist die Folge.
Biodiesel ist noch so ein Unding. Oder Tiermehl aus überschüssigen Tierleichen, dass zum Heizen verwendet wird. Pervertierter geht es doch nimmer :vogel:

Stimmt alles. Frage: Was nehmen wir denn dann stattdessen zum Heizen? Mehr Bäume fällen? Kohle? Mehr Erdgas? Neue Wasserkraftwerke?
Unsere ganze Zivilisation und besonders die Wirtschaft ist ein absolut perverses aber nichtsdestotrotz ziemlich geniales Netzwerk aus ineinandergreifenden Zahnrädchen. Man kann da nicht einfach so welche langsamer laufen lassen, oder gar komplett entfernen. Jede Aktion zieht da einen ziemlichen Rattenschwanz nach sich, der bedacht werden will und bei näherer Überlegung den Aufwand nicht wert ist. Haben wir uns selbst gebaut. Sind wir selber schuld daran. Raus kommen wir da jetzt nur ziemlich schwer und imo dürfte es ziemlich unmöglich sein. Der einzige Weg, der so einen Schritt ermöglicht, führt leider geradewegs in ein Mad Max-Szenario.
 
Zurück
Oben