Spielt hier noch jemand TS2k/5?. Ich hatte mich lange Zeit von der schlechten Bewertung im Xbox Store abschrecken lassen. Wegen den Servern, die oft abgestürzt sein sollen, kann ich den Frust der Spieler verstehen. Besonders mies ist es, weil man auch in der Karriere mit dem Server verbunden sein muß.
Zum Glück gibt es diese Probleme nicht mehr. Vor rund einem dreiviertel Jahr konnte man das Spiel zu einem Wochenende antesten.
Vom Spielerischen her war ich gleich begeistert. Ich kenne auch alle Vorgänger, bis auf den vierten, den ich zwar habe, mir aber auch erst zulegte, als die Xbox One schon draußen war und deshalb sogar noch eingeschweißt ist.
Für mich ist TS2k/5, was auf dem Platz betrifft, die beste Version, die ich aus der Reihe gespielt habe. Deshalb kann ich die Kritik, die man unter Bewertungen von Spielern, über die Spielmechanik ließt, nicht verstehen.
Einige machen scheinbar den Fehler, dass sie sich ständig an dem Balken orientieren und nicht Ball -und Gegner im Auge haben. Wer sich nur ein wenig mit dem realen Tennis beschäftigt hat, der weiß genau wie dieses Spiel funktioniert. Deshalb ist es gegenüber anderen Tennisspielen auch so intuitiv. Hier weiß ich ganz genau, warum der Ball im Aus -oder im Netz gelandet ist. Wenn man zu frontal zum Ball steht, wird man diesen nie am höchsten Punkt treffen, um einen perfekten Schlag ausführen zu können.
Moniert wurde auch öfter, dass der Schwierigkeitsgrad unausgewogen wäre. Um das zu beurteilen, war das Probewochenende zu kurz.
Da ich aber so richtig angefixt war, habe ich mir gleich die Standardvollversion, für unter 20€, aus dem Xbox Store geholt.
Weil einige meinten, dass der Normal Modus schnell zu einfach werden würde und der auf Hoch ihnen zu schwierig wäre, habe ich erstmal die Frauen Karriere begonnen. Ich hab mir dafür eine Steffi Graf jr. gebastelt.
Die Karriere bin ich zuerst auf normal angegangen. Mit der Zeit waren die Gegner aber nur noch Fallobst und der richtige Spaß begann erst mit dem höheren Schwierigkeitsgrad. Ab da mußte man sich vor dem Spiel anschauen, welche Stärken und Schwächen der Gegner hat. Gerade bei den Spitzenspielerinnen war das zu Anfang wichtig. Die Spiele fühlen sich auf Hoch so richtig real an. Da wird man z.B. im 1. Satz am Anfang so richtig verprügelt. Worauf der Gegner schon 5:1 führt und ich die Taktik umstellen muß und die Angst bei jedem Ballwechsel mitschwingt, bloß keinen Fehler zu machen, damit die Anstrengung nicht umsonst war, sich bis zum Ausgleich vorzukämpfen, um dann am Ende doch noch mit 5:7 den Satz abzugeben. Verloren ist der Satz dann aber trotzdem im Tie Break gegangen. Aber am Ende hat die Gegnerin nichts zu lachen gehabt. Der 2.Satz ging mit 6:0 glatt an mich. Im 3.Satz habe ich das Spiel mit 6:2 zugemacht. Im Laufe des Spiels konnte man so richtig mitbekommen, wie die Gegnerin ihre Spielstärke immer mehr verloren hat. Solche Begegnungen hat man öfter im Spiel.
Abgesehen von der Stärke des Spiels auf dem Platz, gibt es aber auch die unausgegorene Karriere, die sich nicht am realen Tennis orientiert. Da steht man in der Weltrangliste auf Platz 18 und kann aber nicht an allen Turnieren teilnehmen, weil man erst bestimmte Dinge im Training machen muß. Von den Grand Slams ganz zu schweigen. Für die man nochmal extra Geld ausgeben muß, aber dann auch noch freispielen muß.
Aber in der Hinsicht bin ich mit dem Spiel jetzt doch im Reinen. Den Grand Slam habe ich mir zugelegt, wo er halb so teuer war.
Zur Zeit stehe ich mit meiner Steffi auf Weltrang 1. Habe alle große Turniere gewonnen, einschließlich einzelner Grand Slams.
Heute am 5.Januar habe ich Steffi die Krone aufgesetzt. Sie gewann das Finale in Flushing-Meadows und krönte damit ihr bestes Jahr. Sie gewann alle Grand Slams in einem Kalenderjahr. Womit sie in die Fußstapfen ihrer „Mutter“ trat, die dieses Kunststück, wie wenige andere Spielerinnen -und Spieler geschafft hat.
Nach fast 240h mit Steffi, 8 Minuten fehlen nur noch, werde ich mit der Männer-Karriere fortfahren. Zverev wird wahrscheinlich einen 2.Bruder bekommen. Der ihm zeigen wird, wie man Serve and Volley spielt.
Im Übrigen ist das bei Steffi auch meine Spielweise, weil sich im Laufe der Karriere herausgestellt hat, dass man damit die stärkeren Gegnerinnen gut unter Druck setzen kann. Natürlich darf man das nicht kopflos machen. So einige Male stand ich dumm am Netz, weil ich keine Chance gegen einen Lob hatte.
Meine Zeilen verraten sicherlich, dass ich dem Spiel verfallen bin. So ähnlich wie bei Avowed vor einigen Monaten.