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REVIEW Shooter Triumvirat (Killzone, Ghosts, Battlefield) Review

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Die Entscheidung zugunsten der PS4 war bei mir schon vor einem halben Jahr gefallen. Mircosoft hat diese Entscheidung mit ihrer ersten (Wahn-)Vorstellung der One auch extrem einfach gemacht. Dass Microsoft einen derartiger Rückzieher machen würde, war beim besten Willen nicht vorher zu sehen und als es soweit war, war es für mich eh zu spät. Auch wenn ich die PS4 unter dem Strich nach wie vor für das bessere Gamingsystem halte, würde ich lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich nicht mit Neid auf Ryse und Dead Rising 3 blicken würde. Mein LaunchLineUp sah daher zunächst Killzone Shadow Fall, Call of Duty Ghosts und Battlefield 4 vor. Nicht sehr abwechslungsreich, aber mit Assassin's Creed 4 kann und kann ich mich einfach nicht anfreunden, TopWertungen hin oder her. Egal wie cool das Piraten Setting auch ist, egal wie toll die See auch ist, am Ende ist es leider immer noch Assassin's Creed. Anstelle dreier trockener Reviews habe ich die drei Shooter einfach mal in verschiedenen Kategorien gegenüber gestellt, mit teils auch für mich überraschenden Ergebnissen.


I Story


Ok, die erste Disziplin ist so etwas wie Zergencatchen und der Sieger dürfte kaum mehr als der vielzitierte König unter den Blinden sein, zumal es gerade bei CoD und Battlefield nicht wenige gibt, die die Kampagne nie anrühren. In Anbetracht der Tatsache, dass Killzone als einziger Titel einen sprechenden Protagonisten hat, geht der Sieg per default an Killzone Shadow Fall. No contest in diesem Fall.


Allerdings erweist sich Killzone auch ansonsten als der stärkste Titel in dieser Kategorie. 30 Jahre nach den Ereignissen aus Killzone 3, ihr erinnert euch, Rico ist ein Idiot und Helghan wurde zerstört, wohnen die Helghast und die Vektaner (?) gemeinsam auf Vekta, getrennt von einer Mauer, die den ganzen Planeten umrundet. Die Bewohner Vektas wurden zwangsgeräumt, um den Helghast Platz zu machen und diese führen nun mehr eine Art Kalter Krieg gegen Vekta. Als ob die ganzen Nazi/NS-Zeit/Nachkriegszeit Analogien noch nicht offensichtlich genug waren. Warum Vekta ohne Grund den halben Planeten aufgibt und warum die Helghast selbst auf Vekta ihre Gasmasken brauchen, bleibt unerklärlich. Bedenkt man, dass es kaum Nachbarschaften in Deutschland gibt, die sich nicht wegen der kleinsten Lächerlichkeiten (Der rote Zaun passt hier nicht ins Bild!!!) bekriegen, dann muss ernsthaft gefragt werden, wie man denn nur ansatzweise davon ausgehen konnte, dass ein geteilter Planet nicht auf kurz oder lang zum massiven Problem werden würde. Die einzige Frage lautet, wieso es 30 Jahre gedauert hat, bis die Spannung eskalierte.


Ihr spielt Lucas Kellen, einen Soldaten/Spion der ISA. Als eine TerrorGruppe namens BlackHand einen Anschlag auf Vekta verübt, begibt er sich hinter die Mauer, wo er auf eine mysteriöse Dame namens Echo trifft. Dann ist da noch irgendeine Superwaffe, die ein alter Bekannter einsetzen möchte und es kommt zu den üblichen Loyalitätskonflikten, die jede Undercoverstory hat. Killzone versucht die Linien zwischen gut und böse etwas zu verwischen, was sehr löblich ist, aber leider ziemlich erfolglos bleibt. Wenn die Antagonisten und ihre sämtliche Symbolik auf den Nazis basieren, sie in den Vorgänger gezeigt wurden, wie sie eigene Soldaten erschießen, weil deren Uniform nicht richtig saß, wie sie Gegner reihenweise exekutieren, Waffen an ihnen austesten und herzlich dabei lachen, wie die eigene Regierung sich gegenseitig bekriegt, erpresst und offen Tötungsbefehle gegen ehemalige Ratsmitglieder ausgespricht und wenn die Helghast im Tutorial meinen offenkundig unbewaffneten Vater vor meinen Augen hinrichten, dann kann ich den ISA nicht wirklich verübeln, wenn sie neue Waffen an gefangenen Helghast ausprobieren. Wo gehobelt wird, fallen Späne und um sich gegen diese Monster zu wehren, ist fast jedes Mittel legitim. Die Helghast mit ihren schwarzen Rüstungen und roten Augen sind das Böse reinkarniert. Da gibt es kein Grau und schärfer könnte die Trennlinie kaum sein. Im vierten großen Titel nun zu versuchen, diese Ausrichtung zu ändern, dürfte eindeutig zu spät sein. Das Ende ist zudem ein ziemlicher Schlag ins Gesicht.


Ghosts geht den üblichen Call of Duty Weg. Südamerika zerstört die halbe USA. Den armen Amis bleibt auch nichts erspart. Hauptdarsteller sind ein Brüderpaar und ihr Hund. Nur einer dieses Trios kann sprechen und nur einer hat Persönlichkeit und es ist nicht derselbe. Die üblichen Briefings vor den Missionen lassen den Spieler immer mitten auf dem Schlachtfeld zurück, die Dialoge bestehen aus „Follow me, take him out, RPG“ und am Ende sterben viele Menschen. Die USA sollen die Underdogs sein, greifen aber mit heftigstem Militärwerkzeug an, die Ghosts, denen ihr euch später anschließt, sollen Spezialisten sein, die versuchen, feindliche Basen zu infiltrieren, am Ende aber irgendwie jedes Mal ganze Häuserblöcke in Schutt und Asche legen. Nach den Black Ops Titeln, die immerhin Wert auf die persönliche Beziehung des Hauptcharakters zum Geschehen gelegt hatten, ein klarer Rückschritt. Ich hab BGB Skripte gelesen, deren Übungsfälle eine bessere Handlung hatten.


Ähnlich geht es in Battlefield 4 zu, nur dass es hier China ist. Chang ist böse, Jin Je ist gut, mehr hab ich nicht verstanden. Ich muss aber gestehen, dass mir die Charaktere Irish, Pac und Hannah ausgesprochen gut gefallen haben. Irish hat eine ausgeprägte Persönlichkeit, die ihm Eigenständigkeit verleiht, er zeigt eine nachvollziehbare, menschliche Schwäche und Emotionen, Pac ist sympathisch und Hannah erweist sich als deutlich interessanterer Charakter als man es anfangs vermuten konnte. Die Dialoge und Diskussionen zwischen den drei Charakteren wirken echt und ansprechend, was nicht zuletzt auch an sehr gut aufgelegten Sprechern liegt. Wenn doch nur der eigene Protagonist hier mit wirken könnte. Es wirkt leicht lächerlich, wenn der stumme Truppenführer (!) permanent gefragt wird, wie denn die nächsten Befehle lauten. Es reicht aber trotzdem, um Ghosts in die Schranken zu verweisen.


Killzone Shadow Fall: 2 Punkte

Battlefield 4: 1 Punkt

Call of Duty Ghosts: 0 Punkte


II Grafik


Wir sind in der Next Generation der Konsolen, Generation Nr. 8. Wir verfügen nun über extrem leistungsstarke Miniaturrechner, ausgestattet mit mächtigsten Prozessoren, Grafikchips, einem Übermaß an blitzschnellem RAM und die WiiU. Freilich ist Grafik nicht alles, aber das Auge isst mit und mal ehrlich, wer will nicht unmittelbar sehen, was die Investition von 400,00 bis 500,00 Euro gebracht hat?


Call of Duty Ghosts startet gleich mal brilliant damit, die native Auflösung von 720p per Patch auf 1080p erhöhen zu müssen. Disqualifiziert! Davon ab ist es sicherlich nicht hässlich, zeigt gute Raucheffekte und läuft meistens flüssig. Mehr als eine aufgebohrte Last Gen Version ist es allerdings zu keinem Zeitpunkt.


Ganz anderes hingegen die beiden anderen Titel, die aus allen Rohren feuern. Also grafisch... und sonst auch. Insbesondere auf die Lichteffekte scheinen die Entwickler stolz zu sein, angesichts der Tatsache, dass man gerade Killzone ohne Sonnenbrille teils nicht spielen kann. Auch thematisch gefällt die hohe optische Abwechslung in Killzone, vom sonnigen Wäldchen über das düster-dreckige New Helghan bis zu den Weltraumabschnitten. FullHD, knackig scharf, keine Spur von Aliasing, Ruckeln oder Tearing. So muss Grafik aussehen.


Battlefield 4 sieht vom Fleck weg stark aus, zwar den Angaben nach nur in 900p, wobei mir auch hier keine einzige unscharfe Textur vorgekommen wäre. Spätestens im Abschnitt mit dem Taifun auf der Brücke ist mir allerdings die Kinnlade auf den Boden gefallen (dann ist die Katze damit abgehauen, deswegen gibt es momentan nur Süppchen). Letztlich würde ich insgesamt Battlefield 4 sogar noch leicht den Vorzug vor Killzone geben, rein vom subjektiven Gefühl des Einwirkens der Optik, ohne dabei jedes einzelne technische Detail gewertet zu haben.


Killzone Shadow Fall: 2 Punkte

Battlefield 4: 2 Punkte

Call of Duty Ghosts: dsq


III Gunplay


Kategorie III betrifft das reine Gunplay, will heißen, das Gefühl der Waffen, des Feedbacks, der Reaktionen der Gegner auf dieses, die Steuerung an sich. Ich muss damit anfangen, dass der DS4 wohl der beste Controller ist, den ich bis dato in der Hand hatte. Ich bin zwar noch nicht in Gänze überzeugt, dass es nicht sinnvoller wäre, den linken Stick endlich in die erhöhte linke Position zu bringen anstatt das, mittlerweile nur noch für sekundäre Zwecke verwandte, Steuerkreuz dort zu platzieren, aber die Größe, die neuen Trigger und die Sticks tragen ganz erheblich zur komfortablen Steuerung der Spiele bei. Bewegung und Zielen erfolgt über die Sticks, geschossen wird mit den beiden hinteren Triggern, alles wie gehabt. Ganz generell steuern sich alle drei Titel astrein, die Unterschiede sind im Detail zu finden.


Killzone hat das Gefühl der Schwere der Bewegungen fast ganz rausgenommen. Es steuert sich schneller, aber auch präziser als je zuvor. Ohne jegliches Autoaim konnte ich nach wenigen Minuten auf größte Distanzen gezielte Kopfschüsse ansetzen, etwas das mir in keinem Killzone bisher gelungen war. Die Standardwaffe ist eine Art Railgun, die mir auf Grund des Sounds (zu phaser-artig) und des merkwürdigen, abgeschnitten Aussehens nie zusagte. Alle anderen Waffen sind superb, egal ob es Shotguns, LMGs oder Assaultrifles sind. Jede hat einen eigenen, brachialen Sound mit tollem Feedback, jede Kugel hat spürbares Gewicht, jeder Einschlag, egal ob Gegner oder Wand, ist nachhaltig. Feuergefechte sind ausgesprochen befriedigend, jeder Treffer ist einfach pure Freude. Es ist nicht nur das best spielbare Killzone bis dato, sondern einer der besten Konsolenshooter überhaupt.


Battlefield 4 zeichnet sich durch eine Vielzahl moderner Schusswaffen mit stark unterschiedlichen Eigenschaften aus. Viele Waffen haben eine starke Streuung bzw. einen heftigen Rückstoß, sodass Stabilität und Feuerkontrolle extrem wichtig sind. Ein Punktesystem und ein x über den Gegnern zeigt Treffer an, was ein wenig an der Atmosphäre nagt, aber gute Rückmeldung über Erfolg oder Misserfolg gibt. Waffen werden nach und nach durch Aufsammeln oder hohe Punktwertungen in Missionen freigespielt, sodass immer wieder neue Geräte zum Ausprobieren auffordern.


Ghosts bietet die übliche Popcorn Ballerei, was nicht zwingend schlecht sein muss. Gegner fallen schneller als in den beiden anderen Spielen, Rückstoß ist weit weniger vorhanden, dafür ist die schiere Anzahl an Gegnern weitaus größer. Ghosts bleibt das einzige Spiel, bei dem ich das AimAssist angelassen habe, einfach weil ich das Gefühl habe, dass CoD immer mit diesem Feature im Sinn designt wurde. Während die beiden Kollegen eher ein Gefühl kontrollierter Gefechte bieten, hält CoD die Massenschlachten und das Chaos aufrecht. CoD fährt fast die ganze Zeit über im roten Bereich, was sich in einem hektischeren, aber nicht zwingend schlechteren Gunplay wiederspiegelt.


Ein langweiliges Unentschieden also.


Killzone Shadow Fall: 2 Punkte

Battlefield 4: 2 Punkte

Call of Duty Ghosts: 2 Punkte



IV weitere Gameplayelemente



Killzone bietet als weitere taktische Neuerung eine Drone an, die euch fast immer begleitet und vier Funktionen bietet: Ein Seil, zum schnellen Abseilen, nützlich eigentlich nur zu Beginn des Spiels, ein Schutzschild, einen Angriff und ein EMP Angriff zum Betäuben von Gegnern und Zerstören von gegnerischen Schilden. Es verändert nicht das Kerngameplay, fügt aber genug taktische Optionen hinzu, um eine willkommene Hilfe zu bieten. Darüber hinaus gibt es ein Sonar, das euch per Knopfdruck Gegner in der näheren Umgebung anzeigt. Haltet die Taste aber zu lange und ihr macht die Feinde früh auf euch aufmerksam. Killzone bietet an einigen Stellen die Möglichkeit, per Stealth vorzugehen, bis auf eine Ausnahme ist dies aber optional und im Vergleich zu reinen Gefechten öfters einfach weniger spannend.


Battlefield 4 bietet die Option, eure Truppen zu befehligen, bestimmte Gegner anzugreifen. Das war es im Grunde.


Ghosts hat die üblichen Dronen etc. und... einen Hund, den ihr zwei Mal selber steuert und ansonsten als Sekundärwaffe auf Gegner hetzen könnt. Dead to Rights hat das allerdings schon vor über einem Jahrzehnt gemacht.


Killzone ist das einzige Spiel, das tatsächlich echte Erweiterungen im Kerngameplay bietet, daher 1:0 für die Guten.


Killzone Shadow Fall: 2 Punkte

Battlefield 4: 0 Punkte

Call of Duty Ghosts: 1 Punkt


V KI


Künstliche Intelligenz ist immens hart zu programmieren. Sie soll realistisch sein, muss aber Raum für spaßiges Gameplay bieten. Diesen Punkt richtig hinzukriegen ist beinahe unmöglich und demnach schafft es auch kaum einer der Mitbewerber.


Die Helghast erweisen sich als erstaunlich dämlich, sind allzu glücklich, einer nach dem anderen ins Mündungsfeuer zu rennen, insbesondere in engeren Korridoren. Sie rennen auch gerne wie gescheuchte Kaninchen um den Spieler herum oder an ihm vorbei, bevor sie, vollkommen ungeschützt, im Sichtfenster des Spielers in Deckung gehen. Die Herausforderung kommt aus der immensen Treffgenauigkeit der Helghast und sonst von gar nichts.


Ghost handelt nach dem Motto: Was brauch ich Intelligenz, wenn ich in der Mehrheit bin (also das Prinzip, auf dem die westliche Demokratie beruht). Kein Gegner zeigt besondere Ambitionen, weder was Offensive noch Defensive betrifft, statt dessen wird einfach mit 100 Mann auf den Spieler zumarschiert.


Battlefield 4 präsentiert sich da deutlich besser. Hier und da fallen Gegner durchaus dadurch auf, dass sie unnötigerweise ihre Köpfe hinhalten und auch nach zwei, drei Treffern nicht daran denken, sich mal woanders hin zu bewegen, aber im Großen scheinen die Chinesen (und später Russen) daran interessiert, am Leben zu bleiben. Sind Geschütztürme vorhanden, rennen sie mit Vorliebe dorthin um jene zu bedienen, sie flankieren, ändern die Position auf dem Schlachtfeld und wirken zu keinem Zeitpunkt billig. Auf größere Distanzen sinkt ihre Trefferquote und auch ein taktischer Rückzug wurde schon mal gesehen.


Killzone Shadow Fall: 0 Punkte

Battlefield 4: 2 Punkte

Call of Duty Ghosts: 0 Punkte




VI Missionsdesign



Hier trennt sich die Spreu etwas vom Weizen. Das beste Gameplay nützt nichts, wenn man es nur in einem weißen Raum anwenden darf. Hier fahren eigentlich alle Titel voll auf.


Killzone ist redlich bemüht, Abwechslung ins Spiel zu bringen, wobei der Erfolg an mangelnder Konsequenz scheitert. Das Spiel beginnt mit einer Stealtheinlage, geht über zu der Szene im Wald, in der ihr mehr oder weniger frei, ähnlich wie in Far Cry, eure Ziele aussuchen dürft. Es weiter im Weltraum mit einem Abschnitt, der stark an Dead Space erinnert. Es folgen Abschnitte in engeren Korridoren, Turretszenen, weitere Weltraumausflüge, Freefall Segmente, eine Snipermission, kurz, Killzone will von jedem etwas bieten und verliert dadurch etwas an Beständigkeit. Ein Kritikpunkt, der vielerort erwähnt wurde, war dass man in Shadow Fall desöfteren nicht wüsste, wo man hin soll und wie es weiter geht. Dem muss entschieden widersprochen werden. Eine Szene soll eine recht späte Szene sein, in der ihr ein Raumschiff vor angreifenden Helghasthorden schützen sollt. Nachdem ihr das Flugschiff gesichert habt, könnt ihr es betreten und die Bordgeschütze verwenden, um die Helghast in die Flucht zu jagen. Angeblich soll das Spiel hiervon nichts erwähnen. Stimmt, sofern man die Markierung des Schiffes und die aufploppende Nachricht oben rechts (da, wo alle Missionsziele eingeblendet werden) nicht mit zählt. Hält man das Steuerkreuz nach oben, wird klar gesagt, dass man das Schiff betreten und die Geschütze nutzen soll. Gleichzeitig kam es zu keinem Zeitpunkt dazu, dass ich nicht innerhalb kürzester Zeit den richtigen Weg gefunden hätte und ich bin da extrem frustanfällig. Es scheint so zu sein, dass die Spiele der siebten Generation die Gamer so dermaßen an permanent aufploppende Anweisungen gewöhnt haben, dass die meisten zu bloßen Befehlsempfängern verkommen sind, die mit allem überfordert sind, was nur ein bisschen Eigeninitiative erfordert.


Der größte Kritikpunkt ist die teilweise vorherrschende Passivität des Spiels. Immer wieder kommt es zu ewig langen Passagen, in denen ihr kleinere Beschäftigungsaufgaben erledigen müsst, die wenig anspruchsvoll, wenig spaßig, dafür umso langweiliger sind. Nichts gegen Abwechslung und nichts gegen ruhigere Phasen, aber der spaßigste Aspekt von Killzone ist nunmal das Erschießen von Helghast. Damit sollte man also nicht zu sparsam sein. Nervig, aber auch lange nicht so schlimm wie die Reviews es haben verlauten lassen, sind die Abschnitte, in denen ihr im freien Fall Hindernissen ausweichen müsst. Da waren die Szenen in God of War 3 wesentlich übler. Was Killzone vielleicht ein wenig fehlt, ist einfach die eine oder andere Massenszene wie Visaribridge oder der Ansturm auf den Palast (beide aus Killzone 2).


Ghosts ist das genaue Gegenteil. Mit brutaler Gewalt wurde alles entfernt, was auch nur ansatzweise Ruhe ausgestrahlt hätte. Eine Explosion übertönt die nächste, wobei ihr zwischen Panzern, Hubschraubern, Weltraummissionen und Unterwasserabschnitten hin und her wechselt. Das geteiltet Finale geizt ebenfalls nicht mit spektakulären Momenten. Ghosts bleibt aber die Achterbahnfahrt der Shooter, ein Schlauchshooter ohne große Freiheiten.


Battlefield ist ähnlich linear wie Ghosts, wobei manchne Abschnitte etwas größer sind als beim Kollegen, was den Gefechten durchaus zu Gute kommt. Gelegentliche Bootsfahrten und eine längere Panzerfahrt gegen Ende sind aber auch schon das Maximum der Abwechslung, ansonsten konzentriert sich Battlefield auf seine Stärken.


Einen klaren Sieger gibt es hier also nicht. Killzone versucht zu viel, Ghosts versucht zu wenig und Battlefield weiß halt, was es ist.


Killzone Shadow Fall: 1 Punkt

Battefield 4: 1 Punkt

Call of Duty Ghosts: 1 Punkt



VII Umfang:



Ich habe keine Stunden gezählt, subjektiv dürfte Killzone die längste Kampagne gehabt haben und Ghosts die kürzeste, wobei Killzone viel Spielzeit mit ABM ausfüllt und dafür einen Punkt verliert.


Killzone Shadow Fall: 1 Punkt

Battefield 4: 1 Punkt

Call of Duty Ghosts: 0 Punkte



VIII Besonderes:



Call of Duty ist von Activision, Battlefield ist von EA. Außerdem: Battlelog. Killzone kommt von den Kaasköppen.


Killzone Shadow Fall: -1 Punkt

Battlefield 4: -2 Punkte

Call of Duty Ghosts: -1 Punkt



Fazit:



Punktemäßig geht der Sieg ganz klar an Killzone mit 9 Punkten von möglichen 16 vor Battlefield mit 7. Abgeschlagen auf Rang 3 landet Ghosts, das die Call of Duty Formel nach Schema F abspult und mehr nicht. Ich bin überrascht, wie viel Spaß mir Battlefield 4 in der Kampagne gemacht hat nachdem ich insbesondere mit 3 überhaupt nicht warm geworden bin und auch die Bad Company Reihe nicht wirklich gemocht habe. Zu meiner Überraschung mochte ich wirklich die drei Hauptcharaktere, die ich für einige der besseren des Genres halte. Wenn jetzt nur jemand den stummen Protagonisten verbieten würde.


Während man Ghosts also getrost ignorieren kann, empfehle ich Killzone und Battlefield allen ShooterFans, die die Muskeln der PS4 ausspielen wollen. Viele Alternativen gibt es ohnehin derzeit noch nicht. Wenn ich nur Ryse irgendwie auf der PS4 zum Laufen kriegen könnte...
 
Danke für deinen Bericht.
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich von den ganzen Day One Käufern ein wenig enttäuscht bin. Ich hätte auf mehr Reviews gehofft (Forza, Knack etc.).
 
ich schreibe ja auch gerne Reviews. Aber ich habe noch gar nicht alles genug spielen können für ein Review. Vor allem NBA 2k braucht echt viel Zeit, um zu gucken, ob es Bugs gibt. Und Battlefield habe nur im MP gezockt.
 
Hätte auch lieber ein Ryse Review von dir. Kauf dir mal eine One. Oder kann sich KT nicht mal bei MS melden und sich als offizielle Gamesseite anmelden, damit man Konsolen kriegt? :cool:
 
Schreib du doch einfach eines!

Btw:

Schönes Review Bart, so wie immer. Spiele ja selber Battlefield und es macht derbe Laune. Grafisch auch ganz hübsch. Killzone konnte ich leider noch nicht ausgiebig zocken.
 
Jetzt, wo ich auch alle Games gezockt habe, muss ich sagen, dass ich Bart in keinem Punkt zustimmen kann. Finde die Ghosts-Kampagne mit Abstand am besten, gefolgt von Battlefield 4. Gameplay ist bei allen drei Spielen nicht gut, aber Ghosts hat am meisten Action und Abwechslung. BF4 hat natürlich den besten Multiplayer und imo dank des Sounds auch insgesamt die beste Technik. Killzone wäre bei der Auswahl der schwächste Titel.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab auch alle drei Titel durch. Der, mit Abstand, beste Singelplayer Titel ist Killzone, gefolgt von CoD und mit Abstand folgt Battlefield. Letzeres beginnt recht starkt, baut aber am Ende extrem ab. Die späteren Level wirken lieblos aus dem Multiplayer transferiert. Die Story ist schwach, aber hat nicht so viele schwachsinnige Elemente wie Ghosts, dass prinzipiell eigentlich nur von der Inszenierung lebt.
Killzone hebt sich da schon recht deutlich ab, nachdenken sollte man hier aber auch nicht. Aber es hat als einziges durch die Story etwas Motivation erzeugt.
Gerade CoD persifliert schon fast sein eigenes (schwachsinniges) Szenario ;). Die "Ghosts" gehen nicht im Ansatz subitl vor, jede Mission endet mit Krachbumm.
Technisch ist Killzone am stärksten, Battelfield im Mittelfeld (auch hier baut der Titel über die Spieldauer ab), während CoD nur ein Last Gen Port ist.

Multiplayer hab ich nirgends gezockt. Empfehlen kann ich eigentlich nur Killzone, dass ich besser fand, als es von vielen gemacht wurde. Das Gefühl der Vorgänger ging leider verloren, das Kriegsszenario ist größtenteils passe. Auch die KI hat leider abgebaut.

Im Endeffekt sind eigentlich alle Titel kleine Enttäuschungen, wobei ich bei CoD halt noch das bekommen hab, was ich erwartet hab.
 
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