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Scuzzle goes vegan..

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Es traut sich einfach niemand :bussi:

ne, @Mingo diskutiert ja wenigstens mit mir (werde auch gleich noch antworten), wohingegen Runaway es nur tut wenn er gerade Bock drauf oder das Thema ihm gelegen kommt....


Das stimmt so nicht. Aber ich hatte dich bis vor Kurzem noch auf Ignore und habe wenig Lust, das direkt wieder zu ändern. Ich mag einfach diesen "das ist das Lächerlichste, das ich je gehört habe"-"Diskussionsstil" nicht. Das ist mir zu anstrengend und kostet mich zu viele Nerven. Also lasse ich es bleiben. Ist doch ganz einfach. :)
 
Das stimmt so nicht. Aber ich hatte dich bis vor Kurzem noch auf Ignore und habe wenig Lust, das direkt wieder zu ändern. Ich mag einfach diesen "das ist das Lächerlichste, das ich je gehört habe"-"Diskussionsstil" nicht. Das ist mir zu anstrengend und kostet mich zu viele Nerven. Also lasse ich es bleiben. Ist doch ganz einfach. :)

ich seh jetzt nicht unbedingt wo ich das tue (auch wenn ich es nicht ausschließen kann) aber man kann kann ja niemanden zwingen.
 
ich seh jetzt nicht unbedingt wo ich das tue (auch wenn ich es nicht ausschließen kann) aber man kann kann ja niemanden zwingen.

War so oder so ähnlich beim letzten Mal. Genau weiß ich es nicht mehr. Habe aktuell einfach wenig Lust, weil es mich viele Nerven gekostet hat. Ich sammel die erst mal wieder ne Weile, dann können wir es gerne noch mal versuchen. :knuddel:
 
Ok, in dieser Antwort sehe ich doch einiges Potenzial für uns beide auf einen Nenner zu kommen.
Doch das mit dem Gesundheitsaspekt kann ich dennoch nicht so stehen lassen, denn das ist einfach Mumpitz und wird glaube ich auch von keinem*keiner ernsthaften Wissenschaftler*in mehr bestritten (wir reden hier wohlgemerkt über vegetarische, nicht vegane Ernährung). Spätestens Ich bin der empirisch erbrachte Beweis, dass die Behauptung nicht stimmt.
Beim Geschmack lässt sich immer streiten, das ist im wahrsten Sinne des Wortes einfach Geschmackssache. Mir ist das aber unabhängig davon auch vollkommen egal wie es schmeckt. Denn in meiner Priorität kommt der ethische Aspekt vor dem geschmacklichen. Das ist einfach in meinem Fall so, das soll aber jede*r so entscheiden wie er oder sie lustig ist.

Und ja: es ist ein ganz anderes Spektrum, was einem da zur Verfügung steht. Ein anderes Spektrum. Ich denke, das ist der entscheidende Punkt in unserer Diskussion, auf den ich schon die ganze Zeit hinaus wollte und den ich unentwegt betone.
Btw: mein Vater war und ist der beste Koch, den ich kenne. Meine Freund*innen sind vor Neid erblasst, dass ich diese Küche jeden Tag genießen durfte (ist natürlich gelogen, es gab auch oft genug schnödes Abendbrot und wie bei anderen Familien auch mal TK-Pizza und Nudeln mit Fertigsoße). Und er ist kein Vegetarier, aber das nur am Rande.

Jedenfalls... long story short. Ich trage keinen Kampf auf dem Rücken meiner Kinder aus, wenn ich sie vegetarisch erziehe. Es ist einfach ein anderes Spektrum, das sich aus einem anderen Verständnis von Ethik oder eine anderen Gewichtung von Geschmack und Ethik ableitet.

Mh ok, da seh ich auch das Problem (bei mir). Ich hab das Ganze eher auf die vegane Lebensweise bezogen, gerade auch was den gesundheitlichen Aspekt angeht.
Und ja, du hast Recht, man kann bei allem sehr viel Vielfalt anreichen aber ich seh Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst, etc. als "Warengruppen", welche als Gruppe relativ! gleich sind aber sich gegenüber einer anderen Gruppe extrem unterscheiden. Kann natürlich sein das das nur mir so geht.
Ich simplifiziere das Ganze mal:

Wenn ich heute Äpfel esse, morgen Birnen und übermorgen Bananen, dann hab ich 3mal unterschiedliche Obstsorten gegessen und habe sehr unterschiedliche Geschmäcker erfahren aber mir hängt das Obst irgendwann trotzdem zum Hals raus und ich will Gemüse, Fisch oder Fleisch. Ok, ich habe auch schon von klein auf vieles probiert und vorgesetzt bekommen, vllt. hat das auch was mit Gewöhnung zu tun.

Bei dem Ganzen macht es aber wie oben erwähnt einen riesen! Unterschied für mich ob man das Kind oder sich dann vegan oder vegetarisch ernährt.
 
Also ehrlich gesagt...nein. Nicht wirklich.
Gut die Formulierung "jeder Einzelne" ist natürlich übertrieben. Ändert aber nichts daran, dass sich viele Leute davon bedroht fühlen und durch das sticheln im Mob versuchen zurück in ihre comfort zone zu kommen. Erinnert mich ein wenig daran, wie man die Fleissigen/Streber in der Schule aufgezogen hat. Das hat man auch nur gemacht, um sich in seiner Faulheit besser zu fühlen. Es mag Leute geben, die den Fleischkonsum generell als komplett unproblematisch ansehen, aber viele haben doch zumindest unterbewusst eine gewisse Verunsicherung beim Thema Ernährung. Das verdrängt man im Alltag komplett, aber wenn einem dann der personifizierte Verganismus gegenüber sitzt, ist das mit dem Verdrängen irgendwie schwerer. Und anstelle sich dann die Frage zu stellen, ob man vieleicht selbst falsch liegt, zieht man das ganze in der Gruppe ins lächerliche.
 
Gut die Formulierung "jeder Einzelne" ist natürlich übertrieben. Ändert aber nichts daran, dass sich viele Leute davon bedroht fühlen und durch das sticheln im Mob versuchen zurück in ihre comfort zone zu kommen. Erinnert mich ein wenig daran, wie man die Fleissigen/Streber in der Schule aufgezogen hat. Das hat man auch nur gemacht, um sich in seiner Faulheit besser zu fühlen. Es mag Leute geben, die den Fleischkonsum generell als komplett unproblematisch ansehen, aber viele haben doch zumindest unterbewusst eine gewisse Verunsicherung beim Thema Ernährung. Das verdrängt man im Alltag komplett, aber wenn einem dann der personifizierte Verganismus gegenüber sitzt, ist das mit dem Verdrängen irgendwie schwerer. Und anstelle sich dann die Frage zu stellen, ob man vieleicht selbst falsch liegt, zieht man das ganze in der Gruppe ins lächerliche.


Ja. Hier wird das ja auch thematisiert: http://www.sueddeutsche.de/wissen/p...m-fleischesser-vegetarier-anfeinden-1.1274443


Ja, ich poste den Link einfach noch mal. Mir doch egal. :D
 
Bevor ich jahrelang Vegetarier war, haben wir schon die (zugegebenermaßen weitaus weniger als heute) im Freundeskreis vorhandenen Vegetarier massiv verarscht und provoziert, obwohl sie uns mit "ihrem" Thema nie weiter belästigt haben. Gut, da war man so 16, mag man denken, aber was solls. Als ich dann Vegetarier war und auch niemanden sonst belehren oder missionieren wollte, wurden von Fleischessern teilweise agressiv geführte Diskussionen angezettelt oder dies zumindest versucht, vieles auch in Witze verpackt natürlich, besonders dann, wenn diese in der Mehrzahl waren, auf Gartenparties zum Beispiel. Da merkte ich auch, dass es doch nix mit dem Alter zu tun hat. Selbst 50-jährige Kolleginnen konnten sich da den Kopf rot vor Wut bölken. Ich wollte das gar nicht verurteilen, ich kannte mein Verhalten früher und war mir eigentlich darüber bewusst, dass die berühmt-berüchtigten "meinungsaufzwingenden Vegetarier" ein ziemliches Ammenmärchen sind. Sicher gibt es welche, und sicher kann man sich mit Vegetariern/Veganern auch streiten, aber in 98% der Fälle würde ich meine Hand dafür ins Feuer auf den Grill legen, dass ein Fleischesser den Streit angefangen hat. Eventuell bemerkt derjenige das gar nicht, weil allein die bloße Anwesenheit eines Vegetariers schon als eine wahnsinnige Provokation und Angriff auf das eigene Moralempfinden angesehen wird, auch wenn der nur kommentarlos seine Tofuwurst und Kartoffelsalat ohne Speck gegessen hätte, würde man ihn nicht zu acht und pöbelnd in die Ecke drängen.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich esse schon seit einiger Zeit auch mal wieder Fleisch und Fisch und es gab in einigen Fällen sogar eine Art "Welcome-back-verlorerener-Sohn"-Schulterklopf-Effekt. Einige halten Fleisch essen wegen ein paar Veganern mit medialer Beachtung oder einem von der "Körnerfresserpartei" vorgeschlagenen Veggie Day sogar für irgendwas Rebellisches. So bekloppt muss man erstmal sein. Wobei letzterer Vorsclag natürlich auch von jedem Mediziner oder Umweltökonom hätte kommen können. Vegetarisch oder vegan lebende Freunde und Bekannte haben hingegen nicht einmal einen "Wie-kannst-Du-nur"-Aufstand geprobt. Die Frage nach dem bloßen Warum hielt ich natürlich durchaus für legitim und die hab ich interessierten Freunden auch erklärt, aber darüber hinaus passierte absolut nichts.

Für mich steht zwar vollkommen subjektiv, aber halt aufgrund meiner diversen Blickwinkel eindeutig fest, dass die Omnivoren die Auseinandersetzungen anzetteln, weil sie sich durch die pure Anwesenheit eines Vegetariers angegriffen fühlen - selbst wenn der eigentlich keinen Ton zum Thema "Vegetarismus" verlieren wollte.

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Das ganze entspricht genau dem Verhalten was mir in der Diät entgegen gebracht wird, ich sage kein einziges Wort, ich gönne den anderen all Ihr Essen, doch spätestens wenn die Tupperware raus geholt wird geht das Theater los. Das geht soweit das ich mir schon anhören müsste das ich anderen den Appetit verderbe! :waah:

So ist das auch ein mit Vegetariern, die machen nichts, die sagen auch nichts, aber Sie erinnern daran das es einen Grund gibt warum Sie sich dazu entschieden haben und sehr viele Fleischesser sind auch nicht einverstanden damit wie die Tiere behandelt werden usw. aber etwas zu ändern sind Sie auch nicht bereit und nun kommt so ein Arsch und erinnert Sie daran, also geht man zum Angriff über!
 
@Johnny :roll:

Und der SZ Artikel...naja.

Erster Absatz: "Pro Quadratmeter sind 33 Kilogramm Gesamtgewicht erlaubt - das sind ungefähr 20 Hühner." Hier geht es um eine Richtlinie, die normalerweise eingehalten wird. Und dies wird dann der Produktion zum Vorwurf gemacht?

Es bedeutet NICHT, dass es 1qm Gehege gibt, in denen jeweils 20 Hühner stehen. Totaler Blödsinn. Aber schön plakativ. Da stehen die Leute drauf.

Usw usf. Bis hin zu dem MRSA. Kann man sich zum großen Teil komplett schenken.
Antibiotika dürfen natürlich auch nicht fehlen. Antibiotika-kontaminiertes Fleisch darf nicht in den Handel gelangen. Jeder Landwirt wird sich den Einsatz solcher Medikamente doppelt und dreifach überlegen.
 
@Johnny :roll:

Und der SZ Artikel...naja.

Erster Absatz: "Pro Quadratmeter sind 33 Kilogramm Gesamtgewicht erlaubt - das sind ungefähr 20 Hühner." Hier geht es um eine Richtlinie, die normalerweise eingehalten wird. Und dies wird dann der Produktion zum Vorwurf gemacht?


Nein.

Aber allein durch das Angebot von Hühnereiern aus Bodenhaltung sollte klar werden, dass es den Tieren nicht allzu prima geht. Oder willst du mir sagen, dass das, was unter Bodenhaltung definiert ist, dafür sorgt, dass es den Hühnern spitze geht?

Hier noch was zur Schweinehaltung: http://www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/landwirtschaft/schweine.html


Oder ist die Quelle auch nicht genehm? Zu sagen, dass es eine nicht artgerechte Tierhaltung in Deutschland in der Regel nicht gibt, halte ich für ausgemachten Blödsinn. Dafür hätte ich dann im Gegenzug aber auch gerne mal eine Quelle. Ob es eine "artgerechte" Tierhaltung dabei überhaupt gibt, steht auf einem ganz anderen Blatt.
 
Woher weißt du, dass es den Tieren "nicht allzu prima" geht?
Weil es Tiere gibt, die in Bodenhaltung gehalten werden?

Wie sollte man Hühner deiner Meinung nach halten?
Freiland?

Die Vorfahren unserer Hühner sind Vögel, die bevorzugt in Kleingruppen im Wald lebten (und noch leben https://de.wikipedia.org/wiki/Bankivahuhn).

Diese jetzt in großen Verbänden unter freiem Himmel zu halten, ist alles andere als artgerecht. Die Vorfahren mieden freie Flächen aus Angst vor Raubvogelangriffen von oben. Diese Angst wurde den Nachfahren größtenteils weggezüchtet, damit die stressfreie Haltung auf freier Fläche überhaupt möglich ist.

Außerdem ist bei Freiland immer die Ansteckung mit wilden Erregern über Vermischung mit freilebenden Vögeln gegeben, was natürlich wieder zu erhöhtem Medikamenteneinsatz führt.
 
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