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Scuzzle goes vegan..

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Was ist der Vorwurf?

Ärmere Menschen sollen dann gefälligst kein Fleisch mehr essen?
Hochwertiges Gemüse ist auch teuer.

Was sollen die ärmeren denn essen? Garnichts?

Das ist Mist und das weiß ich als Fleischkonsument.
Was denkst du warum damals der Konsum von Fleisch vorzugsweise zu besonderen Anlässen war? Weils teurer war.

Ich spare durch eine Ernährung bei der es nur 2x die Woche Fleisch/Wurst gibt dafür aber qualitativ hochwertiges Fleisch und aus guter Haltung immernoch.

Sich vegetarisch zu ernähren ist weit günstiger als man erwartet. Selbst wenn man zusätzlich auf z.B. das Biolabel achtet.
Einfach mal auf den Wochenmarkt gehen. ;)
 
Es gibt aber nicht nur FLEISCH. Ein Tier liefert anatomisch bedingt Fleisch unterschiedlicher Qualität. Der Schlachter, der dem Schubeck die Filets für seine Kneipe liefert, dessen Hack kann man durchaus bei Aldi in der Truhe finden.

Er kann ja schlecht, das Hack für den gleichen Preis, wie die Filets anbieten. Oder ein Landwirt liefert ein super-duper gehaltenes Schwein in die Sterneküche und das gleichgut gehaltene Nachbarschwein in die Discountertruhe.
Es gibt nicht einen ALDI-Bauer und einen KÄFER-Bauer. Sobald ein Tier für einen Preis X den Hof verlässt, kann der Landwirt meist nichtmehr sagen, wohin die Einzelteile gehen.
 
Natürlich stellen wir beide eine Auswahl zusammen. Macht jeder der nicht wie Cannibalpinhead nur Fittern futtert. Es ist imo aber ein riesen Unterschied ob hier tierische Produkte zum Verzehr angeboten werden oder eben nicht. Ich würde/werde versuchen meinem Kind über die Jahre alles Mögliche zur Verkostung anzubieten, damit es alle Eindrücke gewinnen kann, alle Geschmäcker erleben kann. Natürlich wird irgendwas immer fehlen weil man einfach nicht ALLES was es gibt probieren kann, aber ich will ihm eine große Auswahl bereitstellen.
Mir will das einfach nach wie vor nicht in meinen Kopf, warum es ein "riesen Unterschied" ist, ob "tierische Produkte zum Verzehr angeboten werden oder nicht". Halt, anders: ich sehe natürlich den Unterschied, deshalb mache ich es ja. Was ich nicht sehe, ist das Problem daran.
 
Wann haben wir denn wieder den Sprung zum Menschen gemacht?
Keine Ahnung, ich habe den Vergleich halt gemacht. Am Markt setzt sich nicht das Produkt durch, das die beste Qualität liefert und schon gar nicht das Produkt, das die fairsten Produktionsbedingungen hat. Zumindest nicht zwangsläufig. Warum sollte das beim Produkt "Fleisch" anders sein?
 
Man kann beim Produkt "Fleisch" darauf achten, dass die Randbedingungen einen durchweg hohen Standard aufweisen, egal, wo das Endprodukt letztendlich landet.
Und da ist Deutschland auf einem guten Weg, auch wenn es noch einiges zu verbessern gibt.
 
Mir will das einfach nach wie vor nicht in meinen Kopf, warum es ein "riesen Unterschied" ist, ob "tierische Produkte zum Verzehr angeboten werden oder nicht". Halt, anders: ich sehe natürlich den Unterschied, deshalb mache ich es ja. Was ich nicht sehe, ist das Problem daran.

Ich finde, man kann mit der ganzen Palette geschmacklich und ernährungstechnisch (Gesundheitsaspekt) viel variabler sein. Das ist doch ein ganz anderes Spektrum was einem da zur Verfügung steht. Sowas würde ich meinem Kind nicht vorenthalten wollen.
 
Also gut die Hälfte davon hab ich gegessen und es war alles sehr lecker. (Froschschenkel, Insekten, Pferd, Känguru).

Durian würde ich gerne mal testen (ist aber dich eh veggie, kannste also auch essen ;) ) aber die bekommt man hier nicht frisch und Entenfüße auf jeden Fall. Aber ich denke sowas dann frittiert. Sollen ja nach nicht viel schmecken.
Tausendjährige Eier sind wohl ziemlich widerlich, da lass ich die Finger von.

Aber was wolltest du mir damit sagen?
 
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Das ich kaum glaube das hier auch nur eine Person eine umfangreiche Palette aufstellt.
Ob das nun Vegetarisch ist oder Fleisch. Wir sind alle beschränkt. Ich hab was da oben steht alles gegessen. Als Franzose bekommt man halt auch mal Schnecken und co.

Keiner von euch beiden macht mit seiner Methode irgendwas besser oder falsch. Das Kind wird in allen Fällen die Möglichkeit zur freien Entfaltung haben die Selbstbestimmt ist. Das einzige was Mingos Methode imo anders. macht ist das dieses Kind wirklich bewusst für den Konsum von Fleisch entscheiden kann und einem die Entscheidung nicht schon vorab genommen wurde.

Ich konnte mir das auch nich aussuchen als Kind wurde ohne zu fragen gegessen was auf den Teller kam was mir vom Geschmack nicht gepasst hat konnte man zwar irgendwie umgehen hat aber auch nicht immer geklappt.
Dieses "probier doch wenigstens mal" ist eine Situation in der man unter Druck gesetzt wird und versucht den Erwartungen der Eltern gerecht zu werden.
 
Ich finde, man kann mit der ganzen Palette geschmacklich und ernährungstechnisch (Gesundheitsaspekt) viel variabler sein. Das ist doch ein ganz anderes Spektrum was einem da zur Verfügung steht. Sowas würde ich meinem Kind nicht vorenthalten wollen.
Ok, in dieser Antwort sehe ich doch einiges Potenzial für uns beide auf einen Nenner zu kommen.
Doch das mit dem Gesundheitsaspekt kann ich dennoch nicht so stehen lassen, denn das ist einfach Mumpitz und wird glaube ich auch von keinem*keiner ernsthaften Wissenschaftler*in mehr bestritten (wir reden hier wohlgemerkt über vegetarische, nicht vegane Ernährung). Spätestens Ich bin der empirisch erbrachte Beweis, dass die Behauptung nicht stimmt.
Beim Geschmack lässt sich immer streiten, das ist im wahrsten Sinne des Wortes einfach Geschmackssache. Mir ist das aber unabhängig davon auch vollkommen egal wie es schmeckt. Denn in meiner Priorität kommt der ethische Aspekt vor dem geschmacklichen. Das ist einfach in meinem Fall so, das soll aber jede*r so entscheiden wie er oder sie lustig ist.

Und ja: es ist ein ganz anderes Spektrum, was einem da zur Verfügung steht. Ein anderes Spektrum. Ich denke, das ist der entscheidende Punkt in unserer Diskussion, auf den ich schon die ganze Zeit hinaus wollte und den ich unentwegt betone.
Btw: mein Vater war und ist der beste Koch, den ich kenne. Meine Freund*innen sind vor Neid erblasst, dass ich diese Küche jeden Tag genießen durfte (ist natürlich gelogen, es gab auch oft genug schnödes Abendbrot und wie bei anderen Familien auch mal TK-Pizza und Nudeln mit Fertigsoße). Und er ist kein Vegetarier, aber das nur am Rande.

Jedenfalls... long story short. Ich trage keinen Kampf auf dem Rücken meiner Kinder aus, wenn ich sie vegetarisch erziehe. Es ist einfach ein anderes Spektrum, das sich aus einem anderen Verständnis von Ethik oder eine anderen Gewichtung von Geschmack und Ethik ableitet.
 
Puh. Bin ich ich froh, in einem Umfeld (aka Familie/Freunde) zu leben, in dem jeder essen darf was er mag. Ohne doofe Sprüche, höchstens interessierte Fragen oder neckisches Aufziehen. Omnivoren, Veggies & whatever.

Leben und leben lassen.

Außer die Tiere für meinen Grill :D
scnr
 
Es nervt so sehr, dass Lager A Lager B vorwirft, nervig zu sein, weil Laber B mal irgendwann nervig war, während Lager A ein anderes Lager B permanent nervt.

Bevor ich jahrelang Vegetarier war, haben wir schon die (zugegebenermaßen weitaus weniger als heute) im Freundeskreis vorhandenen Vegetarier massiv verarscht und provoziert, obwohl sie uns mit "ihrem" Thema nie weiter belästigt haben. Gut, da war man so 16, mag man denken, aber was solls. Als ich dann Vegetarier war und auch niemanden sonst belehren oder missionieren wollte, wurden von Fleischessern teilweise agressiv geführte Diskussionen angezettelt oder dies zumindest versucht, vieles auch in Witze verpackt natürlich, besonders dann, wenn diese in der Mehrzahl waren, auf Gartenparties zum Beispiel. Da merkte ich auch, dass es doch nix mit dem Alter zu tun hat. Selbst 50-jährige Kolleginnen konnten sich da den Kopf rot vor Wut bölken. Ich wollte das gar nicht verurteilen, ich kannte mein Verhalten früher und war mir eigentlich darüber bewusst, dass die berühmt-berüchtigten "meinungsaufzwingenden Vegetarier" ein ziemliches Ammenmärchen sind. Sicher gibt es welche, und sicher kann man sich mit Vegetariern/Veganern auch streiten, aber in 98% der Fälle würde ich meine Hand dafür ins Feuer auf den Grill legen, dass ein Fleischesser den Streit angefangen hat. Eventuell bemerkt derjenige das gar nicht, weil allein die bloße Anwesenheit eines Vegetariers schon als eine wahnsinnige Provokation und Angriff auf das eigene Moralempfinden angesehen wird, auch wenn der nur kommentarlos seine Tofuwurst und Kartoffelsalat ohne Speck gegessen hätte, würde man ihn nicht zu acht und pöbelnd in die Ecke drängen.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich esse schon seit einiger Zeit auch mal wieder Fleisch und Fisch und es gab in einigen Fällen sogar eine Art "Welcome-back-verlorerener-Sohn"-Schulterklopf-Effekt. Einige halten Fleisch essen wegen ein paar Veganern mit medialer Beachtung oder einem von der "Körnerfresserpartei" vorgeschlagenen Veggie Day sogar für irgendwas Rebellisches. So bekloppt muss man erstmal sein. Wobei letzterer Vorsclag natürlich auch von jedem Mediziner oder Umweltökonom hätte kommen können. Vegetarisch oder vegan lebende Freunde und Bekannte haben hingegen nicht einmal einen "Wie-kannst-Du-nur"-Aufstand geprobt. Die Frage nach dem bloßen Warum hielt ich natürlich durchaus für legitim und die hab ich interessierten Freunden auch erklärt, aber darüber hinaus passierte absolut nichts.

Für mich steht zwar vollkommen subjektiv, aber halt aufgrund meiner diversen Blickwinkel eindeutig fest, dass die Omnivoren die Auseinandersetzungen anzetteln, weil sie sich durch die pure Anwesenheit eines Vegetariers angegriffen fühlen - selbst wenn der eigentlich keinen Ton zum Thema "Vegetarismus" verlieren wollte.

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Zuletzt bearbeitet:
Also bis jetzt kamen in der kurzen Zeit die Kommentare und Sprüche auch ausschließlich von der anderen Seite. Ok, das alles ist noch relativ neu aber ich wette dass sich das so schnell nicht bessern wird.
 
Da hat jeder so seine Erfahrungen gemacht. Ich kenne es umgekehrt, dass Vegetarier irgendwelche Sprüche reindrücken, um einem das Essen schlecht zu reden. Wenn das Freunde machen, ist mir das grundsätzlich auch egal, aber wenn es eher neue Bekanntschaften bei einem ersten Zusammentreffen tun, empfinde ich das durchaus als penetrant und störend. Und das geht in beide Richtungen. Ich lasse mich nicht negativ über Essverhalten irgendwelcher Leute aus, außer Leute, die wirklich ausschließlich Fleisch essen und einen großen Bogen um jegliches Gemüse machen, insbesondere dann, wenn es grün ist. Da muss ich tatsächlich mit dem Kopf schütteln.
 
Find ich auch vollkommen logisch, dass die Diskussionen eher von der fleischesser Fraktion kommen. Allein die Präsenz einer Person die für sich entschieden hat "Ich esse keine Tiere, weil ich das für ethisch falsch halte" , sorgt ja dafür, dass jeder einzelne ins Grübeln kommt ob er dementsprechend selbst unethisch handelt. Das versucht man natürlich dann aggressiv abzublocken.
 
Ne Freundin von mir sieht das zum Glück recht locker, aber als wir mal mit Bekannten los waren und ich mir da nen Burger bestellt hatte und einer Veganer war und zu mir meinte, ob ich das mit Absicht mache. Wusste zuerst gar nicht, worauf der hinaus will, bis er richtig angefangen hat zu nerven :ugly:.

"Das war keine Absicht aber ich kann dir gleich mal absichtlich auf die Fresse hauen wenn du nerven willst" wäre eine passende Antwort gewesen. :klopf:

Scheint ja irgendwie keinen der Veggie Fraktion zu interessieren wenns dann wirklich mal ans Eingemachte geht.....

Liegt daran, das keiner der noch bei Verstand ist, eine Diskussion mit dir anfangen will. :deal: :D
 
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