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Osama bin Laden ist tot!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Naja, es vertritt halt jeder Staat andere Ansichten über Recht/Unrecht. Ethisch vertretbar oder nicht.

Bestes Beispiel das Abschießen eines entführten Passagierflugzeugs. In den USA genehmigt, hier in Deutschland verboten. Die USA machen eben einen Unterschied zwischen "Leben" und "Leben". Da ist die Menschenwürde eben nicht unantastbar und deshalb gibt es dort auch überhaupt keine Skrupel jemand aus politischen Interessen ohne Not zu töten.
 
@ Morpheus

Spinne den Gedanken einfach weiter. Wenn wir mal annehmen, Bin Laden hätte es einfach verdient, gekillt zu werden... Meine Frage ist, WER hat das zu entscheiden? Die USA? Die Nato? Die UN? Die Welt? Wer masst sich das an? Spinnen wir noch weiter. Wer ist als nächstes dran? Der Kassenführer? Schliesslich sorgt der für's Terrorgeld. Potentiell gefährlich. Killen wir den auch? Oder nehmen wir den dann doch fest?

Es gibt in unserer (!) Gesellschaft Regeln, Normen, Gesetze und Rechte, die für ALLE Menschen gleich sind. Dass das bei den Islamisten nicht so ist, kritisieren wir. Aber sind letztlich durch solche Taten auch nicht wirklich besser, indem wir Menschen ihrer Rechte auf Leben berauben. Manche mögen das zynisch empfinden bei einem Mörder wie Bin Laden, aber darüber haben wir nicht zu richten.
 
Glod schrieb:
Morpheus_xXx schrieb:
Sicherlich war er nach 9/11 kein wichtiger Akteur mehr, aber er war DIE Gallionsfigur und darauf kommt es an.

Er war DIE Gallionsfigur in den Augen des Westens. Sah es für Al Quaida genauso aus? Wie wichtig kann jemand sein, der seit 10 Jahren nur noch auf der Flucht ist? Wieviel Einfluss kann der noch haben?

Nur um mal den Vergleich zu ziehen.
Fidel Castro ist teilweise noch beliebt weil er den Amis aus Kubanischer Sicht die Stirn geboten hat und bietet.
So denken noch einige Kubaner obwohl bei denen schon seit fast 20 Jahren das Land komplett den Bach runtergeht.
So wird es sich auch mit Osama verhalten haben.
 
Das ist möglich. Aber Castro war da. Er war an der Spitze des Landes. Er trat auf und hielt Reden. Von Bin Laden hat man seit 10 Jahren nix als verrauschte Video- oder Tonbotschaften bekommen.
 
Zimtzicke schrieb:
Oxblood schrieb:
Was ist denn daran seltsam? Da ist ein Feind. Man tötet den Feind. Der Feind ist weg und man hat eine Sorge weniger, das dürfte so mit das allernatürlichste der Welt sein, überspitzt ausgedrückt versteht sich.

Überspitzt ausgedrückt sollten wir dann aber noch ein paar Gesetze, Rechte, Regeln und Normen umändern... :grins:

Wieso? Bloss um etwas absolut natürliches wieder vor unserem selbstgebauten Gewissen rechtfertigen zu können? Ich hab diese friedlich-sein-um-jeden-Preis-Einstellung noch nie verstanden, gebe ich zu. Wieso sollen wir uns monströsen Ärger und vielleicht sogar Vernichtung aufhalsen, wenn man alles mit ein paar chirurgischen Entfernungen von Personen umgehen kann? Damit man ein lieber Kerl ist? Das kann´s ja nicht sein.


Von Jesus will ich hier zwar gar nicht erst anfangen, ausser einem vielleicht: Die abrahamitischen Religionen sind jung. Sehr jung.
 
Glod schrieb:
Morpheus_xXx schrieb:
Sicherlich war er nach 9/11 kein wichtiger Akteur mehr, aber er war DIE Gallionsfigur und darauf kommt es an.

Er war DIE Gallionsfigur in den Augen des Westens. Sah es für Al Quaida genauso aus? Wie wichtig kann jemand sein, der seit 10 Jahren nur noch auf der Flucht ist? Wieviel Einfluss kann der noch haben?

Ich schreib doch: "Sicherlich war er nach 9/11 kein wichtiger Akteur mehr".
Für Al Qaida war er ebenso wichtig, s. z.B. die ganzen Videos. Und vor Allem war er wahrscheinlich der am besten beschützte, einfach weil es so ein Riesenerfolg ist, dass die Amis ihn gekriegt haben. Und wie gesagt, wenn sie DEN kriegen, kriegen sie jeden.

Zimtzicke schrieb:
@ Morpheus

Spinne den Gedanken einfach weiter. Wenn wir mal annehmen, Bin Laden hätte es einfach verdient, gekillt zu werden... Meine Frage ist, WER hat das zu entscheiden? Die USA? Die Nato? Die UN? Die Welt? Wer masst sich das an? Spinnen wir noch weiter. Wer ist als nächstes dran? Der Kassenführer? Schliesslich sorgt der für's Terrorgeld. Potentiell gefährlich. Killen wir den auch? Oder nehmen wir den dann doch fest?

Es gibt in unserer (!) Gesellschaft Regeln, Normen, Gesetze und Rechte, die für ALLE Menschen gleich sind. Dass das bei den Islamisten nicht so ist, kritisieren wir. Aber sind letztlich durch solche Taten auch nicht wirklich besser, indem wir Menschen ihrer Rechte auf Leben berauben. Manche mögen das zynisch empfinden bei einem Mörder wie Bin Laden, aber darüber haben wir nicht zu richten.

Osama bin Laden ist imho in einem Krieg gestorben. Ja, kein Krieg im Sinne von "Rotland gegen Blauland", sondern ein "moderner" Krieg. Was macht Osama bin Laden so anders? Oder verurteilst du mit diesen Argumenten jede Tötung, die Akteure in einem Krieg vornehmen?
 
Glod schrieb:
Das ist möglich. Aber Castro war da. Er war an der Spitze des Landes. Er trat auf und hielt Reden. Von Bin Laden hat man seit 10 Jahren nix als verrauschte Video- oder Tonbotschaften bekommen.
Fidel war aber auch verhasst auf einer Seite,das hab ich bei meiner Exfrau nie verstanden
Auf einer Seite waren sie andauernd über den Bärtigen am schimpfen aber wenn er hier im Fernsehen zu sehen war hat sie sich jedesmal Diebisch gefreut und gesagt "Schau mal Fidel ist wieder im Fernsehen"
Das ist halt die gewisse Faszination die von bestimmten Personen aus geht.
 
xbox360besitzer schrieb:
sanifox schrieb:
image-209400-panoV9free-kwgk.jpg


Quelle: http://www.spiegel.de/spam/

Ich musste lachen:lol:

Nicht nur du :lol:

Zimtzicke schrieb:
Zerfikka schrieb:
Wenn er nicht mehr bei Facebook online kommt wird das doch auch als Beweis reichen. :D

Jetzt hast du einfach wieder dein Ava geändert... :tip:

3zCGe.gif

Hab ich dich verwirrt Schatzi ? :D
 
Ich halte vom "einfach abknallen" nicht so viel.Wenn die Soldaten schon dort waren dann hätten sie Osama auch festnehmen und vor Gericht stellen können.
Wenn ein Land wie die USA einerseits so auf die Moral klopft und an der nächsten Ecke ohne Verhandlung Verdächtige abknallt dann macht einen das sehr nachdenklich.
 
Sie haben ihn ja nicht im Schlaf vergiftet, er hat sich gewehrt und war auch nicht alleine.
Hätte er sich ergeben hätte das wohl anders ausgesehen, der wäre lebend nicht weniger nützlich gewesen.
 
Naja, Osama war ja wohl ein bißchen mehr als ein 'Verdächtiger'...

Und das war ja nicht das erste Mal, dass die USA mit Geheimdienstaktivitäten im Ausland von sich reden machte.
 
Zimtzicke schrieb:
Gerri schrieb:
naja wenns mal einer verdient hat dann sicher er.....

Die Frage stellt sich IMO nicht, ob und wer es verdient hat, getötet zu werden.

Mir ging es heute Mittag darum, dass Bin Laden nicht im Krieg getötet wurde, weil auf pakistanischem Boden kein Krieg tobt und der "Krieg gegen den Terror" kein Krieg im eigentlichen Sinne ist, nur weil Bush es damals so genannt hat. Dann stellte sich die Frage, ob es ein Tötungskommando war oder ob er aufgrund Widerstandes "versehentlich" getötet wurde. Diese Frage scheint damit geklärt zu sein. Meine Frage war einfach, wie ein zivilisiertes Land einfach so entscheiden kann, dass ein Mensch getötet wird, ohne wenigstens einen Scheinprozess bekommen zu haben.

Die USA hatten keine Wahl und ich verurteile es auch nicht wirklich. Es ist nur trotzdem seltsam, wie die Menschheit vorgeht, je nach Auffassung.
warum tob in pakistan kein krieg? seit wann ist der krieg gegen die taliban auf afghanistan beschränkt?
faktisch ist der krieg schon lange in pakistan angekommen, weil sich eben die taliban verstärkt dahin zurück gezogen haben.

und es hat nicht nur ein zivilisiertes land dem zugestimmt solche menschen auch im falle des nicht kapitulierens umzubringen, sondern ne ganze menge länder.
deshalb macht es für mich auch keinen unterschied ob die jetzt von anfang an vorhatten den bei der operation umzubringen, da er nie kapituiert hätte.

und wenn es deiner meinung nach kein krieg ist, was ist es dann was da seit über 10 jahren in afghanistan und seit den letzten jahren auch in pakistan abgeht?
 
Wie genau wurde er denn erschossen? Während eines Schusswechsels, oder sind einfach ein paar Agenten in sein Haus gekommen und haben ihn hingerichtet?
 
Urgs schrieb:
Wie genau wurde er denn erschossen? Während eines Schusswechsels, oder sind einfach ein paar Agenten in sein Haus gekommen und haben ihn hingerichtet?

die ganze aktion hat 45 minuten gedauert. einfach rein und umgeschossen wird es also definitiv nicht gewesen sein. ;)

also nur wenn diese infos auch stimmen.
 
lüsterneLINDA schrieb:
Urgs schrieb:
Wie genau wurde er denn erschossen? Während eines Schusswechsels, oder sind einfach ein paar Agenten in sein Haus gekommen und haben ihn hingerichtet?

die ganze aktion hat 45 minuten gedauert. einfach rein und umgeschossen wird es also definitiv nicht gewesen sein. ;)

also nur wenn diese infos auch stimmen.

haaaallooooo??? warum sollten die medien denn lügen!!!11

BTW: Gehen jetzt alle Amerikaner bitte aus unseren islamischen Ländern raus?!
 
RTL grad wieder "...der meistgesuchte Mann des Universums !" :wand:

Na dann sind wir ja froh, dass er sich auf der Erde aufhielt und nicht in einer der zahlreichen Kolonien im Weltall :ugly:
 
Sicherlich kann vieles zweckentfremdet werden, aber es gibt eben für alles einen Hauptzweck.

Schon richtig, trotzdem ist "Zweck" kein trennscharfes Kriterium, weswegen es sich nicht zur Kategorisierung eignet. Ich würde mich in gleichem Maße von so moralisch behafteten Begriffen wie "gut", "schlecht" oder "neutral" entfernen. Im Endeffekt können leblose oder abstrakte Gegenstände nicht zur Rechenschaft gezogen werden, egal ob das jetzt eine Waffe oder eine Weltanschauung ist - verantwortlich ist der Mensch, der damit interagiert.

Nenn mir eine einzige Religion, die in ihrer Urform nicht das Leben der Menschen durchgreifend regelt, den Religionsanführern seltsamerweise große Vorteile beschert (z.B. durch spezielle Rechte oder Abgaben an die betreffende Gottheit, die dann natürlich samt und sonders besagten Anführern zufallen) und Lohn und Strafe für etwaige Taten mit diversen Konsequenzen für das Leben nach dem Tod versieht (oder selbiges ziemlich abrupt herbeiführt).

Und genau das ist es, was ich gerade versuche von der allgemeinen Vorstellung zu trennen: Religion per se ist ein theoretisches Konstrukt, welches genau so viel Einfluss hat, wie der Mensch ihm gibt.
Wenn also irgendwelche Religionsführer ihre Macht missbrauchten, ist nicht "die Religion" schuld, sondern der eine Mensch, den die Vorstellung von Macht und Reichtum korrumpiert hat.

Der Glaube sagt: "Ich glaube, dass es einen Gott gibt, der mich liebt und über mich wacht."

Die Religion sagt: "Ja, aber das macht er nur, wenn du dich an folgenden Auflagen-Katalog hältst. Ansonsten tritt er dir mächtig in den Arsch und lässt dich in der Hölle schmoren."

Aus einer biblischen Sichtweise lautet der Satz eher so: "Ich glaube, dass es einen Gott gibt, der mich liebt und über mich wacht. Und aus genau diesem Grund befolge ich freiwillig seine Anweisungen, weil ich davon überzeugt bin, dass sie mir zum Besten dienen.". Das zeigen schon die 10 Gebote, die in der Ur-Übersetzung "du wirst" lauteteten, und nicht "du musst".

Anweisungen sind nach der Bibel also fixer Bestandteil von Glauben, und auf keinen Fall ein Widerspruch. Diese Anweisungen sind aber gleichzeitig etwas höchst persönliches und es wird an mehreren Stellen angeführt, dass man nicht über andere urteilen soll.
Dass dies doch geschieht/geschah und sehr viel Leid gebracht hat, steht dem ursprünglichen Gedanken komplett entgegen und ist wieder auf menschliches Handeln zurückzuführen.

Und zum Schluss: Die Konsequenz der Hölle und des ewigen Leidens ist auch nicht biblisch.

Wenn du sagst, dass irgendwer Nichtmenschliches uns die Religion gegeben hat - denkst du wirklich, er oder sie hat einen derartigen Verhaltenskodex im Telefonbuchformat dazugelegt?

In dem Telefonbuch steckt wesentlich mehr drin als ein bloßer Verhaltenskodex, soviel vorweg. Davon abgesehen kannst du natürlich deine Meinung über bestimmte Religions- oder Glaubensrichtungen haben. Solange du ihnen diese Meinung nicht aufzwingst, genauso wie sie dir ihre Meinung nicht aufzwingen, ist alles in bester Ordnung. Erst wenn eine Seite diese Regel missachtet, gibt es Probleme - was aber nicht an "der Religion" liegt, sondern entweder an der menschlichen Interpretation oder, viel häufiger, an völlig profanen menschlichen Motivationen wie Rechthaberrei, Gier, etc. Die Religion ist dabei meist bereits völlig in den Hintergrund getreten.
 
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