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Osama bin Laden ist tot!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

xanderh schrieb:
Zimtzicke schrieb:
Aber ich bin überzeugt davon, dass das erklärte Ziel dieser Operation die Liquidierung, nicht die Inhaftierung war. Wenn das der Fall gewesen wäre, würde man das natürlich nie offen mitteilen. Deswegen gibt es offizielle Mitteilungen. Der entsprechende Passus in Obamas Rede an die Nation ist so herrlich "schwammig" formuliert, dass man es sich denken kann, aber nicht wissen.

So wie es scheint haben die USA kein Problem damit es offen zuzugeben das es eine Tötungsmission war.

+++ 14.45 Uhr +++ Operation mit Tötungsabsicht +++

Ein US-Regierungsvertreter sagt der Agentur Reuters, das Ziel der Militäraktion in Pakistan sei der Tod Bin Ladens gewesen - nicht dessen Festnahme. "Das war eine Operation mit Tötungsauftrag", zitiert die Agentur den Beamten.

Quelle: SPON

Danke, hab's auch gerade gelesen.
 
tim_buktu schrieb:
Wenn das Foto vom toten BL ein Fake ist, warum gibt es dann kein richtiges?

Ein bisschen komisch ist das ja schon.

Bald kommen sicher wieder lustige fotos von soldaten die mit der leiche posieren und sie als sockenpuppe oder sonst was missbrauchen, alles eine frage der zeit. :grins:
 
Joe Genius schrieb:
Besteht bei einem Tod von bin Laden durch eine Us Militär Einheit nicht die Gefahr das er von seinen Anhängern nur noch mehr verehrt wird und zum Märtyrer gemacht wird.
Viel Macht hatte der eh nicht mehr. Dann doch lieber verhaften.

Deswegen ham se die überreste aufs meer verfrachtet. Damit se da net hin pilgern und son mist. Ausserdem wollte die leiche wohl kein land^^
 
Oxblood schrieb:
Religion ist aber nunmal eine menschliche Erfindung. Die Ausübung von Kulthandlungen ist auf dem Mist der Menschen gewachsen, auf niemandes sonst. Selbst, wenn die theoretisch anzunehmende Wesenheit, der diese Zuwendung angedacht ist, in der Lage wäre, sie wahrzunehmen und zu würdigen, es würde dennoch immernoch ausschliesslich vom Menschen ausgehen, das ist bei allen organisierten Religionen so.

Gesetz den Fall, besagte Wesenheit hätte aber die Basis ihrer Religion wie Bibel oder Koran direkt den Menschen eingegeben - dann wäre es einerseits keine Erfindung von Menschen mehr, andererseits würden Kulthandlungen, die auf diesen Schriften basieren, nicht auf dem Mist von Menschen gewachsen sein.

Abgesehen davon wollte ich mit der von dir zitierten Passage eher aussagen, dass es enorme Unterschiede zwischen besagter Basis und gelebter Praxis gibt. Rancids Aussagen, die hauptsächlich auf letzterem basieren, bestätigen das. Die negativen, realen Auswüchse von Religion, die heutzutage jeder Religionskritiker zitiert (Kreuzzüge, Dschihad, etc.), haben wenig mit den ursprünglichen Quellen zu tun - egal, ob man jetzt der Meinung ist, die Basis wäre göttlich oder auch nur von Menschen erfunden.
 
Eventer schrieb:
Joe Genius schrieb:
Besteht bei einem Tod von bin Laden durch eine Us Militär Einheit nicht die Gefahr das er von seinen Anhängern nur noch mehr verehrt wird und zum Märtyrer gemacht wird.
Viel Macht hatte der eh nicht mehr. Dann doch lieber verhaften.

Deswegen ham se die überreste aufs meer verfrachtet. Damit se da net hin pilgern und son mist. Ausserdem wollte die leiche wohl kein land^^

Wenn Sie das denn gemacht haben.
Vielleicht liegt der da auch noch in irgendeinem Flugzeugträger inner Kiste drin :)
 
Gerri schrieb:
naja wenns mal einer verdient hat dann sicher er.....

Die Frage stellt sich IMO nicht, ob und wer es verdient hat, getötet zu werden.

Mir ging es heute Mittag darum, dass Bin Laden nicht im Krieg getötet wurde, weil auf pakistanischem Boden kein Krieg tobt und der "Krieg gegen den Terror" kein Krieg im eigentlichen Sinne ist, nur weil Bush es damals so genannt hat. Dann stellte sich die Frage, ob es ein Tötungskommando war oder ob er aufgrund Widerstandes "versehentlich" getötet wurde. Diese Frage scheint damit geklärt zu sein. Meine Frage war einfach, wie ein zivilisiertes Land einfach so entscheiden kann, dass ein Mensch getötet wird, ohne wenigstens einen Scheinprozess bekommen zu haben.

Die USA hatten keine Wahl und ich verurteile es auch nicht wirklich. Es ist nur trotzdem seltsam, wie die Menschheit vorgeht, je nach Auffassung.
 
Was ist denn daran seltsam? Da ist ein Feind. Man tötet den Feind. Der Feind ist weg und man hat eine Sorge weniger, das dürfte so mit das allernatürlichste der Welt sein, überspitzt ausgedrückt versteht sich.
 
Oxblood schrieb:
Was ist denn daran seltsam? Da ist ein Feind. Man tötet den Feind. Der Feind ist weg und man hat eine Sorge weniger, das dürfte so mit das allernatürlichste der Welt sein, überspitzt ausgedrückt versteht sich.

Überspitzt ausgedrückt sollten wir dann aber noch ein paar Gesetze, Rechte, Regeln und Normen umändern... :grins:
 
rancid schrieb:
ich bin überzeugt davon, dass jesus der heiland is und ich nur dann gerettet werde, wenn ich an ihn glaube. wie kann ich dann davon ausgehen, dass ein anderer gott mindestens ebenso toll is?

Anhand der Bibel kommt man schnell zu Sachverhalten, die nicht ganz so einfach und eindeutig beantwortet werden können: Was passiert mit Säuglingen, die kurz nach der Geburt sterben? Für immer verloren? Was ist mit irgendwelchen Ureinwohnern, die noch nie von Jesus gehört haben? Auch verloren?

Im Endeffekt ist die Antwort auf diese Frage für das Individuum bei der Frage nach der eigenen Erlösung nicht relevant: Die Frage ist, wovon bin ich überzeugt, dass ich tun muss, um errettet zu werden. Und wenn ich mir diese Frage beantwortet habe, habe ich bei mir selbst einmal eine Aufgabe, die im Mittelpunkt steht. Etwaige Spekulation über andere Personen, ob die nun gerettet werden oder nicht, sind a) überflüssig, weil sie mir bei meiner Erlösung nicht weiterhelfen und b) nicht zulässig, weil laut meiner eigenen Religion nur Jesus über Rettung entscheidet und ich mir solch eine Aussage nicht anmaßen sollte.

Um jetzt nochmal zu deiner Frage zurückzukommen: Der Einzelne sollte sich eigentlich in keinen fiktiven "Konkurrenzkampf" der Götter begeben, sondern vor seiner eigenen Türe kehren. Er hat eine persönliche Überzeugung, da stellt sich die Frage nach einem "besseren" Gott eigentlich nicht. Natürlich kann man eine Meinung haben, die sollte man aber niemandem aufzwingen (sonst wären wir wieder dabei, dass die Menschen für Negatives verantwortlich sind).
 
om3ga schrieb:
Was ist die Axt, die auf der einen Seite menschliches überleben gewährleistet, aber genauso als Mordinstrument genutzt werden kann? Die Verantwortung für Taten muss in meinen Augen derjenige übernehmen, der direkt für diese verantwortlich ist - ein Gegenstand oder gar die Hersteller desselben tragen da keine Teilschuld. Dies spiegelt sich ja auch in der aktuellen Rechtslage wider.

Sicherlich kann vieles zweckentfremdet werden, aber es gibt eben für alles einen Hauptzweck. Es gibt kein neutrales Gerät. Und ich kann sicher eine Holzfälleraxt dazu benutzen, jemandem die Rübe runterzuhacken. Das wäre eine Zweckentfremdung. Ich kann aber auch eine Streitaxt dazu nutzen, Holz sammeln zu gehen. Das wäre ebenfalls nicht das, wofür die Axt gemacht wurde. :deal:

Dass Religion zur Kontrolle geschaffen wurde, ist einfach eine Behauptung, die in keiner Weise belegt werden kann.

Nenn mir eine einzige Religion, die in ihrer Urform nicht das Leben der Menschen durchgreifend regelt, den Religionsanführern seltsamerweise große Vorteile beschert (z.B. durch spezielle Rechte oder Abgaben an die betreffende Gottheit, die dann natürlich samt und sonders besagten Anführern zufallen) und Lohn und Strafe für etwaige Taten mit diversen Konsequenzen für das Leben nach dem Tod versieht (oder selbiges ziemlich abrupt herbeiführt).

Abgesehen davon würde mich deine Unterscheidung zwischen Religion und Glaube interessieren.

Jeder kann an irgendwas glauben. Aber erst, wenn er bestimmte Klamotten in bestimmten Gebäuden tragen, bestimmte Reime aufsagen, bestimmte Dinge "opfern" und sich auf bestimmte Art und Weise verhalten muss, um der Gottheit zu gefallen, dann sind wir bei der Religion angekommen.

Der Glaube sagt: "Ich glaube, dass es einen Gott gibt, der mich liebt und über mich wacht."

Die Religion sagt: "Ja, aber das macht er nur, wenn du dich an folgenden Auflagen-Katalog hältst. Ansonsten tritt er dir mächtig in den Arsch und lässt dich in der Hölle schmoren."

Wenn du sagst, dass irgendwer Nichtmenschliches uns die Religion gegeben hat - denkst du wirklich, er oder sie hat einen derartigen Verhaltenskodex im Telefonbuchformat dazugelegt? Welcher Gott könnte allen Ernstes Wert darauf legen, ob in einer Kirche Frauen einen Hut tragen müssen und Männer nicht bzw. andersrum? Und welcher Gott sollte noch dazu verschiedenen Menschen in verschiedenen Ländern verschiedene Anzahlen von verschiedenen Verhaltensregeln geben? Und warum?
 
Ich halte die Tötung von Bin Laden für einen sehr wichtigen moralischen Sieg. Zum einen für die (insbesondere die amerikanischen) Soldaten, die, letztendlich in Konsequenz der Taten Bin Ladens, ihren Dienst in Afghanistan geleistet haben. Aber es ist auch ein wichtiges Zeichen. Denn wenn die Bin Laden kriegen, dann kriegen die jeden. Und das ist eine wichtige Botschaft an diejenigen, die seinen Platz eingenommen haben.
Sicherlich war er nach 9/11 kein wichtiger Akteur mehr, aber er war DIE Gallionsfigur und darauf kommt es an.

Was den Vergleich mit der Todesstrafe und die Frage der Rechtmäßigkeit angeht: Ich halte den Vergleich mit einem Krieg für gerechtfertigt. Auch wenn das kein symmetrischer Konflikt ist und er ganz anders ausgetragen wird, ist die Situation doch vergleichbar damit, dass die eine Partei durch den Einsatz von Spezialeinheiten einen "General" der anderen Armee ausschaltet - da würde auch keiner schreien. Es ist ein Krieg, nur treffen einige althergebrachte Definitionen von Krieg, die sich an symmetrischen Konflikten orientieren, einfach nicht mehr zu.

Allerdings gebe ich zu, dass man differenzieren muss. Das oben geschrieben ist meine Sicht. Argumentiert man in einer (völker-)rechtlichen Dimension, mag das ganze in der Tat fragwürdig erscheinen. Jedoch halte ich die völkerrechtliche Betrachtungsweise zwar nicht für irrelevant (das Völkerrecht muss schließlich Beachtung finden), aber für unangebracht. Eine Organisation wie Al Qaida lässt sich einfach nicht im Rahmen einer Nation zusammenfassen. Aber wie gesagt, das sind Ansichten und keine juristischen Auslegungen, das sind immer zwei Paar Schuhe.
 
Morpheus_xXx schrieb:
Sicherlich war er nach 9/11 kein wichtiger Akteur mehr, aber er war DIE Gallionsfigur und darauf kommt es an.

Er war DIE Gallionsfigur in den Augen des Westens. Sah es für Al Quaida genauso aus? Wie wichtig kann jemand sein, der seit 10 Jahren nur noch auf der Flucht ist? Wieviel Einfluss kann der noch haben?
 
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