No Man's Sky schreit an alle Ecken Indiespiel für mich. Es ist definitiv nett, aber nichts, was einen über dutzende von Stunden begeistern kann so ohne weiteres denke ich.
Das Spiel baut komplett auf Entdeckung, wobei ich mittlerweile etwa 8-12 Planeten gesehen habe. Warum weiss ich nicht, wieviele genau? Weil sie komplett austauschbar sind. Wie die meisten wissen, bestehen Planeten nur aus einem einzigen Biom und sind zufallsgeneriert und so sehen sie auch aus. Einfach durchgemixte Elemente, Ressourcen hier, Tiere dort, Pflanzen da, jeder Planet hat irgendeinen lebensfeindlichen Aspekt, wegen dem man alle 5min ins Inventar muss um seinen Anzug neu zu befeuern gegen den Umweltkrempel. ALLE Planeten waren in etwa gleich, was die Dichte an Leben angeht (und alle HATTEN Leben), keiner war aussergewöhnlich in Sachen Geologie oder sonstigem. Der eine ist ein Waldplanet, der andere eine Ödnis, der dritte hat ein paar Wasserflächen, aber im Grunde tun die sich alle nichts. Dasselbe gilt für die Tiere. Die haben scheinbar, ausser gegen Geld gescannt zu werden, keinen tieferen Sinn. Nennenswerte KI haben sie nicht, sie interagieren nicht besonders auffällig miteinander und gar nicht mit der Umwelt, also nix mit Pflanzenfresser die Pflanzen fressen, jedenfalls nicht, daß ich es bisher gesehen hätte. Im Grunde unterscheiden sie sich nur dadurch, ob sie einen angreifen oder nicht.
Dasslebe gilt für Pflanzen, jeder Planet hat Pflanzen, die einem z.B. Platin geben können, sie sehen auch gleich aus, sind aber jeweils scanbar weil sie als unterschiedlich gelten, auch wenn sie's nicht sind. Dazu kommt im Übrigen, daß sämtliche Namen (Planeten, Lebensformen, Sternsysteme) komplett am Gedächtnis vorbei gehen, weil alle Standartmäßig diese übertriebenen Kauderwelschnamen haben aus dem Randomizer.
Was nett IST, ist, daß es auf jedem Planeten dennoch viel zu entdecken gibt, hauptsächlich Tech, Gebäude, Alienmonolithen, Aliens selbst und abgestürzte Schiffe, die man für sich beanspruchen kann, wobei sich - und das ist für mich sehr traurig - Schiffe ausschliesslich durch die Anzahl ihrer Inventarslots unterscheiden. Und natürlich durch ihre Optik. Man kann sie weder umfärben, noch umbenennen, was auch wieder etwas schade ist. Eher seltsam ist, daß man die Schiffe nicht mal im All zum Stillstand bringen kann, auf dem Planeten kann ich das ja noch verstehen, aber im All macht das keinen Sinn.
Das Handling der Schiffe ist vollkommen okay, sehr arcadig, eine Raumschiffsim ist NMS absolut nicht, es hat nen hohen Pew-Pew-Faktor, die zwei Waffen, die ich bisher zu sehen bekommen habe, sind extrem schwachbrüstig, Raketen oder ähnliches scheint es (bisher) überhaupt nicht zu geben, dafür ist das Autoaiming im All sehr großzügig, immerhin.
Was wirklich vollkommen daneben ist, sind die Achievement-Anzeigen und die Datenuploads der gescannten Viecher.
Ich denke, der durchschnittliche Spieler, wird das so machen wie ich: Auf nem Planeten unterwegs sein, scannen, was man so sieht und irgendwann, wenn man fertig ist auf dem Planeten, den ganzen Kram hochladen und dafür kassieren. Leider kann man nicht alles auf einmal hochladen, man muss jedes einzelne Tier, Landmark, Pflanze, etc. einzeln anklicken und hochladen und für JEDES kommt eine Bestätigung, was bedeutet, daß er obere Teil des Screens nach jedem Planeten so aussieht:
Upload erfolgreich
Credits überwiesen, die galaktische Bibliothek dankt ihnen
Upload erfolgreich
Credits überwiesen, die galaktische Bibliothek dankt ihnen
Upload erfolgreich
Credits überwiesen, die galaktische Bibliothek dankt ihnen
Upload erfolgreich
Credits überwiesen, die galaktische Bibliothek dankt ihnen
Upload erfolgreich
Credits überwiesen, die galaktische Bibliothek dankt ihnen
Upload erfolgreich
Credits überwiesen, die galaktische Bibliothek dankt ihnen
Upload erfolgreich
Credits überwiesen, die galaktische Bibliothek dankt ihnen
Upload erfolgreich
Credits überwiesen, die galaktische Bibliothek dankt ihnen
Upload erfolgreich
Credits überwiesen, die galaktische Bibliothek dankt ihnen
Upload erfolgreich
Credits überwiesen, die galaktische Bibliothek dankt ihnen
Upload erfolgreich
Credits überwiesen, die galaktische Bibliothek dankt ihnen
Upload erfolgreich
Credits überwiesen, die galaktische Bibliothek dankt ihnen
Upload erfolgreich
Credits überwiesen, die galaktische Bibliothek dankt ihnen
einfacher Fix, wäre angebracht. Genauso nerven die Journey-Achievements, wie "X-Kilometer weit gelatsch" oder "X Planeten besucht" etc. Jedes Mal, wenn sowas kommt, verschwindet das Interface, der Screen wird von cineastischen Balken eingerahmt und ein kleiner Jingle spielt. Nett, ja, aber nicht alle 5min, wenn man mitten in nem Raumkampf ist bitte.
Genauso kann man die Tutorialmeldungen nicht ausschalten, nach 8 Stunden weiss ich, daß mein Startantrieb Treibstoff braucht, wirklich.
Aber die meiste Zeit verbringt man damit, sich mit seinen beiden viel zu kleinen Inventaren auseinanderzusetzen. Ständig sind die Dinger voll und da man nirgendwo irgendwas lagern oder auch nur kurz ablegen kann, muss man ständig hin und herschichten oder Sache wegschmeissen. Da ist man fast schon froh, daß der Exosuit einem alle 2 min sagt, daß die Lebenserhaltung ausfällt, auch wenn die bloss auf 75% ist, denn das Ding warnt einen alle 25%. Immer und immer wieder. Also ins Inventar den zu langsamen Cursor auf die Lebenserhaltung, klicken, Ressource auswählen, klicken, Inventar schliessen. 5min später dann wieder. Alle 5min.
Ich weiss, ich kling hier grad sehr negativ, aber mir gefällt das Spiel tatsächlich, ich will nur verdeutlichen, daß wir es hier mit einer Hype-Realitäts-Relation zu tun haben wie bei Fable oder Black&White.
Ich bin wirklich gespannt, ob in dem D1-Patch irgendwas von Bedeutung drin ist. Nett wäre, daß viele Basen vielleicht nicht IN der Erde oder unter Wasser spawnen, die Spielfigur kann nämlich NICHT unter Wasser atmen. In ihrem Raumanzug. Warum sollte sie?