Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Moral in Videospielen - Wo sind die Grenzen

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

@ Spielor
Man ist doch kein Heuchler, wenn man seine individuelle (!!) moralische Grenze zieht und diese äußert !
Keiner will hier dem Anderen etwas diktieren/vorschreiben. Man versucht nur, seinen Standpunkt zu erläutern.

Kenne hier keinen, der dieses Spiel aufgrund der Szenen gleich verbieten will.

Irgendwie bist Du extrem aggressiv drauf in der Diskussion, stelle ich fest.
 
Jo keiner will hier irgendwas verbieten oder so. Man sieht doch das Einigen die Szene zu hart ist und mehr nicht. In GTA ist es auch hart und brutal und auch nicht wirklich besser. Weil jetzt diese Diskussion anfängt und nicht damals sind wir Heuchler? Sehr tolerant sind hier viele nicht wie mir scheint.
 
Zimtzicke schrieb:
@ Spielor
Du willst doch garnicht verstehen, welche Standpunkte hier vertreten werden. Du fängst mit Pfeiffer & Co. an, die sowas verbieten wollen.

Ich hab Pfeiffer erwähnt weil Straikar genau das nachlabert was uns der Typ seit Jahren eintrichtern will: Videospiele haben einen um den Faktor 10000 stärkeren Einfluss auf die Konsumenten als Filme weil man halt selbst spielt. Das sehe ich einfach nicht so und das dann auch noch als wissenschaftlich belegten Fakt darzustellen kann ich so nicht stehen lassen.

Und was die Wertigkeit von Leben angeht haben wir in der tat unterschiedliche Vorstellungen. Ob jetzt bei einem Unfall ein 10 jähriger oder ein 20jähriger stirbt ist für MICH gleich schlimm.

Videospiele sind sein ein und alles. Deal Er hat doch schon mehrfacht gesagt, dass ohne Games alles scheiße wäre.

Das hab ich hier mit sicherheit noch nie gesagt...
Abgesehen davon nützt es doch nichts mich hier lächerlich machen zu wollen nur weil du einfach keine richtigen Argumente bringen kannst.

Ich bin hier auch keineswegs aggressiv und ich weiß auch das ihr hier niemandem etwas wegnehmen wollt.
Mit Heuchler hab ich auch nicht jemanden hier angesprochen der einfach nur seine persönliche Grenze woanders zieht sondern nur klar gestellt was ich darunter verstehe. Da aber niemand hier sowas vorhat muss sich auch keiner davon angesprochen fühlen.
Worum es mir bei der ganzen Diskussion nur geht ist dass ich mit eurer Einstellung zu Spielen noch nicht mal auf Soldaten schießen könnte weil das ja auch bedeutet dass ich das in der Realität ok finden würde.

Wie ihr vielleicht aus anderen Diskussionen wisst bin ich auch gegen die Wehrpflicht und die Soldaten die in Spielen und auch in der Realität erschossen werden sind sicher nicht alles freiwillige, kriegswillige Killermaschinen.
Wenn man sich zur Bundeswehr meldet ist man also indirekt auch damit einverstanden Leute zu erschießen die genau so unschuldig sind wie Zivilisten und nur dazu gezwungen werden in den Krieg zu gehen. Das ist moralisch genau so verwerflich...wird aber akzeptiert.
Das regt mich so auf und vielleicht komme ich deswegen auch leicht aggressiv rüber, das ist aber nichts persönliches.
 
Seo schrieb:
Ich sag nur, ich finde diese Szene/das Level völlig unnötig, die hätte es nicht wirklich gebraucht. Nicht mehr, und nicht weniger.
Auch eine komische Argumentation. "Gebraucht" hätte man das Intro des ersten Teils auch nicht. "Gebraucht" hätte man auch die Opferszene in God of War nicht. Und so wirklich "gebraucht" hätte man die Amoklevel in GTA auch nicht.
 
@Spielor
Jetzt reagierst du aber wirklich gereizt. Ich hab doch nur gesagt, dass sie durch die Interaktivität anders wirken als Filme. Das sie 1000x stärker wirken etc. hat hier doch niemand gesagt.

Das beim Zocken nunmal andere Gehirngruppen angeregt werden ist ein Fakt. Inwiefern das Auswirkungen hat darüber gibt es unterschiedliche Meinungen und bisher auch keinen gemeinsamen Nenner.
 
@ Spielor

Deinen Äußerungen nach zu urteilen, gehörst du zu den Reflexbeißern unter den Spielern. Du, ich, wir alle hier sind der unzähligen Anfeindungen durch uninformierte, inkompetente, heuchlerische und stimmenfangende "Experten"/Politiker/etc. mehr als müde. Wir wollen, das Videospiele endlich gesellschaftlich anerkannt werden und dass wir nicht unserer Oma immer wieder versichern müssen, das wir nicht kurz vorm Ausrasten stehen.
Aber um das zu erreichen, müssen sich beide Seiten bewegen. Für uns als Spieler bedeutet das genauso, dass wir Verantwortung übernehmen und den "Ängsten" der Gegenseite gegenüber offen sein müssen. Eine pauschale "Sind alles nur Pixel. Scheißt euch nicht ins Hemd. Ich will ALLES spielen!"-Haltung hilft da nicht weiter. Die Spiele sind erwachsen geworden. Die Darstellung wird immer realistischer. Ergo MUSS auch der Umgang damit verantwortungsvoller werden. Damit meine ich nicht, dass es ein Spieler pauschal ablehnen soll, diverse Games zu zocken. Aber er sollte zumindest mal hinterfragen, was ihm da angeboten und teilweise regelrecht abverlangt wird. Stumpf alles zu konsumieren, was diverse Programmierer in die Rasten gehackt haben und dabei immer reflexartig jedwede Kritik mit der "Alles nicht echt"-Ausrede nieder zu knüppeln, ist garantiert nicht der richtige Weg.
 
@ Glod
ich hab den Beitrag nochmal editiert und meine Einstellung etwas mehr erläutert.
Ich diskutiere hier nicht weil ich Angst habe, dass man mir meine blutrünstigen Killerspiele wegnimmt.
 
Eines der Probleme stellen für mich die Kids dar. Für Erwachsene wird dieses Szenario größtenteils kein Problem darstellen aber leider gerät diese Software auch in die Hände von Kindern. Das weiß Activision auch und daher frag ich mich ob diese Szene unbedingt sein musste. Wenn Spielor das Game zockt wird er sich maximal denken hmm heftig aber es ist schlecht und das Game will es von der Story her so. Was sich aber einige Jugendliche oder Kinder dabei denken weiß halt keiner. Kinder sind leichter zu beeinflussen und daher is das Game auch zu recht ab 18. Man kann uns auch nicht mit den Kindern heute vergleichen. Wir hatten nicht diese Grafik und waren auch größtenteils besser gebildet als die heutigen jugendlichen. Vielleicht hat das Level auch eine Botschaft an die Jenigen die es zocken. Das wäre dann wirklich gut. Naja :D
 
ich hab die ganze diskussion nicht mitbekommen, da ich mich null für kriegsspiele interessiere. gibts denn noch irgendwo ein video online zu dieser szene?

ich will mir auch ein bild machen.

gehts da darum, dass man zivilisten erschießt? wenn ja: sowas passiert halt in jedem krieg leider, wieso sollte man es dann bei einem kriegsspiel weglassen?
 
Reaver schrieb:
Ich weiß noch nicht was ich tun werde.
In Videospielen ist man ja oft das, was man real nicht sein kann. Man probiert auch aus und testet wie man die einzelnen Situationen bewertet.

Das ist ein Irrglaube. Man tut in diesen Spielen nicht das, was man im RL tun würde. Man macht eine idealisierte Form davon (man könnte auch von "Romantisieren" oder "Verherrlichen" sprechen). Denn es gibt für die Handlungen des Spielers keinerlei nennenswerte Konsequenzen. Da wären zum einen juristische Konsequenzen. Wie würde es einem Spieler wohl gefallen, wenn er als Antwort auf einen Raubmord in Oblivion 10 Jahre im virtuellen Knast bei Kerze und Brot verbringen dürfte? Und ich meine hier keine Überblendung, wo es heißt "10 Jahre später". Ich meine das Nachspielen des Knastalltags über 10 Ingamejahre hinweg.
Was wäre, wenn bei GTA die Sterne für immer stehen bleiben würden, solange, bis man verhaftet wird? Und wenn die Sterne beim kleinsten Pups sofort wiederkämen, weil man Wiederholungstäter ist?

Und dann sind da die persönlichen Konsequenzen? Wieviele Soldaten gehen psychisch an ihren Kriegserfahrungen zugrunde? Wieviele Menschen haben ihr Leben lang daran zu kauen, dass sie einen anderen Menschen getötet haben (+ der ganze Rattenschwanz, der da dranhängt)? Kein Spiel kann das wiedergeben, denn es soll ja Spaß machen und unterhalten. Ergo taugt es nicht im Mindesten dafür, Dinge auszuprobieren, die man im RL nicht machen würde. Es taugt maximal zum Frustabbau (alle dämlichen Motherfucker umnieten und dabei grinsen).
 
Ist das eigentlich ein kinderfreier Flughafen? Keine Familien, die auf Urlaubsreise gehen? Nur Geschäftsmänner? Ich mein nur, wenn schon provozieren, dann richtig. "Mami, Mami, warum hat der Mann eine Maske auf?" Ratatatatatatatatatata
 
Ich habe die Szene nicht gesehen, weil ich ein kurzes Spiel nicht gespoilert haben möchte, aber mir erschliesst sich nicht so ganz, warum man das selber spielen kann/muss und es nicht nur eine grausame Filmsequenz ist.

Infinity Ward sind nicht so tolle Geschichtenerzähler als daß ich das hier nicht als billigen Stunt ansehen würde, der nur dazu dient daß über das eigene Spiel geredet wird. Wenn es storytechnisch gut eingebettet wäre, könnte ich damit aber durchaus gut leben und würde solche "Provokation" sogar sehr begrüßen.
 
Bart Wux schrieb:
Seo schrieb:
Ich sag nur, ich finde diese Szene/das Level völlig unnötig, die hätte es nicht wirklich gebraucht. Nicht mehr, und nicht weniger.
Auch eine komische Argumentation. "Gebraucht" hätte man das Intro des ersten Teils auch nicht. "Gebraucht" hätte man auch die Opferszene in God of War nicht. Und so wirklich "gebraucht" hätte man die Amoklevel in GTA auch nicht.

Na, merkste was? ;)
 
Och Mann, du weißt doch bestimmt, wies gemeint war...;)
Ich versteh halt nicht, wieso man diese Sequenz selbst spielen kann, anstatt das einfach als Video ablaufen zu lassen. Dieses 'selbst hand anlegen' ist imo unnötig, um dem Spieler bewusst zu machen, wie böse Terroristen sind. Gerade weils ja 'nur Pixel' sind, die man da abknallt. ;)
Da hätte es auch ein Video getan.
 
Zurück
Oben