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Moral in Videospielen - Wo sind die Grenzen

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

kriegsspiele an sich sind doch pervers, sie reduzieren etwas grausammes auf pures, abenteuerlustiges geballer, aber niemand stört sich daran. an dieser terroristenszene ist nichts schlimmer als am rest des spiels. es wird hier auch nur eine komplexe situation aufs ballern reduziert.

ich kapier es nicht, wie man gegen das eine sein kann, aber sich nicht gleichzeitig am anderen stört.
 
Also meine persönliche "Moralvorstellung" beinhaltet, dass es weniger "daneben" ist, gegen Bewaffnete vorzugehen (die einem ans Leder wollen) als unbewaffnete Unschuldige niederzumähen.
Dazu gibt es hundert verschiedene Abstufungen (wenn's langt).

Aber das soll ja jeder handhaben, wie er möchte.
 
BAZONG schrieb:
Natürlich hat er Unrecht, denn man darf auch auf Frauen schießen, man darf Frauen verprügeln und diverse andere "Gestalten" ebenfalls.

theoretisch sicher, aber die Realität sieht anders aus. Gewalt gegenüber Frauen und Kindern wird nicht im Ansatz so geduldet wie Gewalt gegenüber Männern. In der Realität sowie in Medien.
 
Zimtzicke schrieb:
Hm, ich kann Schwein essen, aber dagegen sein, dass Hamster gegessen werden. Moralisch sicherlich inkonsequent, aber verständlich, oder?

Nö, verständlich wärs, wenn du einfach kein Hamster essen würdest, aber es akzeptierst und nicht in Frage stellst, dass andere Menschen dies anders sehen.

Ich würde z.B. auch niemals Hund essen, aber kann es verstehen und finde es in Ordnung, dass z.B. in bestimmten Regionen Chinas Hunde gerne gegessen werden.
Somit bin ich auch nicht dagegen, dass Hunde oder Hamster gegessen werden.

Für mich würde es niemals in Frage kommen Hunde zu essen, aber erzähl mal einem Inder, wie gerne du ein saftiges Rumpsteak isst ;)
 
Ich hab mich da mit dem Wort "dagegen" falsch ausgedrückt.

Wenn das aber jetzt auf diese Schiene abdriftet, dann bringt es eh nicht viel. In Japan ist es auch normal, Wale und Robben-Babies abzuschlachten, hier wird es missachtet. In Afrika wird Affenhirn auch "lebendig" gegessen. Es geht (mir) um unseren Teil der Gesellschaft. Einige bewegen sich hier in einem Rahmen, der den Entwicklern jegliche Verantwortung nimmt. Ich glaube, die Verantwortung liegt dann komplett beim Nutzer. Und wenn man diesen Gedanken weiter spinnt, dann juche für unsere Zukunft.

@ Rasz

Gewalt gegenüber Männern ist auch hier nicht geduldet oder akzeptiert. Es ist vielmehr so, dass Gewalt gegenüber Frauen oder Kindern noch mehr verachtet wird. Warum das so ist, muss ich dir hoffentlich nicht sagen, oder?
 
Zimtzicke schrieb:
CoD möchte Krieg darstellen, und das tut es nicht.

Das glaube ich nicht. Das Ziel von CoD ist ganz eindeutig bombastische Popcorn-Unterhaltung zu erzeugen, es ist ein Action-Reisser. Den Anspruch ein echtes Kriegsspiel zu sein kann ich weder bei Infinity Ward noch bei Activision erkennen. Das Spiel ist Splatter-Trash mit Kriegsszenario. Das Spielthema ist Metzeln und nicht der Krieg.

Das kann man moralisch verwerflich finden, ich tue es auch. Andererseits habe ich mit dem comichaften Trash aus Wolfenstein immer Spaß gehabt. Wo wir wieder bei den fließenden, individuellen Grenzen wären. ;)

Gewalt gegenüber Männern ist auch hier nicht geduldet oder akzeptiert. Es ist vielmehr so, dass Gewalt gegenüber Frauen oder Kindern noch mehr verachtet wird. Warum das so ist, muss ich dir hoffentlich nicht sagen, oder?

Warum? Weil Frauen das schwache Geschlecht sind? Weil Frauen- und Kinderleben mehr wert sind? Weil Kinder unschuldiger sind als Erwachsene? Erkläre es mir bitte, denn ich kann es wirklich nicht nachvollziehen. Bei Kindern vielleicht noch, aber was hat es mit Frauen auf sich?
 
Zimtzicke schrieb:
Gewalt gegenüber Männern ist auch hier nicht geduldet oder akzeptiert.

Akzeptierter in der Gesellschaft.

An sich ging es hier auch nur um die lächerliche Ansicht, dass man ein "psychisches Problem" haben soll, wenn man kein grösseres Problem damit hat auf unschuldige Kinder in Videospielen zu schiessen als auf unschuldige Männer.
 
@ Nas

Du beantwortest die Frage quasi selbst.

Frauen sind das "schwache" Geschlecht. Oftmals wehr- und chancenlos gegen Männer. Zudem hatte die Frau schon immer eine besondere Rolle in unserer Gesellschaft. Wahrscheinlich beruht das auch noch darauf, dass wir Frauen brauchen, um unsere Spezies zu bewahren. Frauen sind die Mütter unserer Kinder. Kinder sind noch wehrloser. In den meisten Fällen auch unschuldige Wesen. Kinder haben noch ihr ganzes Leben vor sich, Erwachsene oftmals schon einen grossen Teil ihres Lebens hinter sich. Eltern würden in aller Regel ALLES tun, um das Leben ihres Kindes zu schützen.

Es sind Dinge, die in unserer Gesellschaft fest verankert sind. Die eigentlich in uns verankert sind. Es stimmt mich fast bedenklich, dass dies hier so oft in Frage gestellt wird.
 
Raszagal schrieb:
Zimtzicke schrieb:
Gewalt gegenüber Männern ist auch hier nicht geduldet oder akzeptiert.

Akzeptierter in der Gesellschaft.

An sich ging es hier auch nur um die lächerliche Ansicht, dass man ein "psychisches Problem" haben soll, wenn man kein grösseres Problem damit hat auf unschuldige Kinder in Videospielen zu schiessen als auf unschuldige Männer.

Das sind halt moralvorstelungen die in unserer Gesallschaft fest verankert sind und daher auch auf spiele übertragen werden .

Aber mal ehrlich , mich hat es bei Fallout3 total genervt das ich das nervige Kind in Megaton nicht abknallen konnte ( und ich habe alle versucht , sogar ne Miniatombombe ! :ugly: ) .

Das sind aber grenzen die sich jeder selber setzen muß . Mich stört die szene die man von CoD hier gesehen hat und ich möchte das nicht spielen .
Also lasse ich es , deswegen aber eine moraldiskussion zu starten ist doch albern . Jeder muß mit sich selbst ausmachen was er sehen/spielen möchte .
Aber wenn man es genau nimmt tut man in jedem 2. Actionspiel sachen die im RL verwervlich wären , daher kann man hier auch garkeine Grenze an einem bestimmten punkt ziehen .
 
Zimtzicke schrieb:
Frauen sind das "schwache" Geschlecht. Oftmals wehr- und chancenlos gegen Männer.
Aber auch nur, wenn sie's gerade sein wollen. Ansonsten heißt es immer Gleichberechtigung. Bitte, dann will ich auch eine Frau verprügeln dürfen ohne schief angeguckt zu werden. Verdient hätten es genug.
 
Raszagal schrieb:
An sich ging es hier auch nur um die lächerliche Ansicht, dass man ein "psychisches Problem" haben soll, wenn man kein grösseres Problem damit hat auf unschuldige Kinder in Videospielen zu schiessen als auf unschuldige Männer.

Und genau um diese ekelerregende Doppelmoral ging es mir auch von Anfang an in der Diskussion. Muss ich nochmal sagen weil mir ja vorgeworfen wurde ich würde mir nur Sorgen machen dass mir irgendwelche Spiele vorenthalten werden.

Wenn ihr Moralvorstellungen aus der Realität auf ein Spiel übertragt und es euch zu weit geht, dass im Spiel kleine Dämonenmädchen getötet werden dann kann ich im Umkehrschluss auch sagen, dass es für viele in der Realität aber in Ordnung ist auf Soldaten zu schießen (die wie ich schon 3 Mal erklärt habe auch nicht unbedingt freiwillige Killermaschinen sind). Ich finde auch das in der Realität nicht in Ordnung.
Wenn ich also mit meinen Moralvorstellungen aus der Realität an ein Spiel rangehen würde könnte ich gar nichts mehr spielen.

Und jetzt erklärt mir hier einer, der es in der Realität für in Ordnung hält Menschen zu erschießen, dass ich psychisch krank bin wenn ich im Spiel, IN EINEM SPIEL!!! Kinderfiguren umlege?
Das ich nicht lache.
Genau das meinte ich mit heuchlerisch.
 
Zimtzicke schrieb:
Frauen sind das "schwache" Geschlecht. Oftmals wehr- und chancenlos gegen Männer.
Ich dachte, da wären wir schon einen Schritt weiter mit der Emanzipation.

Zudem hatte die Frau schon immer eine besondere Rolle in unserer Gesellschaft. Wahrscheinlich beruht das auch noch darauf, dass wir Frauen brauchen, um unsere Spezies zu bewahren. Frauen sind die Mütter unserer Kinder.
Männer sind übrigens die Väter

Kinder sind noch wehrloser.
Das stimmt tendenziell.

In den meisten Fällen auch unschuldige Wesen.
Nur wenn du Kindern die Fähigkeit zur Schuld absprichst, da die Reife fehlt.

Kinder haben noch ihr ganzes Leben vor sich, Erwachsene oftmals schon einen grossen Teil ihres Lebens hinter sich.
Das heißt?

Eltern würden in aller Regel ALLES tun, um das Leben ihres Kindes zu schützen.
Was haben Elterngefühle damit zu tun, ob in einem Shooter ein Kind vor dem Fadenkreuz vorbei läuft.

Es sind Dinge, die in unserer Gesellschaft fest verankert sind. Die eigentlich in uns verankert sind. Es stimmt mich fast bedenklich, dass dies hier so oft in Frage gestellt wird.
Gerade das Thema Frauen ist in meinen Augen nicht fest in uns verankert. In der Gesellschaft vielleicht, aber nicht in uns Menschen. Das ist anerzogen und gerade Frauen sind es ja, die diese Ansichten, die du hier verbreitest, überwinden wollen.

Kinder sind noch nicht fähig zu einem selbstständigen Leben, deshalb werden sie besonders behütet. Was das mit Kindern in Egoshootern zu tun haben soll, da sehe ich noch immer keine Verbindung.
 
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