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Moral in Videospielen - Wo sind die Grenzen

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Spielor schrieb:
wenns jetzt ein ganzes spiel waere in dem man als terrorist leute niedermetzelt und sich am ende in die luft jagt und dann im paradies mit 100 jungfrauen aufwacht koennte ich ja die ganze kritik (von eurem blick auf videospiele) ja noch verstehen.
aber mit dieser szene hier soll doch ganz offensichtlich nur gezeigt werden was fuer eiskalte bastarde terroristen doch sind damit man sie danach noch dringender umbringen will. dieser terrorakt hat doch nichts heroisches.

Dann bleibt die Frage: wieso lässt man diesen 'akt' den Spieler überhaupt aktiv erleben? :?

Für mich ist das ne reine PR-Aktion von IW, die ganz offensichtlich ihr Ziel erreicht hat.
Und ich finde das erbärmlich.
 
Es stand zumindest auf allen grösseren News-Seiten. Es wird sicherlich auch in vielen Mags in den Reviews auftauchen, wenn auch nur in einem kleinen Kasten. Und damit hat man genaud das Klientel erreicht, welches man erreichen wollte.
 
Nasreddin schrieb:
Einspruch! Wenn Videospiele weiterhin und stärker auch als künstleriches und kulturell wertvolles Medium etabliert werden sollen, dann ist in meinen Augen das Überschreiten von moralischen Grenzen aus der "echten" Welt unumgänglich.

Das ist aber der große Knackpunkt. Videospiele sind interaktiv und alles geht vom Spieler aus. Im Film sind Tabubrecher von den Machern festgelegt und abgegrenzt. Egal wer sich einen Film wie oft ansieht - es werden immer die gleichen Abläufe sein. Die moralischen Ansichten des Zuschauers beeinflussen hier gar nichts.
Im Spiel sieht das dagegen ganz anders aus. Hier bestimmt der Spieler, was passiert. Natürlich geschieht das auch in einem von den Programmierern festgelegten Rahmen, aber es ist trotzdem ein erheblicher Unterschied zum Film. Und wenn dieser Rahmen zu weitläufig ist, dann müssen diverse moralische Fragen diskutiert werden. Denn welches Spiel zwingt den Spieler schon, sich wirklich auf moralischer Ebene mit seinen Taten zu befassen? Und damit meine ich nicht die Hörner, die einem bei Fable wachsen. Was in Spielen mit großer Freiheit fehlt, sind wahre Konsequenzen. Wo soll da die moralische Azseinandersetzung des Spielers mit der Materie herkommen? Wenn ich raubend und mordend durch eine Spielewelt ziehe, dann muss einfach irgendwann der Punkt kommen, wo ich mich nirgends mehr hintrauen kann, ohne dass ich gleich den Mob am Arsch habe. Es kann nicht sein, dass ich nach einem Amoklauf mit 100 Toten einfach mein Auto umlackieren lasse und alles ist wieder in Ordnung. Spiele bieten viel Freiheit aber keine Konsequenzen. Und auf dieser Basis lassen sich imo keine moralischen Überlegungen beim Spieler hervorrufen.

Videospiele könnten unsere Moral hinterfragen. Sie könnten moralische Spielkästen sein. Besonders interessant fände ich Videospielwelte, in denen andere moralische Spielregeln gelten als in unserer Welt. Videospiele bieten die Chance ein "Was wäre wenn..." weiterzuspinnen. Und dadurch etwas zu sagen und den Spieler zum Nachdenken zu bringen. In dem Hinblick fand ich die ersten Infos von I Am Alive interessant, das in einer Welt spielt, in der nach der Katastrophe das moralische System zusammengebrochen ist.

Modern Warfare 2 macht das alles nicht, aber grundsätzlich sollten Videospiele nicht nur zur moralischen Erziehung dienen, sondern auch Moral hinterfragen dürfen! Videospiele bieten die Möglichkeit den Blickwinkel anderer Menschen einzunehmen, auch wenn es Terroristen sind sollten diese Möglichkeiten genutzt werden. Wenn Videospiele das öfters tun würden, gewännen sie an Relevanz!
[/quote]

Sorry für die komische Form meiner Antwort, aber mein Iphone spinnt hier bei langen Texten. Ich kann dann nicht mehr bis ans Ende scrollen. Deswegen steht da jetzt noch der Rest vom Zitat.

Was ich noch sagen wollte:

Wenn Spiele etwas aus der Sicht der Antagonisten zeigen, dann will ich dafür auch eine anständige Motivation und zwar eine, die über "Allah ist groß!Tod dem Westen!" hinausgeht. DANN akzeptiere ich auch den Sinn einer Szene wie in MW2. Ansonsten ist das für mich einfach nur Dreck ohne Sinn und Verstand.
 
Zimtzicke schrieb:
Spielor schrieb:
wenns jetzt ein ganzes spiel waere in dem man als terrorist leute niedermetzelt und sich am ende in die luft jagt und dann im paradies mit 100 jungfrauen aufwacht koennte ich ja die ganze kritik (von eurem blick auf videospiele) ja noch verstehen.
aber mit dieser szene hier soll doch ganz offensichtlich nur gezeigt werden was fuer eiskalte bastarde terroristen doch sind damit man sie danach noch dringender umbringen will. dieser terrorakt hat doch nichts heroisches.

Nur mit dem Unterschied, dass wenn du in der Szene den Abzug betätigst, du der eiskalte Bastard bist. Das unterscheidet es auch elementar von einem Film.

Öhm, nö?
Die Spielfigur ist immernoch irgendein Typ, den ich noch nicht kenne. Ich drücke nur nen Knopf am Controller.
 
Vollkommen losgelöst von moralischen Debatten: wenn du in der Szene den Abzug betätigst, bist du als Spieler der Terrorist, der unschuldige Zivilisten abknallt. So wie es ausschaut, hat man als Spieler ja die Wahl, ob man abdrückt oder nicht.
 
Und seien wir uns mal ehrlich...
Bei GTA kann man auch 1000e von Zivilisten umbringen. Wo soll da bitte der Unterschied sein.
Bei beiden Spielen wird man nicht dazu gezwungen.
Sorry ich finde dieses Thema dermaßen idiotisch.:nein:
 
Ach, ich sehe mich da eher als Schicksal oder böses Teufelchen :ugly:

Ich weiß noch nicht was ich tun werde.
In Videospielen ist man ja oft das, was man real nicht sein kann. Man probiert auch aus und testet wie man die einzelnen Situationen bewertet.
Könnte eine durchaus nette Erfahrung sein, mal vor so einem Szenario zu stehen. Finds daher eigentlich sehr schlecht, dass ich das schon angesehen habe.
 
@ Zimtzicke
Man hat die Wahl weil das nunmal ein Merkmal von Spielen ist. Aber nochmals: Warum sollte der Terrorist nicht abdrücken? Wieso ist er besser als seine Kameraden?
Das macht überhaupt keinen Sinn.
Und du übernimmst die Rolle des Terroristen...du bist aber kein Terrorist. DU sitzt am Ende doch nur vor dem Bildschirm und drückst einen Knopf an einem Controller woraufhin sich die Pixel auf dem Bildschirm anders anordnen.
So, das ist zumindest meine Sicht auf Videospiele und daher habe ich auch keine Probleme mit was auch immer dort gezeigt wird.
Und ja, jetzt könnt ihr auch zum 5ten mal die ganzen KZ und Massenmord Vergleiche ranziehen.
Ich weiß letztendlich immer noch, dass ich all sowas in der Realität furchtbar finde und niemals tun würde...und dieses Wissen reicht mir um danach immer noch in den Spiegel gucken zu können.
Und am Ende zählt ja wohl wie man in Wirklichkeit drauf ist und nicht das was man in nem Videospiel tut...und ich hoffe mal da werden mir alle zustimmen.
 
@ Spielor

Ich denke, jeder hier kann Fiktion von Realität bestens unterscheiden. Das ist nicht der Punkt. Vielleicht haben nur einige User ein anderes Verständnis, einen anderen Anspruch an das, was da auf dem Bildschirm flimmert, was uns der Entwickler mit seinem Spiel sagen möchte, welche Message er transportieren möchte oder auch nicht.

Vielleicht würde es einfach helfen, dies zu verstehen. Für beide Parteien. ;)
 
Also bis San Andreas lasse ich mir das Realismus Argument ja noch gefallen, aber spätestens mit GTA IV ist damit Schluss. GTA IV war so realistisch, dass es schon fast langweilig war.
 
Glod schrieb:
Nasreddin schrieb:
Einspruch! Wenn Videospiele weiterhin und stärker auch als künstleriches und kulturell wertvolles Medium etabliert werden sollen, dann ist in meinen Augen das Überschreiten von moralischen Grenzen aus der "echten" Welt unumgänglich.

Das ist aber der große Knackpunkt. Videospiele sind interaktiv und alles geht vom Spieler aus. Im Film sind Tabubrecher von den Machern festgelegt und abgegrenzt. Egal wer sich einen Film wie oft ansieht - es werden immer die gleichen Abläufe sein. Die moralischen Ansichten des Zuschauers beeinflussen hier gar nichts.
Im Spiel sieht das dagegen ganz anders aus. Hier bestimmt der Spieler, was passiert. Natürlich geschieht das auch in einem von den Programmierern festgelegten Rahmen, aber es ist trotzdem ein erheblicher Unterschied zum Film. Und wenn dieser Rahmen zu weitläufig ist, dann müssen diverse moralische Fragen diskutiert werden. Denn welches Spiel zwingt den Spieler schon, sich wirklich auf moralischer Ebene mit seinen Taten zu befassen? Und damit meine ich nicht die Hörner, die einem bei Fable wachsen. Was in Spielen mit großer Freiheit fehlt, sind wahre Konsequenzen. Wo soll da die moralische Azseinandersetzung des Spielers mit der Materie herkommen? Wenn ich raubend und mordend durch eine Spielewelt ziehe, dann muss einfach irgendwann der Punkt kommen, wo ich mich nirgends mehr hintrauen kann, ohne dass ich gleich den Mob am Arsch habe. Es kann nicht sein, dass ich nach einem Amoklauf mit 100 Toten einfach mein Auto umlackieren lasse und alles ist wieder in Ordnung. Spiele bieten viel Freiheit aber keine Konsequenzen. Und auf dieser Basis lassen sich imo keine moralischen Überlegungen beim Spieler hervorrufen.

Videospiele könnten unsere Moral hinterfragen. Sie könnten moralische Spielkästen sein. Besonders interessant fände ich Videospielwelte, in denen andere moralische Spielregeln gelten als in unserer Welt. Videospiele bieten die Chance ein "Was wäre wenn..." weiterzuspinnen. Und dadurch etwas zu sagen und den Spieler zum Nachdenken zu bringen. In dem Hinblick fand ich die ersten Infos von I Am Alive interessant, das in einer Welt spielt, in der nach der Katastrophe das moralische System zusammengebrochen ist.

Modern Warfare 2 macht das alles nicht, aber grundsätzlich sollten Videospiele nicht nur zur moralischen Erziehung dienen, sondern auch Moral hinterfragen dürfen! Videospiele bieten die Möglichkeit den Blickwinkel anderer Menschen einzunehmen, auch wenn es Terroristen sind sollten diese Möglichkeiten genutzt werden. Wenn Videospiele das öfters tun würden, gewännen sie an Relevanz!


Sorry für die komische Form meiner Antwort, aber mein Iphone spinnt hier bei langen Texten. Ich kann dann nicht mehr bis ans Ende scrollen. Deswegen steht da jetzt noch der Rest vom Zitat.

Was ich noch sagen wollte:

Wenn Spiele etwas aus der Sicht der Antagonisten zeigen, dann will ich dafür auch eine anständige Motivation und zwar eine, die über "Allah ist groß!Tod dem Westen!" hinausgeht. DANN akzeptiere ich auch den Sinn einer Szene wie in MW2. Ansonsten ist das für mich einfach nur Dreck ohne Sinn und Verstand.
[/quote]

Starker Post! 100% Zustimmung! :dhoch:
 
zonko schrieb:
Iro schrieb:
nofix schrieb:
GTA ist aber auch nicht sonderlich realistisch. Bei Spaceinvaders bringt man auch 1000 Aliens um oder bei Schach die Bauern...

Call of Duty ist nicht realistischer!

So siehts aus.
Wüsste nicht was an GTA nicht realistisch ist.
dazu muss man nur einmal in ein Auto steigen... also ich finde GTA 4 überhaupt nicht realistisch
 
Die Autos sehen echt aus, die Menschen sehen echt aus, die Waffen haben reale Vorbilder, Blut ist Rot und die Leute kriechen sogar vor einem hin, damit man noch reintreten kann etc.

GTA4 ist absolut grausam und vor allem eiskalt. Da werden Menschen völlig ohne Grund ermordet.
 
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