Morpheus_xXx schrieb:
el_barto schrieb:
Wenn ich das Video sehe, weiß ich wieder genau, wieso ich verweigert hab.
Auf so ne unnötige Scheiße hab ich einfach keinen Bock. Ich seh keinen Sinn darin, mich um 5 Uhr morgens von irgendnem Schwachmaten anbrüllen zu lassen, der zu blöd für ne zivile Ausbildung war.
Auch an dem ganzen Krieg spielen find ich nix tolles, im Gelände rumrobben, und mir dabei entweder Zecken oder Frostbeulen zu holen...nein danke.
Fahnenjunker sind angehende Offiziere. Offiziere müssen Abi haben, nen recht heftigen Einstellungstest machen und auch studieren. Nen Diplom-/Magisterstudiengang in 3,5-4 Jahren. Ob man die so einfach als Schwachmaten, die "zu doof" sind, abstempeln kann, halte ich für fragwürdig.
Ja und? Fahnenjunker sind ja auch nicht die einzigen Ausbilder. Mir gings ja nicht nur um das Video, sondern um die allgemein üblichen Ausbildungszustände in der AGA. Und da rennen eben viele Schwachmaten mit der durchschnittlichen Intelligenz eines Ameisenhaufens rum, die Rekruten rumschikanieren dürfen.
Die ganze Ausbildungsphilosophie beim Bund beruht auf archaischen Pädagogik- und Disziplinprinzipien, die heutzutage allesamt überholt sind und in keinen anderen Gesellschaftsbereichen mehr eingesetzt werden.
Man muss junge Leute nicht knüppehart "disziplinieren", um Gehorsam hervorzurufen. Man muss nicht brüllen, um sich verständlich zu machen und um zu lehren (im Gegenteil, sowas ist kontraproduktiv).
DIese Prinzipien der harten Hand werden im Militär halt althergebracht weitergegeben, aber sie sind schlichtweg falsch. Fertigkeiten an der Waffe können auch anders beigebracht werden.
Ach ja: Schulbildung hat übrigens nicht viel mit INtelligenz zu tun und Schulnoten schon gar nicht (in unserem Schulsystem ist die Validität der Noten mehr als dürftig)

Ich kenne viele viele Abiturienten, denen ich nicht viel Intelligenz zusprechen würde...
Was du beurteilen kannst, ohne bei der Bw gewesen zu sein.
Wieso sollte ich das nicht können? Bei vielen vielen Erfahrungsberichten aus unterschiedlichsten unabhängigen Quellen kann ich mir schon eine Meinung bilden. Und wenn eben 90% der Quellen sagen, dass der durchschnittliche Ausbilder nicht viel klüger ist als das Mittagessen je war, dann glaub ich das halt.
DIe BW abschaffen wäre wirklich der falsche Schritt. Ein Staat braucht auch Militär, und seis nur zur Abschreckung und Absicherung. Aber das fordert AFAIK hier auch niemand.
Was viele (mich eingeschlossen) fordern, ist dass die BW in eine Berufsarmee umgewandelt wird. Das wäre mehr als sinnvoll, da auf absehbare Zeit eh nur Verpflichtete in Ernstfällen zum EInsatz kommen.
Darüberhinaus könnte man so die Massen an Geld einsparen, die man für die unnötige 9monatige Ausbildung der Wehrpflichtigen aufbringt. Das Geld könnte man genausogut verbrennen, denn was würde der normale Wehrpflichtige für einen Wert im Krieg haben? Keinen, mehr als Kanonenfutter kommt da nicht raus.
Das Geld könnte man eher in bessere Ausbildung der Freiwilligen und deren Ausrüstung stecken, da wäre es besser aufgehoben.
Der einzige Grund, wieso das nicht schon längst geschehen ist, ist sowieso der Pflegesektor, der durch den zwangsläufigen Wegfall der Zivis bei einem Wegfall der Wehrpflicht einen massiven Schlag hinnehmen müsste, da der Pflegestandard bei gegebenen finanziellen Mitteln eben ohne Zivis nicht haltbar wäre.