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Megabahnstreik - was denkt ihr?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Das hast sich mit dem Tarifeinheitsgesetz demnächst wohl eh erledigt. Dann kann er sich mit der EVG einigen oder wieder nur für seine Lokführer Tarife machen und gut ist.

Ich persönlich hätte auch nichts dagegen, wenn die Bahn sich bis zu dem Gesetz sperrt - nur um dem Weselsky einen reinzuwürgen. Mir geht dieser Egomane extrem gegen den Strich...
 
Ich persönlich hätte auch nichts dagegen, wenn die Bahn sich bis zu dem Gesetz sperrt - nur um dem Weselsky einen reinzuwürgen. Mir geht dieser Egomane extrem gegen den Strich...

Erstens tut sie genau das und gaukelt der Öffentlichkeit vor an einer schnellen Lösung interessiert zu sein und zweitens muss ich erneut erwähnen, dass einem Streik eine Urabstimmung der Mitgliederbasis vorausgeht und nicht Weselsky ihn befiehlt.

Der Gesetzentwurf an sich ist purer Aktionismus. Kommt er durch ist eine schwere Rüge des Verfassungsgerichts quasi schon vorprogrammiert. Die Verarschung der Öffentlichkeit funktioniert in dieser Sache allerdings sowohl in der Politik als auch bei der Bahn erstaunlich gut.
 
Naja, dieses Kompetenzgerangel zwischen den Gewerkschaften geht doch jetzt schon seit Jahren so.
Jedenfalls kann ich mich an die Transnet erinnern, mit der hatte die GDL auch diese Streitigkeiten.
Gabs da nicht sogar mal ne Schlichtung mit Heiner Geissler? Das ist doch auch schon mindestens 5 Jahre her, oder?
Ich kenn das Gesetz nicht, und ob das verfassungskonform ist kann ich erst recht nicht beurteilen, aber Aktionismus würde ich der Politik an dieser Stelle nicht vorwerfen.
Immerhin haben sie sich das jahrelang angeguckt ohne einzugreifen.
Aber wenn sich die Tarifpartner ewig nicht einigen können, kann ich schon nachvollziehen, dass der Staat da hoheitlich eingreifen will.
 
Trifft in jedem Fall auf die A59 Dinslaken Richtung Duisburg zu. Und auch meine Kollegen aus anderen Richtungen wundern sich, dass sie so gut durchkommen zur Zeit.
 
Hauptsache Cale kriegt sein 1.Klasse-Ticket weiterho zum Discounterpreis, auch wenn die Mitarbeiter dafür ausgeblutet werden, ne? :D

Aber anderswo die Nase rümpfen, wenn Menschen Billigtextilien kaufen. Da sieht man wieder, jeder ist sich doch selbst am nächsten. :lol:
 
Naja, aber irgendwo muss die Relation auch stimmen. Und das ist bei der Bahn schon lange nicht mehr der Fall. Man zahlt einfach viel zu viel für das was man bekommt und die Alternativen werden immer attraktiver. Die Bahn möchte ein Massenbeförderungsmittel sein. Dann sollte Sie auch das auch in ihrer Preisgestaltung berücksichtigen.
 
Naja, dieses Kompetenzgerangel zwischen den Gewerkschaften geht doch jetzt schon seit Jahren so.
Jedenfalls kann ich mich an die Transnet erinnern, mit der hatte die GDL auch diese Streitigkeiten.
Gabs da nicht sogar mal ne Schlichtung mit Heiner Geissler? Das ist doch auch schon mindestens 5 Jahre her, oder?
Ich kenn das Gesetz nicht, und ob das verfassungskonform ist kann ich erst recht nicht beurteilen, aber Aktionismus würde ich der Politik an dieser Stelle nicht vorwerfen.
Immerhin haben sie sich das jahrelang angeguckt ohne einzugreifen.
Aber wenn sich die Tarifpartner ewig nicht einigen können, kann ich schon nachvollziehen, dass der Staat da hoheitlich eingreifen will.

Die GDL kriegt auf gut Deutsch gesagt halt noch den Arsch hoch. Sowohl die Basis als auch der Vorstand. Wie oft habe ich schon nach Warnstreiks und einem Angebot der AG-Seite von ver.di die Abstimmungsunterlagen zugeschickt bekommen und mir beim Durchlesen der Einigung schon gedacht, das sei eine totale Verarsche. Ich war dann enttäuscht von der Eierlosigkeit meiner Gewerkschaft. Sowohl von Leuten wie dem Bsirske sowas überhaupt vorzuschlagen diesen Mist anzunehmen, als auch von der Mitgliederbasis dem so zu tun. (Ja, richtig, auch das würde "Egomane" Weselsky nicht allein entscheiden.)

Mit der Folge, das dann bei der nächsten Tarifrunde wieder vom Reallohnverlust gesprochen wurde, weil Inflation u.ä. Faktoren die Erhöhung nicht nur aufgefressen sondern überstiegen haben.

Neben Lohnerhöhungen wird beim nächsten Mal die private Altersvorsorge ein Thema sein. Solche Nebenschauplätze neben "Gehalt" und "Arbeitszeit" wird es immer geben, so auch bei der GDL. Bisher hats aufgrund von Parteibuchklüngel in allen Bereichen scheinbar immer gut geklappt. Das Streikrecht steht in der Verfassung, nutzt nur fast keiner. Höchstens mal nen Warnstreik hier und da. Und selbst das treibt ja schon die Tränen in die Kanäle. Tut es dann doch mal jemand, muss halt das Gesetz geändert werden.

Und während Deutschland vielleicht einen Streik der Blumenkranzbindergewerkschaft verkraftet hätte, steigt den Politikern halt bei Sachen Bahn das Wir-sind-das-Volk aufs Dach. Da gibts Mecker und Auf-den-Tisch-Gehaue und so. Das nervt. Und bis irgendjemand die Verfassungswidrigkeit von so einem Schwachsinn dann auch offiziell festgestellt hat, hat man sich schon längst in die nächste Legislaturperiode gerettet oder ist, wenn man ganz viel Glück hat, gar nicht mehr im Amt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das muss wirklich sehr nervig für GDL und deren Sympathisanten sein, wenn Politiker wegen Volkes Wille auf den Tisch hauen. Dass im übrigen Volk sich Menschen sorgen machen um ihren Job weil sie nicht zur Arbeit kommen, weil Ware nicht geliefert werden kann etc., das hat man gefälligst aus Solidaritätsgründen unter Kollateralschaden zu verbuchen.
 
Das muss wirklich sehr nervig für GDL und deren Sympathisanten sein, wenn Politiker wegen Volkes Wille auf den Tisch hauen.

Nö, sicher nicht. Aber ich hab auch nichts dergleichen geschrieben. (Jaja, ich weiß - du brauchst es nicht zitieren, nur noch einmal lesen.)

Dass im übrigen Volk sich Menschen sorgen machen um ihren Job weil sie nicht zur Arbeit kommen, weil Ware nicht geliefert werden kann etc., das hat man gefälligst aus Solidaritätsgründen unter Kollateralschaden zu verbuchen.

Das sollten sie sogar tun, leider tun sie es nur immer viel zu spät und dann an die falsche Adresse. Erst wird privatisiert, dann wird an die Börse gegangen, und dann wundert sich der Bürger, dass plötzlich bei einem ehemaligen Staatsunternehmen nicht mehr er im Mittelpunkt steht, sondern Profite und Ausschüttungen ;)
 
Ich kann/will mich nicht an der allgemeinen Diskussion beteiligen, weil mir dazu schlicht das Wissen fehlt, aber dein letzter Punkt ist doch mit einer der Punkte, die ein Streik ja auch erreichen will.

Ein Streik der niemanden erreicht interessiert auch nicht.
Das ist schon klar ;) Nur hat das in einer solche Dimension schon nicht mehr mit "Interesse" o.ä. zu tun. Den eigenen Willen durchzusetzen auf Kosten der Allgemeinheit, die durch den Erwerb von Bahnkarten dafür sorgt, dass die Leute einen Job haben, im gleichzeitigen Wissen, dass diese Menschen nun massive Probleme bekommen, ist einfach nur Panne...
 
Nichts für ungut, aber diese Lieblingsgeschichte der Linken dass der normale Hans August auf einmal Verwunderung erfährt weil die böse Privatisierung zugeschlagen hat ändert auch nichts daran dass durch diesen Streik (wieder einmal) persönliche Existenzen gefährdet sind von Menschen, die auch einfach nur ihrer Arbeit nachgehen wollen/ müssen weil das Runterbeten von Kapitalismuskritik allein die Kinder nicht anzieht und ernährt.
 
Ich denke bei dem ganzen Streik ist die Bahn eben der falsche "Gegner". Wenn es ums GG geht dann ist die Bundesregierung und alleine die der richtige Ansprechpartner. Und deshalb zieht man ja auch vors Bundesverfassungsgericht. Warum jetzt aber die Bahn und die Bevölkerung zusätzlich mit nen Streik belegt wird, wenn die anderen Details der Verhandlungen ja fast schon auf einem Nenner sind, verstehe ich dann halt nicht.
 
Ich fragte es ja schon mal. Wie soll ein Lokführer sein Streikrecht wahrnehmen, ohne dass der Zug nicht fährt?

Bahn verstaatlichen bitte nicht mehr vorschlagen. Dass man sowas durch Beamtentum verhindern könnte ist ja nur diese Lieblingsgeschichte der Linken über die böse Privatisierung.
 
... und zweitens muss ich erneut erwähnen, dass einem Streik eine Urabstimmung der Mitgliederbasis vorausgeht und nicht Weselsky ihn befiehlt.

Was es in der Konsequenz nicht besser macht. Davon mal abgesehen, daß diese ganze Aktion trotzdem zum Großteil Weselskys Ego geschuldet ist. Daß die Mitglieder das absegnen ändert daran ja nichts.

Der Gesetzentwurf an sich ist purer Aktionismus. Kommt er durch ist eine schwere Rüge des Verfassungsgerichts quasi schon vorprogrammiert. Die Verarschung der Öffentlichkeit funktioniert in dieser Sache allerdings sowohl in der Politik als auch bei der Bahn erstaunlich gut.

Leider kein Aktionismus, sondern die Korrektur einer Fehlentwicklung, die nur ganz speziellen Gruppen nützt. Und die schwere Rüge erhoffen sich zwar die Kleingewerkschaften, ist aber noch lange nicht sicher, ggf. noch nicht mal wahrscheinlich. H.J. Papier z.B. - immerhin mal Vorsitzender des Bundesverfassungsgerichts und weithin anerkannt - hält den Entwurf für vollkommen verfassungsgemäß...
 
Würd ich persönlich nichts drauf geben was der Papier sagt. Sicher ein renommierter Verfassungsrechtler, aber aus sicherer Entfernung und als aktives CSU-Mitglied äußert es sich zu einem solchen Thema schon leichter, denke ich. Ganz persönliches Gefühl, ich will ihm seine Kompetenz natürlich nicht absprechen.
 
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