Ist das denn so? Also ich finde nicht, dass das Spiel versucht Suchtverhalten zu monetisieren. Und wenn, dann sehr unauffällig. Es gibt keine Lootboxen, die man kaufen kann, und bisher wurde ich auch beim Upgraden nicht dazu motiviert, Geld auszugeben. Es erinnert da sehr stark an Destiny, wo es zwar auch Microtransactions gibt, aber man nicht ständig dahingelenkt wird und man auch kein Lotto spielt. Da gibt es andere Spiele, die das Siegel sehr viel mehr verdienen.
Meine Endwertung nach der Kampagne und dem Gros des Multiplayer-Parts:
Die Kampagne ist super. Unglaublich gute Inszenierung, schönes Writing, sympathische Charaktere, gutes, abwechslungsreiches Gameplay, aber im Mittelteil ragt das Service-Konstrukt zu tief in die Einzelspielerkampagne hinein. Man muss plötzlich generische Multiplayermissionen machen und fühlt sich wie in einem anderen Spiel. Spiel fängt sich dann wieder und feuert beim Finale aus allen Rohren. Würde ich den Mittelteil mit den Gaas-Missionen und -Tutorials hinausrechnen, wäre das für mich locker eine 9/10 und inszenatorisch auch besser als Spider-Man und Batman, aber mit dem Ballast ist es dann eher eine 7-8/10.
Der Multiplayer-Part ist aber dann ziemlich katastrophal. Dass es hier sehr viele Bugs gibt, okay, ist ein komplexes Spiel, wenn man so will. Kann passieren, muss gepatcht werden, yada yada. Aber die Inhalte sind größter Abfall. Man macht immer wieder die gleichen schlechten Missionen und als Endgame-Content gibt es lediglich Dungeon-Level, in denen man Floor für Floor von Gegner befreit. Das ist so schlecht und langweilig. Völlig liebloser Müll. Warum gibt es keine richtigen themenbezogenen Dungeons mit Villains und so? Warum so ein Abfall. 2/10
6/10 wäre meine Endwertung und vieles verdankt das Spiel Kamala, die eine wirklich großartige Protagonistin auf allen Ebenen ist.