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Könntet ihr ein Tier töten?

Könntest du ein Tier töten?

  • Kein Problem! In mir steckt ein Jäger!

    Stimmen: 17 15,7%
  • Ja, aber nur um es danach zu verspeisen!

    Stimmen: 23 21,3%
  • Kommt drauf an, was für ein Tier!

    Stimmen: 36 33,3%
  • Oh nee, niemals! Da hätte ich zu viel Mitleid!

    Stimmen: 32 29,6%

  • Umfrageteilnehmer
    108

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich vertrag das Essen von McD irgendwie auf einmal nicht mehr. Mir wird es jedes mal speiübel... Keine Ahnung warum. Eigentlich finde ich das Essen an sich gar nicht so schlecht. Aber für mich ist das nichts mehr.
 
Mücken, Zecken und alles was in meiner Wohnung kreucht und fleucht das mich beißen oder stechen kann mache ich kurzen Prozess mit. Bei Spinnen handhabe ich es so das ich die per Glas und Papier rausbefördere.

Ich habe seit gut 20 Jahren einen Jagdschein und war schon oft auf der Jagd. Ich muss sagen welche Meinungen hier zum Thema Jagd kursieren ist echt heftig. Glaube viele haben den Eindruck das Jäger mit einer automatischen Knarre in den Wald gehen, und das das Wild mit mit großen Augen wie die Farmarama-Tiere auf der Lichtung stehen und dann geht es..... ratatatatatatat und der Jäger hat alles erschossen :staun:

So ist das auf keinen Fall - wenn man bei 10% der Jagdgänge überhaupt einen Schuss abgibt dann ist das schon hoch gegriffen. Wenn man verantwortungsvoll jagdt gibt es viele Dinge die einfach stimmen müssen.

- ist Jagdzeit für das Wild
- kann ich das Tier klar ansprechen (sprich: welches Geschlecht, Alter, Gesundheitszustand)
- komme ich zu einem sicheren Schuss bei dem ich sicher sein kann das das Tier sofort getötet wird ohne zu leiden
- sehe ich überhaupt ein Stück Wild
- habe ich die richtige Waffe mit um das Tier waidgerecht zu töten

Von daher besteht die Jagd einfach auch viel aus pirschen, ansitzen und.... warten, warten, warten... im Winter sich die Nüsse abfrieren.

Weiterhin kann auch nicht jeder Hansel einen Jagdschein machen. Die Ausbildung dauerte bei mir ein Jahr mit wöchentlich 4 Unterrichtsstunden + wöchentlichen Schießtraining (Kugel, Schrot (Tontaubenschießen, Schießkino etc.). Im theoretischen Teil muss man sich komplett in der deutschen Fauna und Flora auskennen. Das heißt Pflanzenkunde, Tierkunde (wann pflanzen die Tiere sich fort, wann kommt der Nachwuchs, ist das Tier gesund...). Die Durchfallquote in meinem Kurs lag bei über 60% - das heißt dass hier wird richtig viel verlangt... und das ist auch richtig so.

Warum ich jage? Ich komme aus einer Jäger- und Försterfamilie weshalb ich nie Berührungsängste mit dem Thema hatte. Ich mag das jagdliche Erlebniss - wer zum Beispiel einmal in einer Vollmondnacht bei hohem Schnee für mehrere Stunden auf dem Hochsitz sitzt, kann viel erleben... es ist still und leise rieselt der Schnee, auf einmal hört man ein leises Geräusch von links und sieht eine kleine Gruppe Rehe auf die Lichtung ziehen, doch man beobachtet nur weil man auf ein Wildschwein ansitzt. Eine Stunde später sieht man in weiter Entfernung einen Fuchs der hin und her über die Wiese läuft und Mäuse fängt... man wartet weitere Zeit und auf einmal sieht man am Horizont die Sonne aufgehen, man hat nichts geschossen aber trotzdem viel erlebt.... da kann selbst Skyrim nicht mithalten :huldig:

Und zum Schluss, natürlich esse ich auch was ich geschossen habe. Es gibt doch nichts besseres/leckereres als Fleisch von einem Tier das bis zu dem Moment seines Todes vollkommen natürlich gelebt hat. Kein Stress, keine Medikamente/Hormone, keine Massentierhaltung etc. . Wenn man wie oben beschrieben mit der notwendigen Sorgfalt an die Sache geht hört das Tier noch nichtmal den Knall des Schusses.

Damit habe ich weniger Gewissensbisse als zu wissen wie es in der “normalen” Lebensmittel”industrie” vorgeht. Esse auch bei Macces oder Fleisch aus dem Supermarkt, allerdings habe ich das in den letzten Jahren stark reduziert da mich was dort vorgeht auch nicht kalt lässt :nein:
 
BigB schrieb:
Mücken, Zecken und alles was in meiner Wohnung kreucht und fleucht das mich beißen oder stechen kann mache ich kurzen Prozess mit. Bei Spinnen handhabe ich es so das ich die per Glas und Papier rausbefördere.

Ich habe seit gut 20 Jahren einen Jagdschein und war schon oft auf der Jagd. Ich muss sagen welche Meinungen hier zum Thema Jagd kursieren ist echt heftig. Glaube viele haben den Eindruck das Jäger mit einer automatischen Knarre in den Wald gehen, und das das Wild mit mit großen Augen wie die Farmarama-Tiere auf der Lichtung stehen und dann geht es..... ratatatatatatat und der Jäger hat alles erschossen :staun:

So ist das auf keinen Fall - wenn man bei 10% der Jagdgänge überhaupt einen Schuss abgibt dann ist das schon hoch gegriffen. Wenn man verantwortungsvoll jagdt gibt es viele Dinge die einfach stimmen müssen.

- ist Jagdzeit für das Wild
- kann ich das Tier klar ansprechen (sprich: welches Geschlecht, Alter, Gesundheitszustand)
- komme ich zu einem sicheren Schuss bei dem ich sicher sein kann das das Tier sofort getötet wird ohne zu leiden
- sehe ich überhaupt ein Stück Wild
- habe ich die richtige Waffe mit um das Tier waidgerecht zu töten

Von daher besteht die Jagd einfach auch viel aus pirschen, ansitzen und.... warten, warten, warten... im Winter sich die Nüsse abfrieren.

Weiterhin kann auch nicht jeder Hansel einen Jagdschein machen. Die Ausbildung dauerte bei mir ein Jahr mit wöchentlich 4 Unterrichtsstunden + wöchentlichen Schießtraining (Kugel, Schrot (Tontaubenschießen, Schießkino etc.). Im theoretischen Teil muss man sich komplett in der deutschen Fauna und Flora auskennen. Das heißt Pflanzenkunde, Tierkunde (wann pflanzen die Tiere sich fort, wann kommt der Nachwuchs, ist das Tier gesund...). Die Durchfallquote in meinem Kurs lag bei über 60% - das heißt dass hier wird richtig viel verlangt... und das ist auch richtig so.

Warum ich jage? Ich komme aus einer Jäger- und Försterfamilie weshalb ich nie Berührungsängste mit dem Thema hatte. Ich mag das jagdliche Erlebniss - wer zum Beispiel einmal in einer Vollmondnacht bei hohem Schnee für mehrere Stunden auf dem Hochsitz sitzt, kann viel erleben... es ist still und leise rieselt der Schnee, auf einmal hört man ein leises Geräusch von links und sieht eine kleine Gruppe Rehe auf die Lichtung ziehen, doch man beobachtet nur weil man auf ein Wildschwein ansitzt. Eine Stunde später sieht man in weiter Entfernung einen Fuchs der hin und her über die Wiese läuft und Mäuse fängt... man wartet weitere Zeit und auf einmal sieht man am Horizont die Sonne aufgehen, man hat nichts geschossen aber trotzdem viel erlebt.... da kann selbst Skyrim nicht mithalten :huldig:

Und zum Schluss, natürlich esse ich auch was ich geschossen habe. Es gibt doch nichts besseres/leckereres als Fleisch von einem Tier das bis zu dem Moment seines Todes vollkommen natürlich gelebt hat. Kein Stress, keine Medikamente/Hormone, keine Massentierhaltung etc. . Wenn man wie oben beschrieben mit der notwendigen Sorgfalt an die Sache geht hört das Tier noch nichtmal den Knall des Schusses.

Damit habe ich weniger Gewissensbisse als zu wissen wie es in der “normalen” Lebensmittel”industrie” vorgeht. Esse auch bei Macces oder Fleisch aus dem Supermarkt, allerdings habe ich das in den letzten Jahren stark reduziert da mich was dort vorgeht auch nicht kalt lässt :nein:

Das deckt sich so ziemlich genau mit meiner Erfahrung in dem Thema, welche aber zu 99% nur durch die alljährlichen Geschichten meines Onkels besteht. Jagen besteht aus ziemlich wenig Bumm. Und mit Hunden auskennen muss man sich obendrein schätze ich...was ich aber nicht weiss...sind Förster, bzw. Jäger irgendwie gebunden was das Hundethema angeht? Ich kenne keinen Jäger oder Förster OHNE Hund, deswegen.
 
Also ein Hund ist schon von Vorteil :) wenn man nicht selber in den Teich, Fluss, See springen will um z.B. eine Ente aus dem Wasser zu holen.

Natürlich kann es auch vorkommen, das dass Wild nicht sofort tot ist. Bei der Jagd gibt es halt Menschen die auch einen Fehler machen können, trotz aller Sorgfalt. Dann ist es die Pflicht des Jägers das Tier zu suchen und es zu erlösen. Auch wenn es Stunden dauert. Da hilft ein Hund dann auch ungemein.
 
Ich habe bei diesen Jagdgeschichten immer unser 3fach-Solospiel von Deer Hunter oder was es war im Kopf. Kumpel und ich wussten in etwa, wo ein Blattschuss hingehört, anderer Kumpel fraggt die Viecher mit massiven Headshots :lol:
 
Weasel1988 schrieb:
Außerdem darf man nicht vergessen, dass die Jagt in Deutschland kein Vergnügen ist, sondern ein wichtiger Beitrag, um die Natur im Gleichgewicht zu halten.

Ja richtig. Erst rotten wir Menschen die natürlichen Feinde der Wildtiere in unseren Wäldern zum größten Teil aus, im Winter halten wir die Populationen durch regelmäßige Fütterungen künstlich hoch und dann "müssen" wir ja schließlich drauf schießen, um das Gleichgewicht zu halten. :skep:
 
Alexicious schrieb:
Weasel1988 schrieb:
Außerdem darf man nicht vergessen, dass die Jagt in Deutschland kein Vergnügen ist, sondern ein wichtiger Beitrag, um die Natur im Gleichgewicht zu halten.

Ja richtig. Erst rotten wir Menschen die natürlichen Feinde der Wildtiere in unseren Wäldern zum größten Teil aus, im Winter halten wir die Populationen durch regelmäßige Fütterungen künstlich hoch und dann "müssen" wir ja schließlich drauf schießen, um das Gleichgewicht zu halten. :skep:

Der Mensch muss halt alles kontrollieren und bestimmen wo es lang geht. Dass die Natur sich eigentlich völlig eigenständig im Gleichgewicht halten kann vergisst man dabei sehr leicht. Der einzige Grund warum das eben nicht mehr funktioniert ist der Abbau von Wäldern und das ständige Eingreifen in die Natur. Der Mensch hält nicht das Gleichgewicht, er zerstört es.
 
Ja richtig. Erst rotten wir Menschen die natürlichen Feinde der Wildtiere in unseren Wäldern zum größten Teil aus, im Winter halten wir die Populationen durch regelmäßige Fütterungen künstlich hoch und dann "müssen" wir ja schließlich drauf schießen, um das Gleichgewicht zu halten.
Hehe... :lol:

Wo sie recht hat, hat sie recht.
 
Freezi schrieb:
Alexicious schrieb:
Weasel1988 schrieb:
Außerdem darf man nicht vergessen, dass die Jagt in Deutschland kein Vergnügen ist, sondern ein wichtiger Beitrag, um die Natur im Gleichgewicht zu halten.

Ja richtig. Erst rotten wir Menschen die natürlichen Feinde der Wildtiere in unseren Wäldern zum größten Teil aus, im Winter halten wir die Populationen durch regelmäßige Fütterungen künstlich hoch und dann "müssen" wir ja schließlich drauf schießen, um das Gleichgewicht zu halten. :skep:

Der Mensch muss halt alles kontrollieren und bestimmen wo es lang geht.

Ja, aber das war doch gar nicht der Punkt. Der Punkt war, dass man im Winter füttert, was man im Sommer abknallt. Und, wenn ich sie richtig verstanden habe, muss man die Population nicht künstlich erst hochtreiben und dann dezimieren.
 
Dow Jones schrieb:
Freezi schrieb:
Alexicious schrieb:
Weasel1988 schrieb:
Außerdem darf man nicht vergessen, dass die Jagt in Deutschland kein Vergnügen ist, sondern ein wichtiger Beitrag, um die Natur im Gleichgewicht zu halten.

Ja richtig. Erst rotten wir Menschen die natürlichen Feinde der Wildtiere in unseren Wäldern zum größten Teil aus, im Winter halten wir die Populationen durch regelmäßige Fütterungen künstlich hoch und dann "müssen" wir ja schließlich drauf schießen, um das Gleichgewicht zu halten. :skep:

Der Mensch muss halt alles kontrollieren und bestimmen wo es lang geht.

Ja, aber das war doch gar nicht der Punkt. Der Punkt war, dass man im Winter füttert, was man im Sommer abknallt. Und, wenn ich sie richtig verstanden habe, muss man die Population nicht künstlich erst hochtreiben und dann dezimieren.

Ja, und wer kontrolliert das ganze? :D

Ich glaube die Natur bräuchte den Menschen nicht unbedingt für das Gleichgewicht, darauf wollte ich hinaus. Aber der natürliche Lebensraum wird halt immer kleiner.
 
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