James Cameron plant Romanreihe zum Film
Erst erlebte das Kino sein blaues Wunder, jetzt kommt der Buchmarkt dran: James Cameron will die Vorgeschichte seines 3-D-Blockbusters "Avatar" schreiben - und als Roman veröffentlichen.
Wie kann man Erfolge weiterverwerten? Indem man den Stoff seriell fortsetzt. "Spider Man" 1, 2, 3. "Harry Potter", 1 bis 7. Oder indem man das sogenannte Prequel fertigt, die Vorgeschichte. Zuletzt enorm lukrativ geschehen mit "Star Trek", inszeniert vom TV-Serien-Spezi J.J. Abrams ("Lost").
"Avatar", der aktuell erfolgreichste Film aller Zeiten am Kino-Box-Office, wird nun ebenfalls in diverse Projekte aufgefächert, allerdings zunächst nicht auf der Leinwand, sondern in Buchform. Und James Cameron, der Schöpfer der blauen Eingeborenenrasse Na'vi, die den Planeten Pandora bewohnt, will den Text sogar selber schreiben. "Es gibt Dinge, die man in einem Buch darstellen kann, aber nicht in einem Film", erklärte der Regisseur dem "Wall Street Journal". "Ich habe mir gesagt, wenn der Film Geld einspielt, dann schreibe ich ein Buch."
Cameron soll nicht der einzige Autor bleiben, der die Story des 3-D-Blockbusters weiterschreibt. Sollte das Buch ein Erfolg werden, sollen Schriftsteller rund um den Globus an der Avatar-Geschichte mitwirken. "Man könnte die Hintergründe des Krieges in 'Avatar' darstellen, was im Leben des Helden vorher passiert ist. Und wir müssten auf das Kino-Sequel hinführen, das ein paar Jahre nach dem jetzigen Filmende spielen wird", zitiert der britische "Guardian" den "Avatar"-Produzenten Jon Landau.
Ein Film, der Bücher nach sich zieht, die wiederum auf Kinofilme vorbereiten - schöne postmoderne Wirtschaftswelt. Erfolg und Serialität gehören zusammen, das wird dem Konsumenten ein für alle Mal eingebläut.
Quelle: Spiegel.de