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KT Indie goes Sim-Racing! Ein Erlebnisbericht!

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Vergangenen Samstag durfte ich wieder mal einer netten Einladung von @indierocker zu ihm nach Hause folgen. Neben geschätzten Gesprächen und einem feinen Malzbier wurden dabei auch die neuesten Errungenschaften im Hause Indie getestet...

Zuerst einmal das im Lenkrad Thread bereits angesprochene 30er-Rim. Das Rim bietet meiner Meinung nach ein fantastisches Preis/Leistungsverhältnis. Für 77 Euro kriegt man ein gut ausschauendes und perfekt in der Hand liegendes Lenkrad mit einem auf dem Markt (z.B. Fanatec) leider wenig anzutreffenden Durchmesser von 30cm. Ich mag tendenziell lieber kleinere Lenkräder, da auf diese Weise zum einen mehr Kraft beim Piloten ankommt und mir zum anderen die Optik einfach eher zusagt als bei diesen Buslenkrädern. Obwohl das Rim mit 30cm nicht unbedingt klein ist (zum Vergleich: mein GTE Rim hat lediglich 28cm), wirkt es sehr bullig, da der Durchmesser des Griffrings wirklich richtig fett ist. Ich könnte ein entsprechendes Rim mit einem DSD-Adapter auch auf meinem t-500 verwenden, allerdings fehlten mir dann jegliche Buttons in Ermangelung eines Hubsystems wie das im Fanatec Lager zu finden ist (nochmals: wirklich eine geniale Sache).

Als Fazit lässt sich nur sagen: Wer auf der Suche nach einem 30er Afermakret Rim ist, eine passende Befestigungsmöglichkeit für solche zur Verfügung hat und auf prominente Namen wie Sparco verzichten kann, sollte sich die 100 bis 200 Euro Differenz zu einem guten z.B. Sparco-Lenkrad sparen und zuschlagen.


Kommen wir zum zweiten – aber wohl spannenderen – technischen Highlight des Abends: Oculus Rift. Vorbemerkend nur so viel: VR-Brillen geistern schon seit Jahrzehnten in den Medien und den Köpfen von Gamern herum und schon mehrmals wurde nicht weniger als eine Revolution im Gaming angepriesen. Was Schlaues und Massentaugliches kam aber bekanntlich nie auf den Markt. Entsprechend habe ich die ganze Geschichte um Oculus Rift zwar mitbekommen, aber nicht mehr als so enthusiastisch verfolgt. Ehrlich gesagt hatte ich nicht allzu viel erwartet.

Erst vor ein paar Wochen sah ich dann zum ersten Mal ein Video einer Kombi Oculus Rift / PC Cars. Auch wenn sich die Eindrücke auf einem Video natürlich nicht wirklich gut rüberbringen lassen, war ich begeistert und mein Interesse geweckt. Nun durfte ich die Sache bei Indie antesten und was soll ich sagen: a) Es ist noch vieles zu tun, alles noch sehr buggy und keine vernünftige Unterstützung bei aktuellen Titeln und b) einfach nur geil!!! Zuerst durfte ich bei einer Demo ran bzw. Platz nehmen, wo eine Achterbahn durch eine grosse Stube fährt (so, als ob man Passagier in einer abenteuerlich verlegten Modelleisenbahn wäre). Das ganze war durchaus eindrücklich, da das Headtracking hervorragend funktionierte und die Weitesicht im Wohnzimmer (klingt komisch…) sehr gut war. Hat einem graphisch jetzt nicht aus den Socken gehauen, aber das flaue Gefühl im Magen hat das mehr als kompensiert.

Nach verschiedenen technischen Unzulänglichkeiten (z.B. kaum zu bedienende Menüs), durfte wir dann in RRE auf Bathurst ein paar Runden drehen. Der unglaublichste Eindruck war, zum ersten mal in dem Cockpit zu sitzen und sich einfach umzuschauen: Alles da, vom Lenkrad über den Feuerlöscher zum Überrollbügel… Blick über die Schulter, nach hinten etc.: Das ist wirklich eine völlig neue Dimension des Gamings und es hat sich mir in Bezug auf die Zukunft meines geliebten Hobbys innerhalb eines Abends, ja innerhalb einer paar Augenblicke, mehr Potential eröffnet, als in den letzten Jahren zusammen. Ganz im Ernst: Gamen macht nach wie vor Spass, aber wo sind die grossen Neuerungen der letzten Jahre geblieben? Früher konnte der technische Sprung von Gen zu Gen begeistern und es kamen neue Konzepte wie die Wii (was auch immer man davon halten mag) - aber aktuell? 1080p statt 720p (wenn sie es denn fertig bringen)? Ein paar neue Effekte? Alles wunderbar, trotzdem ist es mit Sicherheit kein Zufall, dass ich entgegen aller Tradition der letzten Jahrzehnte gerade bei der aktuellen Gen kein Releasekäufer war… Die Neuerungen fehlen mir einfach, so dass es mir nicht allzu viel ausmacht, ein paar Monate länger zu warten. Das soll nicht heissen, dass mir Gaming kein Spass mehr bereiten würde – ganz im Gegenteil – aber es ist schon sehr viel Routine geworden.

Seit Samstag bin ich der festen Überzeugung, dass VR-Brillen in den nächsten Jahren zum festen Bestandteils des Gamings bzw. zumindest in gewissen Genres werden. Ob dies schon mit der Oculus Rift der Fall sein wird? Keine Ahnung, vielleicht wird es auch noch viele Kinderkrankheiten geben, aber das Potential ist definitiv vorhanden. Beeindruckt haben mich neben dem Mittendringefühl auch das Headtracking, welches bestens funktioniert hat.

Zurück zu RRE: Das Fahren war gigantisch, auch wenn die Grafik ausserhalb der Windschutzscheibe sehr bescheiden bzw. eigentlich inakzeptabel war - inwiefern das den Einstellungen geschuldet war oder dem Beta-Status generell, wird die Zukunft zeigen. Spätestens bei einer Unterstützung in iRacing, PC Cars oder AC wird sich zeigen, ob die Welt jetzt schon reif ist für eine VR-Brille oder ob man allenfalls der Entwicklung noch ein paar Jahre Zeit geben muss. Ich zumindest bin völlig begeistert und gespannt, wie das Projekt weitergeht.
 
Was mit dem auf das Bügelbrett festgeschnallte G27 begonnen hat, mündet nun in der Erfüllung meiner wildesten Petrolträume und ich bin ganz hibbelig, Euch endlich und offiziell mein Team vorstellen zu dürfen, mit dem ich ab nächstem Sonntag in der VR iRacing GT Endurance Serie starten werde. Auftakt wird Indianapolis über 6h im Team-Modus sein und das grosse Finale dann am 28. Dezember über 12 (!) Stunden auf Monza!

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Zugegeben war die Gründung eines eigenen Endurance-Teams eher eine Bieridee, aber nachdem ich mich mit den Jungs von meinem Motion-Trip so dermassen gut verstehe, haben wir beschlossen das Abenteuer zu wagen. Es ist zwar nicht ganz einfach drei Privatleben so zu organisieren, dass man eben solche Langstrecken-Rennen fahren kann/darf, aber unsere Mädels haben nach eingehender Beratung tatsächlich grünes Licht gegeben! Somit haben sich nicht nur die letzten paar Zockerstunden ganz ums Training und Setup gedreht, sondern auch die ganze Organisation mit Anmeldung, Wagenlackierung, Strategie und dem Event angepasster Technik hat eine geschlagene Woche in Anspruch genommen.

Nun sind wir aber total ausm Häuschen, wenn es am Sonntag um 13 Uhr mit dem freien Training los geht und um 16 Uhr der Startschuss für aktuell 17 Teams mit jeweils 2 bis 4 Fahrer endlich fällt. Wir werden mit dem brandneuen Ford GT3 starten, was zugegeben ob der Performance der Kiste etwas gewagt ist, böse Zungen behaupten sogar, es wäre bescheuert. Nichts weniger als den Anspruch ins Ziel zu kommen haben wir uns jedenfalls gesetzt, getreu unserem Motto; für alles zu haben, zu kaum was zu gebrauchen. Wir hieven das Scheitern sozusagen auf ein neues Level.

Was sonst noch passiert? Das ist doch eine ganze Menge, würd ich sagen … Aber es wird immer und ständig etwas gebastelt, mittlerweile läuft auch die von LEDs befeuerte Button-Box, ich durfte bei meinem Teamkameraden nochmals den OSW-Servo testen, ich plane die Paddels von Ascher-Racing zu verbauen, hach … es gibt immer was zu tun! …

In diesem Sinne und auch wenn ich noch mindestens tausend Dinge zu erzählen hätte, gerne würde; allzeit gute Fahrt und weiterhin gutes Gelingen beim tollsten Hobby der Welt!
Indie
 
Chronologie:

Oktober 2013:
Man könnte ja vielleicht mal Gran Turismo mit Lenkrad fahren, was gibt's denn da feines, mal schauen...
Uih, das kostet aber viel, wollte doch nur nen Hunni oder so investieren. Mal KT fragen.
KT sagt, G27 is o.k., aber ein KTler bietet gerade Fanatec an, und Fanatec ist wegen der Pedale viiiieeel besser, auch wenn's bissl mehr kostet.
Nagut, KT hat immer recht.

November 2013:
Fanatec Porsche GT2 + CSP V1

Dezember 2013:
Fanatec Wheelstand, weil KT informiert, dass der gerade im Angebot ist.

Januar 2014:
Spieletauglicher PC löst Konsolen ab, weil Gran Turismo simulationsmäßig echt ein scheiss ist.

April 2014:
Selbstgebastelter Sitz, weil KT sagt, runter vom Sofa, näher ran an den TV

November 2014:
KTler macht auf Angebot von RR3055 Rennsitz aufmerksam und organisiert die Bestellung, legt sogar die Kohle aus. RR3055 wird natürlich geholt.

Dezember 2014:
Fanatec V2 + Formula Wheel?


Dabei fing alles doch ganz harmlos an...:oops:
 
Zuletzt bearbeitet:
Freut mich ausserordentlich, dass Du so viel Spass am Tüfteln und Basteln gefunden hast, @XettMan! Ich hab in den vergangenen Wochen versucht diesen Trieb mit Modellhäuschen für die Eisenbahn vom Kleinen zu kompensieren, bin dann aber doch wieder beim Alu gelandet. Jaja, ich weiss, aber was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. Jetzt ist aber endgültig Schluss. Ich schwör'. Es bedarf zwar noch einiger baulichen Verbesserungen, aber der Zugewinn an mittendrin ist phänomenal. Ich bin sozusagen komplett Mind blowing.

Morgen gehen wir zu dritt in der VR GTE über 6h auf Road Atlanta an den Start und versuchen die Cracks etwas zu ärgern. In diesem Sinne … allzeit gute Fahrt!

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Hat aber lange mit dem Triple gedauert.
Wir haben dir das ja schon vor nem halben Jahr gesagt.
Am Basteln selbst habe ich nicht so den Spaß, da ich lieber fahren würde.
Habe das Podest für den RR3055 heute vormittag ziemlich rasch dahingepfuscht. Hauptsache ich kann endlich im Sitz sitzen.
Muss das Podest noch mit Winkeln etwas stabilisieren.
Aber mein Hauptaugenmerk liegt auf der V2.
 
Bei indie fand ich's klasse.
Und heute mittag fand ich das Fahren ohne Gurt so befremdlich.
In der Realität bin ich ja auch immer angeschnallt.
Ich brauche einfach dieses Gefühl.
So völlig frei in einem Autositz kenne ich einfach nicht und mag das auch überhaupt nicht.

Meine Frau zeigt natürlich auch Unverständnis dafür, dass man sich im eigenen Wohnzimmer anschnallen möchte zum Computerspielen.:ugly:
 
Fand es auch cool mit den Gurten bei indie. Hätte ich vorher gar nicht gedacht.

Hier für euch auch nochmal etwas Motorsport vom Wochenende:

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