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Zukunft Kernfusion - Ein ewiger Traum?

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Gast
Die Kernfusion, das Versprechen von der ewigen Energie und der Lösung fast aller Klima- und Umweltfragen. Die Faszination für dieser Technik wurde in mir vor gut 15 Jahren geweckt als es mich, im Rahmen eines freiwilligen Ökologisches Jahr's, mit meinen zarten 18 Jahren ans Max-Planck-Institut für Plasmaphysik nach Greifswald verschlug. Ich hatte damals das Glück gehabt genau das richtige Jahr für mein FÖJ ausgesucht zu haben. Denn im darauffolgendem Jahr hätte sich die jeweils im Sommer stattfindende Projektwoche/Ausflug (eine 1-wöchige Weiterbildung mit wechselndem Themen-Schwerpunkt) ums langweilige Thema Recycling bemüht und ich hätte nicht die Gelegenheit gehabt mal mitten in einen Reaktorkern hinein kriechen zu dürfen (Kernkraftwerk in Greifswald dessen fertiggestellter Block 6 nie in Betrieb genommen wurde und man daher freiwillig durch ein kleines Loch [Video / Bild] mitten in einem Kernreaktor stehen konnte [Bild]) oder gar in den Hallen am Max-Plank-Institut herum zu laufen wo damals noch ein unfertiger Fusionskraftwerk des Wendelstein 7-X - Prototyp rumstand [Video / Video]. Diese ganze Technik hat mich damals einfach in seinen Bann gezogen, dass ich mich heute noch manchmal erwische daran zurück zu denken. Das ganze mal Live gesehen und erklärt bekommen zu haben war echt beeindruckend. Das war ein prägender Moment für mich und hat seither meine Faszination für SciFi und Technik gestärkt. Man hatte ich ein Glück, dass es in diesem Jahr nicht um Recycling ging. Wer weiß was aus mir geworden wäre (son Hippi-Junge vielleicht). :D

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Kernfusion

Für eine sehr lange Zeit hieß es Scherzhaft wenn es um Kernreaktoren ging: "Dass die Fusionsenergie zwar die Energie der Zukunft sei, dies aber auch immer bleiben wird.", oder "Sie ist 30 Jahre entfernt und wird für immer 30 Jahre entfernt bleiben". Doch neue Rekorde und Entwicklungen in den letzten 5 Jahren suggerieren mir ein völlig anderes Bild. In den letzten paar Jahren fließt mehr und mehr Geld in die Entwicklung von Fusionsenergie. Noch nie gab es eine so breite Front an privater so wie stattlicher Investitionen, Start-Ups und Joint Venture Kooperationen um die Fusionsenergie voranzutreiben wie heute. Mit ITER soll sogar 2025 der erste Forschungs-Reaktor an den Start gehen der Energie-technisch im Nettobereich liegt und seinen Plasma für mehrere Stunden halten soll. Sollte ITER ein erfolg werden plant man mit dem Nachfolger DEMO den ersten kommerziellen Fusionsreaktor zu bauen. ITER wird als gemeinsames Forschungsprojekt der sieben gleichberechtigten Partner EU, die die 28 EU-Staaten und die Schweiz vertritt, USA, China, Südkorea, Japan, Russland und Indien entwickelt, gebaut und betrieben. Aber ITER ist nur eines von unzähligen versuchen Durchbrüche in der Kernfusion zu erlangen. Mittlerweile bin ich fast schon überzeugt davon, dass ich mal die zivile und kommerzielle Kernfusion miterleben werde.


Videos zur aktuellen Lage der Kernfusion:

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Eine relativ aktuelle Dokumentation:

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Nachrichten:

Traum von unbegrenzter Energie "Die Kernfusion wird rechtzeitig kommen" - NTV

Kernfusion: IT-Milliardäre jagen den "Heiligen Gral der Energie" -
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KERNFUSION: Dreifache Energieausbeute dank Rechenfehlern - Spektrum

Finally, Fusion Power Is About to Become a Reality - One Zero
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich will einfach eine Zukunft mit Kernfusion erleben. Eine Zukunft wo die Menschheit eine dauerhafte Station auf dem Mond erbaut um dort nach Helium 3 zu schürfen um es für Kernreaktoren auf der Erde und in Zukunft für Raumfahrtschiffe (gesteuert durch eine Künstliche Intelligenz und voll gepackt mit Arbeits-Robotern) für die Kolonisation unseres Sonnensystems zu nutzen. Das ist mir die Welt einfach meinem jugendlich Sci-Fi konsumierenden Ich schuldig. Und jetzt macht doch endlich mal hinne! :waah:
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
https://www.ipp.mpg.de/2641049/faq9 schrieb:
Entsteht bei der Fusion radioaktiver Abfall?

Ein Fusionskraftwerk erzeugt radioaktiven Abfall, weil die energiereichen Neutronen, die bei der Fusion entstehen, die Wände des Plasmagefäßes aktivieren. Wie intensiv und wie lang andauernd diese Aktivierung ausfällt, hängt von den Materialien ab, auf welche die Neutronen auftreffen. Deshalb wurden und werden für die Fusion spezielle, niedrig-aktivierbare Materialien entwickelt.

Insgesamt wird ein Fusionskraftwerk während seiner etwa 30jährigen Lebenszeit je nach Bauart zwischen 60.000 und 160.000 Tonnen radioaktiven Materials erzeugen, das nach Betriebsende des Kraftwerks zwischengelagert werden muss. Die Aktivität des Abfalls nimmt rasch ab: nach etwa 100 Jahren auf ein zehntausendstel des Anfangswerts. Nach ein- bis fünfhundert Jahren Abklingzeit ist der radiotoxische Inhalt des Abfalls vergleichbar mit dem Gefährdungspotential der gesamten Kohleasche aus einem Kohlekraftwerk, die stets natürliche radioaktive Stoffe enthält.

Bei sorgfältiger Materialauswahl ist eine Endlagerung nicht nötig: Nach einer Wartezeit von 50 Jahren können von der Gesamtmasse des Fusionsabfalls je nach Bauart 30 bis 40 Prozent unbeschränkt freigegeben werden. Der übrige Abfall kann nach weiteren 50 Jahren rezykliert und in neuen Kraftwerken wieder verwendet werden.
 
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