Es ist so weit, man merkt, dass man alt wird. Der erste Kumpel aus meinem Freundeskreis wird Vater. Die Situation ist aber etwas crazy: Er studiert im zweiten Semester Medizin in Halle/Saale, seine Freundin wohnt in der Nähe von Osnabrück. Mittwoch hat er dann rausgehauen, dass er Vater wird, es ist wohl ein Wunschkind. Ich wundere mich aktuell schon so, dass er das Studium so auf die Reihe bekommt, er pendelt alle zwei Wochen nach Hause und ist dann auch viel mit seiner Freundin unterwegs, die machen öfter mal so Kurzurlaub und so. Nun wird seine Freundin rund und er muss sicherlich noch öfter hin und her. Ist das Studienfach Medizin so puppig, wie ich gerade den Eindruck haben? Nun will er dann auch wegen dem Kind nach seinem Physikum in 2-3 Semestern nach Münster wechseln. Aber: Bin ich zu konservativ eingestellt, wenn ich das etwas komisch finde, dass er einen Großteil der Schwangerschaft aufgrund der räumlichen Distanz nicht mitbekommt und auch das erste Jahr wenig bei seinem Kind ist? Zusätzlich hatte er vor zwei Monaten angedeutet, wie unglücklich seine Freundin mit der aktuellen Fernbeziehung ist, das wirkt ein bisschen wie so ein Schnellschuss ihr den Kinderwunsch zu erfüllen.
Finanziell ist das Ganze übrigens durch die Familie abgesichert, das spielt keine Rolle.
Zwei Dinge haben mich letzte Woche halt irgendwie geflasht: Die Nachricht sie sind schwanger + die Rahmenbedingungen, die nicht ganz in mein konservativ angehauchtes Elternbild passen wollen. Oder hab ich n Stock im Arsch?