Bin eigentlich niemand, der sein Privatleben im Netz breittritt, aber in diesem Fall mache ich eine Ausnahme. In meinem Freundeskreis gibt es kaum jemanden mit Kindern und im Moment ist es auch noch zu früh, jemand außerhalb unserer Familie einzuweihen.
Meine Frau ist schwanger. Gut, war nicht geplant, aber da wir eh Kinder wollten und finanziell auf sicheren Beinen stehen, gibt es auch keinen, sich nicht zu freuen. Meine Frau war erst total perplex, hat sich im Wechsel gefreut und geheult, weil sie nicht wusste, wie sie damit umgehen sollte (obwohl sie ja auch Kinder will, die Diagnose kam halt jetzt nur völlig unerwartet). Aber ein Besuch heute bei meinen Schwiegereltern hat sie doch sehr bepflügelt. Ihre Eltern freuen sich riesig und sie ist seitdem auch bloß noch am Grinsen.
Soweit so gut. Auch ich freue mich total. Vater werden war immer mein Wunsch! Und der Zeitpunkt ist auch gut. Aber jetzt, wo ich mich mehr und mehr mit dem Thema beschäftige, bekomme ich richtig Angst...
Experten schätzen, die Fehlgeburtenrate liegt bei 50%, nominal aber minimum bei 30%. Da sind so viele Dinge, die schiefgehen können. Hinzu kommt der plötzliche Kindstod, den niemand wirklich erklären kann.
Versteht mich nicht falsch, hier geht es nicht um mich. Es geht um meine Frau. Sie ist psychisch sehr labil und selbst kleine Dinge im Alltag können sie aus der Bahn werfen. Ich glaube, ich würde mit einer Fehlgeburt oder ähnlichem klarkommen, aber ich fürchte, sie würde das zerreißen. Jetzt hab ich einfach Schiss, dass wir sie heute zu sehr heißgemacht haben auf die ganze Schwangerschaftskiste. Sie ist immerhin gerade erst in der fünften Woche und bis zur zwölften Woche kann sowieso noch sehr viel passieren. Ich habe vor allem Schiss davor, dass, sollten wir das Kind (oder Fötus) wirklich im frühen Stadium verlieren, meine Frau nie wieder zu einer neuen Schwangerschaft bereit sein würde. Gott, ich weiß gerade einfach nicht, wie ich damit umgehen soll.
@GP Legend: Drück dir die Daumen, dass alles glatt geht
