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Hurra! Wir bekommen ein Baby!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

War ja auch erst die Nacht Numero Uno. Sie schläft bei uns im Schlafzimmer und da höre ich ja nun zum ersten Mal jeden Laut, den sie von sich gibt und bei jedem Stöhnen etc. denke ich "Omg, irgendwas ist!!!11elf"

Meine Freundin hat aber gut geratzt. Die kennt das ja schon und sie braucht den Schlaf auch sehr dringend.

Da isse. :)



Und leider kann meine Freundin nicht stillen. Liegt in ihrer Familie. Da kommt einfach nix. Und im Grunde macht das ja nix, aber momentan ist Stillen anscheinend gerade tierisch in und alle Hebammen haben einen Stillfetisch. :fp:
Lange Rede kurzer Sinn. Gestern früh hat im KH endlich eine Amme gesagt, dass das bei meiner Freundin nix wird und sie jetzt eine Flasche nehmen. Will heißen, Stella hat seit ihrer Geburt am Sonntag bis Mittwochmorgen abgesehen von ein paar winzigen Klecksen Brei o.ä. der zugefüttert wurde, kein Essen bekommen. Wir waren so froh, dass sie endlich mal richtig satt und zufrieden war. Hat gestern auch gleich von 10:45 Uhr bis knapp 17 Uhr gepennt.
Und dann ruft unsere Haushebamme an und meine Freundin sagt das mit der Flasche. Reaktion: "Um Gottes Willen bloß nicht die Flasche geben!!! Das kommt schon noch. Bis dahin maximal Wasser zufüttern". Daraufhin war meine Freundin vollkommen fertig und brach in Tränen aus.

Ich hoffe jetzt ernsthaft, dass die Hebamme die Situation am Telefon nicht richtig verstanden hat. Wenn die uns heute besuchen kommt und mit der gleichen Nummer anfängt, dann braucht sie gar nicht wiederzukommen. :klopf:
 
Meine Frau konnte nach dem Autounfall auch nicht stillen. Drei Wochen hat sie sich und unseren Kleinen durchgequält, Brust links, Brust rechts, Brust links, Brust rechts... Nach drei Wochen war es MIR dann zuviel, ich hab unsere Hebamme um Hilfe gebeten und Lenny bekam seine erste Flasche. Seitdem wächst und gedeiht er wie hulle. :)
 
Wir sind auch beide Flaschenkinder und ich sehe nicht ein, warum Stella keines sein sollte. Es gibt mehr als genug Frauen, die nicht stillen WOLLEN, obwohl sie es könnten. Und deren Kinder werden auch groß. Meine Freundin hat es zur Genüge versucht und sie lässt die Kleine ja auch immer noch ran. Sollte doch noch Milch einschießen - okay. Wenn nicht, auch gut. Immerhin können wir uns so ins Füttern reinteilen und der Papa muss nicht nur mit der Kacka hantieren (oh Mann, da muss ich mich noch dran gewöhnen. Momentan wird mir schon beim Hinschauen noch etwas anders... :ulgy: ). Und meine Freundin kann auch mal wieder ein Bier trinken. Ist also auch nicht schlecht.
 
Kacka...

Am Anfang war das für mich auch eine kleine Überwindung. Unserer ist gerade wieder mit einem Backenzahn dran. Kinder reagieren ganz unterschiedlich beim Zahnen. Normal ist, dass ihr Stuhl dabei flüssiger und grünlich wird. Und bestialisch säuerlich stinkt. Das bei dem "schönen" Sommerwetter momentan ist ein wahre Pracht... :ugly:

Gewöhnt man sich aber auch dran. :)
 
Das wichtigste was wir sehr schnell gelernt haben im KH. Jeder erzählt etwas anderes! Jede Schwester, jede Hebamme usw. gibt Tipps die man befolgen KANN aber nicht muss. Sucht das richtige für EUCH raus. Meine Frau war im KH auch fast am verzweifeln weil ihr die Schwester am Morgen gesagt hat sie solle den Vorgang A nach X machen und die Schwester Nachmittags dann wieder meinte ne also Vorgang A braucht unbedingt Z und ja nicht X.
Dies haben wir uns auch fürs 2. Kind nun vorgenommen. Tipps lassen wir uns gerne geben aber was und wie wir es für uns anwenden wollen entscheiden wir als Familie.
Somit verzichten wir auch neben der Frauenärztin vor der Geburt auf ne Hebamme da diese nur wieder zusätzlich verunsichert. Dies war bei der ersten Geburt schon so da unser Kleiner ja sehr gross war. Die Hebamme meinte immer natürliche Geburt kein Thema geht alles und die FA wollte schon früh auf ken Kaiserschnitt raus. Totale Verunsicherung und dies brauchen wir diesmal nicht zusätzlich.
 
Stillen ist anfangs recht kompliziert und eventuell auch anstrengend. Stichwort: Stillmanagment. Aber der Aufwand lohnt sich doch sehr, weil es letzlich viel bequemer ist, als ständig Milch in sterilen Flaschen zuzubereiten.
Wenns halt wirklich nicht klappt, okay, das ist auch kein Drama. Schade ist es aber schon, weil es der natürliche Weg ist und für Mutter und Kind auch ein besonderes Gefühl der Verbundenheit.

Die Geräuschkulisse in den ersten Nächten hat mir auch zu schaffen gemacht. Zwischen Röcheln und gar n ix mehr hören war da alles dabei. Das ist normal und pendelt sich nach einigen Tagen ein. Die Lunge ist ja noch ganz frisch und muss sich erstmal einarbeiten :D
 
Absolut korrekt.

Wir hatten uns damals auch absichtlich während der Schwangerschaft nur ein Buch gekauft. Und das war so ein Schmöker, wo man gucken konnte, was Mutter und Kind in Woche XYZ so mitmachen, wie weit die Entwicklung ist.

Auf Ratgeber usw. haben wir verzichtet.
 
Glod hat schon Recht. Stillen ist in und wird überall als das Nonplusultra angepriesen. Viele Frauen werden dadurch auch unter Druck gesetzt, fühlen sich wie eine schlechte Mutter, wenn es nicht klappt. Das ist schon problematisch. Man muss diesen Boom aber auch in Relation zu den Jahrzehnten sehen, in denen es fast schon verpönt war zu stillen und alle Welt auf die chemische Lebensmittelindustrie schwor. Das war genauso falsch. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Kaum eine Frau wird es schaffen, ein halbes oder gar ein ganzes Jahr Usschliesslich zu stillen. Dann wird sie eh nicht drumrum kommen, beizufüttern. Trotzdem ist stillen immer einen ernsthaften Versuch wert, gerade in den ersten drei Monaten.
 
maXX schrieb:
stillen hat überhaupt nix mit "in" zu tun.

http://www.medizin-netz.de/medizin/frau/stillen-gut-fuer-mutter-und-kind/

Es ist ja wohl offensichtlich, dass Muttermilch die beste Nahrung für's Kind ist. Aber wenn deswegen ein neugeborenes Kind mehrere Tage nahezu nix zu essen bekommt, weil Stillen ja einfach funktionieren MUSS und das dann gaaaaanz sicher auch irgendwann einsetzt, wenn man es nur lange genug probiert - DAS ist definitiv die völlig falsche Herangehensweise.

Wie Urgs schon sagte: Vor Jahren war Stillen "BUUUUH"!! Jetzt ist die Flasche "BUUUUH!!". Die Leute können immer nur von einem Extrem ins andere fallen. Grau (Vernunft) gibt es nicht. Hab mich da gestern mal durch ein paar Seiten gelesen. Und bei manchen Sachen möchte man da einfach nur laut schreien.

"Legen Sie ihr Kind nie in einen Kinderwagen. Tragen Sie es immer bei sich (babytuch, Snugli). Nur so können sie eine gute Beziehung zu ihrem Kind aufbauen. Lassen Sie ihr Kind bei sich im Bett schlafen. Kuscheln Sie die ganze Zeit. Lecken Sie es sauber. Errichten Sie ihm einen Altar und opfern Sie täglich 10 Hühner pro volle Windel"*

Hallo? Geht's noch? In was für einer Welt leben denn diese Ratgeber? Ist ja schön, wenn so eine Ökobraut einen ausgeprägten Kindsfetisch auslebt. Aber manche Leute wollen neben dem Kind vielleicht auch noch sowas wie ein Leben haben. :fp:

*sinngemäße Wiedergabe
 
naja, mir sagt halt der gesunde menschenverstand, dass stillen mit sicherheit nix schlechtes ist. es ist eine natürliche einrichtung der natur. nur, weil es eine zeit lang oberschlaue gegeben hat, welche meinten, die natur aushebeln zu müssen, ändert das nix an meiner meinung.

aber kann gut verstehen, dass man mit meinungen geradezu erschlagen wird.
 
Unsere Hebamme, mit der wir übrigens sehr zufrieden waren, hat immer gesagt: Stillen ist das beste für ihr Kind und das Fläschen ist immer noch das Zweitbeste. So sollte man es sehen.
 
@ maXX

Ich bin mit dir da auch völlig einer Meinung. Muttermilch ist das Beste, was das Kind kriegen kann. Dagegen erhebe ich keinerlei Einspruch. Der kommt erst, wenn das Stillen forciert werden soll und dem Kind deswegen quasi tagelang die Nahrung vorenthalten wird. Das ist für das Kind eine Quälerei und eine ordentliche Frustation, dass macht die Mutter nervlich fertig, weil sie denkt, sie würde was falsch machen unnd natürlich ist dann eben auch der Punkt, dass das Kind sehr viel schreit und keine Ruhe findet, was für alle sehr stressig ist.
Nix gegen Muttermilch. Käme da genug (bzw. überhaupt was), würden wir das Pulver sofort in den Müll schmeißen. Aber nun ist es so, wie es ist und da brauchen wir keine klugen Ratschläge von Überammen, die das Kind nur ein paar Minuten pro Tag sehen, aber dafür schön aus dem aktuellen Lehrbuch zitieren.
 
Da sollte man auch nicht in ein Extrem fallen. Es gibt sehr gute Broschüren, die gute Hilfestellung leisten, meist sogar kostenlos. Wer heute Eltern wird, ist meistens sehr gut vorbereitet, hat aber oft keinerlei Erfahrungen. Insofern ist die theoretische Infirmationsbeschaffung schon ziemlich wichtig, allein schon um sich überhaupt zu orientieren. Natürlich wird auch viel Erfahrungsmist, besonders im Internet, abgelassen und nix scheint so stark Moden unterworfen zu sein, wie die Themen Schwangerschaft, Geburt und erstes Jahr. dennoch würde ich davon abraten, daraus ne kategorische Abwehrhaltung zu entwickeln. Mit gesundem Menschenverstand lässt sich viel herausfiltern. Meist führen sogar viele Wege zum Ziel, wichtig ist auch, wie gut sich die Eltern damit arrangieren können.

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Hier nochmal eine meiner Lieblingsbroschüren, die unsere Hebamme uns damals in Heftform gab und die ich mehrfach gelesen habe. Obwohl unser Gnom gar nicht so viel geweint hat. Mir hat aber die Perspektive gut gefallen. Vielleicht für euch glod auch interessant, falls ihr die noch nicht selbst habt :)
 
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