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GEN7 Homefront

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

man kann dem spiel ja wirklich einiges vorwerfen, aber die story und manche szenen sind schon wirklich filmreif. medal of honor haben sie jedenfalls hier mit schonmal weggefegt.
 
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=ZUlVW8UWPQg&feature=player_embedded[/vid]


14 min MP gameplay
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=iZAXikDNsKw&feature=player_embedded[/vid]
 
Ersteindruck von der Heimatfront nach 3 (von 6!!!) Kapiteln und gut 2 Stunden: Na ja

Erstmal ein Wort zur Spiellänge. Die Entwickler meinten ja, man könne das Spiel auch in 8 bis 10 Stunden, je nach Spielweise, spielen, und nicht in 5 Stunden. Aha, wie denn? Wenn die drei letzten Level nicht bedeutend länger werden, ist es nach 5 Stunden vorbei, es sei denn, ich bleibe drei, vier Stunden einfach irgendwo stehen und gucke dumm in die Luft. Es gibt nichts zu erkunden, keine alternativen Routen, nüscht. Ganz im Gegenteil. Alle zwei Minuten kommt man an eine Stelle mit vielen Gegnern, die immer wieder respawnen, wenn man nicht zügig vorrückt. Ein langsameres oder taktischeres Vorgehen ist nicht möglich!

Das einleitende Video (komplett in englischer Sprache, das eigentliche Spiel ist in Deutsch) "erklärt", wie es zu dem Konflikt kam, wie die Koreaner so stark werden und der Westen, speziell die USA, so schwach werden konnten. Man versucht sich in "logischer" Erklärung, es ist und bleibt aber an den Haaren herbei gezogen. Aber nun gut, es ist ja ein Spiel... Nach einer kurzen Sequenz in einem Gefangenenbus startet man das Spiel als Mitglied des "Widerstands". Fortan kämpft man sich durch das besetzte Gebiet, meistens in Begleitung von zwei oder drei weiteren Wiederständlern.

Die Grafik ist ok. Nicht mehr, nicht weniger. Nett sind aber die Details in den Levels. Die Stadt wirkt lebendig, überall stehen Dinge des Alltags, Gärten sehen aus wie Gärten und nicht nur grüne Rasenflächen mit 'nem Baum in der Mitte. Die Häuser von innen sind aber meistens sehr karg. Anscheinend hat die KVA (die koreanischer Armee) alles mitgehen lassen...

Der Sound geht in Ordnung, die Waffensounds gehen in Ordnung, einzig die Stimme von Rianna ging mir schon nach wenigen Minuten auf die Nerven. Es gibt aber Stellen, da hätten ein paar mehr Sprachsamples nicht geschadet. Beispiel: ich soll einen Soldaten auf einem Dach erschiessen, damit der Rest meiner Truppe vorstürmen kann. Ok, wo ist der Soldat auf dem Dach? Ich suche... und während ich so suche (vielleicht soll man ja so die 8 Stunden vollkriegen?) ruft meine Truppe:

"Los Sir, erschiessen Sie ihn!"

"Erschiessen Sie ihn, Sir"

"Los Sir, erschiessen Sie ihn!"

"Sir, warum erschiessen Sie ihn nicht?"

"Los Sir, erschiessen Sie ihn!"

.

.

.

.

"Dann eben nicht...!"



Die Steuerung geht in Ordnung. Ich vermisse einiges an Präzision, man muss schon häufig mit dem Stick nachkorrigieren, damit man sein Ziel richtig anvisiert bekommt. Netterweise vertragen die Gegner aber auch maximal ein, zwei Treffer, bis sie den Boden vom Nahen sehen. Dummerweise vertrage ich aber auch nicht viel Treffer, bis ich den gleichen Boden sehe. Deckungen suchen ist manchmal schwieriger als gedacht. Zumal, wenn man in der Deckung ist, treffen die Gegner seltsamerweise trotzdem und es werden immer mehr (respawn). Man kann springen und sich ducken. Aber Türen kann man nicht aufmachen. Das MÜSSEN die Kollegen machen, um dann konsequent im Weg zu stehen. :ugly: Die Gegner-KI ist beschissen. Man tut als koreanischer Besatzer mal kurz so und sucht Deckung, um dann seine Birne voll in mein Feuer zu halten. Wer kurz vorher Killzone 3 gespielt hat, muss sich an den Kopf fassen.

Ach ja, man spielt einen Widerstandskämpfer, das ganze Land ist von der koreanischen Armee besetzt. Und statt im Untergrund zu agieren, die koreanischen Stellungen zu sabotieren, gezielte Tötungen zu planen... ballert man die halbe KVA einfach weg. Ein Mann gegen 5.000. Hat bei Rambo schon funktioniert... Es ist im Kern wirklich nur ein richtig simpler Shooter, der gerade hier unheimlich viel Potential verschenkt.

Aber das konnte man erahnen. Aber was ist mit der Story, mit der beklemmenden und verstörten Atmosphäre, die so oft proklamiert wurde? Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung. Nach drei Leveln habe ich sie noch nicht gefunden. Am Anfang im Bus kann man eine Szene sehen, wo

Eltern vor den Augen ihres Kindes erschossen werden.

Aber statt dieser eigentlich schockierenden Szene einen passenden Rahmen zu geben, statt den Bus anzuhalten, damit der Spieler mit diesen Bilder konfroniert wird, fährt der Bus einfach weiter. Business at usual. So gibt es ein paar (mehr sind es bisher nicht) Szenen, die kratzen an der Oberfläche dessen, was eine gute Atmo werden könnte. Das schafft das Spiel bisher aber IMO nicht im geringsten. Stattdessen trifft man auf die nächsten KVA'ler und metzelt sie nieder. Auch in der eigenen Truppe schafft man es nicht, den Zusammenhalt oder die Verzweiflung zu zu zeigen.

In einer Szene werde ich in die "Oase" gebracht, der "sichere" Rückzugspunkt des Widerstands. In der Oase leben aber nur flache Charaktere. Einer schneidet Blumen, einer repariert einen Störsender, einer macht irgendwas... aber keiner hat ausser ein paar hohlen Phrasen etwas zu sagen.

Heute Abend spiele ich Homefront wohl durch. Das Spiel ist nicht wirklich schlecht. Aber es hat auch IMO nichts, was wirklich gut ist. Die erhoffte gute Story und Atmo ist bisher ein Reinfall, es bleibt ein technisch und spielerisch solider Shooter, den man spielen kann, aber nicht spielen muss. In Erinnerung wird er mir nicht bleiben, es sei denn, man steigert sich noch um 500%.

Mittlerweile sind auch die ersten internationalen Testnoten zu Homefront ins Netz gelangt, die sich auf die Konsolenversion des Spiels beziehen. So hat beispielsweise das Spielemagazin msxbox-world.com 8,5 von möglichen 10 Punkten vergeben. Bei xboxaddict.com hat Homefront sogar 9,3 Punkte eingeheimst. Die Kollegen der italienischen Website spaziogames.it statten den THQ-Shooter mit 8,5 Punkten aus.

Ich wusste es... :grins:
 
Spiel ist an einigen Stellen echt hart und grenzwertig.
Gerade ein Massengrab gefunden.Als wäre das nicht krass genug,muss man da noch reinspringen um sich zu verstecken und quasi mit Leichen zudecken...:staun:
 
Naja so was hab ich auch schon Holocaust/Kriegsfilmen gesehen. Das ist natürlich schlimm, aber ich finde jetzt in einem Kriegsspiel darf man sowas ruhig zeigen.

Man sollte sich eher fragen, ob man die Nordkoreaner so darstellen darf, finde ich.
 
Und ich muss noch 10 Tage warten. :traurig:


Danke dir für den Ausführlichen Eindruck, Zicke. :)

Kann man, wie bei CoD oder Battlefield, eigentlich auch durch Wände schießen?
 
wann erscheint das spiel denn bei uns? ich wollte es mir evtl im mediamarkt holen, weil ich im internet, da es ja ab 18 is, immer ne tolle gebühr bezahlen darf
 
Zimtzicke schrieb:
Alle zwei Minuten kommt man an eine Stelle mit vielen Gegnern, die immer wieder respawnen, wenn man nicht zügig vorrückt. Ein langsameres oder taktischeres Vorgehen ist nicht möglich!

:kotz:

Ansonsten sind deine Ersteindrück fast schon eine 1 zu 1 Wiedergabe der bisherigen Videos das Spiels ;).
 
Mir sind auch noch zwei Dinge zur Steuerung eingefallen. Zum Laufen muss man den Stick drücken (also den Druckpunkt klicken), sehr unpraktisch.

Und die Ducken-Taste ist doppelt belegt. Einmal drücken = ducken. Zweimal drücken = kriechen. Dummerweise ist man beim ducken für die meisten Deckungen noch zu hoch. Also kriecht man. Dann ist man aber uneheimlich lahm. Doppelt doof ist aber... kriecht man und man will dann schnell aufstehen, reicht es nicht, die Ducken-Taste einmal zu drücken. Nee, man muss sie zweimal drücken um wieder in den Stand zu kommen.
 

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