Moin Jungs, und bitte nicht falsch verstehen: Mir wird hier zu viel gejammert.
"Draußen ist's zu warm."
"Drinnen ist's zu heiß!"
"Le Mans ist scheiße."
"Die Renndauer ist zu lang (aber nur für die Strecke!)."
"Wer hat die Strecke überhaupt ausgesucht?"
"Bestimmt haben wir wieder Reifenbug!"
"Holger wiegt durchs Schwitzen nur noch 180 kg, das ist Wettbewerbsverzerrung."
usw.
Bei 7 bis 8 Events pro Saison ist es nicht möglich, dass allen Teilnehmern jede Strecke gefällt. Le Mans sind wir meines Wissens nach schon ein paar Saisons nicht mehr gefahren, und gerade mit seinem Ruf im realen Rennsport bietet sich Le Mans für ein Langstrecken-Event geradezu an.
Ja, virtuell ist die Strecke langweiliger, weil man nicht spürt, wie man mit den Prototypen jenseits der 300 km/h (oder mit unseren Autos mehrmals mit 270 plus) unterwegs ist. Und im Kurvengeschlängel im letzten Drittel kann man schnell mal weit gehen und den Anschluss verlieren.
Aber im Rennen, wenn sich jeder konzentriert, werden die langen Geraden Windschatten "für alle" bieten. So bleibt das Feld eng beisammen, und ihr befindet euch dort stets in Zweikämpfen. Also wird das Geradeausfahren auch nicht langweilig. Vorsicht ist dann in den schnellen Kurven am Ende der Runde geboten, denn mit Dirty Air kann man nicht mit Maximalspeed dem Vordermann hinterher.
Die Rechnung bzw. die Idee mit 23 Runden kam in Beitrag #206 von Zimti:
https://www.konsolentreff.de/themen...uebersichtsthread.30335/seite-11#post-4444822
Ich habe mich gestern auf das Rennen vorbereitet. Daraus ergaben sich folgende Erkenntnisse:
Es ist bekannt, dass der GTI Roadster kein Verbrauchswunder ist und eher die Box zum Nachtanken ansteuern muss. Mit vollem Tank schaffe ich problemlos 7 Runden, auch 8 Runden sollten gerade so möglich sein, ohne dass ich mir dabei ein Ei klemme. 9 Runden sind mit meinem Fahrstil mit dem Auto nicht drin.
Bei 19 Runden und Sprit-Startmenge 55 Liter würde jeder zwei Stopps fahren. Erster Stopp nach 4-5 Runden, zweiter Stopp Runde 11 bis 13.
Bei 23 Runden ergibt sich für diejenigen, die Sprit sparen wollen, die Möglichkeit, mit zwei Stopps auszukommen (wenn das Auto das hergibt), z. B. Stopp in Runde 5 und Runde 14. Gleichzeitig haben die Dreistopper (z. B. Runde 4, 11, 17) bei 23 Runden die Chance, den Boxenstopp mehr auf der Strecke wieder rauszufahren, denn die Reifen bauen ab Runde 6 spürbar ab.
Le Mans würde aber die Ausnahme bleiben, was die erweiterte Rennlänge angeht. Warum kann man hier länger fahren? Weil man trotz Windschattenduellen auf den langen Geraden Erholungsphasen hat, in denen man seine Konzentration neu aufbauen kann. Bei Autopolis folgt Kurve auf Kurve, da bist du mental im Dauerstress. In Le Mans ist das deutlich entspannter. Und da Le Mans eine ähnliche Charakteristik wie Monza hat (lange Geraden gefolgt von langsamen Ecken) und wir dort immer spannende Rennen hatten, bin ich zuversichtlich, dass auch Le Mans kein Langweiler wird. Dies ist umso wahrscheinlicher, je mehr Teilnehmer wir haben.
Also gebt euch einen Ruck und fahrt mit.
