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MOVIE Gone Girl (David Fincher)

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So, aber zurück zum Film. :D
 

Weil wir beide anscheinend einen komplett unterschiedlichen Geschmack haben, was Filme betrifft.
Bei dir habe ich das Gefühl, ein Film ist nur dann gut, wenn er direkt ins Museum of Modern Arts kommt, oder noch besser, scheinbar zu intelligent dafür ist :p

Nein, dass soll kein Bash in deine Richtung sein, dein Geschmack sei dir auch gegönnt und andere Geschmäcker sind ja dadurch nicht besser oder schlechter. Mir fällt es halt nur auf, dass du, für mich unverständlicherweise, an vielen in meinen Augen richtig guten Filmen kein Gefallen findest, was ich nicht immer nachvollziehen kann.
 
Na gut, das müssen wir hier nicht weiter vertiefen. Ich finde ja, ich werde da ungerechterweise in eine Ecke gestellt, die mir gar nicht zusteht. Aber okay, ich kann damit gut leben und hab auch meinen Spaß dabei.

Übrigens, den Facebook-Film fand ich auch ziemlich unterhaltsam. Nur, ist das noch ein Fincher? Wenn ich es nciht gewusst hätte, wäre ich von allein nicht drauf gekommen. Was ich übrigens auch gut finde, dass er es gelernt hat, seine Handschrift weniger stark in den Vordergrund zu stellen. Denn damit hat er z.B. seinen Alien-Film komplett versaut. Und deswegen bin ich durchaus an dem neuen Film hier interessiert. :)
 
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Ja, ich les das gerade auch nochmal nach. Stimmt, mich hat der Film sehr berührt und irgendwie erschüttert.

Aber mit Urgs geh ich halt auch gerne ins Kino oder auf Konzerte, ohne zu wissen, was mich genau erwartet. Das passt meistens. :)
 
Guter Film. Hat mich nicht vollends überzeugt, aber auch nicht gelangweilt. Pike und der Soundtrack sind die Glanzpunkte.
 
Fight Club ist sein bester Film, da hab ich später selbst das Buch gelesen, eigentlich unverfilmbar aber Fincher hat dieses Kunststück fertig gebracht.

Sieben, The Game und Button sind ebenfalls tolle Filme.
Zu Fight Club hab ich irgendwie nie Zugang gefunden, weswegen ich den auch nicht besonders mag. Vielleicht war ich damals auch einfach zu jung, keine Ahnung. :D Mein Lieblingsfilm von Fincher ist ja Zodiac, absolut grandios der Film. Social Network und Benjamin Button hab ich bisher aber noch nicht gesehen.
 
Fincher ist für mich immer so ein Hin und her. Seine 90er mit Sieben und The Game finde ich fantastisch, neue Werke wie Button oder Verblendung total lahm. Dazwischen gibt's dann aber auch Highlights wie Zodiac.
 
War gestern auch drin. Da ich Ben Affleck als Schauspieler gar nicht mag, hatte ich schon befürchtet, dass sich das negativ auf den Filmgenuss auswirkt, aber er hat seine Rolle eigentlich gut gespielt. Insgesamt hätte aber irgendwie etwas mehr Spannung aufgebaut werden müssen (Story hätte es ja eigentlich hergegeben, das Storytelling leider nicht immer). So wars in den knapp 2,5 h dann doch ab und zu mal (zugegebenermaßen selten) etwas zäh.

Würde 7/10 geben.
 
Ich bin ein grosser Fincher Fan. Seine Filme packen mich einfach. Ob das nun „The Game“, „Sieben“, „Zodiac“ oder „Verblendung“ ist, seine Thriller sind immer klasse. Umso mehr freute ich mich auf seinen neusten Streifen. „Gone Girl“ ist eine Verfilmung des Buches von Gillian Flynn. Ich habe dies leider noch nicht gelesen, werde dies aber wohl irgendwann nachholen… Die beiden Hauptfiguren sind klasse. Man mag irgendwie weder Amy noch Nick, doch dann kommt die nächste Wendung und man schlägt sich wieder auf die Seite von Amy (oder umgekehrt). Manchmal sind sie bewunderns- dann wieder hassenswert. Das macht den Film so aus. Dazu kriegen die sensationsgeilen Boulevardmedien ordentlich ihr Fett weg. Sogar Ben mochte ich im Film. Ihm nimmt man seine Rolle besser ab, als ich mir das vorgestellt hatte. Die Hauptattraktion ist aber Rosamund Pike. Was für eine Leistung und was für eine Frau. Wow. Die Nebendarsteller passen auch gut und runden den Film schön ab. Natürlich gibt es auch wieder ein paar Ungereimtheiten, dazu gehe ich im Spoiler ein. Zu erwähnen ist auch noch der Soundtrack, des Films. Diesen fand ich genial und das obwohl ich ansonsten nicht so auf solche Scores stehe. Aber hier werden sie einfach nur genial eingesetzt. Klasse.

9/10

- Nick verhält sich zu Beginn wie ein riesen Idiot. War eigentlich klar, dass er es nicht war. Schon nur die Affäre mit seiner Studentin… Nichts gegen die „komm auf mich Titten“, aber gegen Amy sieht die auch in 20 Jahren kein Land.
- Das ganze FBI-Tross geht nach der Befreiung von Amy, aus ihrer angeblichen Gefangenschaft, wie eine Horde Kindergärtner mit ihr um. Keine Fragen, nichts.
- Die Überwachungsvideos, welche Amy erwähnt, müssten ja eigentlich (fast) nur Szenen drauf haben, auf denen man sieht, dass sie nicht gefangen war. Und auch wenn nicht, wäre es doch sehr unwahrscheinlich, dass nur gerade die paar Minuten auf dem Überwachungsvideo sind, bei welchem sie am Fenster um Hilfe fleht…
- Dazu kommt die nächste Frage: Klar ist Amy verdammt smart, aber ob sie wirklich die technischen Voraussetzungen dazu hätte, die Überwachungsaufnahmen so zu überspielen, schneiden etc. dass die Polizei keinen Verdacht schöpft. Wohl eher nicht. Von den Passwörtern und Zugriffsberechtigungen ganz zu schweigen.
- Als sie blutverschmiert mit dem Auto nach Hause kommt, wird sie dann ins Spital gebracht. Keine Ahnung wie lange sie dort war, aber man hielt es wohl nicht für nötig ihr das Blut abzuwaschen. Das macht sie dann erst zu Hause. Klar hat da wohl niemand was dagegen ( :grins: ), aber irgendwie war es ein wenig befremdlich, dass sie die ganze Zeit blutverschmiert war…
- Als ob Nick zum Schluss bei ihr bleiben würde. Sie wollte ihn in die Todeszelle bringen und ermordete einen Kerl, der ihr geholfen hat. Neben der kann man doch keine Sekunde mehr schlafen. Ich hätte Todesangst.
- Viele Nebenschauplätze verlaufen sich ins leere. Die Eltern und ihre Amazing Amy Geschichte sind nach dem Beginn komplett von der Bildfläche verschwunden.
Das ist mir alles so aufgefallen. Bin gespannt was ihr dazu denkt.
 
Naja, sie sagt ja der Polizei sinngemäß:

"Er hat mich wie eine Sklavin gehalten, gefesselt und gedemütigt, vergewaltigt. Schauen sie sich die Videotapes an. "

Ich raff das nicht. Warum lässt man so einen Satz drin. Ausserdem hat sie ja IM HAUS so ne Show abgezogen an der Fensterscheibe, als ob sie raus will. Ich glaube mich auch daran zu erinnern, dass man drinnen ne Cam sieht, bzw. das sie auf sie draufschaut?! Weiß nicht mehr so genau.

Und überhaupt taucht sie in dem Haus ja erst 1-2 Wochen später als sie eigentlich verschwunden ist. Auch das müsste ja über die Kameras nachvollziehbar sein.

Ich kann mit solchen Sachen leben, wie dass sie da noch blutverschmiert ist. Das ist eben der Szene unter der Dusche geschuldet. Das macht sich visuell einfach gut in nem Film. Aber das andere, damit kann ich nicht leben. Da wird man als Zuschauer für dumm verkauft. 2 Stunden baut der Film was auf und kackt dann auf ne vernünftige Auflösung. Würde mich mal interessieren, wie das in der Romanvorlage geklärt ist.

Ansonsten schon ein unterhaltsamer Film.

Damit der zuletzt gesehen Thread nicht zu fest zugespamt wird, verlege ich die Diskussion mal hier hin @Urgs

Das mit den Kameras weiss ich auch nicht genau. Wie ich schon geschrieben habe, stand irgendwo, dass alle Kameras nur draussen installiert waren. Deswegen hat sie sich dann auch genau an diesem Fenster dort gezeigt, da die Kamera (wohl als eine der wenigen) auch Teile des Hauses ablichtete. Eigentlich müsste es ja so gewesen sein, denn wenn es auch im Haus Kameras gehabt hätte, wäre alles unlogisch x1000 und einfach nachzuvollziehen für die Agenten.
Und keine Ahnung wie lange sie dort gefangen war, aber die meisten Überwachungskameraaufnahmen werden doch nach ein paar Tagen gelöscht. Könnte ja hier auch sein. Also sie ist ja bestimmt 2 Wochen oder länger in der Hütte. Trotzdem ist es mies gelöst. Vor allem die FBI-Agenten sind lächerlich. Ben am Schluss auch. Zuerst dachte ich, dass sie ihn oder er sie noch abmurkst. Oder dass sie an die Kasse kommt. Oder dass Ben abhaut. Aber mit dem Ende hätte ich nicht gerechnet.
 
Ich habe Gone Girl jetzt auch endlich gesehen, Weihnachten ist Film-Nachhol-Zeit. :D

Das Buch hatte ich ja schon vorher gelesen und fand es wirklich ausgezeichnet. Deshalb war ich gespannt wie es im Film umgesetzt wurde. Da das Drehbuch auch von Flynn geschrieben wurde, konnte man nur eine gute Adaption erwarten und genauso ist es auch eingetreten. Die Story ist gut erzählt, die Charaktere und Orte kommen eigentlich genauso herüber wie ich es mir beim Buch vorgestellt hatte.

Allerdings ist der Film bei Weitem nicht so packend und vielschichtig wie das Buch, was aber wohl einfach am Medium Film liegt. Im Buch hatte man viel mehr Einsicht in die Gedanken und Gefühle der Charaktere, man war ständig hin und her gerissen zu wem man halten sollte. Dadurch kam der Twist in der Mitte auch viel stärker rüber. Ich fand den Film gut, aber verglichen mit dem Buch hat er ein paar Abstriche hinnehmen müssen.
 
Ich kram den Thread mal wieder raus, weil ich es vor einiger Zeit dann auch endlich mal geschafft habe, den Film zu gucken - der Sky-Festplatte sei dank. Leider habe ich - genau wie @Yzerman - das Buch (noch) nicht gelesen, will dies aber schnellstmöglich nachholen. Wie verhält es sich zum Film? Lohnt es sich? Wer hat es gelesen? Und gerade eine Frage an Yzerman: Normalerweise ist es ja eher so, dass man das Buch kennt und dann den Film schaut. Hat dir das in diesem Falle irgendwie geschadet, dass es umgekehrt war - sofern du es inzwischen gelesen hast?
 
Ich kram den Thread mal wieder raus, weil ich es vor einiger Zeit dann auch endlich mal geschafft habe, den Film zu gucken - der Sky-Festplatte sei dank. Leider habe ich - genau wie @Yzerman - das Buch (noch) nicht gelesen, will dies aber schnellstmöglich nachholen. Wie verhält es sich zum Film? Lohnt es sich? Wer hat es gelesen? Und gerade eine Frage an Yzerman: Normalerweise ist es ja eher so, dass man das Buch kennt und dann den Film schaut. Hat dir das in diesem Falle irgendwie geschadet, dass es umgekehrt war - sofern du es inzwischen gelesen hast?
Habe das Buch im Frühling gelesen (englische Version). Hat sich durchaus gelohnt, wobei es um einiges spannender gewesen wäre, wenn ich den Film noch nicht gesehen hätte. Lohnt sich aber durchaus. Wobei ich doch schon sehr überrascht war, wie akkurat der Film bei der Buchvorlage war. Eine Buch-Adaption die so nah am Original ist, habe ich noch selten gesehen. Viel neue Erkenntnisse wirst du dank dem Buch nicht haben. Natürlich sind ein paar Dinge genauer beschrieben und detailreicher, aber mit dem Film verpasst man nichts weltbewegendes.
 
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