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KT Eine Industrie im Blutrausch

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Gelöschte Mitglieder 8682

Gast
SplinterCell.jpg


Die Spiele werden immer wie härter, das Blut fließt literweise und die Gewalt wird immer wie präsenter. Viele von euch haben diesbezüglich ja bereits kurz nach den PK's Stellung bezogen. Auch mir ist es aufgefallen. Alles nur Einbildung? Alles nur Teil der realistischeren Darstellung oder einfach nur ein Trend, der beschämend ist? Wie ist eure Meinung dazu?

"Pandämonium. Aus der Soundanlage des Galen Centers in Los Angeles donnern mindestens 120 Dezibel. Gewehre krachen, Kanonen donnern, die Sitze der Arena beben. Einige halten sich die Ohren zu. Doch die meisten der über 3500 anwesenden Journalisten starren gebannt auf die überdimensionierten Bildschirme, auf denen Sam Fisher aus dem Shooter «Splinter Cell: Blacklist» einem Feind gerade auf blutigste Art das Messer in den Kopf rammt."

Artikel: http://www.20min.ch/digital/games/story/Eine-Industrie-im-Blutrausch-21967850
 
Ich denke schon, daß es insgesamt blutiger geworden ist. Bei so Games wie Bulletstorm oder den verschiedenen Zombiegames, die ja explizit auf Gore ausgelegt sind, finde ich das auch eigentlich ziemlich gut. Bei den "realistischeren" Games ist es mir zunehmend too much, bei Max Payne z.B.. Muß ich bei solchen Sachen nicht haben.
 
Beschämend weiß ich nicht, aber auffällig war es auf jedenfall. Vor allen Dingen klingt das Töten immer realistischer. Nicht das ich wüsste, wie es klingt, wenn man einem den Kehlkopf rausreisst, oder in die Brust schießt, aber ihr wißt, was ich meine.
 
Ich denke auch, daß es etwas mehr geworden ist, wobei ich das nicht zwingend für ein gutes Spielerlebnis brauche, es kommt immer auf´s Spiel an. Was ich nur nicht haben kann, ist Zensur, das geht halt überhaupt gar nicht. Wenn der Entwickler einen Gewaltgrad von 70 angedacht hat, dann will ich das Spiel auch nur so spielen und nicht mit 30 weil wir ja in Deutschland sind.

Egal, anderes Thema :D
 
Da fällt mir jetzt auch gleich ein Kommentar hier Forum zum Thema ein.

superschaf schrieb:
Leute abknallen ist unglaublich geil in dem spiel :sabber:

- Patronenhülsen klimpern über den boden
- einschusslöcher wo man den gegner trifft
- blut läuft aus den einschusslöchern
- die kleidung saugt sich mit blut voll
- blutlachen bilden sich unter den leichen
- blutige fussspuren wenn man durchs blut läuft

Dazu noch die geniale physik

:huldig:

Das macht mich teilweise dann doch etwas nachdenklich. Ist es wirklich ein wichtiger Punkt und Bestandteil eines Spiels, so brutal wie möglich zu sein? Insbesondere bei Max Payne wird ja auch bewusst damit geworben.

Nimm es mir nicht böse superschaf, ich könnte auch den von irgendeiner anderen Person nehmen.
Gäbe genug Beispiele. Aber deiner war mir bis eben noch präsent.
 
Aufgefallen ist es mir auch. Too much? Ich weiß nicht... eigentlich nicht. Allerdings bringt mich die Tatsache dass es im Prinzip absolut keinen Gegenpart mehr gibt zum Grübeln. Kreative Spiele die auch ohne Gewalt bzw. solch einer expliziten Gewaltdarstellung auskommen gibts anscheinend gar nicht mehr.

Schlimm an der ganzen Sache find ich, dass man damit alles gefährdet was in den letzten Jahren in Puncto "Spiel als Kunstform" erreicht wurde. MICH störts nicht wenn bei Last Of Us der Kerl am Ende nen expliziten Faceshot bekommt, aber obs nötig ist? Defintiv nicht.
 
Solange Sam Fisher in einem Splinter keine Herzen rausreißt geht das alles in Ordnung. :D Gewalt war schon immer Bestandteil von Actionspielen, jetzt ist es halt variantenreicher und realistischer integriert, aber im Kern finde ich es nicht unbedingt brutaler. In Crackdown damals konnte man auch schon Leichen rumwerfen. :ugly:
 
Ich habe nichts gegen Blut und Gore wenns angebracht, zum Beispiel zu einer besonderen Stimmung beiträgt und sich in einem gewissen Rahmen bewegt.
Ich denke Angemessenheit spielt dabei eine grosse Rolle.
Wenn grünes Blut aus Gegnern kommt nur um ein Spiel ab 12 freizugeben kann das natürlich nicht die Lösung sein, andererseits finde ich es auch merkwürdig mit einer Pistole auf jemanden zu schiessen und der explodiert dann in 1000Teile mit 50Litern Blut.

Blut und Gore sollte zudem nicht vorhandenes Gameplay oder sonstige Negativmerkmale natürlich nicht versuchen zu kaschieren oder gar zu ersetzen.
 
Ein Resi 6 kann ruhig wieder blutiger werden. Bei 5 haben sich die Entwickler ja zurückgehalten. Warum ein Spiel wie The Last Of Us so sehr auf explizite und unangenehm realistische Gewalt setzt, obwohl es offensichtlich auch ganz andere Reize vorzuweisen hat, geht mir nicht ganz auf. Die Paarung Killermaschine und kleines Mädchen finde ich ziemlich unstimmig. Ich weiß nicht, wie ich das finden werde, wenn ich da mit dem Kerl regelmässig so austicke, während das Mädchen die ganze Zeit dabei ist. Wenn man das mal zuende denkt und sich nicht damit rausredet, dass ist ja eh nur ein Spiel, dann würde man auch dem Mädchen damit Gewalt antun. Ich weiß nicht, ich fühl mich da einfach unwohl. Liegt vielleicht auch daran, dass ich selbst Kinder habe. Da sieht man das eventuell mit anderen Augen.

Ich hab auch grundsätzlich eher Probleme mit realistischer Gewalt als mit mit überzeichneten Dingen wie Headshots. Wenn eine Lara Croft in einer übertriebenen Szene in Bulletime im Flug nem Typen den Kehlkopf zertrümmert, dann finde ich das zwar auch nicht gerade cool, aber das ist eben völlig überzogen. Ich hab das nicht mal richtig mitgekriegt. Aber wenn ein Mann nen Typen, der nun hilflos ist vor nem Kind hinrichtet, indem er ihm mit nem Gewehr ins Gesicht schiesst, ist das schon ne andere Liga.

Nun ja, wie auch immer. Die Entwickler sehen sich wohl genötigt, die Generation noch etwas länger am Leben zu halten. Vor Ende 2013 wirds wohl keine neue Xbox und keine Ps3 geben. Da greift man dann wohl zu solchen Mitteln, wenn man sonst schon fast alles gezeigt hat. Die Kisten sind ausgereizt, viele Serien wiederholen sich im Grunde nur noch selbst. Also dreht man wohl ein bisschen an der Gewaltschraube.
 
Ist auf jeden Fall mehr geworden. Ich fand das gestern bei Tomb Raider etwas fehl am Platze, so etwas auf einer Messe in alle Welt zu streamen. Auch als ich vor ein paar Wochen die ersten Trailer von Max Payne 3 gesehen hatte, war das mMn zu viel des Schle(ä)chten.
Vermutlich geht es nur noch mit immer extremer dargestellter Gewalt, Spiele zu verkaufen. Für mich ist das auf Dauer langweilig. Finde das zensieren von Spielen gar nicht so schlimm.
 
Den Trend haben wir im Filmbereich ja genauso. Da wurde in früheren Zeiten auch nicht so viel Wert darauf gelegt, dass die Extremitäten korrekt in alle Richtungen fliegen oder Kopfschüsse wirklich (Computer-generierte) Einschusslöcher im Darstellerkopf hinterlassen.

Solange sich Videospiele weiterhin auf Fotorealismus in der Grafik hinbewegen, wird auch in allen anderen Bereichen versucht werden, der Realität so nahe zu kommen wie möglich. Im Bereich der Gewaltdarstellung fällt uns das nur besonders auf. Die Fortschritte in puncto Physik sind in den letzten Jahren schließlich auch enorm.

Ich persönlich bekenne, dass realistische Brutalität in Shootern durchaus einen erheblichen Teil des Spielspaßes ausmachen kann. Ertappe mich nicht selten beim Battlefield-Spielen, wie ich mich freue, wenn ich jemandem das Messer in den Hals ramme oder er nach einer Explosion durch den Raum fliegt. Sicherlich eine perfide, primitive Befriedigung, die man da verspürt. Aber ich sehe es trotzdem als Unterhaltung. Sicherlich nicht grad der höchte moralische Maßstab, den man da anlegt, aber ich find die Entwicklung trotzdem gut.
 
Ich glaube, der Eindruck wird auch insbesondere dadurch geweckt, weil die bisherigen Pressekonferenzen (4 an der Zahl) dieses Jahr wirklich extrem die Shooter & Action Schiene gefahren sind, gefühlte 90% aller gezeigten Spiele haben sich nur um's Ballern und um brutales Schnetzeln gekümmert.

Mir kommt es zumindest so vor, dass das die letzten Jahre nicht ganz so schlimm war. Dieses Jahr kann man einfach fast alles zusammen in einen Pott werfen, und raus kommt eine brutale Szene nach der anderen. Ich weiß nicht, ob es wirklich "brutaler" geworden ist, aber es ist dieses Jahr auf jeden Fall gefühlt "mehr".
 
Ich habe ja auch nichts gegen eine realistische Physik in realistischen Shootern. Wenn ich einem eine Bombe vor die Füsse werfe, soll der auch korrekt durch die Luft fliegen.

Aber wenn ich so wie bei May Payne am Ende jedes Shootouts in SloMo und rangezoomt sehe, wie meinem Gegner das Gesicht weggeschossen wird, das ist mir (!) das doch zuviel des Guten. Es verdirbt mir ein wenig den Spielspaß, auch wenn es nur ein Spiel ist. Bei Syndicate gabe es auch so eine Szene, wo mein Kollege einfach wahllos Zivilisten abgeknallt hat. Da habe ich mich auch unwohl gefühlt und zu Atmo hat das genau Null beigetragen. Ich hoffe, die kriegen da wieder die Kurve :tip:
 
Denke nicht, dass Spiele wirklich brutaler geworden sind. Früher gabs auch schon genug Titel in denen Körperteile abgetrennt wurden und literweise Blut floss...nur wirkte es da eben "slappstickhafter". Jetzt sind die Spiele realistischer und durch die Authentizität wirkt es härter.
Habe ich aber kein Problem mit, denn FSK 18 Actionfilme sind ja auch häufig sehr brutal und ich mache zwischen solchen Filmen und Spielen keinen Unterschied.
 
kellewap schrieb:
Ist auf jeden Fall mehr geworden. Ich fand das gestern bei Tomb Raider etwas fehl am Platze, so etwas auf einer Messe in alle Welt zu streamen.

Ich fand ja witzig, wie in der MS-PK erst gefühlt 1000 'Abschlachtungen' gezeigt wurden, und dann bei South Park ein Schimpfwort weggepiept wurde...:D
 
ich fand dieses jahr nur die hirnamputation bei GOW daneben. in dem spiel gibts literweise blut und leichen, aber nichts davon bleibt am boden liegen, alles verschwindet und nach ner sekunde ist alles sauber. ich finde wenn gore dann doch bitte richtig.

bei TR war es auch daneben das sie die gegner abgefackelt hat, muss net sein. vor allem die dumme KI das die gegner in das auslaufende benzin und neben das aulaufende fass laufen. sowas macht doch kein mensch.:klopf:
 
Insane Kraut schrieb:
Man kann es auch übertreiben, ja. Die Zivilisten-Abknall-Szene am Flughafen in MW2 war auch way over the top.

Weiss ich nicht, find ich gar nicht mal.
Bei GTA überfährt man doch auch mal einen ordentlichen Bürger oder schiesst ihn aus seiner Karre. Also da bin ich nicht päpstlicher als der Papst.
Hab auch keine Skrupel wie bei Dead Space 2 zum Beispiel Kinder zu erschiessen.
Klingt jetzt erstmal martialisch, aber das sind ja schliesslich auch nur Pixel und dessen bin ich mir beim Spielen ja auch durchaus jederzeit bewusst.
Moralische Granzen zieh ich da also eher weniger (wobei ich bei Spielen wo man sich entscheiden kann meist den "guten" Weg wähle. Konnte mich noch nie durchringen einen bösen Charakter am Ende eines Spiels zu habe).
 
Flexx finde das ehrlich gesagt nicht schlimmer als frühere, musst halt mal andere Spiele zocken.

Barbies Pferdetraum
Lego Batman
Forza

Da spritzt auch keine Blut, sollte wohl klar sein das in einem God of War Blut spritz, oder bei einem Kriegsspiel Blut fließt.

Musst dich halt anderen Genres widmen, da fließt dann auch kein Blut.
 
Früher hat es mich teilweise gestört, weil ich unnötige Gewalt (und sie ist sehr oft unnötig) noch nie leiden konnte.

Heute ödet sie mich nur noch an und ich verliere quasi automatisch das Interesse an einem Titel, wenn Blut und Gedärme im Vordergrund stehen.

Wahrscheinlich auch ein Grund, warum ich fast nur noch Rennspiele spiele. :ugly:
 
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