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KT Zimtzicke denkt: Die böse Industrie und der Gebrauchtmarkt

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ist doch auch völlig normal, der doofe Guillaume de Fondaumiere (was für ein Name...), sollte sich lieber freuen, dass durch die Gebrauchtkäufe mehr Menschen Heavy Rain gespielt haben und der Nachfolger so mehr potenzielle Käufer haben wird.

Das erste Call of Duty, welches ich neu und nicht gebraucht gekauft habe, war World at War. Hätte man mir damals nicht MW1 für 25 Euro verkauft, dann hätte ich diese Reihe wohl nie angefasst bzw. viel später. Das selbe gilt zumindest bei mir für diverse Spiele.

Auch finde ich kann die Industrie unmöglich von den Spielern erwarten, dass sie all die Neuerscheinungen neu kaufen.
 
also ich helfe der spieleindustrie.
ich kaufe viele neue spiele.
aber meist erst ein halbes jahr nach release zum bugdetpreis aus UK

wie beknackt is denn die aussage von dem typen. wenn man eine lizenz gekauft hat, kann man die wohl privat weiterverkaufen, ohne jemanden zu "bestehlen".

bin gespannt, wann KIA mir vorwirft, ich hätte sie bestohlen, nur weil ich meine karre gebraucht gekauft habe. :vogel:
 
Es geht auch anders.

'Hatten keine Pläne für Zombies'
Julian Dasgupta

Im Rahmen einer Präsentation blickte Strauss Zelnick auch zurück auf die Entwicklung von Red Dead Redemption. Das Produzieren von Zusatzinhalten sei allgemein einfacher im Vergleich zur Erschaffung des eigentlichen Kernspiels und der dafür benötigten Technologie. So könne man auch schnell auf die Bedürfnisse des Marktes reagieren, so der Chef der Rockstar-Mutter Take-Two.

Als der Western-Titel im Mai des Jahres 2010 veröffentlicht wurde, habe die Idee einer Erweiterung mit Zombies noch nicht mal existiert. Pünktlich zu Halloween hatte der Hersteller das Add-on Undead Nightmare fertiggestellt und veröffentlicht.

Andere DLC-Pakete waren dagegen schon langfristiger eingeplant gewesen. Mit dem kostenlosen Outlaws to the End, welches einen Monat nach dem Verkaufsstart von Red Dead Redemption erschien, habe man den Gebrauchtmarkt ins Visier genommen.

"Der Hintergrundgedanke war, die Kunden wissen zu lassen, dass es da einen Grund gibt, dein Spiel zu behalten, da sich der Verkauf von Gebrauchtspielen innerhalb der ersten sechs Wochen am stärksten auf Einnahmen durch den Absatz von Neuversionen auswirkt. Wenn wir die Leute also dazu bekommen, ihr Spiel in den ersten sechs Wochen zu behalten, dann steht das nicht in den Regalen mit den Gebrauchtspielen, was heißt, dass die Leute die Neufassung kaufen müssen."


Zelnick hatte sich schon vor einiger Zeit eher kritisch über Project $10 und seine Konsequenzen geäußert: Man solle Leute nicht für den Kauf einer Gebrauchtversion bestrafen, sondern ihnen lieber einen Grund geben, sich eine Neuversion zuzulegen.
 
Die Idee ist ja grundsätzlich ok, auch wenn dann wieder einige schreien würden, dass man die Inhalte ja aus dem Hauptspiel entfernt hätte.

Ich sehe das Problem eher darin, dass sowas nicht früh genug öffentlich gemacht wird. Wenn ich jetzt mein Driver verkaufe (weil ich es durch habe) und in vier Wochen wird gesagt, es kommt kostenloser DLC, dann bringt das weder mir noch UbiSoft etwas. Das Spiel ist dann im Gebrauchthandel. Wüsste ich es vorher, würde ich es mir vielleicht überlegen.
 
Codemasters: Gebrauchtspiele kaufen ist fast wie Diebstahl

Nachdem Quantic Dreams Guillaume de Fondaumiere vor zwei Tagen beklagte, dass “Heavy Rain” aufgrund des Gebrauchtmarkt-Handel zwischen fünf und zehn Millionen Euro weniger einspielte, meldet sich nun Codemasters’ Senior-Programmierer Dave Herod zu Wort - und vergleicht den Gebrauchthandel mit Diebstahl.

“Es ist ärgerlich, wenn die Leute gebrauchte Software mit dem Erwerb eines Gebrauchtwagens vergleichen”, so Herod. “Es ist NICHT das Gleiche, wenn ihr ein gebrauchtes Auto erwerbt, da ihr ein minderwertiges Produkt kauft – es ist abgenutzter und die Garantie ist entweder erloschen oder sie wird in Kürze enden und es verschlechtert sich im Laufe der Zeit.”

“Software nutzt sich nicht ab und wenn ihr ein Spiel kauft, zahlt ihr nicht für die Disc oder die Hülle, ihr bezahlt für das Recht, das Game spielen zu dürfen.”

“Die Marke ist im Besitz der Publisher bzw. Entwickler und die Händler verkaufen tatsächlich etwas, das nicht ihnen gehört. Aus meiner Sicht ist es [der Gebrauchthandel] nicht weit entfernt vom Diebstahl.”

http://www.play3.de/2011/09/14/codemasters-gebrauchtspiele-kaufen-ist-fast-wie-diebstahl/
 
Ich kann da beide Seiten verstehen.

Mittel- bis langfristig bringt dieses Rumgeeiere aber auch keinem was. Solange es erlaubt und möglich ist, werden CDs/DVDs/Spiele einen Gebrauchtmarkt haben.

Konsequent wäre es, wenn ein Publisher wirklich mal den Weiterverkauf unterbinden würde. Technisch sicher kein Problem. Ob es rechtlich geht, weiss ich nicht (es ist afaik ja wirklich so, dass man an diesen Medien kein richtiges Eigentum erwerben kann).

Das Gejammer der Publisher gepaart mit abstrusen Methoden bringt jedenfalls keinen weiter.
 
:fp: @ Codemasters
Sowas bescheuertes.Gebrauchtkäufer sind legale Käufer.Wenn die doch nur mal 10-15 Jahre zurückdenken würden.Da hatten die nichtmal die Hälfte der Absatzzahlen von heute.Mittlerweile existiert ein größerer Markt der den Gebrauchtmarkt automatisch mit fördert.
Ich fass es echt nicht.Diese Überheblichkeit dem Gebrauchtmarkt gegenüber. :nein:
 
stimmt zwar, dass sich software nicht abnutzt, aber software wird im verlauf der zeit auch sehr schnell uninteressant. spiele von vor 2 jahren jucken doch schon 80% der gamer nicht mehr und sie wollen was neues zocken.

statt zu jammern könnten sie z.b. ihre ollen kamellen als game on demand für 10 euro statt 20-30 euro verkaufen. dann würden auch mehr leute sich die spiele downloaden anstatt gebraucht zu kaufen. so haben sie dann wenigstens nen paar euro verdient anstatt garnichts.

die sollen sich ach endlich mal vom traum verabscheiden, dass alle menschen bereit sind für nen paar stunden digitale unterhaltung 60 euro hinzublättern. mir ist es das nicht wert, ich zahl höchstens 20 euro, kann dafür aber auch gerne mal warten. aber anstatt mich als potentiellen kunden zu sehen und auch mal was für mich anzubieten, heulen die nur rum und ich muss weiterhin gebraucht einkaufen, oder auf der insel bestellen.
 
Wo sind denn hier die "Rechtsexperten"?

Laut Lizenzvereinbarungen bei Microsoft ist der Weiterverkauf der Software untersagt. Man kauft ausschliesslich das Nutzungsrecht, nicht aber Eigentum an der Software.

Gucke ich auf das Cover eines PS3-Spiels, steht auch da IN GROSSBUCHSTABEN, dass der Weiterverkauf des Spiels untersagt ist, es sei denn, SCEE autorisiert es.

Darf ich etwas weiterverkaufen, was mir de facto nicht wirklich gehört? Dass man es kann, steht ja ausser Frage, tun wir ja täglich.

Gibt es da Rechtssprechungen? Würde mich interessieren, ob der private Weiterverkauf an urheberrechtlich geschützten Dingen bisher von den Firmen lediglich geduldet wird oder ob die wirklich den Gebrauchtmarkt einschränken dürften.
 
:shock:
Das ist mir neu.Wo genau steht das?

Grad ausm Gears2 Booklet abgetippt:

Das unberechtigte Kopieren,die Zurückentwicklung(Reverse Engineering),Übertragung,öffentliche Aufführung,Vermietung,das Spielen gegen Zahlung eines Entgelts und die Umgehung von Urheberschutzmaßnahmen sind strengstens untersagt.

Da steht halt nix vom Weiterverkauf.
 
auf meinen 360 spielen hab ich auch nicht gegen weiterverkauf lesen können, wahrscheinlich weils einfach quatsch wäre. sonst wären die ja schon vor jahren gegen gamestop vorgegangen.

hier wirds relativ gut erklärt:
http://www.u-s-c.de/uploads/49dde996bb833.pdf

es ist also natürlich erlaubt software weiterzuverkaufen.
 
Zimtzicke schrieb:
Gucke ich auf das Cover eines PS3-Spiels, steht auch da IN GROSSBUCHSTABEN, dass der Weiterverkauf des Spiels untersagt ist, es sei denn, SCEE autorisiert es.
laut wiki können die hersteller tatsächlich den wiederverkauf ihrer software untersagen, allerdings brauchen sie auch nen guten grund. und den scheinen die wohl vor gericht noch nicht dargebracht zu haben. also ist das auf dem cover wohl nichts weiter als ne leere floskel um abzuschrecken.
 
lüsterneLINDA schrieb:
Zimtzicke schrieb:
Gucke ich auf das Cover eines PS3-Spiels, steht auch da IN GROSSBUCHSTABEN, dass der Weiterverkauf des Spiels untersagt ist, es sei denn, SCEE autorisiert es.
laut wiki können die hersteller tatsächlich den wiederverkauf ihrer software untersagen, allerdings brauchen sie auch nen guten grund. und den scheinen die wohl vor gericht noch nicht dargebracht zu haben. also ist das auf dem cover wohl nichts weiter als ne leere floskel um abzuschrecken.

da steht auch etwas

"die vermietung und wiederverkauf der library programs...."

was soll das sein irgendwelche biblotheken an die ich eh nicht komme :ugly:
 
Zimtzicke schrieb:
Wo sind denn hier die "Rechtsexperten"?

Laut Lizenzvereinbarungen bei Microsoft ist der Weiterverkauf der Software untersagt. Man kauft ausschliesslich das Nutzungsrecht, nicht aber Eigentum an der Software.

Dann verkaufe ich eben das Nutzungsrecht weiter. :cool:

Für die nächste Gen werden sich die Hersteller diesbezüglich ohnehin etwas einfallen lassen. Weil dann verdienen sie ja elfundachzigtrillionen USD mehr im Jahr. Danach werden sie forschen, wie sie diese Summe mindestens verdoppeln können. Jedes Jahr versteht sich.
 
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