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Ich wollte es damals zum Release schon gespielt haben, aber es kamm immer etwas dazwischen bis ich es dann irgendwann aus dem Blick verloren hab. Letztes dann im Sale gekauft und danach kam dann die Ankündigung des zweiten Teils. Endlich also losgespielt. Wenn ich den Preis von 3,99 € in die Spielzeit und den Spielspaß aufwiege, habe ich selten in meinem Leben ein so gutes Schnäppchen gemacht.
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Als erstes fällt auf, wie authentisch das Spiel ist. Das alte Böhmen ist mit seinen Landschaften, Burgen und Dörfern wunderschön. Allein wie schon die Gegenstände platziert sind, wie die Charaktere gekleidet sind und auch die Lichtstimmung. Auch so Dinge, wenn vorm Kämpfen das Visier runtergeklappt wird und man dann den Schatten des Helms sieht. Alles passt einfach super.
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In diesem Spiel passt der Satz: "Aller Anfang ist schwer!" wie die Faust aufs Auge. Heinrich kann im Wahrsten Sinne des Wortes überhaupt nichts. Jede Begegnung mit Feinden ist mordsgefährlich, aber auch wenn es ums Schwertschleifen, Tränke brauen oder das Tragen von Gegenständen ist. Alles wird hart erlernt und geübt werden. Einfach in dem man es tut, aber auch durch Bücher lesen oder Ausbilder finden .
Meiner Meinung nach ging dieser Prozess etwas zu langsam von Statten. Da Heinrich ja nun geübt ist, hoffe ich, dass man in Teil 2 nicht wieder bei Null anfängt.
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Ich kann das Spiel aber jedem nur aller wärmstens ans Herz legen, der etwas Geduld und Erfahrung in Rollenspielen mitbringt, denn die Quests gehören mit zum Besten in diesem Genre. Auch die Dialoge müssen sich nicht hinter den Größen dieses Genres verstecken. Im Gegenteil. Ich war stets beeindruckt, wenn man eine Quest individuell angegangen ist und Heinrich es dann auch genau so erzählt hat.
Nichts desto Trotz muss ich dem Spiel ankreiden, dass mir manchmal beinahe der Geduldsfaden gerissen wäre. Manche Quests sind fast unerträglich, wenn man z.B. 60 Exemplare eines Heiltranks beschaffen muss oder manche Quests aufgrund Heinrichs Unfähigkeit in fiesem Trial & Error ausarten.
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Das Lernen der Fähigkeiten war für mich aber auch ein Highlight. Wie man sich auf Dauer Quality of Life Fähigkeiten aneignet ist super. Zum Beispiel fand ich es toll, dass ich ab irgendwann nicht mehr drauf achten musste, ob mein Essen vergammelt ist. Oder, dass beim verbleiben auf einer Stelle der Hunger und die Energie sich nicht verschlechtern.
A Propos Fähigkeiten. Ich hatte mit dem Schlösserknacken überhaupt keine Probleme. Hatte ja schon Sorgen, weil es mit Controller so schlimm sein soll. Fand ich überhaupt nicht.
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Das Kampfsystem hat mir übrigens richtig gut gefallen. Die Wahl, ob man einen Hieb oder Stich landet gepaart mit der Richtung aus der geschlagen oder geblockt wird finde ich sehr intuitiv. Am Anfang natürlich noch sehr heftig, weil Heinrich nichts konnte. Als ich dann aber irgendwann das erste Mal 3 Banditen und später 5 Banditen auf einmal erledigt habe, war ich schon stolz. Trotzdem sind Kämpfe gegen mehrere Feinde richtig gefährlich, weil sie einen gern umkreisen. In einem God of War oder Stellar Blade schmunzelt man gern mal darüber, aber hier bedeutet das meistens den Tod. Sollte man i.d.R. bleiben lassen. Das macht das Spiel aber eben auch aus.
In einer Situation habe ich aus einer Quest heraus 3000 Groschen gehabt. Die Quest wollte mich dazu zwingen, dass ich sie den Banditen gebe, die mich umkreist haben. Das waren bestimmt 20 Versuche, bis ich diesen unfairen Kampf gewonnen habe. Tja... Im Gegensatz zu mir können die Banditen nicht neu laden
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Höchst lobend möchte ich noch die deutsche Synchronisation anmerken. Gerade in einem Spiel dieser Größe und diesen Gegebenheiten wäre für mich in einer anderen Sprache sehr viel verloren gegangen. Respekt und vielen Dank dafür an Warhorse.
Dadurch konntet Ihr mir die tollen Charaktere um Heinrich, Theresa, Ratzig, Hans, Stefanie, Robart etc etc sehr nahe bringen.
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Das Spiel ist schon recht speziell wenn man bedenkt, dass man in den ersten 30 Stunden........ nicht so nen Bodycount hat wie in anderen Spielen

Es hat aber eine so unglaublich starke Atmosphäre, dass das überhaupt nicht schlimm ist. Man ist immer mit irgend etwas beschäftigt, sodass die Zeit wie im Flug vorüber geht.
Auch wenn manche Stellen wirklich nervig und ärgerlich waren, gehört dieses Spiel für mich zum Besten, was die PS4/One/Switch Generation hervorgebracht hat.
8,7/10 tschechischen Rittern
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